Unternehmen brauchen Lebendigkeit 
Mittwoch, 30. September 2009 - Management
Der Berater Matthias zur Bonsen macht als wichtigen Erfolgsfaktor für Unternehmen die Lebendigkeit innerhalb der Organisation aus. Herrscht in einer Firma ein lebendiger Flow, werden Mitarbeiter zu "einem Energiestrom oder einer Kraft oder einem Bewusstsein", so der Berater. Doch wie erreicht man das? "Wenn wir Lebendigkeit freisetzen und nutzen wollen, müssen wir mit dem Leben führen. Wir müssen mit der Energie des Lebens arbeiten und nicht gegen sie, mit der selbstorganisierenden Dynamik des Lebens und nicht gegen sie, mit den Mustern des Lebens und nicht gegen sie", sagt zur Bonsen. Zwei konkrete Ratschläge des Beraters für die Umsetzung: "Elementar fürs Management ist es, die Kern-Leidenschaft des Unternehmens auszumachen und ihr in den unternehmerischen Strategien zu folgen. Genauso wichtig ist es, im Unternehmen sogenannte Inseln der Lebendigkeit zu schaffen, die es Mitarbeitern erlauben, ungehindert ihre Ideen und Potenziale freizusetzen."
So kommt Leben in die Bude, managerSeminare Oktober 2009

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Führung braucht den richtigen Groove 
Dienstag, 29. September 2009 - Management
Was können Manager von eingefleischten Jazzern lernen? Eine ganze Menge, meint August-Wilhelm Scheer, der als Gründer der erfolgreichen IDS Scheer AG nicht nur im Business für Furore sorgte, sondern auch mit dem Saxophon auf der Bühne eine gute Figur macht. Im Weiterbildungsmagazin managerSeminare erklärt er, warum es für Führungskräfte genauso wichtig ist wie für Musiker, improvisieren zu können. Laut Scheer wird Improvisation von vielen Managern zu Unrecht mit Dilettantismus gleichgesetzt: "Dabei vergessen Manager eines: feste Pläne machen kann man nur, wenn auch das Umfeld stabil bleibt. Das aber ist heute meistens nicht mehr der Fall. Manager sollten daher eine andere Haltung zum Improvisieren entwickeln und es sich zu eigen machen." Dabei gehe es nicht darum, allein aus dem Bauch heraus zu entscheiden und zu handeln. So wie die Jazz-Improvisation davon lebt, dass die Musiker aufeinander achten und mit ihren Soli aufeinander eingehen, mal im Vordergrund stehen und mal zurücktreten, müssten auch Manager ständig im achtsamen Flow bleiben: "In turbulenten Zeiten und in dynamischen Branchen sollten Manager offen bleiben für sich ständig verändernde Umfeldbedingungen und spontan darauf reagieren, statt an einem Plan festzuhalten. Sie brauchen Sensibilität für Veränderungen in ihrem Umfeld, müssen ein Gespür für neue Strömungen und Trends entwickeln." Ein Teamwork à la Jazz ist dabei laut Scheer eine gesunde Mischung aus führen und sich führen lassen, am Rande des Chaos, aber jenseits der Beliebigkeit: "Die Jazzband ist ein gutes Modell für moderne Teams mit ihren flachen Hierarchien, denn es gibt ja keinen Dirigenten. Und ein Solist im Jazz ist auch nicht immer Solist, vielmehr wechselt jeder Musiker ständig von der Rolle des Solisten in die des Begleiters und umgekehrt. Das ist auch das, was man in der modernen Teamorganisation braucht: Alles, was vom Einzelnen produziert wird, muss zu den Schnittstellen der anderen passen. Jedes Teammitglied ist gefordert, kreativ zu sein und Ideen zu entwickeln, aber die anderen unterstützen es dabei. Jeder hat seine Kernkompetenz, aber aus dem Zusammenspiel entstehen Synergien. Dazu braucht auch ein Arbeitsteam gute Kommunikation und möglichst wenig einengende Regeln."
"Manager sollten improvisieren lernen", managerSeminare Oktober 2009

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Immer wieder aufstehen 
Montag, 28. September 2009 - Arbeit
Scheitern als Chance- diese "Erfolgsformel" wirkt für sich betrachtet bisweilen eher wie eine Plattitüde, doch erweist sie sich dennoch im konkreten Leben häufig als äußerst treffend. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung beispielsweise portraitiert den Dirigenten Christian Ludwig, der mit nur 31 Jahren dem Kölner Kammerorchester vorsteht. Was auf den ersten Blick wie eine kometenhafte Karriere wirkt, ist bei Ludwig jedoch nicht nur Resultat großer Begabung und harter Arbeit, sondern auch Ergebnis eines großen Scheiterns. Der ambitionierte Dirigent galt schon in jungen Jahren als großer Geiger mit noch größeren Zukunftsaussichten, bis der so genannte Musikerkrampf, Beschwerden in der linken Hand, seinen Aufstieg als Solist abrupt beendete. "Ich bin der Typ, der wieder aufsteht", sagt Ludwig über sich selbst und so bildete er sich an der Royal Academy in London zum Dirigenten weiter. In der Ausbildung wurde, so sagt Ludwig heute, seine Persönlichkeit dekonstruiert und neu zusammengesetzt. Sein Ziel: Nicht unbedingt das Diplom der Elite-Akademie, sondern zu wissen, was man lernen kann und wie man seinen Weg meistert. Gerade dieser Reifeprozess ist es, der im den Job bei den Kölner Kammermusikern verschafft, denn sein Vorgänger vertraut in die "Gesamtpersönlichkeit" des jungen Dirigenten. Heute ist Christian Ludwigs Motto: "Alles kann nur wachsen, wenn man entspannt ist."
Wenn plötzlich die Hand versagt, FAZ 19.9.2009

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Die Kunst der Selbstführung 
Freitag, 25. September 2009 - Bücher
Der in den Bereichen Leadership Development und Executive Coaching tätige Berater Burkhard Bensmann hat ein spannendes Buch über "Die Kunst der Selbstführung" geschrieben. In zahlreichen Gesprächen mit Führungskräften ist er der Frage nachgegangen, wie Manager den Balanceakt zwischen Erfolg und Erfüllung meistern und den Wunsch nach Sinnhaftigkeit mit der Notwendigkeit nach Wirksamkeit verbinden. Die Innenansichten zeigen: Eine einfache Erfolgsformel gibt es nicht. Die meisten der Befragten zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine klare Vision haben, der sie folgen, dabei aber nicht die Notwendigkeiten ihres Arbeitsumfeldes aus den Augen verlieren. Sie realisieren gewissermaßen dynamische Gleichgewichte verbunden mit Vielfalt, achten auf Körper, Geist und Seele und sind dabei im Job wirklich präsent. Herausforderungen sind ihnen ebenso wichtig wie Phasen der Ruhe. Sie denken nicht in Entweder-Oder, sondern leben ein Sowohl-Als-auch. Das Buch zeigt eindrücklich, dass Selbstführung die Basis gelungener Führung bildet und es dabei sowohl um fachliche als auch um soziale Qualitäten geht. Ein wirklich inspirierendes Buch, das viele Anregungen zum Nachdenken gibt!
Weitere Informationen zu Autor und Buch

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Vorstandsposten bleiben Schleudersitz 
Donnerstag, 24. September 2009 - Studien
Nie waren die Stühle von Top-Managern wackliger als in den letzten Jahren. Eine neue Studie von Heidrick & STruggles zeigt, dass in den letzten dreieinhalb Jahren mehr als die Hälfte aller Dax-Vorstände ausgetauscht wurde. Von den 192 Dax-Spitzenmanagern mussten demzufolge seit Anfang 2006 auf höchster Ebene 98 ihren Posten räumen. Ist man aus dem Dax-Vorstand erst mal rausgeflogen, bedeutet dies meist das Ende der Karriere in dieser Liga. So ist es laut der Studie seit 2006 nur einem der gefeuerten Top-Manager gelungen, in gleicher Position wieder Fuß zu fassen. Lawrence A Rosen, einst Finanzvorstand von Fresenius Medical Care, macht nun bei der Deutschen Post den gleichen Job. Eine Verringerung der Dax-Vorstandsmandate von 248 im Jahr 1998 auf 185 im Jahr 2009 verringert die Jobaussichten zusätzlich.
Jeser zweite Dax-Vorstand verlor seinen Job, Die Welt 18.9.2009

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Jung-Manager schwören aufs Allgemeinwohl 
Mittwoch, 23. September 2009 - Management
Ein neuer Eid für Wirtschaftsstudenten soll dazu beitragen, dass die Führungselite von morgen nicht ein neues Kapitel im Buch des Raubtierkapitalismus aufschlägt. Der "Global Business Oath", ein Eid für Wirtschaftsstudenten, den eine vom World Economic Forum ernannte Gruppe junger Führungskräfte aus aller Welt entwickelt hat, verpflichtet die Nachwuchsmanager auf eine Orientierung des Unternehmenshandelns am Allgemeinwohl, die Achtung der Menschenrechte und der Würde jedes Menschen sowie darauf, sich für soziale und umweltorientierte Themen zu engagieren. An der European Business School, die bei der Entwicklung des Eids beteiligt war, werden die diesjährigen Studienanfänger die ersten sein, die den Eid ablegen. EBS-Präsident Christopher Jahns sieht in dem Eid Chancen, aber kein Allheilmittel. "Der Eid kann richtiges Verhalten noch einmal verdeutlichen und die Problematik im Bewusstsein verankern. Wir können aber nicht Gutmenschen schaffen", sagt Jahns selbstkritisch. An der EBS soll die Standhaftigkeit der späteren Manager durch entsprechende Vorlesungen und Seminare von Ethikdozenten gefördert werden. Ziel ist es, die Einstellungen der Leader von morgen positiv zu verändern. "Gerade die Krise hat gezeigt, dass es in erster Linie um eine Haltung geht, um Einstellungen, nicht um Gesetze", sagt Jahns.
Ein Eid gegen die Gier, FTD 18.9.2009

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Man muss nicht perfekt sein 
Dienstag, 22. September 2009 - Arbeit
Wie wird man erfolgreich? Diese Frage stellte die Autorin Andrea Sixt zwölf Prominenten wie der Schwimmerin Franziska von Almsick oder dem Schauspieler Michael Mendl und fand Verblüffendes heraus. "Alle Gesprächspartner hatten eines gemeinsam: Sie lieben das, was sie tun. Und kein Weg führt kerzengerade zum Erfolg. Auch erfolgreiche Leute haben mal einen falschen Weg eingeschlagen. Sie haben sich ausprobiert, bis sie gefunden haben, was sie wirklich glücklich macht - und darin sind sie nun gut", sagt Sixt. Ein wichtiger Aspekt auf diesem Weg zur Selbstverwirklichung: Immer noch besser werden wollen und nicht aufzugeben, sondern, wenn man eine falsche Entscheidung getroffen hat, sich dies einzugestehen und sich zu ändern. Sixt betrachtet es als Fehler, Erfolg mit Geld gleichzusetzen. Wichtiger sei es, dem inneren Ruf zu folgen und dadurch einen positiven Beitrag für die Welt zu leisten. Auch warnt die Autorin vor übertriebenen Perfektionsansprüchen und davor, Fehler als Niederlagen zu betrachten. "Man muss nicht perfekt sein, um Erfolg zu haben", so ihre Erkenntnis.
"Viele machen sich den Druck, perfekt zu sein", SZ 15.9.2009

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Drei Frauen im Vorstand und der Erfolg ist gewiss 
Montag, 21. September 2009 - Studien
Was brauchen Unternehmen, um erfolgreich zu sein? Mindestens drei Frauen im Vorstand, lautet die verblüffende Antwort, die von mehreren Studien unterlegt wird. So zeigt die Studie "Women Matter" der Unternehmensberatung McKinsey, dass Firmen mit einem hohen Frauenanteil im Vorstand um 48 Prozent höhere Gewinne vor Steuern und Zinsen erwirtschaften als der Branchendurchschnitt. Das amerikanische Beratungsinstitut Catalyst fand bei einer Analyse der 500 größten börsennotierten Unternehmen in den USA heraus, dass Firmen mit Frauen an der Führungsspitze eine bis zu 53 Prozent höhere Eigenkapitalrendite aufweisen. Die magische Zahl bei diesen Gleichungen lautet drei, denn die Wissenschaft geht davon aus, dass es mindestens drei Frauen zusammen braucht, damit diese sich allein unter Männern auch wirklich Geltung verschaffen können.
Frauen können alles - außer Karriere, HBM 18.9.2009

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