Führungsfrauen bringen Teams einen Schub 
Mittwoch, 24. Oktober 2018 - Studien, Arbeit, Management
Es gibt bereits verschiedene Studien, die zeigen, dass Unternehmen oder Teams, in denen eine nennenswerte Zahl von Frauen Führungsrollen innehat, bessere Ergebnisse erzielen als eher männlich dominierte Gruppen. Wissenschaftlich lässt sich in solchen Konstellationen aber nie zweifelsfrei nachweisen, ob die bessere Performance nur der Anwesenheit der Frauen geschuldet ist oder ob nicht auch andere Faktoren eine Rolle spielen. Eine Studie aus Italien bringt nun mehr Licht in diese Konstellation, denn sie untersuchte die Führungs- und Leistungskapazitäten von gemischten Teams im Zuge der Prüfungsvorbereitung, so dass für alle Beteiligten die Rahmenbedingungen gleich waren. Es zeigte sich: Die von Frauen geführten Teams erzielten deutlich bessere Abschlussnoten. Und Frauen als Teamleiterinnen scheinen insbesondere Frauen in Höchstform zu bringen. Die Studie zeigt allerdings auch, dass die Männer die Führungsfrauen tendenziell schlechter bewerteten als die Männer, die Teams führten, was an eher grundsätzlichen Vorbehalten gegenüber Frauen in Führungspositionen liegen könnte. In besagtem Experiment wurde auch deutlich, dass die Frauen, die Teams führten, sich besonders für das Wohl des Teams als Ganzem ins Zeug legten. Sie investierten besonders viel Zeit in ihre Führungsaufgaben und ihre eigenen Prüfungsergebnisse fielen, wahrscheinlich aufgrund dieses Aufwands, schlechter aus als die ihrer Team-KollegInnen.
Der Frauen-Effekt sorgt für signifikant bessere Ergebnisse, welt.de 13.10.18

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Der Digitalisierung mit Menschlichkeit begegnen 
Montag, 15. Oktober 2018 - Psychologie, Arbeit, Management
Die Digitalisierung ruft heute mindestens genauso viele Ängste wie Fantasien hervor. Techno-Fans wollen viel Menschliches am liebsten durch Computer oder Roboter ersetzen. Andere argumentieren, dass wir unter den Vorzeichen des Digitalen nur noch mehr gefragt sind, uns unserer ur-menschlichen Ressourcen, die uns von Maschinen unterscheiden, wieder bewusst zu werden. "Wir sind hypersoziale Wesen. Das – zusammen mit unserer ausgeprägten Vorstellungskraft – zeichnet uns als Menschen schon immer aus. Allein sind wir kaum lebensfähig, gemeinsam erobern wir das Weltall. Wir leben von Kommunikation und Kooperation, von geteilter Fantasie. Es ist keine Überraschung, dass wir das Internet erfunden haben. ... Wie also könnte uns diese Eigenschaft, unsere einzigartige Fähigkeit zur Kommunikation und Kooperation, auch jetzt wieder weiterhelfen? Sie ist und bleibt der Schlüssel zu unserem Erfolg als Spezies, als Gesellschaft, für Unternehmen, Gruppen und Individuen. Daran sollten wir uns auch im Angesicht der aktuellen Herausforderungen wieder erinnern", schreibt Edeltraud Leibrock in einem Kommentar in der Welt. Die Managerin zeigt, wie Silodenken oder Anreizsysteme, die Konkurrenz fördern, in Firmen leicht Separation stiften statt Zusammenhalt. Und wie das Festhalten an alten Machtstrukturen und eine Kultur, die darauf ausgelegt ist, Versagen zu geißeln, Innovationen blockieren. Für Leibrock liegt ein Schlüssel für zukunftsfähiges Handeln in der Anerkennung, dass wir zutiefst kommunikative Wesen sind - und diese Beziehungsfähigkeit durch die modernen Technologien intensivieren können. Doch das Digitale ist für sie nur eine Ergänzung, denn: "Moderne Kommunikationsmittel helfen enorm, ersetzen aber niemals das persönliche Kennenlernen und vor allem das gemeinsame Feiern. Nur dadurch entstehen ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und der Ehrgeiz, gemeinsam etwas zu schaffen."
Um die Digitalisierung zu meistern, müssen wir kooperieren, welt.de 4.10.18

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Fondsgesellschaft führt 4-Tage-Woche ein 
Mittwoch, 10. Oktober 2018 - Lebensart, Arbeit, Management
Es war ein Test - und er war mehr als erfolgreich: Die neuseeländische Fondsgesellschaft Perpetual Guardian probierte vor einigen Wochen aus, was sich im Unternehmen ändert, wenn die Mitarbeiter statt an fünf nur noch an vier Tagen pro Woche arbeiten. Der Inhaber des Unternehmens mit 240 Mitarbeitern hatte zahlreiche Untersuchungen darüber gelesen, dass sich durch eine Arbeitszeitverkürzung Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit steigern lassen. Der Testlauf wurde wissenschaftlich begleitet und dabei zeigte sich: Durch die Arbeitszeitverkürzung, deren Maßgabe es war, dass dennoch jeder das vereinbarte Arbeitspensum erbringen muss, stieg die Work-Life-Balance von 54 auf 78 Prozent. Der Stresslevel sank von 45 auf 38 Prozent. Das überzeugte den Firmeninhaber so sehr, dass ab November die Vier-Tage-Woche bzw. eine wöchentliche Arbeitszeitreduzierung um sieben Stunden zur Norm wird.
Fondsgesellschaft testet Vier-Tage-Woche – mit klarem Ergebnis, welt.de 2.10.18

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Apple macht aus Achtsamkeit eine Challenge 
Dienstag, 9. Oktober 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Arbeit, Management
Silicon Valley und Mindfulness werden heute immer öfter in einem Atemzug genannt. Apple zeigt nun, wie man aus dem Achtsamkeitsthema ganz im Sinne der modernen Leistungskultur eine wunderbare Challenge machen kann. Diesen Monat sind die Mitarbeiter des Unternehmens dazu aufgerufen, regelmäßig kleine Achtsamkeitspausen einzulegen. Die mentalen Auszeiten können mit einer beliebigen App dokumentiert werden. Wer nach 25 Tagen besonders achtsam war, bekommt ein exklusives T-Shirt. Leider wird in den zahlreichen Meldungen, die zur Challenge im Netz kursieren, nichts darüber gesagt, ob es für den persönlichen Achtsamkeitseinsatz auch eine Obergrenze gibt. ;-)
Apple-Mitarbeiter können exklusives T-Shirt in Achtsamkeits-Challenge gewinnen, macerkopf.de 1.10.18

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Digitale Feedback-Kultur 
Montag, 8. Oktober 2018 - Psychologie, Arbeit, Management
Firmen, die etwas auf sich halten, fühlen der Unternehmenskultur mit Mitarbeiterbefragungen auf den Zahn. Meist sind das dann große Fragebogen, bei denen die Angestellten einmal im Jahr die Möglichkeit zum großen Rundumschlag haben. Doch kommen in solchen Erhebungen die Details zum Tragen, die die Menschen tagtäglich am Arbeitsplatz beschäftigen? Und was hilft es, wenn man sich Monate nach einem Ärgernis darüber in einer Umfrage Luft verschaffen kann? Eine dänische Firma hat ein nun ein Analysetool entwickelt, mit dem Unternehmen ihre Mitarbeiter regelmäßig befragen kann. Peakon schöpft aus einem Fragekatalog, der wissenschaftlich validiert wurde. In kurzen Zyklen, zum Beispiel ein Mal pro Woche, erhalten die Mitarbeiter wenige Fragen, auf die sie antworten können. Tests zeigen, das Tool stößt auf gute Resonanz. Im Schnitt liegen laut Unternehmen die Antwortraten bei 81 Prozent. Der Anbieter rühmt sich damit, dass vor allem diese kurzen Zyklen es erleichtern, beispielsweise Neuerungen oder Veränderungen zeitnah zu testen und so Feedback über die Wirkungen zu erhalten. Macht Sinn in Zeiten, in denen alle von Agilität sprechen ... "Es fällt auf, dass Arbeitnehmer immer stärker nach dem Warum fragen: Wohin führt meine Arbeit? Welches Ziel haben wir eigentlich? Außerdem wünschen sich deutsche Arbeitnehmer schnellere Wege, ihre Meinung zu äußern. Viele Unternehmen hierzulande haben noch immer eine starke Hierarchiestruktur. Das erzeugt Scheu, Feedback zu äußern", erzählt Julian Tesche, der für Peakon in Deutschland zuständig ist. Eine Frage ist natürlich, ob man in der Führungsetage auch hören möchte, wie die Sinnfrage im eigenen Unternehmen beantwortet wird ...
"Jeder Mitarbeiter ist Kunde", Zeit online 26.9.18


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Studium oder Lehre? Macht etwa gleich (un)zufrieden 
Donnerstag, 4. Oktober 2018 - Studien, Arbeit
Der Trend zum Studieren scheint ungebrochen. Eine Untersuchung des Portals meinestadt zeigt allerdings: Akademiker sind später im Beruf nicht unbedingt zufriedener als Menschen, die einen Ausbildungsberuf erlernt haben. Über den Ausbau ihrer Fähigkeiten im Berufsverlauf sind zwei Drittel der Akademiker und Nicht-Akademiker zufrieden, ähnlich steht es um die Einschätzung ihrer Berufsbilanz. Beim Karriereverlauf hat gut die Hälfte ein positives Gefühl, während mit der Gehaltsentwicklung nur etwa die Hälfte der Befragten zufrieden ist. Akademiker weisen bei allen Aspekten eine um zwei bis fünf Prozentpunkte höhere Zufriedenheit auf als die Nichtakademiker.
So zufrieden sind Akademiker und Nicht-Akademiker mit ihrer Arbeit, WiWo 21.9.18

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Je höher das Gehalt, umso mehr Überstunden 
Montag, 1. Oktober 2018 - Studien, Arbeit, Management
An der Spitze eines Unternehmens zu stehen, bringt oft auch Spitzenarbeitszeiten mit sich. Die Hamburger Vergütungsberatung Compensation Partner hat untersucht, wie es um die Überstunden von Fach- und Führungskräften bestellt ist. Bei den Führungskräften kommt einiges zusammen. Die leisten im Laufe ihres Berufsleben rund 15.430 Überstunden, was etwa 7,4 Arbeitsjahren entspricht. Fachkräfte kommen mit 6.562 Überstunden (etwa 3,1 Arbeitsjahre) besser weg. Besonders hoch ist die Mehrarbeit bei Consultants, sie leisten im Schnitt pro Woche 5,11 Überstunden. Die Zahl der Überstunden korreliert mit dem Gehalt. Wer über 120.000 Euro brutto pro Jahr verdient, arbeitet durchschnittlich pro Woche 9,5 Stunden länger. In der Gehaltsstufe zwischen 31.000 und 40.000 Euro Jahresverdienst sind es hingegen nur 2,3 Überstunden. Interessant auch: Je älter die Beschäftigten sind, umso mehr Überstunden leisten sie.
7,4 Jahre Überstunden, HBM 10/2018

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Erleichtert Social Media den Jobwechsel? 
Dienstag, 25. September 2018 - Studien, Arbeit
Ständiges Surfen im Internet ist bei Arbeitgebern nicht gerne gesehen. Doch manche Berufsgruppen arbeiten im Social-Media-Bereich und knüpfen von Berufswegen immer wieder neue Kontakte im Virtuellen. Eine Studie zeigt nun, dass sich dies für die Arbeitgeber kontraproduktiv auswirken könnte, denn wer ständig in den Netzwerken unterwegs, erfährt natürlich auch häufiger von spannenden Jobangeboten. Die Untersuchung des Social-Media-Nutzungsverhaltens von 269 Angestellten eines kanadischen Gesundheitsdienstleisters zeigt: Jeder Zweite, der Social Media beruflich nutzt, sucht über diese Kanäle auch nach neuen Jobs. Bei jenen, die nur privat in den Netzwerken unterwegs sind, ist es lediglich jeder Vierte. Zwei Drittel der beruflichen Netzwerknutzer knüpfen über diese Kanäle auch neue berufliche Kontakte, bei den Privatnutzern ist es nur ein Drittel. Über andere Unternehmen informieren sich 64 Prozent der beruflichen Nutzer und 43 Prozent der Privatnutzer.
Lockruf der Konkurrenz, HBM 13.9.18

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