"Generation Mitte" zwischen Wohlstand und Skepsis 
Montag, 31. Oktober 2016 - Studien
Der "Generation Mitte", den heute 30- bis 59-Jährigen, scheint es augenscheinlich gut zu gehen. Doch der Blick in die Zukunft ist auch von Skepsis geprägt. Das Institut für Demoskopie Allensbach befragte 1.100 Deutsche dieser Altersgruppe. 75 Prozent betrachten ihre Lebensqualität als gut oder sehr gut. Für 36 Prozent hat diese sich in den letzten fünf Jahren verbessert, für 21 Prozent hingegen verschlechtert. 39 Prozent gaben an, dass sich ihre wirtschaftliche Lage in den vergangenen fünf Jahren verbessert habe, 20 Prozent sind mit einer Verschlechterung konfrontiert. Verglichen mit der Elterngeneration fühlen sich 42 Prozent als soziale Aufsteiger, während zehn Prozent einen sozialen Abstieg hinnehmen mussten. Der Blick in die Zukunft ist durchaus auch von Skepsis geprägt. 32 Prozent finden, dass die Lebensqualität in Deutschland in den letzten fünf Jahren gesunken sei, allerdings erkennen zwölf Prozent auch eine Verbesserung. Sogar 62 Prozent glauben, dass die Gefahr eines sozialen Abstiegs sich in den vergangenen Jahren vergrößert habe. 43 Prozent der Befragten stehen der Zukunft im nächsten Jahr positiv gegenüber, bei 42 Prozent überwiegen Befürchtungen.
Allensbach-Studie 8.9.16

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Spiritualität hilft bei Migräne 
Freitag, 28. Oktober 2016 - Studien
Migränepatienten können ihr Leiden durch Meditation lindern, das wurde bereits durch verschiedene Studien bestätigt. Eine Untersuchung der University of Massachusetts Medical School in Worcester zeigt nun, dass dabei die spirituelle Dimension besonders wirksam ist. 92 Probanden, die mindestens zwei Migräneanfälle pro Monat hatten, wurden in vier Gruppen aufgeteilt, die über einen Monat lang täglich 20 Minuten eine der folgenden Techniken praktizierten: progressive Muskelentspannung, Fokussierung auf das eigene Wohlbefinden mit dem Mantra „Ich bin zufrieden“, Meditation auf weltliche Art („Sand ist weich“) und Meditation mit einem spirituellen Satz wie „Gott ist Liebe“. Parallel dokumentierten die Teilnehmer ihr Schmerzempfinden und den Bedarf an Schmerzmitteln. Alle Teilnehmer, gleich welche Technik sie praktizierten, nahmen im Untersuchungszeitraum weniger Medikamente ein. Am deutlichsten war die Verbesserung in der Gruppe, die die spirituelle Meditation praktizierte. Diese Probanden hatten außerdem weniger Migräneanfälle als die restlichen Gruppen.
Studie zeigt: Migränepatienten werden Schmerzen durch simple Methode los. Focus online 19.10.16

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Mieses Arbeitsklima lässt Kranke lieber zu Hause bleiben 
Donnerstag, 27. Oktober 2016 - Studien
Wie sehr ein schlechtes Arbeitsklima die Krankenquote beeinflusst, zeigt eine Studie der Simon-Fraser-Universität in Kanada. Die Forscher befragten in zwei Studien mehr als 800 Menschen über ihr Verhalten im Falle von Erkrankungen. Sie wurden gefragt, ob sie, wenn ihre Kollegen öfter krank machen, dies auch selbst tun. Außerdem wurden Fragen zum Arbeitsklima und Zusammenhalt im Team gestellt. In Teams mit eher lässiger Haltung zum Fernbleiben von der Arbeit wirkte sich dies wie eine Ansteckung aus. War der Gemeinschaftsgeist in Arbeitsgruppen hingegen besonders ausgeprägt, fehlten die Mitarbeiter auch seltener.
Heute mal blau machen? Psychologie heute 20.10.16

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Jungakademiker langweilen sich im Job 
Mittwoch, 26. Oktober 2016 - Studien
59 Prozent der Jungakademiker fühlen sich in ihrem ersten Job unterfordert und langweilen sich, so die Erkenntnis einer Umfrage im Auftrag der Beratungsgesellschaft Accenture, für die 1000 aktuelle Absolventen sowie 1000 Hochschulabgänger der Jahre 2014 und 2015 befragt wurden. Zwei Drittel der Befragten gaben an, für eine spannende Tätigkeit auf ein höheres Gehalt verzichten zu können. Bei 82 Prozent war die Wahl des Studienfaches durch die späteren Berufsaussichten beeinflusst, während bei nicht einmal der Hälfte der Befragten auch die eigene Leidenschaft den Ausschlag gab. Bei aller guten Vorbereitung ist es dennoch nicht immer einfach, überhaupt einen Job zu finden. 39 Prozent der Befragten taten sich hier schwer. 17 Prozent gelang der Einstieg ins Berufsleben als Freiberufler oder über weitere Praktika. Und rund 20 Prozent starteten mit niedrigerem Gehalt oder Abstrichen bei den Sozialleistungen.
Die meisten Berufseinsteiger fühlen sich unterfordert, FAZ 15.10.16

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Schlaf als Produktivitätsfaktor 
Dienstag, 25. Oktober 2016 - Studien
Im Business wie auch in der Politik ist es immer noch in Mode, sich damit zu brüsten, mit möglichst wenig Schlaf auszukommen. Immer mehr Studien zeigen indes, dass Schlafdefizite nicht nur zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen, sondern auch ein Produktivitätskiller sind. In einer Gallup-Umfrage aus dem Jahr 2013 gaben zwei Fünftel der befragten US-Amerikaner an, höchstens sechs Stunden pro Nacht zu schlafen. Einer Forsa-Studie aus 2016 zufolge, schlafen auch 25 Prozent der Deutschen im Schnitt nur sechs Stunden pro Nacht, neun Prozent sogar nur fünf Stunden. Die Folgen sind nicht zu unterschätzen: 31 Prozent sind während des Tages müde, bei 24 Prozent zeigen sich Stimmungsschwankungen und 20 Prozent haben Schwierigkeiten, sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren. Recherchen der Huffington-Post-Gründerin Ariana Huffington zufolge erleidet die amerikanische Wirtschaft jedes Jahr Produktivitätsverluste in Höhe von 63 Milliarden Dollar, die dem Schlafmangel der Arbeitnehmer geschuldet sind. Untersuchungen zeigen, dass schon leichter Schlafentzug die Fähigkeiten einschränkt. Wer zwölf Nächte in Folge nur sechs Stunden schlafe, sei vergleichbar übermüdet als hätte er 24 Stunden durchgearbeitet. Undurchdachte Entscheidungen zu treffen, ist dabei fast zwangsläufig der Fall.
Warum Ausschlafen erfolgreicher macht, Good Impact 14.10.16


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Neue Ausgabe von "evolve" zum Thema Aktivismus 
Montag, 24. Oktober 2016 - Medien
Die neue Ausgabe von evolve ist wirklich besonders geworden, denn dieses Mal widmen wir uns einem Thema, das wohl allen unter den Nägeln brennt: Was können wir tun? Das Herz eines neuen Aktivismus. Wir haben dafür mit einer neuen Generation von Aktivisten gesprochen, die ihr Engagement für sozialen Wandel aus einem tieferen Bewusstsein unserer Verbundenheit lebt. Ihre Einsichten geben überraschende Antworten auf die Frage, was jeder von uns tun kann, um unsere Welt zu verändern. Ein Leitmotiv der Ausgabe ist es, unseren eigenen Standort, von dem aus wir uns für Wandel einsetzen, näher zu betrachten und zu hinterfragen. Ein weiteres, die Komplexität gegenwärtiger Herausforderungen mutig in den Blick zu nehmen. Einen Überblick über das gesamte Thema, gibt die Sendung von Radio evolve, die ich mit Thomas Steininger gemacht habe.
Neue Ausgabe von evolve

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Der Sog der Work-Life-Balance 
Freitag, 21. Oktober 2016 - Studien
Forscher der der Universitäten Melbourne und Cincinnati sind auf ein interessantes Phänomen gestoßen. Sie untersuchten den Zusammenhang zwischen Arbeitszeiten und Work-Life-Balance. Dabei zeigte sich, dass vor allem in Ländern, in denen die Arbeitszeiten niedriger liegen als im Durchschnitt, eine größere Unzufriedenheit mit der Vereinbarkeit von Job und Privatleben artikuliert. Die Wissenschaftler erklären das damit, dass Arbeitszeitverkürzungen Sehnsüchte wecken. Wer am eigenen Leib erlebt, wie gut es tun kann, weniger zu arbeiten, entwickelt eher ein Vorstellungsvermögen davon, dass die Dinge darüber hinaus noch besser werden könnten. Lediglich in Ländern, in denen das kulturelle Gemeinschaftsgefühl besonders ausgeprägt ist, tritt dieser Effekt nicht ein.
Wir wollen noch weniger arbeiten! FAZ 11.10.16

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Wenn das Studium zum Stressfaktor wird 
Donnerstag, 20. Oktober 2016 - Studien
Das Studium war früher für die meisten jungen Menschen eine Phase des neugierigen Lernens und auch der Selbstfindung. Heute stehende Studierende zum Teil schon mehr unter Druck als Arbeitnehmer. So zeigt eine Studie der Universität Potsdam und der Universität Hohenheim im Auftrag der AOK-Krankenkassen: 53 Prozent der Studierenden fühlen sich gestresst, unter den Erwerbstätigen sind es, auch das ist viel, 50 Prozent. Schlafstörungen, Probleme mit der Konzentration und Lustlosigkeit gehören zu den Auswirkungen dieser Situation. Am stärksten ist der Stress bei den Veterinärmedizinern, gefolgt von den Agrar- und Forstwissenschaftlern und Informatikern. Aber auch die Kultur- und Geisteswissenschaftler fühlen sich stark gestresst. Straffe Studienpläne und der innere Druck, auf dem Arbeitsmarkt später erfolgreich zu sein, schüren diese Belastungssituation.
Studenten fühlen sich gestresster als andere, Die Welt 11.10.16


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