Meditation als Basis einer neuen Bewusstseinskultur 
Freitag, 30. November 2012 - Wissenschaft
Der Kongress Meditation & Wissenschaft, der von der Oberberg Stiftung und der Identity Foundation zum zweiten Mal in Berlin veranstaltet wurde, hat dieses Mal die Themen Meditation im Bildungswesen und in der Arbeitswelt ins Visier genommen. Verschiedene Studien zeigen dabei, dass Schüler, die meditieren, leichter mit den Belastungen des Schulalltags zurecht kommen, und meditierende Lehrer deutlich stärker an den Bedürfnissen der Schüler orientiert unterrichten. Auch in der Arbeitswelt kann Meditation konstruktive Spuren legen, beispielsweise als wirksame Methode des Stressmanagements, aber auch als Impulsgeber für eine menschengerechtere Führung. Der Kongress widmete sich nicht nur den nachgewiesenen Wirkungen von Meditation, sondern ging auch der Frage nach, welche Rolle die Achtsamkeitspraxis als Basis für eine "neue Bewusstseinskultur in einer aus den Fugen geratenen Welt" spielen könne. Hier wurde deutlich, dass, gleichwohl Meditation viele Stressprobleme der heutigen Zeit kompensieren kann, es wichtig ist, diese positiven Wirkungen nicht zu instrumentalisieren - beispielsweise um Arbeitnehmer bei gleichbleibend schwierigen Rahmenbedingungen schlicht individuell noch leistungsfähiger zu machen. Die Kongressbeiträge zeigten eindrücklich, dass regelmäßiges Meditieren die Praktizierenden in ihrem Menschsein positiv verändern kann, und die daraus sich entwickelnde Haltung der stärkeren Verbundenheit kann nicht nur zum Ausgangspunkt für ein neues Selbstverständnis werden, sondern auch für kulturellen Wandel.
Kongresswebseite mit Pressemitteilungen


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Wenig arbeiten bei vielen Freiheiten 
Donnerstag, 29. November 2012 - Success Stories
Von den Freiheiten, die die Mitarbeiter des japanischen Mittelständlers Mirai Kogyo haben, können die meisten Angestellten nur Träumen. Die Firma, die Plastikteile für den Hausbau herstellt, räumt ihren Mitarbeitern pauschal 140 freie Tage pro Jahr plus bis zu 40 Urlaubstage ein. Feierabend wird bei Mirai immer pünktlich gemacht - um 16.45 Uhr. Und im Winter ist die Firma schon mal 20 Tage am Stück dicht. Hinzu kommt, dass es bei dem Mittelständler ein Management nur in Ansätzen gibt - Führung bedeutet dort, grobe Zielvorgaben zu machen. Alles andere ist Sache der Arbeitenden. Hinzu kommt: Im Zuge des internen Ideenmanagements entstehen durch die 800 Mitarbeiter bis zu 15.000 Verbesserungsvorschläge pro Jahre - aus 3.000 davon sind bereits Patente entstanden. Es hört sich an wie ein Märchen, aber eines, das zu funktionieren scheint ...
Die glücklichste Firma Japans, FTD 22.11.12


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Gesundheitsmanagement rechnet sich 
Mittwoch, 28. November 2012 - Studien
In einem Beitrag über betriebliches Gesundheitsmanagement stellt das Handelsblatt Unternehmen vor, die es mit der Gesundheit ihrer Mitarbeiter ernst nehmen. Und das nicht nur aus Menschlichkeit, denn längst wird im Unternehmensalltag die Mitarbeitergesundheit zum bedeutsamen wirtschaftlichen Faktor. Laut Roland Berger kosten krankheitsbedingte Ausfälle deutsche Firmen jährlich rund 60 Milliarden Euro. Und schon jetzt scheiden rund 28 Prozent der Erwerbstätigen frühzeitig aus gesundheitlichen Gründen aus dem Berufsleben aus. Durch Stressfaktoren wie Zeitdruck, Überstunden oder Konflikte büßen Unternehmen zudem bis zu 15 Prozent ihrer Produktivität ein. Ein gezieltes betriebliches Gesundheitsmanagement hingegen könne die Ausfallzeiten um bis zu 40 Prozent senken.
Nur wer fit ist, liefert Topleistungen, HB 16.11.12



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Wenn die Zeit mal wieder drückt 
Dienstag, 27. November 2012 - Studien
43 Prozent der Arbeitnehmer arbeiten oft unter starkem Zeitdruck, 35 Prozent haben das Gefühl, von Termin zu Termin zu hetzen, und 33 Prozent glauben, sich im Job zu zerreißen - so die Erkenntnisse einer Umfrage des GfK-Vereins und der Financial Times Deutschland. 17 Prozent meinen, aufgrund ihrer Arbeitszeiten ihre Kontakte zu Freunden nicht ausreichend pflegen zu können. Wenn es darum geht, Abhilfe zu schaffen, haben die Befragten bereits entsprechende Ideen. 18 Prozent etwa wünschen sich, auch in Führungspositionen Teilzeit arbeiten zu können, 22 Prozent wollen einen besseren Service für Familien und 14 Prozent Programme, die den Wiedereinstieg nach der Elternzeit erleichtern.
Arbeitnehmer leiden unter Zeitdruck, FR 12.11.12


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Die Kehrseite der Soft Skills 
Montag, 26. November 2012 - Arbeit
Sie werden gerne beschworen und gewinnen im Business immer mehr an Bedeutung - die Rede ist von den so genannten Soft Skills, von den sozialen Kompetenzen von Mitarbeitern und damit einhergehend von einem Perspektivwechsel, der der menschlichen Seite im Arbeitsleben mehr Geltung verschaffen soll. Doch es gibt auch eine Kehrseite, die vielleicht mitbedacht werden sollte. So geht eine Kolumne auf jetzt.de der Frage nach, ob der Fokus auf Soft Skills nicht vielleicht auch das Arbeitsleben härter macht. "Es ist nicht neu, dass es plötzlich nicht mehr nur wichtig erscheint, was wir können und gelernt haben, sondern dass auch zählt, wer und wie wir sind. ... Klar, man könnte naiverweise erst einmal davon ausgehen, dass die Arbeitswelt dadurch menschlicher wird, persönlicher, wärmer und freundlicher. Aber der Ruf nach Soft Skills bedeutet, dass die Ansprüche steigen, dass uns noch mehr abverlangt wird im Job", meint Bernd Kramer. Der Autor sensibilisiert für die Kehrseite der Medaille, die er wie folgt beschreibt: "Der Widerspruch hat Methode: Wenn die Anforderungen der Arbeitswelt einander ausschließen, heißt das auch, dass man sie nie ganz wird erfüllen können. Sobald man irgendwo in seinem Qualifikationsprofil ein Häkchen setzen kann, tut sich an anderer Stelle fast auto-matisch eine Lücke auf. Was bleibt, ist ein ständiges Gefühl des Nichtgenügens. Obwohl man in Wirklichkeit natürlich sämtliche wichtigen Voraussetzungen für seinen Job erfüllt. Denn mal ehrlich: Letztlich geht es bei der Arbeit doch nur darum, dass der ganze Kram erledigt wird. Das Perfide ist, dass das Gefühl des Ungenügens nicht im Job hängen bleibt. Es begleitet uns wie die Dienstmails, die wir auch nach Feierabend noch beantworten." Zwar bewusst polarisierend, aber im Kern bedenkenswert, wird hier die Frage aufgeworfen, ob das, was menschenfreundlich gemeint ist (und sicherlich auch Berechtigung hat), nicht durch die Hintertür zu einer anderen Form der Härte führt, denn Situationen des Drucks, die im konventionellen Denken eher als Folge äußerer Umstände entstehen, werden nun auch nach innen verlagert. Und wenn jeder für die softe Seite im Job selbst verantwortlich ist, wirft das natürlich auch die Frage auf, ob dann nicht die individuelle Kompensation äußerer Unzumutbarkeiten der nächste Schritt ist.
Hard Skills, please, jetzt.de 11.11.12


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Familie und Job müssen sich vereinbaren lassen 
Freitag, 23. November 2012 - Studien
Eine Studie der GFK Marktforschung zeigt, dass immer mehr Menschen berufliche Veränderungen in Betracht ziehen, um eine bessere Vereinbarkeit von Job und Familie zu erreichen. Zwar ist ein höheres Gehalt nach wie vor für die meisten Arbeitnehmer der primäre Grund, den Job wechseln zu wollen, doch auf Rang zwei folgt bereits die Chance, auf diese Weise die eigene Work-Life-Balance zu optimieren. 57 Prozent der Befragten klagen über eine zu hohe Belastung durch die Arbeit. 58 Prozent führen sogar stressbedingte gesundheitliche Beschwerden ins Feld.
Kinder spielen beim Jobwechsel große Rolle, Spiegel online 9.11.12


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Den richtigen Platz im Job finden 
Donnerstag, 22. November 2012 - Management
Einen Job haben zu wollen, an dem man seine Fähigkeiten am besten ausleben kann - für viele Arbeitnehmer ein Traum. Wenn es nach dem Business-Coach Malcolm Schauf geht, ist diese Konstellation jedoch eine unabdingbare Voraussetzung, um längerfristig erfolgreich - und zufrieden - zu sein. Der Berater räumt zwar ein, dass man sich ab und an auch einmal über sein Naturell hinwegsetzen und sich den äußeren Erfordernissen anpassen müsse, rät aber von Überanpassung ab, da es letztlich vor allem darum gehe zu erkennen, wer man selbst sei: "Seine persönlichen Eigenschaften zu kennen, ist auf Dauer unerlässlich, um langfristig erfolgreich zu sein. Ich kann nicht Top-Manager werden, wenn ich mich selbst noch nicht erkannt habe. Wer sich selbst völlig überschätzt, wird scheitern. Vielleicht kann er sich zu Beginn noch gut verkaufen, aber früher oder später wird er von anderen das Feedback bekommen: Pass auf, wir haben dich durchschaut." Schauf rät deshalb dazu, erst die eigenen Fähigkeiten und den eigenen Persönlichkeitstypus zu erkunden und dann nach einem dazu passenden Job zu suchen. Denn: Die unterschiedlichen Anforderungen in verschiedenen Branchen oder auch bei konkreten Stellen machen es letztlich doch nicht so schwer, den richtigen Platz zu finden.
"Auch Schweine müssen effektiv führen", Zeit online 9.11.12


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Angestellte seit Jahren im Gehaltsminus 
Mittwoch, 21. November 2012 - Studien
Die Auswertung von mehr als 1,6 Millionen Gehaltsdaten aus der deutschen Wirtschaft bringt ernüchternde Einsichten mit sich. Während Top-Manager immer mehr verdienen, sind durchschnittliche Angestellte seit Jahren in einem Gehaltsminus gefangen. Seit 2005 ist die deutsche Wirtschaft um mehr als zehn Prozent gewachsen. Führungskräfte haben davon mit einem Gehaltsplus von rund 14 Prozent, von dem nach Abzug der Inflation ein reales Plus von vier Prozent bleibt, überdurchschnittlich profitiert. Zwar konnten Fachkräfte, Facharbeiter und Sachbearbeiter zwischen 2005 und 2011 auch um durchschnittlich sechs Prozent höhere Gehälter verzeichnen, doch wurde dieser Zuwachs von der Inflation aufgefressen, so dass unter dem Strich ein reales Einkommensminus von vier Prozent steht.
Gehaltssteigerungen seit 2005 nur für Top-Manager, Die Welt 9.11.12


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