Wie glücklich Geld macht 
Donnerstag, 29. Oktober 2015 - Studien
Ein erfülltes Leben kann man mit Geld zwar nicht kaufen, doch zu behaupten, Geld mache nicht glücklich, verfehlt ebenso die Realität. Erhebungen aus den USA beispielsweise zeigen sehr deutlich, dass zu wenig Geld anscheinend unglücklich macht. Gefragt nach der allgemeinen Zufriedenheit mit dem eigenen Leben, zeigten sich 57 Prozent der Befragten, die weniger als 10.000 Dollar pro Jahr zur Verfügung hatten, als unzufrieden oder sogar sehr unzufrieden. Lediglich 24 Prozent bezeichneten sich als glücklich. Schon bei einem bis zu doppelt so hohen Einkommen steigt die Zahl der Zufriedenen auf 47 Prozent. Unter den US-Bürgern, die 150.000 bis 250.000 Dollar verdienen, sind immerhin noch drei Prozent unzufrieden. Bei Einkommen ab 500.000 Dollar ist das Glück dann keine Frage mehr.
Zufriedenheit und Gehalt - die Wahrheit über Glück, Welt 22.10.15

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Acht Stunden sind genug 
Montag, 26. Oktober 2015 - Studien
Die Arbeitgeber hätten gerne flexiblere Arbeitszeiten, denn gegenwärtig sieht das Arbeitszeitgesetz vor, dass die werktägliche Arbeitszeit bis auf Ausnahmefälle auf acht Stunden pro Tag begrenzt ist. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov zufolge ist das den Deutschen auch genug. 56 Prozent der Befragten erachten einen Arbeitstag von sechs bis acht Stunden als optimal, 18 Prozent würden gerne auch zehn Stunden pro Tag arbeiten. 38 Prozent der Befragten fänden es darüber hinaus prima, wenn sie nur an vier Tagen in der Woche ins Unternehmen müssten - die übrigen 52 Prozent hingegen finden die Fünf-Tage-Woche völlig o.k.
Die Deutschen lieben ihren Acht-Stunden-Tag, WiWo 17.10.15

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Betriebsklima wichtiger als Geld 
Freitag, 16. Oktober 2015 - Studien
Die Hochschule Niederrhein ging in einer Untersuchung mit 475 Berufstätigen der Frage nach, was für die Beschäftigten die Attraktivität eines Arbeitgebers ausmacht. An der Spitze rangiert eindeutig das Betriebsklima, wobei dies den Arbeitnehmern bis 30 Jahren noch etwas wichtiger ist als den Älteren. Aspekte wie Unternehmensgröße, Gesundheitsförderung oder Internationalität sind den Befragten indes weniger wichtig. Die Forscher untersuchten auch, in welchem Verhältnis der Anspruch der Arbeitnehmer zur Wirklichkeit steht. Die größte Lücke zeigte sich hier beim Thema "angemessenes Gehalt" - ein Unterschied von beinahe eineinhalb Schulnoten lag zwischen dem, was die Befragten verdienen, und dem, was sie gerne bekommen würden. Auch im Hinblick auf Aufstiegsmöglichkeiten, Arbeitsabläufe und die Unternehmensleitung zeigten sich größere Diskrepanzen. Doch insgesamt ist die Zufriedenheit groß - 86,9 Prozent der Befragten sahen ihre Ansprüche an die Attraktivität des Unternehmens mit der Realität in Einklang.
Harmonie ist wichtiger als Geld, FAZ 7.10.15

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Handy nervt und ist trotzdem immer an 
Freitag, 9. Oktober 2015 - Studien
Mit dem Handy verbindet uns eine Hassliebe. Obwohl sich immer mehr Menschen vom Dauergedaddel genervt fühlen, sind die meisten dann doch fast immer "on". Die Repräsentativstudie "American's Views on Mobile Etiquette", für die gut 3.000 Erwachsene befragt wurden, zeigt: 92 Prozent der Umfrageteilnehmer besitzen ein Handy und 90 Prozent davon tragen das Gerät immer bei sich. 31 Prozent schalten das Smartphone nie, 45 Prozent nur selten aus. Gleichzeitig fühlen sich 82 Prozent in Gesprächssituationen durch den Griff ihres Gegenübers zum Handy genervt. Gleichzeitig räumen 89 Prozent, Aktivitäten auf dem Smartphone zu unternehmen, während sie mit anderen zusammen sind. 30 Prozent gaben sogar zu, dass sie bisweilen das Handy zücken, um nervenden Gesprächssituationen zu entkommen. Ist das die Morgendämmerung eines neuen Trends - der digitalen Asozialität?
Smartphones nerven, darauf verzichten wollen aber nur wenige, wired.de 1.10.15


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Reich, reicher, am reichsten 
Montag, 5. Oktober 2015 - Studien
Die zehn Prozent der reichsten Menschen der Welt vereinen auf sich 80 Prozent des weltweiten Privatvermögens, so der Allianz Global Wealth Report 2015. Insgesamt belaufen sich die weltweiten Privatvermögen auf 136 Billionen Euro - ein Anstieg um 7 Prozent im vergangenen Jahr. Diese Summe würde laut Zeit online ausreichen, um die weltweiten Staatsschulden ungefähr drei Mal zu tilgen. Erfasst wurden für die Erhebung die Daten von 5 Milliarden Menschen, 3,5 Milliarden unter ihnen haben jeweils private Mittel von weniger als 6.100 Euro. 422 Millionen besitzen mehr als 36.700 Euro.In Deutschland liegt das private Geldvermögen bei 5,2 Billionen Euro - damit liegt Deutschland innerhalb Europas auf Platz 2 hinter Großbritannien.
Und wie viel Erspartes besitzen Sie? Zeit online 29.9.15

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Führungskräfte stehen unter Dampf 
Freitag, 2. Oktober 2015 - Studien
Eine Befragung unter 282 Führungskräften verschiedener Branchen durch die SRH Hochschule Heidelberg zeigt, dass in den Führungsetagen der Selbstverschleiß in der Luft liegt liegt. "Auffällig in unserer Stichprobe war die überdurchschnittliche Häufung langfristiger, schwerwiegender Gesundheitsfolgen. Das sind vor allem depressive Symptome und emotionale Erschöpfung", so Prof. Dr. Andreas Zimber. Zwar sind viele Chefs hochmotiviert, was es ihnen auch erleichtert, den teils extremen Anforderungen standzuhalten. Doch zeigt die Studie auch, dass die Belastungsfaktoren diese Motivatoren übersteigen. Und das kann längerfristig zu Problemen führen. Ein weiterer wunder Punkt: Betriebliches Gesundheitsmanagement richte sich häufig an die breite Mitarbeiterschaft, nicht aber an die Führungskräfte. Diese seien oft auf sich selbst gestellt. Und litten zudem darunter, dass ihr überdurchschnittliches Engagement wenig Anerkennung finde.
Chef sein kann krank machen, Pressemitteilung Hochschule Heidelberg 23.9.15

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Demonstrativer Reichtum verstärkt Ungleichheit 
Dienstag, 29. September 2015 - Studien
In einem Spielexperiment mit knapp 1.800 Teilnehmern untersuchte die Yale Universität, wie sich zur Schau gestellter Reichtum auf Gesellschaften auswirken kann. Es wurden Gruppen mit 17 Personen gebildet, von denen jede zu Beginn Teil eines sozialen Netzwerks mit ungefähr fünf Freunden war. Die Teilnehmer konnten in jedem Durchgang entscheiden, ob sie freiwillig auf etwas Geld verzichten, um dafür allen Gruppenmitgliedern einen Bonus zu sichern. Alternativ durften sie aussetzen und ihr Guthaben blieb konstant. Nach jeder Runde wurden alle Einzelentscheidungen bekannt gemacht und die Teilnehmer konnten Netzwerkverbindungen lösen oder neue eingehen. Durchgespielt wurden mehrere Szenarien - gleiches oder ungleiches Startkapital der Teilnehmer, sichtbares Vermögen oder unsichtbares Vermögen. Interessant dabei: Nicht etwa die Ungleichheit selbst löste Effekte im Verhalten der Teilnehmer aus, wohl aber deren Sichtbarkeit. In diesem Szenario kappten die Reichen häufig die Verbindungen, um ihr Kapital zu sichern. Und die Ärmeren kooperierten stärker untereinander. Die Forscher gehen davon aus, dass je deutlicher Ungleichheit in einer Gesellschaft sichtbar sei, umso stärker diese Segregation zunehme.
Zur Schau gestellter Reichtum fördert Ungleichheit, wissenschaft.de 9.9.15

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Weniger Selbstkontrolle bei Stress 
Montag, 28. September 2015 - Studien
Ein Experiment der Universität Zürich zeigt, dass bereits moderater Stress die Selbstkontrolle von Menschen beeinträchtigen kann. An der Studie nahmen Probanden teil, die nach eigenen Angaben einen gesunden Lebensstil pflegten, Sport trieben und auf gesunde Ernährung achteten. 29 der Versuchsteilnehmer wurden dabei moderatem Stress ausgesetzt - sie mussten ihre Hände für drei Minuten in Eiswasser tauchen und wurden dabei beobachtet und bewertet. Anschließend mussten die Teilnehmer - wie auch die Probanden der Kontrollgruppe, denen dieser erste Teil erspart blieb - im Tomographen zwischen zwei Speisen wählen. Diese waren entweder schmackhaft, aber eher ungesund oder gesund, aber weniger schmackhaft. Dabei zeigte sich, dass die Probanden mit Stresserfahrung mit höherer Wahrscheinlichkeit die ungesunde Speise wählten als die Teilnehmer der Kontrollgruppe. Die Untersuchung im Tomographen dokumentierte, dass sich bei den gestressten Teilnehmern die neuronalen Verbindungsmuster zwischen den für Selbstkontrolle verantwortlichen Hirnregionen verändert hatten. Damit zeigt sich, dass bereits vergleichsweise geringe Stressoren das Gleichgewicht im Gehirn, das die Selbstkontrolle möglich macht, stört.
Stress sabotiert die Selbstkontrolle, Psychologie heute 3.9.15

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