Mehr Ganzheit im Alltag mit der neuen App "healing formula" 
Freitag, 20. Oktober 2017 - Bewusstsein, Lebensart
Zum Wochenende heute einmal ein Tipp zum ganzheitlichen Entspannen. Gerade ist die neue App healing formula des Zen-Lehrers Paul J. Kohtes erschienen. Sie bietet - nicht zuletzt für typische Kopfarbeiter - eine wunderbare Möglichkeit, wieder mehr in den Körper zu kommen und dabei auch die subtile energetisch-emotionale Befindlichkeit zu verbessern. Bei healing formula handelt es sich um eine leicht erlernbare Übungsfolge mit zwölf Handhaltungen, die das Energiesystem von Körper, Geist und Seele harmonisieren. In der kostenlosen Basisversion kann die 12-minütige Übung eine Woche lang ausprobiert werden. In der Premium-Version gibt es eine erweiterte 24-Minuten-Version zur Vertiefung. Außerdem bietet die App täglich einen schönen Impuls, der einen durch den Tag begleitet, einen Timer und einen Reminder. Premium-User erhalten außerdem Zugriff auf weitere Übungen wie eine Kurzversion von healing formula sowie zusätzliche Übungsvideos für Körper- und Atem-Übungen. Jeden Monat erscheint außerdem eine neue Übung. Die App ist für Android und iOS erhältlich.

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Das Gefühl im gesprochenen Wort 
Donnerstag, 19. Oktober 2017 - Bewusstsein, Psychologie, Studien
Wenn es darum geht, die Gefühle anderer Menschen zu erkennen, scheint die auditive Wahrnehmung der visuellen überlegen zu sein. Das legt jedenfalls eine Studie der Yale-Universität mit 1.800 nahe, bei der in verschiedenen Szenarien getestet wurde, wie gut Menschen die Stimmungslage anderer erkennen können. In der Versuchsreihe sollten die Probanden miteinander Gespräche führen - einmal fand der Austausch in einem hellen Raum statt, einmal in einem völlig abgedunkelten. In einem anderen Setting wurden Video- und Sprach-Chats eingesetzt. In allen Szenarien zeigte sich, dass die Versuchsteilnehmer die Gefühlslage ihres Gegenübers immer dann am besten einschätzen konnten, wenn sie den Gesprächspartner nur hörten, aber nicht sahen. Die Forscher kommen zur Schlussfolgerung, dass Wahrnehmungen des Gesichtsausdrucks, von denen man sich tiefere Erkenntnisse über Gesprächspartner erwartet, anscheinend eine deutlich geringere Rolle spielen und weniger zuverlässig sind als wenn man einen Menschen ausschließlich hört. Die Stimme scheint mehr Feinheiten zu transportieren.
Wir können die Emotionen anderer besser hören als sehen, spektrum.de 10.10.17

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Kaum einer kocht noch sein eigenes Süppchen 
Mittwoch, 18. Oktober 2017 - Bewusstsein, Lebensart, Studien
Wie sehr sich unser Lebensstil unter den Vorzeichen moderner Lebensweisen verändert, zeigt eine neue GFK-Studie zu den Kochgewohnheiten der Deutschen. Einmal am Tag eine warme Malzeit zu bereiten, das Szenario, mit dem wohl die meisten von uns noch aufgewachsen sind, wird immer mehr zum Auslaufmodell. Nicht einmal ein Viertel aller Deutschen tun dies noch. Für jeden Vierten ist die kulinarische Verpflegung bereits eine Nebensache des Lebens - sie begnügen sich entweder mit dem Aufwärmen von Fertiggerichten (16 Prozent) oder verzichten auf reguläre Malzeiten und snacken sich durch den Tag (11 Prozent). Immerhin 10 Prozent zelebrieren das Kochen in besonderem Maße, knapp 15 Prozent kochen gelegentlich und 11 Prozent am Wochenende. Man kann dies achselzuckend als Veränderung von Konsumgewohnheiten abtun. Dabei geraten aber leicht die kulturellen Folgen aus dem Blick. Lebensmittel sind schließlich in gewisser Weise die Basis unseres Hierseins. Wer sich nicht ausgewogen ernährt, hat meist in späteren Lebensjahren mit den gesundheitlichen Folgen zu kämpfen. Die wachsende Neigung, zu Convenience Food zu greifen, dürfte zu einer Entfremdung von dieser nährenden Funktion, die mit dem Kochen einhergeht, führen. Wer sich nicht oder kaum mit seiner Ernährung beschäftigt, verliert auch immer mehr den Bezug zu dem, was ihm wirklich gut tut. Die Anbieter am Markt reagieren natürlich auf die veränderte Nachfrage. Heute findet man im Supermarkt sogar schon frisches, vorgeschnittenes Gemüse (natürlich in Plastik verpackt). Doch in all den weiter verarbeiteten Lebensmitteln finde sich auch genügend Stoffe, die dem Körper (und Geist) alles andere als gut tun. Vielleicht ist kochen auch eine Art, das Leben selbst bewusst wahrzunehmen und sich mit ihm zu verbinden. Denn in der bewussten Auswahl von Essen und seiner bewussten Zubereitung geht es nicht nur um Nährstoffe - es ist eine bewusste Beziehung zum Leben selbst.
"Aufwärmer" und "Snacker" drängen in die deutschen Küchen, Die Welt 9.10.17

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Mehr schlafen bringt mehr 
Dienstag, 17. Oktober 2017 - Studien, Arbeit
In Zeiten einer "Work hard, play hard"-Kultur betrachten viele Menschen, vor allem im Business-Leben, Schlaf leicht als Zeitverschwendung. Wer weniger schläft, hat mehr Zeit zum Arbeiten, könnte man meinen. Das ist jedoch ein Trugschluss, denn permanente Übermüdung untergräbt die eigene Leistungsfähigkeit und zudem das Wohlbefinden mehr, als viele glauben. Die Wirtschaftswoche zeigt in einem umfassenden Beitrag, dass immer mehr High Performer erkennen, dass es ausreichender Schlaf ist, der ihnen Höchstleistungen ermöglicht. "Im Zeitalter der Achtsamkeit gewinnt die gesunde Nachtruhe eine neue, fast existenzielle Bedeutung. Auch weil sich die Wissenschaft längst einig ist: Wenig schlafen ist kein Grund für falschen Stolz – sondern Grund zur Sorge", heißt es in dem Artikel. Einer Forsa-Umfrage zufolge schliefen 42 Prozent der Befragten grundsätzlich schlecht. Bei 55 Prozent war der Hauptgrund dafür, dass sie zu spät ins Bett kommen und zu früh wieder aufstehen müssen. Eine Studie zu Schlafmangel in Führungskontexten zeigt, dass es unausgeschlafenen Führungskräften schwerer fällt, Konflikte im Job ruhig zu lösen. Außerdem sind die Übermüdeten weniger inspirierend für ihre Mitarbeiter, ihre Teams sind unmotivierter und die Grundstimmung in Firmen, in denen das sich Auspowern bis in die Nacht normal ist, eher feindselig. Es gibt also viele gute Gründe, das eigene Verhältnis zum Schlaf wie auch seine gesamtgesellschaftliche Bedeutung zu überdenken.
Warum Müdigkeit die Zusammenarbeit ruiniert, WiWo 9.10.17

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Soziale Intelligenz lässt sich trainieren 
Montag, 16. Oktober 2017 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Studien, Arbeit, Management
Zur Wirkung von Meditation gibt es die unterschiedlichsten Befunde. Mehr Achtsamkeit, Konzentration und Mitgefühl sind inzwischen Klassiker meditativer Wirkungen. Ein Forscherteam des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig hat nun die erste große differenzierende Studie vorgelegt, in der untersucht wurde, welche unterschiedlichen Wirkungen verschiedene Meditationsformen nach sich ziehen. Wer Achtsamkeitsmethoden übt, wird achtsamer. Wer Mitgefühlsmeditation übt, wird seine emotionalen Fähigkeiten verbessern. Und wer sich mit Methoden schult, die darin trainieren, die Perspektiven anderer Menschen einzunehmen, entwickelt seine sozialen Fähigkeiten weiter. Das belegen diese jüngsten Untersuchungen. Es wird deutlich, dass Meditation nicht gleich Meditation ist, denn in den Auswertungen der den Probanden vorgelegten Fragebögen wie auch in den Untersuchungen im Hirnscanner zeigte sich, dass die unterschiedlichen Methoden genau so spezifisch wirken. In der allgemeinen Meditationseuphorie, die sich kulturell bemerkbar macht, gibt es hingegen die Neigung, alle wissenschaftlich erwiesenen Wirkungen des Meditierens aufzuzählen und damit zu suggerieren, dass Meditation wie ein Generalschlüssel zu allumfassender Glückseligkeit wirkt. Diese neue Studie erlaubt es nun, zu differenzieren. Achtsamkeitsmeditation schult eben nicht die soziale Beziehungsfähigkeit. Und wer über Mitgefühl meditiert, wird nicht automatisch auch achtsamer. Auf ihre Weise wohltuend sind allerdings alle Meditationsformen.
Nie zu spät für soziale Kompetenz, spektrum.de 5.10.17

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Ideen für ein sozialökologisches Finanzsystem 
Freitag, 13. Oktober 2017 - Bewusstsein, Arbeit
Im Deutschlandfunk hat Dirk Helbing, Professor für Computational Social Science an der ETH Zürich, Ideen für ein Finanzsystem 4.0 vorgestellt, dass sich an sozialen und ökologischen Paradigmen ausrichtet. "Stellen Sie sich vor, wir könnten Geld erzeugen, indem wir gemeinsam die Umwelt mit unserem Smartphone vermessen und die Daten mit allen anderen teilen. Stellen Sie sich vor, Sie könnten Geld verdienen, indem Sie Umwelt und Gesellschaft etwas Gutes tun", so Helbing. In dem von ihm angedachten Finanzsystem sollten Vergütungen davon abhängen, welche Ziele eine Gemeinschaft als besonders wichtig definiert. Ist es der Klimaschutz, werde ökologisches Verhalten finanziell begünstigt. Gleiches wäre im Hinblick auf soziale Kriterien denkbar. Helbing schwebt vor, die technologischen Möglichkeiten der Zeit expliziter zu nutzen, um positive und negative Aspekte gesellschaftlicher Verhaltensweisen zu kartographieren und in Entscheidungsprozessen gezielter zu berücksichtigen. Auch die Entscheidungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger könnten auf diesem Wege gestärkt werden. "Europa könnte führend sein in der Gestaltung einer digitalen Gesellschaft, in der die Bürger befähigt, nicht entmündigt werden. Bereits heute arbeitet ein europäisches Forschungskonsortium namens Future ICT 2.0 an einer Gesellschaft, die sich mit digitalen Mitteln selber organisieren kann und durch Dezentralisierung zu mehr Effizienz, Innovation und Mitgestaltung führt. Das Finanzsystem 4.0 stellt einen wichtigen Pfeiler darin dar", so Helbing.
Die Idee der sozialen Währung, Deutschlandfunk 4.10.17

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Freiheiten im Job ermuntern zu Mogeleien 
Donnerstag, 12. Oktober 2017 - Bewusstsein, Studien, Arbeit
Eine Studie von Wissenschaftlern aus Amerika und Israel zeigt, dass Menschen, die bei der Arbeit viele Freiräume haben, dadurch womöglich zum Schummeln ermuntert werden. Zunächst befragten die Forscher 400 Angestellte über ihre Freiheiten im Job und darüber, ob sie bei der Angabe ihrer Arbeitszeit schummelten, wie oft sie privat telefonierten oder ähnliches. Dabei zeigte sich, dass der Grad der Neigung zum Schummeln mit den individuellen Freiheiten im Job korrelierte. In einem Überprüfungstest mit anderen Probanden wendeten die Wissenschaftler das so genannte Priming an, eine Methode, bei der die Studienteilnehmer durch die Arbeit mit Sätzen unbewusst in Richtung der von den Sätzen vermittelten Konzepte beeinflusst werden. Anschließend sollten die Probanden Aufgaben lösen und angeben, wie erfolgreich sie dabei waren. Auch hier zeigte sich: Die Probanden, die im Priming mit Kontexten von Freiheit und eigenständiger Gestaltung in Berührung kamen, neigten stärker dazu, ihre Testergebnisse besser darzustellen als sie real waren. Die Wissenschaftler kommen durch ihre Forschungsergebnisse zu dem Schluss, dass Autonomie ein zweischneidiges Schwert ist, denn das Gefühl, weniger Kontrolle unterworfen zu sein, könne betrügerisches Verhalten begünstigen.
Freiräume im Job verleiten zum Schwindeln, spektrum.de 4.10.17

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Sexismus - Machtmittel oder nur Unbewusstheit? 
Mittwoch, 11. Oktober 2017 - Bewusstsein, Arbeit
Die Ungleichheit der Geschlechter hat sich, allen Gender-Mainstreaming-Maßnahmen zum Trotz, in der Arbeitswelt fest etabliert. Studien zufolge hat bereits jede dritte Frau in Deutschland schon einmal sexuelle Diskriminierung am Arbeitsplatz erlebt. Oft sind es mal eben dahin gesagte Sprüche, die für sich genommen vielleicht nicht wirklich tragisch sind, aber in Frauen doch immer wieder das Gefühl verstärken, ausgegrenzt und nicht respektiert zu werden. "Sexistische Sätze sind mehr als dumme Sprüche. Sie vergiften das Arbeitsklima und bleiben im im Kopf hängen", warnt die Sozialpsychologin Charlotte Diehl. Sie sieht zwei unterschiedliche Dimensionen des Sexismus in der Arbeitswelt, die beide mehr Beachtung verdienen: "Sexismus entsteht oft, weil Männer Angst haben, ihre Aufstiegschancen mit Frauen teilen zu müssen. Und er ist ein Werkzeug, mit dem sie ihre Macht sichern können – weil sie ihr Gegenüber auf diese Weise einschüchtern. Es kann aber auch vorkommen, dass dem Kollegen tatsächlich nicht bewusst ist, dass sein Spruch gerade nicht in Ordnung war. Sexistische Verhaltensmuster sind oft auch unbewusst." Das Bewusstsein für Sexismus zu schärfen und bewussten Sexismus gezielt zu unterbinden, ist in den Augen der Wissenschaftlerin nicht nur aus psychologischen, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen von Bedeutung. Zwar lässt sich der finanzielle Schaden, der durch die Belästigung von Frauen und die psychischen Folgen, die diese Übergriffigkeit hat, nicht genau bilanzieren, doch zeigen Studien bereits, dass Opfer sexueller Belästigung häufiger ärztliche Hilfe benötigen oder beispielsweise Essstörungen entwickeln. Schätzungen gehen davon aus, dass jede einzelne sexuelle Belästigung etwa ein Jahresgehalt an Kosten nach sich zieht. Und damit sind bei weitem nicht nur körperliche Übergriffe gemeint, sondern auch der ganz alltägliche Sexismus, wie er sich beispielsweise in Meetings durch flapsige Sprüche und herabsetzende Bemerkungen zeigt, die außer Frauen kaum jemand wahrnimmt.
"Sexismus ist ein Werkzeug, mit dem Männer ihre Macht sichern", Zeit online 4.10.17

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