Omega-Faulpelze auf dem Weg zum Erfolg 
Dienstag, 31. Oktober 2006 - Management
Alpha-Tiere hatten gestern die Nase vorn. Wenn es nach dem Arzt und Coach Jörg-Peter Schröder geht, gehört die Zukunft den Omega-Faulpelzen. In einem Interview mit dem Magazin managerSeminare zeigt er auf, wie ständige Anpassung an äußere Anforderungen nicht nur in die emotionale, sondern auch in die berufliche Sackgasse führt, denn seiner Ansicht nach sind auf vorgezeichneten Wegen auch nur begrenzte Leistungen möglich. Dem hält Schröder entgegen: "Wir müssen von der Wertschröpfung zur Wertschöpfung gelangen." Sein Rezept für den Erfolgsweg: "Auf dem Erfolgsweg sind Sie, wenn alles leicht und anstrengungsfrei läuft. Wenn Sie Ihren Lebensrhythmus nach Ihren eigenen Maßstäben ausrichten. Wenn Sie anderem mit Liebe und Offenheit begegnen. Wenn Sie in Teams nach Synergien suchen und kooperativ eingestellt sind ... Wenn Sie Lust auf Neues und Unbekanntes haben. Wenn Sie mehr Chancen als Probleme sehen. Wenn Sie ausreichend Zeit haben, sich Gedanekn über Ihre innere Wahrheit zu machen."
"Erfolgreich als Omega-Faulpelz", managerSeminare 11.2006

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Digitale Bohème und neue Arbeitswelten 
Montag, 30. Oktober 2006 - Bücher
Mit dem Titel "Wir nennen es Arbeit" unternehmen die Autoren Holm Friebe und Sascha Lobo einen Streifzug durch die Welten des Web 2.0, der spannender nicht sein könnte. Sie machen eine neue Spezies aus am Horizont der Arbeitswelt und verpassen ihr das Label "digitale Bohème". Der Untertiel "Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung" ist vielleicht ein wenig einschränkend, denn den Autoren geht es zwar darum, neue Möglichkeiten der Erwerbstätigkeit, die ganz wesentlich auf den neuen Möglichkeiten der Technologienutzung basieren, darzustellen, doch bietet das Buch zugleich einen sehr umfassenden und vor allem fundierten Überblick über das, was "Web 2.0" jenseits des aktuellen Marketing-Hypes bedeuten kann. Es geht um Freiheit, um neue Ideen und um kreative Selbstverwirklichung. Aspekte wie diese treiben immer mehr Menschen aus den festgezurrten Zwängen des Angestelltendaseins - teils freiwillig, weil sie ihren Lebensunterhalt lieber mit Leben und Unterhaltung bestreiten, statt sich auf ein geregeltes Einkommen und feste Arbeitszeiten zu fixieren, teils unfreiwillig, weil der Markt, wie er sich gegenwärtig zeigt, für sie keinen Platz mehr hat. Die "digitale Bohème" arbeitet mit Lust und Leidenschaft, selbstbewusst und subversiv, alleine, verteilt, in Netzwerken. Das Buch skizziert zahlreiche Ansätze und Modelle, wie die neuen Einzelkämpfer und Selbstvermarkter sich neue Nischen erschließen in einer Arbeitswelt, in der Großkonzernen die Puste ausgeht und ein neues, individuelles Business exotische Blüten treibt. Lebensstile ersetzen die klassische Berufsbiographie und schaffen Raum für neue Entwicklung. Das Zeitalter der digitalen Subversion hat begonnen - mit all seinen Chancen und Risiken, denn unterschwellig macht das Buch auch deutlich, dass die neue Bohème in großen Teilen eines mit ihren analogen Vorgängern teilt: die Hoffnung auf künftigen Erfolg, der sich zumindest in finanzieller Sicht für viele der neuen Web-Protagonisten gegenwärtig noch nicht wirklich zeigt.
"Wir nennen es Arbeit", Heyne Verlag

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Abseitsfalle: Wenn Firmen Mitarbeiter kalt stellen 
Freitag, 27. Oktober 2006 - Management
Ob Telekom, Deutsche Bank oder Post - viele große Unternehmen leiden unter einem "Personalüberhang", den sie häufig nicht über betriebsbedingte Kündigungen regulieren können oder wollen. Das Kaltstellen ganzer Mitarbeitergruppen wird damit zum Betriebssport, wie das Wirtschaftsmagazin Capital in einem Beitrag feststellt. Wer sich nicht in Frührente schicken lässt oder sich weigert, einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben, landet in der Abseitsfalle der besonderen Art. Begriffe wie "Sterbezimmer" oder "Fensterarbeitsplatz" geistern nicht nur durch die Firmenflure und meinen nur eines: Produktivitätsvernichtung auf hohem Niveau, denn die Mitarbeiter, von denen sich die Unternehmen lieber heute als morgen trennen würden, werden systematisch kaltgestellt - im netten Einzelzimmer mit Telefonanschluss, aber ohne konkrete Aufgaben.
"Im Sterbezimmer", Capital 20.9.06

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Gesundheit der Mitarbeiter als Faktor der Wertschöpfung 
Donnerstag, 26. Oktober 2006 - Management
Gesunde Mitarbeiter sind für Unternehmer ein wichtiger Aspekt in der Wertschöpfungskette. So machte beispielsweise der Konzern Unilever die Erfahrung, dass Programme zur Förderung der Mitarbeitergesundheit ganz konkret messbare Ergebnisse bringen. Im Unternehmen zeigte sich, dass pro 1,50 Euro, die in Gesundheitsprogramme investiert werden, 5,60 Euro als Ertrag zurück fließen. Umgekeht ist Stress ein absoluter Wertvernichter, denn laut dem Europäischen Netzwerk für betriebliche Gesundheitsförderung entstehen in der europäischen Union hierdurch allein jährliche Kosten von 20 Millionen Euro. Die International Labour Organization geht gar davon aus, dass die Kosten arbeitsbedingter psychischer Probleme sich auf drei Prozent des Bruttoinlandprodukts belaufen.
"Gesundheit wird zum Investitionsgut", FTD 22.10.06

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Nachhaltigkeit kommt von innen 
Mittwoch, 25. Oktober 2006 - Management
Die im KarstadtQuelle-Konzern für die Konzernkommunikation Gesellschaftspolitik verantwortliche Dr. Alexandra Hildebrandt beschreibt in einem Interview mit Michael Fromm auf der Webseite Umweltdialog, inwiefern Nachhaltigkeit als Leitbild "von innen" gefüttert werden muss bzw. von einer entwickelten Persönlichkeit abhängt. Hildebrandt stellte bereits in einem Buch die Lebensläufe so genannter Grenzgänger dar und genau deren besondere Eigenschaften scheinen es zu sein, die nachhaltiges Denken und Handeln fördern. "Der Grenzgänger hat einen beweglichen Geist, ist neugierig und unbefangen, intuitiv, kreativ, risikofreudig, oft sprühend und mitreißend, er denkt vernetzt, macht aus einer Schwäche eine Stärke, hat eine grobe Ahnung von dem, wie etwas gehen könnte, ist spontan, liebt die Improvisation und den Neubeginn, steht immer wieder auf, wenn er fällt und lernt daraus", so Hildebrandt. Ein solches Persönlichkeitsprofil würde man sich in den Führungsetagen vieler Großunternehmen wünschen!
"Nachhaltigkeit bei KarstadtQuelle", Umweltdialog 25.8.06

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Talent-Management als Erfolgsfaktor für Change-Prozesse 
Dienstag, 24. Oktober 2006 - Management
"Manager müssen zur Strategie passen" - so die Autoren Bernd J. Wieczorek und Norbert Sack in ihrem gleichnamigen Beitrag in der FAZ. Die Berater heben hervor, dass die Umsetzung von Unternehmensstrategien sehr davon abhängt, ob die zur Strategie passenden Manager verfügbar sind. Gerade bei Change-Prozessen sei es unabdingbar, das eigene Personal immer wieder daraufhin zu überprüfen, ob die Führungskräfte mit ihren Fähigkeiten und Qualitäten die jeweils neue Aufgabe auch optimal erfüllen können. Der Beitrag stellt die in vielen Unternehmen gängige Gleichung Manager ist gleich Manager in Frage und fordert, dass Führungskultur, Managementkompetenzen und Unternehmensziele stetig aufs Neue in Einklang zu bringen sind.
"Manager müssen zur Strategie passen", FAZ 23.10.06

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Trendthema: Meditation für Führungskräfte 
Montag, 23. Oktober 2006 - Management
Die Zeiten, als Meditation in die Esoterik-Ecke verbannt wurde und allenfalls Räucherstäbchen-Liebhaber die Neigung verspürten, sich in die Stille zurückzuziehen, um stundenlang schweigend auf einem Kissen zu sitzen, gehören längst der Vergangenheit an. Sucht man unter den deutschen Google-Einträgen nach den Begriffen "Meditation" und "Führungskräfte", kommt die Suchmaschine auf satte 130.000 Treffer. Darunter Fundstücke wie ein Beitrag auf der Webseite der ZfU International Business School, in dem der Psychotherapeut Wolfgang Bischoff als einen möglichen Nutzen der Meditation für Führungskräfte nennt: "Die Führungskraft, die in ihrem Unternehmen die kommende Wandlung erst erahnt, kann aus der meditativen Einsicht heraus die Kraft ihrer Intuition nutzen und das Unternehmen rechtzeitig sicher und mutig in eine Richtung lenken, die zum Erfolg führen wird, auch wenn es bedeutet, gegen die Strömung zu schwimmen." Das Job-Portal monster.de wiederum lobt Meditation als Ausweg aus der Burn-out-Falle. Und auf der Webseite der Zen-Akademie für Führungskräfte findet sich gleich eine ganze Reihe guter Argumente, warum Manager sich mit Meditation das Leben leichter machen. Fazit: Weiter so!
ZfU: Meditation für Führungskräfte
monster.de: Meditation bei Burn-out
Zen-Akademie für Führungskräfte: Gute Gründe für Zen-Meditation

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Wenn Manager für Entlassungen belohnt werden 
Freitag, 20. Oktober 2006 - Management
Manager, die in großem Stil Mitarbeiter entlassen, können mit einer deutlich positiveren Gehaltsentwicklung rechnen als Führungskräfte, die weniger entlassungsfreudig sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Arkansas, bei der die Vorstandsgehälter von 229 Unternehmen im Zeitraum zwischen 1993 und 1999 untersucht wurden. Das ernüchternde Ergebnis: Dank einseitigem Shareholder Value-Fokus lag das Gehalt der "Rausschmeißer" im Schnitt um 22,8 Prozent über dem der maßvollen Vorstände. Wer sich nun fragt, warum diese destruktive Dynamik bisher kaum in ganzem Ausmaß in der Öffentlichkeit diskutiert wird, findet die Antwort im Bezahlungssystem, denn die Belohnung für den Stellenabbau wird meist in Aktienoptionen gewährt - ein Posten, der wesentlich intransparenter ist als die schlichte Gehaltserhöhung. So zeigt sich denn auch bei näherer Betrachtung, dass die Sanierer, die mit Stellenstreichungen den Wert von Firmen zu steigern meinen, bei der Vergütung, die in Geld ausgezahlt wird, sogar hinter ihren Kollegen liegen. Bei der aktienbasierten Vergütung hingegen weisen sie eine sehr dynamische Progession auf, die ein Jahr nach vorgenommenen Stellenstreichungen um 42,6 Prozent höher liegt als bei der Vergleichsgruppe. Nach drei liegt der Abstand sogar bei 77,4 Prozent.
"Entlassungen steigern Managergehälter", FTD 18.10.06

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