Die Suche nach dem Spirit 
Montag, 12. November 2012 - Management
In einem Interview mit Zeit online erklärt der Pastor Ralf Reuter, warum immer mehr Führungskräfte bei ihm in einem spirituellen Coaching nach Rat und Sinn suchen. Neben der typischen Frage, ob Erfolg wirklich alles sein soll, verspüren Manager anscheinend zunehmend auch Leidensdruck in grundsätzlichen Fragen des Menschseins. "Viele wollen wissen, wie sie es bei der Arbeit schaffen können, als Mensch nicht unterzugehen. Wie sie eine feste Persönlichkeit und Haltung entwickeln können. Aber es kann auch darum gehen, dass jemand zur Führungskraft geworden ist und seine neue Rolle sucht ... Ich sage ihnen, dass Prinzipien wichtig sind, und dass man sie permanent einüben muss. Nur so bekommt man eine Haltung und Festigkeit, die wichtig ist für eine Führungskraft. Denn im Unternehmen ist man Vorbild, und die Nachgeordneten erleben ihr Verhalten als Leitkultur", so Reuter. Im Gegensatz zu konventionellen Coaches spielt für den Pastor die transzendente Dimension bei seinen Beratungen eine zentrale Rolle, denn wer erkenne, dass das Leben mehr Facetten als nur die im Business typischen Leistungskämpfe aufweise, erweitere seine Perspektive erheblich: "Jeder soll sich in seinem Beruf verwirklichen, keine Frage. Aber es darf nicht nur darum gehen, der Beste zu sein. Es ist dieses Transzendente, was wir als Gott bezeichnen: Du brauchst dir deine Anerkennung eigentlich nicht zu erarbeiten, du bekommst sie geschenkt, du bist als Mensch grundsätzlich gewollt. Wer das erkennt, wird Momente der Dankbarkeit und Zufriedenheit erleben. Das kann auf ein ganzes Unternehmen ausstrahlen."
"Auf keinen Fall ins Bordell gehen", Zeit online 5.11.12


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Zwei Drittel der Deutschen können von Work-Life-Balance nur träumen 
Freitag, 9. November 2012 - Studien
Um die Work-Life-Balance ist es - eigentlich nichts neues - schlecht bestellt, in Deutschland noch schlechter als im internationalen Vergleich. Eine Studie von Towers Watson mit 1.600 Unternehmen weltweit zeigt: Nur 31 Prozent der deutschen Firmen glauben, dass es im eigenen Unternehmen gut um die Work-Life-Balance bestellt ist (international: 52 Prozent). Zwei Drittel der deutschen Führungskräfte sind sich dabei durchaus bewusst, dass ihre Mitarbeiter häufig unter großem Druck arbeiten. Wird das zum Regelfall, schaden sich die Firmen selbst, denn die Studie zeigt auch, dass Balance im Job langfristig zu guten Arbeitsergebnissen motiviert. Zudem haben in Deutschland 70 Prozent der Firmen nach eigenen Angaben Probleme, junge Fachleute im Unternehmen zu halten - in jeder dritten Firma ist die Fluktuation der Hochschulabsolventen hoch.
In Deutschland sieht's ganz müde aus, FTD 30.10.12


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Bundesländer fordern seelische Unversehrtheit im Job 
Donnerstag, 8. November 2012 - Arbeit
Die Bundesländer Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Bremen und Brandenburg haben eine Bundesratsinitiative auf den Weg gebracht, die zum Ziel hat, Arbeitnehmer besser vor psychischen Problemen zu schützen. Der Arbeitsschutz bezieht sich in Deutschland gegenwärtig vor allem auf körperliche Belange. Veränderte Arbeitsbedingungen wie ständige Erreichbarkeit oder die Verdichtung des Arbeitspensums, die bei immer mehr Menschen auch zu psychischen Problemen bis hin zum Burn-out führen, werden in der Gesetzgebung hingegen kaum berücksichtigt. Ein erster Entwurf der Bundesratsinitiative sieht vor, Firmen dazu zu verpflichten, das Arbeitsumfeld auf Quellen psychischer Belastungen zu prüfen, die Gefährdung der Arbeitnehmer einzuschätzen und, falls erforderlich, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Firmen sollen Burn-out bekämpfen, SZ 30.10.12


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Charakter muss reifen 
Mittwoch, 7. November 2012 - Arbeit
Einschleimen bringt nichts, findet der Psychologe und Karriereberater Christoph Burger. Seine Devise: "Um auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen, braucht man Persönlichkeit. Und um die zu entwickeln, helfen drei Dinge: anecken, auf die Schnauze fallen und rumhängen." Laut Burger führten die Hetze an Schule und Uni immer dazu, dass Menschen sich kaum menschlich entwickeln könnten. Im Pendeln zwischen sozialem Engagement und Langeweile - man könnte auch sagen: Leere - hingegen erfahre man oft viel über sich selbst und seine wahren Ziele. Burger rät außerdem zu einer rückhaltlosen Analyse der eigenen Stärken und Schwächen - um sich dann auf die Stärken zu konzentrieren. Ein Rat, den der Karriereberater auch selbst beherzigt - da er zuweilen unbeherrscht und wenig diplomatisch ist, berät er meist Menschen, denen es ebenso geht, weil er sich in diese Klientel besonders gut hineinversetzen kann.
Runter von der Schleimspur! Zeit online 30.10.12

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Mit dem Geld wächst der Ärger 
Dienstag, 6. November 2012 - Studien
Geld schützt vor Ärger nicht, so eines der Ergebnisse einer Untersuchung der FU Berlin und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Für die Studie über das Verhältnis von Gefühlen und sozialer Lage werteten die Wissenschaftler die Daten von mehr als 20.000 Befragten des SOEP aus. Je höher die berufliche Position, umso häufiger empfinden die Befragten Ärger, lautet einer der Befunde. Ein zweiter: Der Angstpegel wächst, je prekärer die soziale Lage der Betroffenen ist. Arbeitslose beispielsweise verspüren häufiger Angst als Berufstätige. Umgekehrt mildert ein hohes Einkommen bzw. ein hoher sozialer Status Angstgefühle. Eine "Angst der Mittelschicht" konnten die Forscher hingegen nicht feststellen. In ihren Augen könne allerdings die soziale Strukturierung des emotionalen Empfindens soziale Ungleichheit verstärken, beispielsweise wenn Menschen in Führungspositionen durch ihren Ärger Mitarbeiter abwerten oder Menschen in prekärer Lage sich aus Angst nicht zur Wehr setzen.
Besserverdiener ärgern sich mehr, WiWo 29.10.12


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Gehalt zwischen Status und Sinn 
Montag, 5. November 2012 - Studien
Managern geht es nicht allein ums Geld, so die Erkenntnisse einer Studie der Beratungsgesellschaft PwC und der London School of Economics, für die 1.100 Führungskräfte weltweit befragt wurden. Lediglich für 35 Prozent der Befragten ist die absolute Höhe ihres Gehalts entscheidend. Etwa der Hälfte der Manager ist es hingegen vor allem wichtig, mehr als Kollegen in vergleichbaren Positionen zu verdienen - wobei dies vor allem für Manager aus Europa gelte. Der Traumjob ist den Befragten sogar Verzicht wert - im Schnitt würden sie auf fast 30 Prozent ihres Einkommens verzichten, wenn sie auf dem absoluten Wunschposten landen.
Neidbefriedigung wichtiger als dickes Konto, HB 24.10.12


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Umfrage zu Wechselwirkungen zwischen Arbeit und Privatleben 
Freitag, 2. November 2012 - sonstiges
Christoph Harrach, Betreiber der Online-Plattform KarmaKonsum, realisiert zur Zeit eine Umfrage zu den Wechselwirkungen zwischen Arbeit und Privatleben. Dabei geht er der Frage nach, welche Einstellungen Arbeitnehmer zum Thema Nachhaltigkeit umtreiben und in welchem Maße sie diese konstruktiv in ihrem Job einbringen können. Ein spannendes Projekt, weshalb ich mich freuen würde, wenn Sie dieses Forschungsvorhaben durch Ihre Teilnahme an der Umfrage unterstützen.
Zur Umfrage auf KarmaKonsum


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25 Prozent der Überstunden bleiben unvergütet 
Donnerstag, 1. November 2012 - Studien
Überstunden scheinen immer mehr zur Privatsache zu werden, wie eine Untersuchung des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle zeigt. Die Wissenschaftler untersuchen Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung und des Sozio-oekonomischen Panels und kamen zu dem Schluss, dass 2010 jede vierte Überstunde nicht bezahlt wurde. Im Durchschnitt machen die deutschen Beschäftigten pro Monat 12,3 Überstunden, Arbeitnehmer in Führungspositionen sogar 19,2. Insgesamt summieren sich die unbezahlten Überstunden auf 1,4 Milliarden Stunden im Jahr, was 2,9 Prozent der insgesamt von den Deutschen geleisteten Arbeitsstunden entspricht.
Jede vierte Überstunde wird nicht bezahlt, Zeit online 25.10.12


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