Aus Amerikas Fehlern lernen? 
Montag, 14. November 2016 - sonstiges
"Die Welt" hat in den letzten Monaten auf ihrer Wirtschaftsseite immer wieder Vergleiche mit den USA bemüht um zu zeigen, dass viele Ängste der deutschen Bevölkerung im Hinblick auf wirtschaftlichen Abstieg und wachsende Ungleichheit gemessen an den hiesigen Bedingungen unnötig seien. Sicher stimmt es, dass in Amerika die soziale Ungleichheit bereits deutlich größer ist als hierzulande, und auch, dass der soziale Abstieg, wenn er denn einmal begonnen hat, bei uns zumindest dank des Sozialsystems noch ein wenig abgefedert ist. Vergleiche dieser Art blenden allerdings aus, dass auch die deutsche Politik schon seit vielen Jahren einem als alternativlos propagierten Primat der Wirtschaft zu folgen scheint. Mit dem Wahlsieg Donald Trumps schleicht sich nun ein etwas anderer Ton in die Diskussion. So plädierte nach der Präsidentenwahl der Ökonom Thomas Straubhaar dafür, Europa möge sich nun seiner eigenen Qualitäten wieder mehr besinnen. Er spricht vom "Ansporn, ein eigenes europäisches Gesellschaftsmodell offensiver und selbstbewusster voranzubringen" und rät: "Wer die zunehmende gegenseitige Sprach- und Verständnislosigkeit zwischen den Gewinnern und Verlieren der Moderne, von Globalisierung und Digitalisierung verhindern und dort, wo sie bereits besteht, überwinden will, muss lieber früher als später über Teilhabe und Chancengleichheit, Gerechtigkeit und Verteilung reden. ... Er muss in Sozialkapital investieren und damit gesellschaftliche und ökonomische Spaltungen gar nicht erst entstehen lassen. Deshalb gehört nun – auch für Elite und Establishment und gerade für Bürgerliche und Liberale – die Zukunft des Sozialstaates ganz oben auf die wirtschaftspolitische Agenda. Bevor es in Europa zu amerikanischen Zuständen kommt." Da kann man nur sagen - genau das wird höchste Zeit.
Das ist das Ende des Amrican Way of Life, Die Welt 10.11.16

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Petition gegen zu viel Verpackung 
Freitag, 30. September 2016 - sonstiges
Wer heute seine Einkäufe ökobewusst gestalten möchte, steht selbst bei Anbietern, die explizit auf Umweltverträglichkeit Wert legen, häufig vor einem Verpackungsproblem, denn selbst Bioware und nachhaltig Produziertes wird gerne in konventionellen Verpackungen angeboten. Katharina Lehmann aus Berlin möchte, dass dm hier mehr Umsicht walten lässt. In nur zwei Wochen sammelte sie mit einer Petition 50.000 Unterschriften, die zum Ziel haben, den Drogeriemarkt zum Überdenken seiner Verpackungspolitik zu bewegen. Ihr nächster Schritt: Ein Gespräch mit dm-Geschäftsfhrer Erich Harsch.
50.000 Unterschriften gegen zu viel Verpackung bei dm, Good impact 23.9.16

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Abkehr von der "marktradikalen Ideologie" 
Mittwoch, 21. September 2016 - sonstiges
"Ein Prozent ist genug", sagt der Club of Rome in seinem jüngsten Bericht und fordert einmal mehr eine Begrenzung von Wirtschaftswachstum, gepaart mit niedrigerem Konsum und Anreizen zur langfristigen Senkung des Bevölkerungswachstums. Der Club schlägt beispielsweise eine schrittweise Anhebung der Erbschaftsteuer auf bis zu 100 Prozent vor sowie eine Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre. Höhere Steuern auf ungesunde Produkte und fossile Brennstoffe stehen ebenfalls auf der Agenda. Darüber hinaus möchte der Club of Rome auch das Verständnis von Arbeit verändern - nicht nur typische Jobs sollten darunter fallen, sondern beispielsweise auch soziale Tätigkeiten wie die Pflege von Angehörigen. Das Bevölkerungswachstum, das den Planeten vor immer neue Herausforderungen stellt, könnte gesenkt werden, indem es Anreize für Familien gebe, die nur ein Kind haben.
Mehr Kinder? "Falsch und dumm", FAZ 13.9.16

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Sommerzeit - Ferienzeit 
Montag, 15. August 2016 - sonstiges
think.work.different macht Ferien. Ab 29.8. sind wir wieder mit frischen News für Sie da.

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Sommerzeit - Urlaubszeit 
Montag, 11. Juli 2016 - sonstiges
think.work.different macht Ferien! Ab 18. Juli sind wir wieder mit frischen News für Sie da!

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Linke fordert "Revolution der Gerechtigkeit" 
Donnerstag, 2. Juni 2016 - sonstiges
Die Ungleichheit wird in Europa immer größer. Während in Frankreich sich die Proteste gegen die geplante Arbeitsmarktreform Ende Mai zugespitzt haben, herrscht in Deutschland Ruhe. In einem Beitrag für den "Freitag" ruft die Linken-Chefin Katja Kipping nun zu einer "Revolution der Gerechtigkeit" auf. "Heute stehen daher alle fortschrittlichen Bereiche der Gesellschaft in der Verantwortung, einer neuen Solidarität zum Durchbruch zu verhelfen. Es gilt, gemeinschaftlich das 'jeder gegen jeden' zu bekämpfen. Am besten mit der gemeinsamen Vorstellung von einer Zukunft, an die man wieder glauben kann und einer Idee, für die es sich zu streiten lohnt", so Kipping. Ihre politische Forderung: "eine massive Umverteilung, einen New Deal". Alternativen zum "Krisenkapitalismus" zu schaffen, sei nicht radikal, sondern vernünftig. Wie die Revolution aussehen könnte, hat Kipping bereits im Blick: "Wir sollten auch über unkonventionelle Maßnahmen nachdenken. Warum die Praxis des gewaltfreien zivilen Ungehorsams nur bei Blockaden von Naziaufmärschen nutzen und nicht auch beim Gang auf die Sozialbehörden, beim Kampf gegen den Mietwucher oder für mehr Kindergartenplätze?" Franzosen braucht man so etwas nicht zu erklären. Einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zufolge empfinden in Deutschland 82 Prozent der Bevölkerung die wachsende Ungleichheit als Problem. Schaut man auf die deutschen Straßen, scheint hierzulande das Protestpotential allerdings noch sehr ausbaufähig ...
Mehr Widerstand wagen, Der Freitag 27.5.16

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Europa sucht seine Seele - neue Ausgabe von evolve 
Donnerstag, 28. April 2016 - sonstiges
Seit letzter Woche ist die neue Ausgabe von evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur im Handel. Dieses Mal haben wir uns des komplexen und spannenden Themas Europa angenommen, um einmal in der Tiefe auszuloten, welche Hoffnungen und Visionen jenseits der klassisch politisch-bürokratischen Perspektive hier gegenwärtig erwachsen. Europa ruft in vielen Menschen zur Zeit vor allem Ratlosigkeit hervor. Flüchtlingsströme, Finanzprobleme, Rechtspopulismus – die tiefere Dimension der europäischen Einigung scheint für uns gegenwärtig nur schwer wahrnehmbar zu sein. Vielleicht auch, weil Europa vor allem als säkulares, politisches Projekt verstanden wird. Die Seelendimension, das, was uns alle über kulturelle und religiöse Vielfalt hinaus eint, gerät dabei leicht aus dem Blick. Welche Relevanz hat hier eine progressive Spiritualität, die die Werte der Aufklärung, wie die Würde und Freiheit des Einzelnen, anerkennt und gleichzeitig für die unmittelbare Erfahrung einer heiligen Tiefe des Lebens offen ist? Der Wissenschaftstheoretiker und Bewusstseinsforscher Harald Walach etwa plädiert in einem Interview dafür, dass wissenschaftlicher Rationalismus keine ausschließliche Erkenntnisdimension ist und wir dem subtileren Verstehen und Erfassen mehr Aufmerksamkeit schenken sollten. Die Philosophin Kristina Stöckl zeigt prägnant, was eine solche postsäkulare Perspektive ausmacht. Verschiedene Beiträge werfen außerdem einen Blick auf vielversprechende europäische Projekte, in denen sich dieser neue Geist bereits manifestiert. In einer Sendung von Radio evolve stellen Dr. Thomas Steininger und ich die Themen der Ausgabe vor - die Sendung lässt sich online anhören und herunterladen.

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
think.work.different macht Osterferien 
Dienstag, 29. März 2016 - sonstiges
Liebe LeserInnen, das Blog macht Osterferien. Wir sind ab 4. April wieder mit frischen News für Sie da und wünschen Ihnen schöne Frühlingstage.

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink

Zurück Weiter