Menschlichkeit im Betrieb braucht besondere Bewusstheit 
Montag, 30. November 2015 - Management
Ein Beitrag im Harvard Business Manager wirft einen Blick darauf, wie schwierig es ist, Führungskulturen zu verändern und im Versuch, mehr Menschlichkeit in die Beziehungen innerhalb von Organisationen zu bringen, nicht das Gegenteil zu bewirken. Agilität ist ein Stichwort, das immer mehr Firmen bewegt, und sie versuchen, ihre alten Top-Down-Strukturen um Momente des Miteinanders zu erweitern. Wenn statt dem Chef aber ganze Teams einander Feedbacks geben, Vertrauensarbeitszeit mit Leistungszielen verknüpft wird oder Urlaubstage zwar nicht mehr gezählt werden, wohl aber die individuelle Performance, verschiebt sich die einstige Kontrole von oben schlicht in die Breite. Leistungsdruck kommt dann von den Kollegen - oder auch von einem selbst, denn die äußeren Vorgaben bestehen ja nach wie vor. Das "richtige Maß" herauszufinden, zu erkennen, wie Neuerungen wirken und sensibel dafür zu sein, wenn sie sich in ihr Gegenteil verkehren - das scheint zur Kernaufgabe agiler Führung zu werden.
Behandelt Mitarbeiter endlich wie Menschen, HBM 5.11.15

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GLS-Bank fordert Bewusstseinswandel 
Freitag, 27. November 2015 - sonstiges
"Banken brauchen ein neues Bewusstsein", fordert GLS-Vorstand Thomas Jorberg in einer öffentlichen Stellungnahme. Er kritisiert, dass in der Diskussion über die Zukunft des Bankwesens die "entscheidenden Zukunftsfragen", darunter "die ungerechte Vermögensverteilung oder der Klimawandel", nicht thematisiert würden. Jorberg weist darauf hin, dass in den vergangenen Jahren die globalen Geldvermögen stärker gewachsen seien als die Wirtschaft, was zu überliquiden Märkten und niedrigen Zinsen führe. Der Finanzmarkt ziehe hieraus lediglich den Schluss, dass die Realwirtschaft weiter wachsen müsse. "Das impliziert, dass letztendlich die Realwirtschaft dem Finanzmarkt zu dienen hat. Das wird nicht infrage gestellt", bemängelt der GLS-Vorstand. Jorberg listet eine ganze Reihe von Fragen auf, die im Hinblick auf unsere wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit gestellt werden müssten:
• Wie finanzieren wir den Stopp der Klimaerwärmung und lösen die Energiefrage?
• Wie finanzieren wir die Neugestaltung der weltweiten Ernährung, ohne die natürliche Bodenfruchtbarkeit weiter zu zerstören?
• Wie finanzieren wir die notwendigen Infrastruktur-Investitionen?
• Wie finanzieren wir neue Mobilitätskonzepte?
• Wie finanzieren wir die Verbesserung unseres Bildungs- und Kulturwesens?
• Wie finanzieren wir die Integration und Inklusion von Migranten und Flüchtlingen?
Jorberg fordert, dass die Vermögenden sich in ganz anderem Ausmaß als bisher an der Finanzierung öffentlicher und meriotiorischer Güter beteiligen müssen. "Diese großen widersprüchlichen Fragen sind scheinbar bei den meisten Bankvorständen noch nicht angekommen. Die einzigen Treiber von Umbrüchen sind Einsicht und Not. Es bleibt darum zu wünschen, dass zukünftig endlich eine Diskussion über die gesellschaftlichen Widersprüche stattfindet. Nur so können wir die Umbrüche aktiv und zielgerichtet gestalten. Wird die Finanzbranche das nicht tun, treibt sie auf eine noch größere Not zu", so der GLS-Vorstand.
Banken brauchen neues Bewusstsein, GLS Bank 17.11.15

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Top-Manager arbeiten auch krank 
Donnerstag, 26. November 2015
Eine Umfrage unter 300 Geschäftsleitern und hochrangigen Managern, erhoben durch TNS Emnid im Auftrag des Diganostik-Zentrums Fleetinsel in Hamburg, zeigt - fast die Hälfte aller Konzernchefs geht auch krank zur Arbeit. Nur rund 20 Prozent konsultieren einen Arzt, vier Prozent arbeiten dann von zu Hause aus. Dabei geht es den Führenden nicht um Selbstausbeutung, denn 73 Prozent der Männer und 58 Prozent der Frauen fühlen sich im Job bestätigt. Insgesamt 86 Prozent der Befragten pflegen nach eigenen Angaben einen gesunden Lebensstil, indem sie regelmäßig Obst, Gemüse und Fisch essen und an Werktagen auf Alkohol verzichten. Mehr als die Hälfte treibt zwei Mal in der Woche Sport. Fast zwei Drittel gehen jährlich zum Gesundheitscheck. Wie fit fühlt sicht Deutschlands Führungsriege? HB 16.11.15

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Karriere ist Kopfsache 
Mittwoch, 25. November 2015 - Studien
Eine Langzeitstudie der Universität Illinois zeigt, dass beruflicher Erfolg weniger von den sozialen Umständen des Elternhauses abhängt als vielfach gedacht. Für die Untersuchung waren 1960 und 1971 mehr als 80.000 junge Menschen im Alter von 14 bis 17 Jahren zu ihrem Elternhaus, ihrem Bildungsstand und ihren beruflichen Zielen befragt worden. 44 Jahre später betrachteten die Forscher dann, wie sich Intelligenz, Persönlichkeit und der sozioökonomische Status der Eltern auf die Berufsbiographien der damals Jugendlichen ausgewirkt hatten. Dabei zeigte sich, dass für den späteren Berufserfolg vor allem die Intelligenz der Befragten ausschlaggebend war - unabhängig von Herkunft und Persönlichkeit. So verdienten kluge Kinder aus den ärmsten Familien als Erwachsene 39 Prozent mehr als Kinder, die aus guten Familien kamen, aber weniger intelligent waren.
Intelligenz ist Karrierefaktor Nummer eins, WiWo 15.11.15

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Arbeiten steht hoch im Kurs 
Dienstag, 24. November 2015 - Studien
In der öffentlichen Diskussion um das Grundeinkommen werden immer wieder kritische Stimmen laut, die davon ausgehen, dass eine solche finanzielle Grundsicherung der kollektiven Faulenzerei Vorschub leisten könnte. Eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung hingegen zeigt, dass die meisten Deutschen, selbst wenn sie 15 Millionen Euro im Lotto gewinnen würden, dennoch gerne weiterarbeiten möchten. 55 Prozent gaben an, ihre berufliche Tätigkeit nicht aufgeben zu wollen, 40 Prozent würden sich allerdings nach einer neuen Arbeitsstelle umsehen. Ähnlich sieht es aus, wenn die Deutschen gefragt werden, wie sie sich verhalten würden, wenn es ein sehr hohes Arbeitslosengeld gäbe - dann würden mehr als 70 Prozent dennoch lieber arbeiten als nichts zu tun. Interessant ist auch der Blick auf die Einstellungen zur Lohngerechtigkeit. Mehr als die Hälfte der Menschen, die bis zu 1.000 Euro im Monat verdienen, betrachten ihr Einkommen als ungerecht. Bei denen, die mehr als 3.000 Euro verdienen, empfinden das nur 11 Prozent. Die Wahrnehmung der Vergütungssituation in Deutschland insgesamt ist allerdings eine andere - hier sind nur 14 Prozent der Befragten der Ansicht, dass die Arbeitseinkommen gerecht verteilt seien, während 80 Prozent meinen, dass manche Berufsgruppen zu wenig verdienen.
Keine Arbeit ist auch keine Lösung, SZ 13.11.15

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"Glücksgefühle blitzschnell enorm steigern" 
Montag, 23. November 2015 - Studien
"Mit diesem Trick wirst du 44 Prozent glücklicher!", titelt das Modemagazin Elle auf seiner Webseite. Das Wundermittel, um das es geht: Meditation. Der Beitrag beschreibt eine Studie des Wake Forest Baptist Medical Center in North Carolina, für die 75 Probanden während eines Gehirnscans einem schmerzhaften Hitzereiz ausgesetzt wurden. Anschließend erhielt eine Gruppe eine Placebo-Schmerzcreme zur Behandlung, eine andere Gruppe durfte unter Anleitung 20 Minuten meditieren. Vier Tage später wurde der Test wiederholt und die Probanden sollten wieder die ihnen zuvor vermittelte Methode anwenden. Dabei zeigte sich, dass sich in der Gruppe der Meditierenden der körperlich wahrgenommene Schmerz um 27 Prozent verringerte, der emotionale sogar um 44 Prozent. Die Wissenschaftler führen das Ergebnis darauf zurück, dass beim Meditieren unter anderem Hirnregionen aktiv sind, in denen positive Emotionen verarbeitet werden. Elle zieht daraus den Schluss: "Wer regelmäßig meditiert, fühlt sich nicht nur besser und ist entspannter, sondern wird auch viel glücklicher!"
Mit diesem Trick wirst du 44 Prozent glücklicher! Elle 12.11.15

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Führungskräften fehlt realistische Selbsteinschätzung 
Freitag, 20. November 2015 - Studien
Wie gut wird in Deutschland geführt? Dieser Frage ging die Beratungsgesellschaft Information Factory mit einer Befragung von knapp 2000 Mitarbeitern, Führungskräften und Personalverantwortlichen nach. Einig waren sich mehr als 90 Prozent der Untersuchungsteilnehmer, dass gute Führungskräfte die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens deutlich verbessern. Auffällig ist, dass viele Führungskräfte die Zusammenarbeit mit ihren Mitarbeitern als wirkungsvoller einschätzen, als dies von den Beschäftigten wahrgenommen wird. Gut 90 Prozent der Chefs glauben, einen offenen und ehrlichen Dialog mit den Angestellten zu führen - bestätigt wird dies lediglich von 40 Prozent. Unternehmerische Kompetenz bescheinigen sich 80 Prozent der Führenden, während sie nur von 47 Prozent der Beschäftigten anerkannt wird. Noch größer ist die Diskrepanz im Hinblick auf die Mitarbeitermotivation - 91 Prozent der Führungskräfte glauben, sie wirkten motivierend, aber nur 34 Prozent der Angestellten nehmen diese Kompetenz tatsächlich als gegeben wahr.
Studie Information Factory

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Beruflicher Erfolg garantiert keine Lebenszufriedenheit 
Donnerstag, 19. November 2015 - Studien
Beruflich erfolgreich zu sein, führt nicht automatisch zu Lebenszufriedenheit, so die Erkenntnisse einer Studie der Universität Erlangen-Nürnberg. Befragt wurden 990 Berufstätige, die im Abstand von zwei Jahren zweimal Auskunft gaben. Die Wirkung des eigenen beruflichen Erfolgs hänge nicht zuletzt davon ab, mit welchen weiteren Möglichkeiten die Menschen ihre persönliche Situation vergleichen. Wer für seine Berufsgruppe sehr gut verdiene, könne beispielsweise unzufrieden sein, weil er sich mit Menschen vergleicht, die ein höheres Gehalt bekommen. Auch ein objektiv guter Job muss sich nicht gut anfühlen, wenn sich jemand seine Berufstätigkeit gänzlich anders vorgestellt hatte. Zufrieden waren diejenigen, die sich im Vergleich mit anderen als gut einschätzten oder deren berufliche Leistungen sich mit ihren persönlichen Zielen deckten.
Hängt Erfolg im Beruf und Lebenszufriedenheit zusammen? FR 11.11.15

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