Karriere ist Kopfsache 
Mittwoch, 25. November 2015 - Studien
Eine Langzeitstudie der Universität Illinois zeigt, dass beruflicher Erfolg weniger von den sozialen Umständen des Elternhauses abhängt als vielfach gedacht. Für die Untersuchung waren 1960 und 1971 mehr als 80.000 junge Menschen im Alter von 14 bis 17 Jahren zu ihrem Elternhaus, ihrem Bildungsstand und ihren beruflichen Zielen befragt worden. 44 Jahre später betrachteten die Forscher dann, wie sich Intelligenz, Persönlichkeit und der sozioökonomische Status der Eltern auf die Berufsbiographien der damals Jugendlichen ausgewirkt hatten. Dabei zeigte sich, dass für den späteren Berufserfolg vor allem die Intelligenz der Befragten ausschlaggebend war - unabhängig von Herkunft und Persönlichkeit. So verdienten kluge Kinder aus den ärmsten Familien als Erwachsene 39 Prozent mehr als Kinder, die aus guten Familien kamen, aber weniger intelligent waren.
Intelligenz ist Karrierefaktor Nummer eins, WiWo 15.11.15

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Arbeiten steht hoch im Kurs 
Dienstag, 24. November 2015 - Studien
In der öffentlichen Diskussion um das Grundeinkommen werden immer wieder kritische Stimmen laut, die davon ausgehen, dass eine solche finanzielle Grundsicherung der kollektiven Faulenzerei Vorschub leisten könnte. Eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung hingegen zeigt, dass die meisten Deutschen, selbst wenn sie 15 Millionen Euro im Lotto gewinnen würden, dennoch gerne weiterarbeiten möchten. 55 Prozent gaben an, ihre berufliche Tätigkeit nicht aufgeben zu wollen, 40 Prozent würden sich allerdings nach einer neuen Arbeitsstelle umsehen. Ähnlich sieht es aus, wenn die Deutschen gefragt werden, wie sie sich verhalten würden, wenn es ein sehr hohes Arbeitslosengeld gäbe - dann würden mehr als 70 Prozent dennoch lieber arbeiten als nichts zu tun. Interessant ist auch der Blick auf die Einstellungen zur Lohngerechtigkeit. Mehr als die Hälfte der Menschen, die bis zu 1.000 Euro im Monat verdienen, betrachten ihr Einkommen als ungerecht. Bei denen, die mehr als 3.000 Euro verdienen, empfinden das nur 11 Prozent. Die Wahrnehmung der Vergütungssituation in Deutschland insgesamt ist allerdings eine andere - hier sind nur 14 Prozent der Befragten der Ansicht, dass die Arbeitseinkommen gerecht verteilt seien, während 80 Prozent meinen, dass manche Berufsgruppen zu wenig verdienen.
Keine Arbeit ist auch keine Lösung, SZ 13.11.15

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"Glücksgefühle blitzschnell enorm steigern" 
Montag, 23. November 2015 - Studien
"Mit diesem Trick wirst du 44 Prozent glücklicher!", titelt das Modemagazin Elle auf seiner Webseite. Das Wundermittel, um das es geht: Meditation. Der Beitrag beschreibt eine Studie des Wake Forest Baptist Medical Center in North Carolina, für die 75 Probanden während eines Gehirnscans einem schmerzhaften Hitzereiz ausgesetzt wurden. Anschließend erhielt eine Gruppe eine Placebo-Schmerzcreme zur Behandlung, eine andere Gruppe durfte unter Anleitung 20 Minuten meditieren. Vier Tage später wurde der Test wiederholt und die Probanden sollten wieder die ihnen zuvor vermittelte Methode anwenden. Dabei zeigte sich, dass sich in der Gruppe der Meditierenden der körperlich wahrgenommene Schmerz um 27 Prozent verringerte, der emotionale sogar um 44 Prozent. Die Wissenschaftler führen das Ergebnis darauf zurück, dass beim Meditieren unter anderem Hirnregionen aktiv sind, in denen positive Emotionen verarbeitet werden. Elle zieht daraus den Schluss: "Wer regelmäßig meditiert, fühlt sich nicht nur besser und ist entspannter, sondern wird auch viel glücklicher!"
Mit diesem Trick wirst du 44 Prozent glücklicher! Elle 12.11.15

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Führungskräften fehlt realistische Selbsteinschätzung 
Freitag, 20. November 2015 - Studien
Wie gut wird in Deutschland geführt? Dieser Frage ging die Beratungsgesellschaft Information Factory mit einer Befragung von knapp 2000 Mitarbeitern, Führungskräften und Personalverantwortlichen nach. Einig waren sich mehr als 90 Prozent der Untersuchungsteilnehmer, dass gute Führungskräfte die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens deutlich verbessern. Auffällig ist, dass viele Führungskräfte die Zusammenarbeit mit ihren Mitarbeitern als wirkungsvoller einschätzen, als dies von den Beschäftigten wahrgenommen wird. Gut 90 Prozent der Chefs glauben, einen offenen und ehrlichen Dialog mit den Angestellten zu führen - bestätigt wird dies lediglich von 40 Prozent. Unternehmerische Kompetenz bescheinigen sich 80 Prozent der Führenden, während sie nur von 47 Prozent der Beschäftigten anerkannt wird. Noch größer ist die Diskrepanz im Hinblick auf die Mitarbeitermotivation - 91 Prozent der Führungskräfte glauben, sie wirkten motivierend, aber nur 34 Prozent der Angestellten nehmen diese Kompetenz tatsächlich als gegeben wahr.
Studie Information Factory

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Beruflicher Erfolg garantiert keine Lebenszufriedenheit 
Donnerstag, 19. November 2015 - Studien
Beruflich erfolgreich zu sein, führt nicht automatisch zu Lebenszufriedenheit, so die Erkenntnisse einer Studie der Universität Erlangen-Nürnberg. Befragt wurden 990 Berufstätige, die im Abstand von zwei Jahren zweimal Auskunft gaben. Die Wirkung des eigenen beruflichen Erfolgs hänge nicht zuletzt davon ab, mit welchen weiteren Möglichkeiten die Menschen ihre persönliche Situation vergleichen. Wer für seine Berufsgruppe sehr gut verdiene, könne beispielsweise unzufrieden sein, weil er sich mit Menschen vergleicht, die ein höheres Gehalt bekommen. Auch ein objektiv guter Job muss sich nicht gut anfühlen, wenn sich jemand seine Berufstätigkeit gänzlich anders vorgestellt hatte. Zufrieden waren diejenigen, die sich im Vergleich mit anderen als gut einschätzten oder deren berufliche Leistungen sich mit ihren persönlichen Zielen deckten.
Hängt Erfolg im Beruf und Lebenszufriedenheit zusammen? FR 11.11.15

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70 Prozent der Arbeitenden sind gestresst 
Mittwoch, 18. November 2015 - Studien
Einer von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in Auftrag gegebenen Studie zufolge fühlen sich inzwischen sieben von zehn Arbeitnehmern in Deutschland durch ihre Arbeit unter Stress gesetzt. 42 Prozent finden, dies treffe voll auf sie zu, 28 Prozent fühlen sich "eher" betroffen. Die Angestellten im Osten fühlen sich dabei deutlich gestresster als ihre Westkollegen. Im Osten fühlen sich 53 Prozent voll gestresst, im Westen sind es 32 Prozent. 77 Prozent der Ostdeutschen gaben an, dass ihre berufliche Belastung zugenommen habe, im Westen 68 Prozent.
Mehrheit der Deutschen bei Arbeit gestresst, Ärztezeitung 10.11.15

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Der Zwang zur Selbstoptimierung 
Dienstag, 17. November 2015 - Studien
Neuro-Enhancement ist zwar kein Massenphänomen, doch die Indizien, dass die Wettbewerbskultur und der wachsende Leistungsdruck immer mehr Menschen mit einer empfundenen Notwendigkeit der Selbstoptimierung konfrontieren, mehren sich. Die Aufmerksamkeit mit Ritalin pushen, Antidepressiva für besseren Schlaft? Substanzmissbrauch scheint eine logische Folge einer "kompetitiven Leitkultur" zu sein, wie Nicola Erny, Professoring für Praktische Philosophie an der Hochschule Darmstadt, das gesellschaftliche Klima unserer Zeit beschreibt. Zwei Studien des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung zufolge ist der Anteil der Studierenden, die schon einmal Substanzen eingenommen haben, um mit dem Lernstress zurechtzukommen, in den letzten vier Jahren von 12 auf 14 Prozent gestiegen. Eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zeigt eine ähnliche Situation - 8,3 Prozent der Befragten gaben an, schon einmal Medikamente wie Ritalin eingenommen zu haben, um den beruflichen Belastungen besser standzuhalten. Thomas Damberger, Mitarbeiter am Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung an der Universität Frankfurt regt vor diesem Hintergrund an zu fragen: "Stimmt vielleicht etwas an den Verhältnissen nicht?"
Mit Ritalin fit für die Prüfung? FAZ 4.11.15

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Nur ein Job oder Herzensangelegenheit? 
Montag, 16. November 2015 - Arbeit
Ist Ihnen Ihre Arbeit ein Herzensanliegen? Tun Sie im Job etwas, das Ihnen richtig Freude macht? Wenn ja, gehören Sie zu einer beneidenswerten Spezies, denn immer mehr Menschen schielen, wenn es darum geht, was sie beruflich tun, mehr danach, ob sich eine Tätigkeit im Lebenslauf gut macht, als dass sie sich fragen, was sie selbst am liebsten wollen. In einem Gastbeitrag für die Wirtschaftswoche findet der Karriereberater Martin Wehrle klare Worte für das Phänomen: "Eine groteske Situation ist entstanden: Nicht das Leben gibt den Lebenslauf vor, sondern umgekehrt; Menschen sind zu Knechten ihres Lebenslaufs geworden. Sie nehmen äußere Erwartungen wichtiger als innere Wünsche. Jede Entscheidung wird durch die Schablone einer Norm gepresst, die eigenen Sehnsüchte bleiben auf der Strecke." Seiner Ansicht nach tragen die zweifelhaften Anforderungen der Wirtschaft dazu bei, dass immer mehr Menschen sich zu "Objekten" machten und ihr Leben gänzlich auf den Arbeitsmarkt ausrichten. "Kein Wunder, dass sich das moderne Berufsleben wie ein falscher Film anfühlt. ... Es ist ein Witz: Menschen geben ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse auf, um es potenziellen Arbeitgebern recht zu machen und ihren Lebenslauf zu perfektionieren. Aber dieser Versuch scheitert kläglich. Erstens sind die Anforderungen so unterschiedlich, dass man es nie allen recht machen kann. Und zweitens verliert jeder, der seinen Lebenslauf wichtiger als sein Leben nimmt, sein größtes Kapital: die intrinsische Motivation. Diese innere Freude an einer Arbeit kann nur entstehen, wenn man sie mit ganzem Herzen betreibt", so Wehrle. Also: Was wollen Sie wirklich?
Pfeif' auf deinen Lebenslauf! WiWo 4.11.15

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