Tabu-Thema schlechte Führung 
Mittwoch, 31. Oktober 2012 - Studien
Schlechte Führung wirkt sich immens auf die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen aus, doch viele Firmen tun sich nach wie vor schwer damit, dieser Herausforderung gerecht zu werden, wie eine Umfrage der Beratungsgesellschaft Train Consulting unter 753 Geschäftsführern und Personalchefs zeigt. 42 Prozent wissen, dass schlechte Führung sich negativ aufs Betriebsklima auswirkt, 34 Prozent nennen Umsatzrückgänge als Folge und 24 Prozent eine hohe Mitarbeiterfluktuation. Doch die Versuche, das Problem zu entschärfen, wirken vergleichsweise hilflos. 46 Prozent versuchen es mit der Aus- bzw. Weiterbildung ihrer Führungskräfte, 33 Prozent mit Coachings. Personalexperten sehen mögliche Stellschrauben hingegen in ganz anderen Bereichen, z.B. darin, den Führungskräften überhaupt Zeit zum Führen zu lassen, anstatt sie fast vollständig im Tagesgeschäft zu verplanen. Denn: Wo Sachaufgaben und Mitarbeiterführung im knappen Zeitbudget konkurrieren, kümmern sich drei von vier Führenden zuerst um die Sachaufgaben.
Wenn die Falschen befördert werden, FTD 24.10.12


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Nur ein Drittel der Arbeitnehmer hat keine seelischen Probleme 
Dienstag, 30. Oktober 2012 - Studien
Eine Studie des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, für die 240 Arbeitnehmer verschiedener Berufsgruppen befragt wurden, zeigt, wie immens sich seelische Probleme inzwischen auf die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden der Arbeitnehmer auswirken. 29 Prozent der Befragten gaben an, dass sie aufgrund psychischer Belastungen ihre Arbeit nicht so sorgfältig wie gewünscht erledigen könnten, 34 Prozent fühlen sich dadurch zumindest manchmal eingeschränkt. Nur 37 Prozent der Befragten klagen kaum oder gar nicht über psychische Belastungen und deren Folgen für ihre Arbeitsfähigkeit. Und der Stress wirkt sich nicht nur im Arbeitsleben aus, denn 39 Prozent der Befragten schaffen es bereits nicht mehr, ihren privaten Pflichten nachzukommen, weil sie durch ihre Arbeit zu gestresst sind. Von den 170.000 Menschen, die in Deutschland pro Jahr in den Vorruhestand gehen, tun dies bereits etwa 40 Prozent aufgrund von psychischen Erkrankungen wie depressiven Störungen.
Psychische Probleme schränken jeden vierten Angestellten ein, SZ 24.10.12


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Die Zukunft gehört den Allroundern 
Montag, 29. Oktober 2012 - Arbeit
Klare Stellenbeschreibungen und Spezialistenkompetenzen gehören, wenn man der Financial Times Deutschland glaubt, bald der Vergangenheit an, denn in einem Beitrag geht das Blatt dem neuen Trend zum Allroundertum in der Arbeitswelt nach. Die Verbindung unterschiedlicher Aufgabenfelder, inhaltliche Flexibilität und stetiges Lernen prägen nach Auffassung des Autors die Berufswelt von morgen: "Auf dem Arbeitsmarkt, der nach wie vor von Unsicherheit geprägt ist, besteht heute die wertvollste Qualifikation in der Fähigkeit, sich neue Fähigkeiten anzueignen. Während früher Experten wichtiger waren als Allrounder, entsteht jetzt eine neue Managergattung. Diese Führungskräfte schaffen den Spagat zwischen unterschiedlichen Disziplinen und können Rollen ausfüllen, die sich einer starren Stellenbeschreibung entziehen." Da die Grenzen zwischen einzelnen Arbeitsbereichen immer mehr verschwimmen und zunehmend fachübergreifende Kompetenzen gefragt sind, schlägt die Stunde der Teamplayer, die vernetzt denken und handeln können. Das bringt natürlich neue Herausforderungen im Hinblick auf die eigene permanente Weiterbildung mit sich, eröffnet aber auch neue Freiräume, denn: "Ganz gleich, ob Sie Manager, Angestellter oder Unternehmer sind, kann eine mehrdimensionale Rolle erfüllender sein und dafür sorgen, dass Sie entweder ein attraktiverer Arbeitnehmer sind oder sich besser von der Konkurrenz abheben."
Für Allrounder schlägt nun die Stunde, FTD 22.10.12


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Vor allem Alleinstehende und Arbeitslose sind armutsgefährdet 
Freitag, 26. Oktober 2012 - Studien
Jeder sechste Deutsche ist armutsgefährdet, so das Ergebnis einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes. In Deutschland gilt als von Armut bedroht, wer über weniger als 952 Euro pro Monat, das sind 60 Prozent des mittleren Einkommens, verfügt. Insbesondere für Alleinlebende sind die Risiken höher als für Familien. So sind 37,1 Prozent der Armen Alleinerziehende mit Kindern und 36,1 Prozent Alleinlebende unter 65 Jahre. Nach wie vor ist Arbeitslosigkeit die größte Armutsfalle, denn bei Menschen ohne Anstellung liegt die Quote bei 67,8 Prozent. Von den Erwerbstätigen hingegen sind nur 7,7 Prozent von Armut bedroht.
Jeder Sechste in Deutschland von Armut bedroht, Die Welt 17.10.12


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Unternehmerinnen treibt andere Motivation als Männer 
Donnerstag, 25. Oktober 2012 - Studien
Eine Studie der Beratungsfirma Ramboll Management Consulting im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums illustriert, das Frauen, die ein Unternehmen gründen und führen, häufig von ganz anderen Beweggründen motiviert sind als Männer, die unternehmerisch tätig werden. Immerhin 20 Prozent der deutschen Firmen mit bis zu fünf Mitarbeitern sind bereits in Frauenhand, in der Größenordnung von mehr als 100 Beschäftigten sind es acht Prozent. Bei der so genannten Solo-Selbstständigkeit hingegen liegt in Deutschland die Frauenquote bereits bei 38 Prozent. Selbstverwirklichung, Unabhängigkeit und die Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben sind für Frauen zentrale Motive für eine Unternehmensgründung. Auch wollen sie häufiger als Männer mit ihrem Wirken auch einen sozialen Beitrag leisten. Von Frauen geführte Firmen wachsen tendenziell langsamer als Männergründungen, weisen aber auch eine geringere Insolvenzquote auf.
Unternehmerinnen verfolgen andere Ziele als Unternehmer, HB 14.10.12.


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Energiewende - alles eine Frage der Perspektive 
Mittwoch, 24. Oktober 2012 - sonstiges
Die Wogen schlagen gegenwärtig hoch, denn die absehbare Erhöhung der Abgabe im Zuge des Gesetzes für Erneuerbare Energien (EEG) trifft natürlich viele Verbraucher hart. Interessant zu beobachten ist, wie einseitig die politische Diskussion über den Sachverhalt geführt wird. Wo Politiker mit Blick auf die nächste Bundestagswahl schon einmal Stimmung machen, indem sie behaupten, der Öko-Strom werde wettbewerbsverzerrend subventioniert, hilft ein Blick auf die Zahlen. So gibt der Ökostrom-Anbieter EWS in einer Pressemitteilung an, dass die fossil-atomare Energieerzeugung seit 1970 jährlich mit durchschnittlich 14,5 Milliarden Euro aus Steuermitteln subventioniert wurden. Bei den Erneuerbaren liegt dieser Wert bei durchschnittlich 5,6 Milliarden Euro im Jahr. Und während die Milliarden für Atomstrom und Co. den großen Konzernen zugute kamen, profitieren vom EEG vor allem kleine und mittlere Unternehmen, da 60 Prozent der Anlagen, die erneuerbare Energie produzieren, von ihnen betrieben werden. Laut EWS haben die Konzerne bisher nur mit 6,5 Prozent zur Energiewende beigetragen. Ein weiterer bizarrer Faktor sorgt gerne für Verwirrung. Da die künftige Knappheit fossiler Energieträger sich gegenwärtig noch nicht sonderlich stark in der Preisbildung für Strom niederschlägt, "kostet" Ökostrom gegenwärtig tatsächlich deutlich mehr als Atomstrom, woraus gerne der Vorwurf abgeleitet wird, dass die Subventionierung von Ökostrom ineffizient sei. Nun ja, wenn wir warten, bis der letzte Tropfen Öl oder Erdgas verbraucht ist, sitzen wir halt alle im Dunkel und klappern mit den Zähnen... Übergangsstadien wie das jetzige sind nicht einfach - weder in der Darstellung, noch in der Bewältigung. Und da hilft es wenig, die Interessen aller Beteiligten gegeneinander auszuspielen. Der jüngste Vorstoß der Wirtschaft, über weitere Abgaben die Stromkunden an Ausfallrisiken und den Kosten des Stromnetzausbaus zu beteiligen, ist da nur ein Punkt unter vielen. Ich wüsste zu gerne, in welchem Maße mich die Konzerne im Gegenzug an den zu erwartenden Gewinnen beteiligen werden, die, wenn sich die Knappheit fossiler Energieträger erst in den Marktpreisen niederschlägt, sicherlich immens sein werden. Da lobe ich mir Anbieter wie die EWS. Die geben auf ihrer Webseite an, dass 5,49 Prozent ihres Strompreises in die Deckung der Verwaltungskosten und den Gewinn fließen. Das klingt doch fair.
EWS-Pressemitteilung


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Arbeit stresst mehr als private Sorgen 
Dienstag, 23. Oktober 2012 - Studien
Für 61 Prozent der Deutschen ist ihre Arbeit der größte Stressfaktor in ihrem Leben, so das Ergebnis einer Umfrage des Bürodienstleisters Regus. 58 Prozent meinen, dass ihre Anspannung durch den Job im Vergleich zum letzten Jahr gestiegen sei - im weltweiten Durchschnitt ist das bei 48 Prozent der Befragten der Fall. Finanzielle Sorgen plagen hingegen lediglich 25 Prozent der Deutschen - weltweit sind es dagegen 44 Prozent.
Arbeitsalltag stresst Menschen mehr als private Sorgen, Focus.de 13.10.12


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Krise vernichtet in großem Stil Arbeitsplätze 
Montag, 22. Oktober 2012 - Studien
Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise hinterlässt auf den internationalen Arbeitsmärkten eine Schneise der Zerstörung. Laut Internationaler Arbeitsorganisation (ILO) sind in den letzten vier Jahren bereits 30 Millionen Arbeitsplätze verloren gegangen, und inzwischen rechnen die UN-Experten damit, dass es im kommenden Jahr weitere sieben Millionen sein werden. Weltweit wären damit 207 Millionen Menschen ohne Job. Doch auch die, die einen haben, haben zum Teil zu kämpfen, denn etwa 900 Millionen Menschen leben in Elend und Armut, obwohl sie einer Arbeit nachgehen. Außerdem ist etwa ein Drittel aller Arbeitslosen jünger als 25 Jahre - und dies längst nicht mehr nur in den weniger entwickelten Ländern, sondern auch in Industrienationen, so dass hier eine ganze Generation zu den großen Verlierern des Arbeitsmarktes wird.
7 Millionen werden 2013 arbeitslos, taz 12.10.12


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