Qualität als echte Verpflichtung sehen 
Freitag, 6. Oktober 2006 - Management
Je härter die Konkurrenz, umso mehr kann der Faktor Qualität über den Erfolg eines Unternehmens entscheiden. Qualitätsmanagement ist jedoch keine Business-Mode des 20. und 21. Jahrhunderts, sondern hat eine Jahrhunderte währende Tradition - von der Firmen auch heute noch lernen können. Bereits im 2. Jahrtausend vor unserer Zeit war Qualität eine echte Verpflichtung. So enthielt der Hammurabische Kodex, der unter dem babylonischen König Hammurabi (1728 bis 1686 v. Chr.) aufgestellt wurde, die Klausel, dass ein Baumeister, sollte der Bauherr beim Einsturz eines von ihm gebauten Gebäudes getötet werden, diesen Qualitätsmangel mit dem eigenen Leben bezahlen müsse. Die Zunftordnung der Hamburger Goldschmide von 1375 sah vor, dass eine Werkstatt für ein Jahr geschlossen wurde, wenn in der Verarbeitung minderwertige Materialien verwendet wurden. Methoden wie Kaizen, Six Sigma oder Total Quality Management versuchen in der Business-Welt von heute, einem nachvollziehbaren Qualitätsanspruch Geltung zu verschaffen. Der Kern des Qualitätsprinzips ist jedoch bis heute gleich geblieben: Es sind nicht die Regeln und klar definierten Prozesse, die automatisch zu mehr Qualität führen, sondern das Gefühl, gegenüber (potenziellen) Kunden eine wirkliche Verpflichtung einzugehen.
"Produktqualität: Instrumente fürs Kundenglück", FTD 4.10.06

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Medikolleg bietet Seminare zu integraler Führung 
Donnerstag, 5. Oktober 2006 - Veranstaltungen
Das Medikolleg in Wiesbaden bietet im kommenden Jahr eine ganze Seminarreihe zum Thema integrale Führung und Emotional Competence an. So gibt es Veranstaltungen zum integralen Ansatz als Rahmen für die Unternehmensführung, der auf den Arbeiten des amerikanischen Philosophen Ken Wilber und dem Spiral Dynamics-Modell von Don Beck basiert. Die Leadership der Zukunft skizzieren die Autoren und Business-Coaches Barbara und Michael Fromm unter dem Titel "Führen aus der Mitte". Weitere neue Führungs- und Management-Ansätze, die am Medikolleg vermittelt werden, sind die Methode World Café zur Nutzung der kollektiven Intelligenz, Organisationsaufstellungen sowie die Arbeit mit dem Enneagramm. Service- und Info-Telefon: +49 (0) 611-16 66 90
http://www.medikolleg.de

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Spiritualität in der Personalarbeit 
Mittwoch, 4. Oktober 2006 - Management
Das Fachmagazin ManagerSeminare widmet in seiner aktuellen Ausgabe einen Beitrag dem Thema "Spiritualität" im Business. Der Artikel lässt Trainer und Führungskräfte zu Wort kommen, die Fragen der Persönlichkeitsentwicklung und Sinnsuche als integralen Bestandteil der Personal- und Führungsarbeit verstehen. Zu den Interviewten gehören unter anderem der Düsseldorfer PR-Manager Paul J. Kohtes und der Ex-Vorstand der Deutsche Bank Bauspar AG, die beide im Zen ihren Weg gefunden haben, um berufliche Herausforderungen und persönliche Entfaltung in Einklang zu bringen. Der Beitrag gibt außerdem einen Überblick über Projekte, die eine weltweite Verbesserung der Lebensqualität zum Ziel haben, und stellt verschiedene spirituelle Businessnetzwerke vor.
"Spiritualität im Business", ManagerSeminare 10.2006

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Klimawandel wird für das Management immer wichtiger 
Montag, 2. Oktober 2006 - Studien
In den Chefetagen internationaler Unternehmen stehen Fragen des Klimawandels zunehmend auf der Managementagenda, denn die globale Erwärmung hat deutliche Auswirkungen auf Geschäftsentwicklung und -möglichkeiten. Das Carbon Disclosure Project, das im Jahr 2000 von Großanlegern wie Banken, Versicherungen und Pensionsfonds ins Leben gerufen wurde, stellte kürzlich den aktuellen Bericht zur Lage von 200 Großunternehmen in Deutschland vor. Acht deutsche Unternehmen wurden in den Climate Leadership Index der Fortune 500-Unternehmen aufgenommen, weil sie die Auswirkungen des Klimawandels bei ihren geschäftlichen Entscheidungen berücksichtigen, und zwar: BMW, DaimlerChrysler, Bayer, RWE, Siemens, BASF, Allianz und Münchner Rück. Unternehmen sehen ihre Geschäftsmöglichkeiten vor allem tangiert durch:
• die Notwendigkeit, ihre verursachten Emissionen von Treibhausgasen (THG) zu begrenzen
• potenzielle Klimaveränderungen, die negative Auswirkungen auf Infrastrukturen haben oder zu Änderungen an gegenwärtigen Prozessabläufen führen
• Verschiebungen im Verbraucherverhalten, Veränderungen der Wettbewerbsfähigkeit sowie neuen Druck auf die Gewinne und/oder
• neue geschäftliche Chancen in der Zukunft.
Deutscher Bericht des Carbon Disclosure Project

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Neue Führungsstile erobern die Elite-Schmieden 
Freitag, 29. September 2006 - Management
Die Financial Times Deutschland skizziert in einem Beitrag, wie sich die Management-Ausbildung an Elitehochschulen wandelt. Während viele MBA-Programme noch immer sehr stark auf Wertsteigerungsansätze konzentriert sind, wächst die Zahl der Anbieter, die Themen wie Corporate Governance, Compliance und Ethik in den Mittelpunkt rückt. So bietet die niederländische Universität Nimbas inzwischen einen Masterstudiengang in Corporate Governance an. Die Executive Academy in Wien gliedert ihr Angebot zum Professional MBA in sieben Fachrichtungen, darunter Vertiefungsfächer wie Innovationsmanagement oder Sozialmanagement. Auch Harvard hat das Thema soziale Verantwortung auf der Agenda, allerdings mit Kursdauern von drei Tagen bis zu wenigen Wochen - im deutschsprachigen Raum sind in diesem Themenfeld intensivere Schulungen üblich. Ein Trend: statt starrer Ergebnisorientierung sind kreative Methoden im Kommen.
"Neue Zeiten, neue Führungsstile", FTD 17.9.06

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Erfolgreich und nachhaltig in Deutschland: Der Frosch macht's vor 
Donnerstag, 28. September 2006 - Success Stories
Wie Nachhaltigkeit nicht nur als Idee, sondern als Teil der gesamten Geschäftsstrategie funktionieren kann, zeigt das Mainzer Familienunternehmen Werner & Mertz GmbH. Mit der Marke Erdal sind die Mainzer in den meisten Marktsegmenten für Schuhpflegeprodukte mit einem Marktanteil von rund 80 Prozent unangefochtener Marktführer. Vor 20 Jahren wurde mit dem grünen Frosch zudem eine Serie ökologischer Reinigungsmittel lanciert, auf die heute bereits 60 Prozent des Konsumumsatzes des Unternehmens entfallen. Dabei setzt die Werner & Mertz GmbH nicht nur bei den Ökoreinigern auf Nachhaltigkeit. So verfügt das Unternehmen über ein Umweltmanagementsystem, das nach DIN EN ISO 14001 und EMAS zertifiziert ist. Der Umweltbericht auf der Firmenwebseite gibt Auskunft darüber, wie die Emissionen in den letzten Jahren gesenkt wurden. Produziert wird fast ausschließlich am Standort Deutschland. Obwohl das Mainzer Familienunternehmen im Vergleich zu seinen großen Konkurrenten wie Procter & Gamble oder Henkel wie ein kleiner Fisch anmutet, geht diese Strategie auf, denn der Mittelständler investiert wenig in Werbung und überzeugt stattdessen seine Kunden lieber durch Qualität.
"Mit Werbung können wir kein Produkt durchsetzen", FAZ 26.9.06
Umweltbericht der Werner & Mertz GmbH

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Tue Gutes - und lass' Dich nicht erwischen 
Mittwoch, 27. September 2006 - Success Stories
Das Magazin Neon stellt in seiner aktuellen Ausgabe die "Secret Society of Serendipitous Service to Hal" (SSSH!) vor, eine Organisation, deren Mitglieder es sich zum Ziel gesetzt haben, anderen anonym etwas Gutes zu tun. Gründer Roger Cram entwickelte die Idee, nachdem sein Freund Hal Reichle, der immer wieder heimlich seine Mitmenschen mit guten Taten überrascht, 1991 im Golfkrieg gefallen war. Heute hat die Organisation weltweit geschätzte 40.000 Mitglieder. Ihre Aktionen reichen von unerkannten Diner-Einladungen über das Geldeinwerfen in abgelaufene Parkuhren bis hin zum mitternächtlichen Schneeräumen. Roger Cram beschreibt die innere Herausforderung, der sich die SSSH!-Mitglieder stellen: "Wir von SSSSH! teilen gute Taten in fünf Stufen ein: Die erste Stufe ist die instinktive Güte, wo Menschen bloß geben, um zu überleben – zum Beispiel ihrem Chef. Die zweite Stufe ist das Geben um der Belohnung willen: Andere Leute sollen denken, Sie seien wundervoll. Auf der dritten Stufe steht das selbstlose Geben, um der Welt zu helfen, auch wenn man dafür diskriminiert wird. Die vierte Stufe ist die anonyme, uneitle gute Tat – das SSSSH!-Geben. Und die fünfte Stufe klassifizieren wir als die gute Tat unter eigener Lebensgefahr. Unsere vierte Stufe ist aber schon schwierig genug. Sie fühlen sich leer, weil Sie das Lächeln oder die Aufregung des anderen nicht mitbekommen, nachdem Sie heimlich seinen Rasen gemäht oder seine Einfahrt vom Schnee freigeschaufelt haben. Ihnen klopft niemand auf die Schulter." Doch auch ohne den direkten Dank hinterlässt die gute Tat auch beim Gebenden ein gutes Gefühl. Außerdem hinterlassen die SSSSH!-Mitglieder immer eine Visitenkarte ihrer Organisation, um den Gedanken des selbstlosens Helfens weiterzutragen.
"Secret Service", Neon Oktober 2006
SSSSH!

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Wendelin Wiedeking: "Anders ist besser" 
Dienstag, 26. September 2006 - Bücher
Porsche-Çhef Wendelin Wiedeking, der mit seiner Eigenwilligkeit im positivsten Sinne das Unternehmen seit Jahren auf Erfolgskurs hält, plädiert in seinem gerade erschienenen Buch "Anders ist besser" für neue Wege in Wirtschaft und Politik. Dem Konzept, immer mehr Arbeitsplätze ins vermeintlich billigere Ausland auszulagern, erteilt Wiedeking eine klare Absage - und verweist zugleich auf die eigene Strategie, der die Produktion im Hochlohnland Baden-Württemberg keinen Abbruch tut. Für Wiedeking ist dabei die Mitarbeiterbeteiligung ein wichtiger Hebel, um Höchstleistungen zu erzielen. Doch sind es nicht nur jährliche Erfolgsbeteiligungen in Form von Sonderzahlungen, die seiner Meinung nach für Ansporn sorgen. "Aufbruchstimmung erzeugt man nur mit Glaubwürdigkeit. Daran hapert es aber ganz besonders in der Politik. Statt die wirklichen Probleme zu lösen, werden Scheindebatten geführt, Ablenkungsmanöver inszeniert und persönliche Eitelkeiten ausgelebt", so Wiedekings Kritik.
"Versprochen, zerredet, vergessen", FAS 24.9.06
"Anders ist besser" bei Amazon

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