CSR funktioniert am besten im konkreten Praxisbezug 
Donnerstag, 30. November 2006 - Management
Die Financial Times Deutschland gibt in einem kurzen Beitrag zum Thema Corporate Social Responsibility einen Überblick über konkrete CSR-Projekte verschiedener Unternehmen und zeigt auf, dass solche Programme am besten funktionieren, wenn Mitarbeiter schon in die Entwicklung eingebunden werden. Rolls Royce beispielsweise veranstaltet Charity Days, bei denen die Führungskräfte in sozialen Einrichtungen arbeiten. Die KPMG arbeitet mit dem Jugendrotkreuz in Berlin zusammen. Manager und Mitarbeiter erweitern mit solchen Projekten ihren Horizont, gewinnen neue Erfahrungen und tun ganz nebenbei auch etwas Gutes. CSR-Experten sehen in solchen Volunteering-Programmen die Chance, dass sich die Mitarbeiter und damit auch die Unternehmen mehr mit ihrem gesellschaftlichen Umfeld verbinden. Der damit verbundene Reputationsgewinn wird auch immer wichtiger, wenn es für Unternehmen darum geht, attraktive Bewerber zu gewinnen, denn die potenziellen Mitarbeiter interessiert es zunehmend, welches Standing potenzielle Arbeitgeber im Hinblick auf CSR und Nachhaltigkeit haben.
"Mitarbeiter müssen die Strategie tragen", FTD 25.11.06

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Manager sollten einen eigenen Standpunkt entwickeln 
Mittwoch, 29. November 2006 - Management
In einer Kolumne des Handelsblatts rät der Düsseldorfer PR-Profi Paul J. Kohtes Führungskräften, sich nicht an vermeintliche äußere Zwänge anzupassen, sondern im Hinblick auf das Business einen eigenen Standpunkt zu entwickeln. Seine Leitidee: Wer den eigenen Ängsten ins Auge schaut, wird frei, eigene Entscheidungen zu treffen. Der Vorteil: Jenseits der im Business verbreiteten "Me-Too"-Strategien liegen oft die größeren Erfolgschancen und wer eigene Ideen entwickelt, wird nicht nur nicht so leicht zum Shareholder-Sklaven, sondern hat meist auch mehr Freude am Job. Am Beispiel von Puma-Chef Jochen Zeitz zeigt der Autor, dass es bereits Führungskräfte gibt, die sich vom Marktdruck befreien und mit eigenen Ansätzen punkten. Managern, die diese Standhaftigkeit noch entwickeln möchten, rät Kohtes zur Meditation, denn die in der Stille gewonnene Selbstdistanz erleichtere es, sich vom Auf und Ab des Tagesgeschäfts frei zu machen und neue Perspektiven zu entwickeln.
"Einschüchtern gilt nicht", HB 25.11.06

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Nachhaltigkeit wird zur Notwendigkeit 
Dienstag, 28. November 2006 - Management
In einem Interview mit dem Handelsblatt erklärt Ludwig Metz, Associate Director bei Bristol-Myers Squibb, dass immer mehr Investoren sich an Nachhaltigkeits-Ratings orientieren, um die soziale und ökologische Ausrichtung von Unternehmen und deren Auswirkung auf die Performance besser einschätzen zu könen. Dieser wachsende Beobachtungsdruck führe seitens der Unternehmen zu einer Umorientierung. "Unternehmen sind darum gefordert, Aktivitäten auf diesem Gebiet zu steigern und ihr Geschäftsmodell Richtung Nachhaltigkeit zu ändern, wenn sie langfristig erfolgreich sein wollen. Denn nur wenn Unternehmen erfolgreich sind, können sie Anleger überzeugen, in ihr Geschäfts zu investieren", so Metz.
"Ratings sensibilisieren Firmen", HB 17.11.06

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Ethik-Monitor: Vertrauen in große Unternehmen schwindet 
Montag, 27. November 2006 - Studien
Die großen deutschen Unternehmen leiden unter einem deutlichen Vertrauensverlust, so das Ergebnis des Ethik-Monitors, der von der Hamburger Stiftung "Wertevolle Zukunft" erhoben wurde. In der repräsentativen Emnid-Umfrage wurden 1.003 Bundesbürger befragt. Nur noch elf Prozent der Bevölkerung bringen demnach den großen Wirtschaftsunternehmen noch Vertrauen entgegen. Die Ursachen für das deutliche Misstrauen: 79 Prozent der Befragten glauben, dass die Wirtschaftsführer nur an ihre eigenen Interessen denken, 77 Prozent sind der Ansicht, dass es dem Management vor allem um eine Steigerung des Shareholder Value auf Kosten der Mitarbeiter gehe. Besser als die Konzerne kommt dagegen der Mittelstand weg, denn er genießt immerhin das Vertrauen von 43 Prozent der Bevölkerung.
Auswertung Ethik-Monitor 2006

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"Social Entrepreneur 2006" ausgezeichnet 
Freitag, 24. November 2006 - Success Stories
Die Schwab Stiftung für Social Entrepreneurship, die Boston Consulting Group und das Wirtschaftsmagazin Capital haben den "Social Entrepreneur 2006" gekürt. Der Nürnberger Björn Czinczoll wurde für sein Unternehmen Kinderzentren Kunterbunt e.V. mit dem Preis ausgezeichnet. Das Konzept des Sozialunternehmens: Professionelle Kinderbetreuung (fast) rund um die Uhr, die zu den Bedürfnissen berufstätiger Eltern passt. Wichtiger Aspekt des Sozialunternehmertums: Die Kinderzentren finanzieren sich nicht allein aus Elternbeiträgen oder öffentlichen Mitteln, sondern auch durch Unternehmenskooperationen. "Deutschland braucht Impulse, um neue Ideen zum Nutzen der Gesellschaft durchzusetzen. Social Entrepreneure zeigen, dass Individuen sehr wohl etwas bewirken können", sagte Prof. Dr. Klaus Schwab, Grüder des Weltwirtschaftsforums in Davos und der Schwab Stiftung, anlässlich der Preisverleihung.
Presseinformation der bcg zur Preisverleihung, 16.11.06

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Manager wollen sich entfalten können 
Donnerstag, 23. November 2006 - Management
Der Mittelstand wird für Top-Manager immer mehr zu einer Oase der Glückseligkeit. Jede zweite in einem Großkonzern beschäftigte Führungskraft würde gerne zu einem kleineren Unternehmen wechseln, so das Ergebnis des Managerpanels der Financial Times Deutschland. Als Gründe für einen angestrebten Wechsel nennen die befragten Manager vor allem mehr Eigenveranwortung (97 Prozent) und kurze Entscheidungswege (97 Prozent). In familiengeführten Unternehmen sehen die Befragten mehr unternehmerisches Denken und Handeln, das sich in einer auf den zukunftsorientierten Fortbestand des Unternehmens gerichteten Haltung zeige. Großer Kritikpunkt der Manager aus Konzernen sind im Gegensatz dazu lange Entscheidungswege, Ineffizienz und wenig Gestaltungsspielraum. So wollen nur 38 Prozent der Führungskräfte, die bereits in einem Großkonzern arbeiten, dies auch in Zukunft tun.
"Mittelstand lockt Top-Manager", FTD 17.11.06

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Portal für Nachhaltigkeitsberichte 
Mittwoch, 22. November 2006 - Success Stories
Ein neues Web-Portal für Nachhaltigkeitsberichte gibt interessierten Zielgruppen einen guten Überblick über die entsprechenden Aktivitäten der verschiedenen Unternehmen. So sind bisher Global-Player wie Adidas, Fraport, KarstadtQuelle oder die Telekom mit ihren Berichten präsent. Das Angebot www.non-financial-reporting.de ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Stakeholder Reporting GmbH und dem Niederländer Folkert van der Molen. Es ist der deutsche Ableger des weltweit größten Nachhaltigkeitsportals www.sustainability-reports.com, das Folkert van der Molen 2002 gegründet hat.

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Panikattacken in der Führungsetage 
Dienstag, 21. November 2006 - Management
Über das Tabuthema Panikattacken im Management hat das Handelsblatt einen interessanten Hintergrundbericht recherchiert. Winfried Panse, Professor für BWL und Personalwesen an der FH Köln, hat errechnet, dass der Wirtschaft durch die Angstproblematik jährlich ein Schaden von etwa 100 Milliarden Euro entsteht. Da Angst in vielen Unternehmen schlicht als Privatsache oder gar persönliche Schwäche abgetan wird, stehen die Betroffenen meist allein auf weiter Flur. Wenn Führungskräfte erst einmal in den Kreislauf aus permanenter Überforderung, Verdrängung und Angst geraten sind, hilft in vielen Fällen eine Kurzzeit-Therapie, um mit den Extremsituationen des Management-Alltags besser umgehen zu können. Das Problem vieler Manager: Sie haben nie gelernt, Schwäche zu zeigen und damit umzugehen.
"Wenn Manager Angst haben", HB 8.11.06

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