Coaching wird im Mittelmanagement noch als Schwäche gesehen 
Freitag, 28. November 2008 - Management
Coaching liegt im Trend. Doch vor allem im Mittelmanagement ist ein solches Outing noch immer mit einem Makel behaftet, denn den Führungskräften dieser Hierarchieebene werde der Bedarf nach professioneller Begleitung oft als Eingeständnis fehlender Kompetenzen ausgelegt, so Franz-Josef Nuß, Partner bei Ray & Berndtson. Wer bereits in der Vorstandsetage angekommen ist, könne sich dagegen eher der Anerkennung der Vorstandskollegen sicher sein, wenn er sich als Coachee outet, denn hier gelte das Motto: "Der ist schon einer der besten, will sich aber trotzdem weiterentwickeln und an seinen Ecken und Kanten arbeiten." Auch bei Managern im unteren Management, beispielsweise auf Teamleiter-Ebene, wird Coaching nicht zum Karrierekiller, denn von Mitarbeitern dieser Hierarchieebene scheint man ohnehin anzunehmen, dass sie noch am Anfang ihres beruflichen Weges stehen und deshalb in dieser Lernphase ruhig auf externe Unterstützung zurückgreifen sollten.
"Keine Bange vor dem Outing", WiWo 17.11.2008


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Das Mangelgefühl überwinden 
Donnerstag, 27. November 2008 - Management
Das Magazin Forum Nachhaltig Wirtschaften interviewt den Vorstand der Schweisfurth-Stiftung Franz Theo Gottwald zur Frage, wie eine Nachhaltigkeitskultur in der Wirtschaft aussehen kann, die über reine Imagemaßnahmen hinaus geht. "Nachhaltigkeit heißt, dass etwas bleibt, dass etwas Bestand hat, dass es sich bewährt, auch im Wiederkehren. Ein gutes Image ist also für ein Unternehmen erstrebenswert und wird durch eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie glaubwürdig erreicht. Es entsteht aber nur, wenn die Unternehmenskultur auf die Nutzung von wirklich erneuerbaren Ressourcen für die Güterproduktion oder für die zu erbringenden Dienstleistungen umgestellt wird. Umfassend oder integral heißt, dass alle Funktionsbereiche von diesem Ziel durchdrungen sind. In einer Zeit, wo scheinbar nur der Wandel Bestand hat, bedeutet dies einen anstrengenden Kulturwandel", so Gottwald. Der Berater, der auch Mitglied des Expertenrats der 2. Arena für Nachhaltigkeit ist, beobachtet in der Gesellschaft auf verschiedenen Ebenen eine Perspektive des Mangels, der konstruktiv begegnet werden müsse. "Von den immateriellen Werten her gesehen, also von Glück, Zufriedenheit, von einem guten Leben, herrscht ein alle gesellschaftlichen Schichten durchziehender Mangel. Um diesem Mangel zu begegnen, braucht es die Entwicklung von Nachhaltigkeitskulturen", so Gottwald. Er propagiert deshalb auf der individuellen Ebene einen nachhaltigen Lebensstil sowie ein weitsichtigeres Bewirtschaften der natürlichen Ressourcen sowie des Human- und Sozialkapitals sowie die Entwicklung eines Geists des Gebens.
"Der Geist des Gebens", FNW 21.11.2008



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Mitarbeiter haben Angst, dass der Job sie krank macht 
Mittwoch, 26. November 2008 - Studien
Eine internationale Studie des Personaldienstleisters Kelly Services zeigt, dass immer mehr Arbeitnehmer unter den stark gewachsenen Belastungen am Arbeitsplatz leiden. Befragt wurden 115.000 Angestellte in 33 Ländern, darunter mehr als 2.000 in Deutschland. Bereits jeder achte Deutsche (12 Prozent) hat Angst, dass der Beruf die eigene Gesundheit gefährdet. Zwar bezeichnen noch 93 Prozent der Studienteilnehmer ihren Gesundheitszustand als gut oder sehr gut, doch die Angst wächst, dass dies sich ändern könnte. Mehr als jeder zweite Befragte war bereits im Jahr vor der Befragung mindestens einmal krank geschrieben. Jeder dritte kranke Arbeitnehmer wird dabei von einem schlechten Gewissen geplagt, wenn er sich zu Hause auskuriert anstatt zur Arbeit zu gehen.
"Der Job macht mich krank", FTD 19.11.2008


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Auf Mitarbeiter mit Erfahrung setzen 
Dienstag, 25. November 2008 - Management
Das Manager Magazin beleuchtet in einem Artikel, wie und warum Unternehmen gerade von älteren Mitarbeitern mit langjähriger Berufserfahrung besonders profitieren können und deshalb gut daran tun, diese erfahrenen Praktiker nicht aufs Altenteil zu schicken. "Reife und Erfahrung gewinnt in unserem Wirtschaftsumfeld zunehmend an Bedeutung. Gerade Erfahrungs- und implizites Wissen, die Fähigkeit zur Übersicht und ein breites Beziehungsnetzwerk helfen in unserem dynamisch-veränderlichen Wirtschaftsumfeld bei der Bewältigung von Aufgaben", so Ursula Knorr, Projektleiterin an der Executive School der Universität St. Gallen, die die Arbeitnehmer im Alter von 50plus als "Very Experienced Persons" tituliert. Vorteil der Erfahrenen: Sie haben im Laufe ihres Arbeitslebens schon so manche Krise miterlebt - und überstanden. Und sie wissen um ihre eigenen Stärken und Schwächen. "Eine Stärke, die erfahrene Personen mitbringen, ist die Fähigkeit, auftauchende Probleme in Relation zu setzen. Gerade auf hohen Führungsebenen hilft diese Fähigkeit, in Krisenzeiten besonnen und mit größerer Selbstsicherheit zu agieren", so Ursula Knorr.
"Bogenkarriere, nein danke", Manager Magazin 20.11.2008


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Manche MBA-Angebote haben CSR bereits auf dem Radar 
Montag, 24. November 2008 - Management
Der Trend zu mehr unternehmerischer Verantwortung schlägt sich langsam auch in der Weiterbildungslandschaft nieder. So bieten immer mehr Hochschulen in ihren MBA-Studiengängen auch Module zum Thema Corporate Social Responsibility an. Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt hat sogar seit Anfang 2008 einen Executive MBA im Programm, der schwerpunktmäßig an CSR ausgerichtet ist. Neben dem klassischen Kanon aus BWL und VWL, Strategie, Marketing, Finanzierung und Recht legt der Studiengang Wert auf Führungskompetenzen. Die Haltung der Hochschulen zum Thema CSR ist allerdings nach wie vor eher skeptisch. So zitiert die Financial Times Deutschland den Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Mainz Volker Hentschel mit den der Aussage, dass Führung und Verantwortung "sich nicht so lernen lassen wie Finanzierung und Marketing". Daraus zu schließen, dass man unternehmerische Verantwortung an Hochschulen nicht vermitteln kann, sei jedoch falsch, wirft Dagmar Dirzius-Nonn ein, Studienleiterin des Executive MBA der RWTH International Academy in Aachen: "CSR ist nach unserem Verständnis integraler Bestandteil von sozialer Kompetenz und Führungsverantwortung."
"Nur Plattitüde oder seriöses Lehrfach", FTD 21.11.2008


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EKD fordert neuen Lebenswandel in Zeiten der Krise 
Freitag, 21. November 2008 - Arbeit
Die 10. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) fordert in einem kürzlich veröffentlichten Beschluss einen neuen Lebenswandel ein, um den krisenhaften Herausforderungen der Gegenwart besser gerecht zu werden. Laut EKD geht es nicht nur um einen Wandel in der Klimapolitik und im Umgang mit der knappen Ressource Wasser, sondern darum, in Wirtschaft und Alltag wieder zu einem Gottesbezug zu finden und nicht menschliche Egoismen ins Zentrums des Handelns zu stellen. „Rationale, emotionale, religiöse, ethische und moralische Potenziale des Menschen müssen stärker als bisher miteinander vernetzt werden. Die Verinselung der Daseinsbereiche muss einem besseren Zusammenspiel Platz machen. Wirtschaftliches Handeln muss sich an den mittel- und langfristigen Zielen des Überlebens aller orientieren. Politik muss den Markt kritisch beobachten, Regeln setzen und notfalls regulierend eingreifen. Alle sind aufgerufen, Eigenverantwortung zu übernehmen und sich den Aufgaben der Zukunft zu stellen“, zitiert der Fachdienst CIW. Ein zukunftsfähiger Lebenswandel werde ein „4-D-Lebenswandel“ sein müssen, der bestimmt sei von „Dank, Demut, Denken und Dienst“.
"Beschluss der EKD-Synode fordert grundlegend anderen Lebenswandel", CIW 6.11.2008


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Entzauberung des Lohas-Mythos 
Donnerstag, 20. November 2008 - Studien
Mit nachhaltigem Konsum die Welt verändern - diese Parole wird einer neuen Bevölkerungsgruppe zugeschrieben, die gegenwärtig unter dem Schlagwort Lohas (Lifestyles of Health and Sustainability) für Furore sorgt und vor allem die Marktforscher intensiv beschäftigt. Eine neue Studie der Nachhaltigkeitsagentur Stratum sorgt nun für Ernüchterung: Die neuen Ökos und Utopisten sind zwar durchaus für einen grünen Lebensstil ansprechbar, neigen aber zu Bequemlichkeit und Eigennutz. Die Stratum-Studie beruht auf einem Sample von 250 Personen und zeigt, dass die Mitglieder der so genannten Lohas-Zielgruppe besonders gesundheitsbewusst sind, eine überdurchschnittliche Bildung und ein ebensolches Einkommen aufweisen, eine Affinität zu Ökostrom haben und Bioprodukte kaufen. So weit, so gut. Die Studie zeigt jedoch auch, dass zwischen Theorie und Praxis ein weiter Weg liegt, denn die neuen Ökos nehmen nicht wirklich eine Vorreiterrolle am Markt ein, sondern engagieren sich eher für "Kleinzeug", bei dem sie selbst Geld sparen. Verzicht ist ihnen dagegen fremd, und auch als Verbraucher wollen sie sich nicht übermäßig engagieren, beispielsweise durch aktiven Boykott und Aktionen gegenüber Unternehmen. "Die Lohas-Affinen schwanken zwischen Pharisäertum und Pragmatismus. Wer so viel schwankt, ist stets auf Selbstbeobachtungsposten und entsprechend verkopft. Und Geist als Widersacher der Seele macht das Ganze zu einer leicht sedierten Veranstaltung", zitiert die taz. Fest steht: Lohas bedeutet anscheinend weniger, die Welt zu retten, als vielmehr Gutes zu tun, solange man selbst etwas davon hat.
"Die Öko-Egoisten", taz 6.11.2008


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Familienfreundlichkeit lohnt sich für Unternehmen 
Mittwoch, 19. November 2008 - Studien
Immer mehr Unternehmen entdecken das Thema Familienfreundlichkeit - und profitieren bei entsprechendem Engagement auch bei den harten wirtschaftlichen Faktoren. So veröffentlichte das Handelsblatt eine Studie des Forschungszentrums Familienbewusste Personalpolitik, die in Kooperation mit der Universität Münster und der Steinbeis-Hochschule Berlin entstand. Das Ergebnis der Untersuchung von 1.001 Unternehmen aus allen Branchen und Größenklassen: In 21 von 25 betriebswirtschaftlich relevanten Faktoren sind deutlich positive Einflüsse durch ein Familienbewusstsein festzustellen. Firmen, die familienfreundlich, erhalten pro ausgeschriebener Stelle für wichtige Mitarbeiter 26 Prozent mehr Bewerbungen als solche, die sich um das Thema Familie nicht kümmern. Beim nachhaltigen Aufbau von Humankapital liegen die familienfreundlichen Unternehmen um 23 Prozent vor der Konkurrenz. Auch die Rückkehrquote aus der Elternzeit liegt bei ihnen um 19 Prozent höher. In der Mitarbeiterproduktivität stehen die familienfreundlichen Firmen um 17 Prozent besser dar als die Konkurrenz, der gleiche Wert ergibt sich im Hinblick auf die Mitarbeitermotivation und die Verbundenheit der Mitarbeiter mit dem Unternehmen. Bei der Fehlzeitenquote und der Fluktuationsrate sind die familienfreundlichen Unternehmen um 16 Prozent besser als die, die kein Familienbewusstsein an den Tag legen. Und bei der Bindung wichtiger Mitarbeiter beträgt der Vorsprung 14 Prozent.
"Familienfreundlichkeit rentiert sich", HB 11.11.2008


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