Meditative Ekstase erreicht den Dancefloor 
Donnerstag, 29. November 2018 - Bewusstsein, Lebensart
Der Achtsamkeits-Trend scheint selbst vor der Freizeitindustrie nicht halt zu machen. In einem Interview mit der Welt erklärt der DJ Thomas Koch, der in der Szene vielen als Gründer des Magazins "Groove" bekannt ist, was es mit der neuen Welle des "Ecstatic Dance" auf sich hat. "Vor 20 Jahren habe ich meine erste Ayurveda-Kur gemacht, inklusive Einführung in die Transzendentale Meditation, das war meine erste Begegnung mit der Welt spiritueller Praktiken. In den letzten Jahren habe ich viel Zeit im Sacred Valley in Peru verbracht und dort meine spirituelle Familie gefunden. Dort habe ich vor zwei Jahren erstmals bei einem Ecstatic Dance getanzt", erzählt Koch. Tanz meets Yoga und Meditation, alkohol- und rauchfrei und richtig gechillt. "Beim Ecstatic Dance geht es darum, die ungeschminkte Ausdrucksform des Körpers zu den jeweiligen Rhythmen, Tempi und Atmosphären zu finden, die während so einer Reise gespielt werden. Die Begegnung mit den eigenen Energien und denen der anderen ist viel bewusster", erklärt Koch. Man darf gespannt sein, wohin das noch führt ...
"Da entsteht gerade etwas ganz Neues", welt.de 16.11.18

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Intuition und Inspiration führen zum Erfolg 
Dienstag, 27. November 2018 - Bewusstsein, Arbeit, Management
Wie gelingt erfolgreiche Führung? Eine Frage, die Unternehmen ständig bewegt, aber nie eine letztendliche Antwort findet. Denn immer ist wieder jemand besser ... Im Interview mit dem Harvard Business Manager erklärt der Leadership-Forscher Sydney Finkelstein, wie Intuition und Inspiration Führungskräfte und ihre Mitarbeiter voran bringen. "Sie müssen Ihre Leute inspirieren. Die Mitarbeiter müssen glauben, dass sie in der Lage sind, Großes zu erreichen. Und Sie müssen ihnen einen Grund liefern, warum sie das tun sollten. Sie müssen eine Vision vorgeben, die so attraktiv ist, dass Ihre Mitarbeiter das Gefühl haben, unbedingt daran teilhaben zu wollen", so Finkelstein. Hier gehe es um große Visionen, die eine tiefere Motivation freisetzen. In der Intuition wiederum sieht Finkelstein das Momentum, das einen Unterschied zum Mainstream ausmache. Best practices seien zwar hilfreich, aber letztlich immer die Möglichkeit von gestern - während jene, die sie ausgetüftelt haben, schon auf dem Weg ins Morgen sind. Auch algorithmische Entscheidungsverfahren könnten allenfalls eine Unterstützung sein. Die Prise Bauchgefühl, der subtile Eindruck, dass etwas richtig ist, auch wenn man es nicht begründen kann, sei ein Weg, sich von anderen abzuheben.
"Stolz auf die Arbeit", HBM 11.2018

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Sich auspowern für einen frühen Feierabend? 
Freitag, 23. November 2018 - Bewusstsein, Studien, Arbeit, Management
Pausen dienen der Regeneration und beugen Erschöpfung vor. Im Arbeitsalltag gerät dies jedoch leicht aus dem Blick. Eine Anfrage der Fraktion der Linken im Bundestag an das Bundesarbeitsministerium zeigt: Jeder vierte Arbeitnehmer in Deutschland macht während des Arbeitstages keine Pausen. Jeweils 63 Prozent davon gaben an, zu viel Arbeit zu haben oder keine Gelegenheit für Pausen zu finden. Ein Viertel äußerte, kein Interesse an einer Pause zu haben. 14 Prozent verkniffen sich die Pause, um früher Feierabend machen zu können.
Jeder vierte Beschäftigte arbeitet ohne Pause durch, FAZ 13.11.18

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Erhöht Arbeitsverdichtung die Produktivität? 
Mittwoch, 21. November 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Arbeit, Management
Eine Kapitalgesellschaft aus Neuseeland sorgte kürzlich für Furore. In einem Test fand der Eigentümer heraus, dass seine Mitarbeiter an vier Arbeitstagen genauso produktiv waren wie sonst, wenn sie fünf Tage arbeiteten. Er hatte vorübergehend die Arbeitszeit reduziert und am fünften Tag bekamen die Angestellten frei. Nun überlegt er, diese Lösung zu einem dauerhaften Modell werden zu lassen. In der Wirtschaftswoche diskutieren nun Experten darüber, was von solchen Experimenten zu halten ist. Einigkeit herrscht darüber, dass anscheinend immer mehr Menschen gerne mehr freie Zeit für sich selbst hätten - und es durchaus lohnend finden, sich dafür an ihren Arbeitstagen mehr ins Zeug zu legen. Kritisch hinterfragt wird allerdings auch, wie tragfähig eine solche Verdichtung von Arbeitszeit langfristig sein kann. Sicher, man kann Meetings, die unnötig in die Länge gezogen werden, zeitlich beschränken. Man kann aufhören, am Smartphone rumzudaddeln und stattdessen arbeiten. Gerne wird aber auch übersehen, dass viele vermeintliche Produktivitätsräuber auch so etwas wie eine "Pausenfunktion" haben. Die Gehirnforschung zeigt, dass der Mensch nicht stundenlang hochkonzentriert arbeiten kann. Die Aussicht, einen freien Tag pro Woche "geschenkt" zu bekommen, kann natürlich zunächst eine enorme Motivation freisetzen. Die Frage ist, wie lange sich diese aufrechterhalten lässt. Und die Frage ist auch, ob solche Szenarien überhaupt wünschenswert sind. Immerhin denken sie den Menschen mehr oder weniger als Maschine. Vergessen wird dabei gerne, dass Maschinen regelmäßige Wartung brauchen. Laufen sie länger, verkürzen sich die Wartungszyklen. Bei der menschlichen Regeneration dürfte das ähnlich sein, womöglich sogar komplexer. Stressexperten zum Beispiel raten dazu, über den Tag verteilt immer wieder Pausen zu machen, da es wesentlich länger dauere, sich wieder zu erholen, wenn man erst einmal völlig ausgepowert ist. Solche Aspekte werden bei der neuen Diskussion um "Arbeitszeitverkürzung" bisher noch kaum differenziert betrachtet.
So klappt die Vier-Tage-Woche bei vollem Gehalt, WiWo 11.11.18

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
"Mindfulness reloaded" bei der Karmakonsum Onlinekonferenz 
Dienstag, 20. November 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Arbeit, Management
Christoph Harrach, ein guter Bekannter von mir, organisiert seit vielen Jahren die Karmakonsum-Konferenz und hat damit über die Jahre ein enormes und inspirierendes Nachhaltigkeits-Netzwerk aufgebaut. Dieses Jahr habe ich die Ehre, bei der Karmakonsum Onlinekonferenz, die dieses Mal unter dem Motto "Innere Pfade der Nachhaltigkeit" steht, dabeizusein. Ich spreche mit Christoph über das Thema "Mindfulness reloaded: Wie Du von der Selbstverbesserung zur Ko-Kreation in Unternehmen gelangst". Die kostenlose Live-Ausstrahlung findet heute um 17 Uhr statt. Außerdem besteht die Möglichkeit, ein Download-Paket aller Konferenzbeiträge zu erwerben.
Zur Karmakonsum Onlinekonferenz

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Nicht wirklich gerecht 
Freitag, 16. November 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Studien
Wie gerecht geht es in Deutschland zu? Eine Repräsentativbefragung zeigt: Nur 15 Prozent der Deutschen finden, dass es im Land in den letzten zehn Jahren gerechter geworden ist, 39 Prozent hingegen glauben, die Lage habe sich hin zu mehr Ungerechtigkeit verschoben. In den Augen von 42 Prozent hat sich nichts verändert. 59 Prozent empfinden den Zugang zu Bildung als gerecht, 56 Prozent die Gerichtsbarkeit. Generationengerechtigkeit sehen hingegen nur noch 34 Prozent als gegeben - genau so wenige sagen dies im Hinblick auf die Entlohnung hierzulande. Sogar 51 Prozent bemängeln eine Geschlechterungerechtigkeit.
So gerecht finden die Deutschen ihr Land, welt.de 8.11.18

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Pendeln schlägt auf die Psyche 
Donnerstag, 15. November 2018 - Bewusstsein, Psychologie, Studien, Arbeit
Macht berufliches Pendeln krank? Dieser Frage ging die Technikerkrankenkasse mit einer Untersuchung nach. Dabei zeigt sich: Auf den ersten Blick scheint die lange Anfahrt zum Job keine Auswirkungen zu haben - Pendler waren sogar etwas seltener krank als Arbeitnehmer mit kurzer Arbeitsanfahrt. Ein Blick auf die Daten in der Tiefe zeigt allerdings: Pendler sind elf Prozent häufiger von psychisch bedingten Krankschreibungen betroffen. Eine andere Studie der Technikerkrankenkasse zeigt, dass rund ein Drittel der Bevölkerung sich vom Straßenverkehr gestresst fühlt.
Pendler sind nicht öfter krank - aber genervt, FAZ 6.11.18

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Der Faktor Mensch bei der Auswertung von Daten 
Mittwoch, 14. November 2018 - Bewusstsein, Studien, Wissenschaft
Statistik ist für viele Menschen ein Inbegriff der Objektivierung. Wo uns Daten über Sachverhalte zur Verfügung stehen, müssen wir nicht mehr mutmaßen. Aber ist das wirklich so? Eine britische Studie zeigt nun, welchen Einfluss der Faktor Mensch auf die Auswertung von Daten hat. 29 interdisziplinäre Teams sollten anhand der gleichen Datensätze analysieren, ob dunkelhäutige Fußballspieler häufiger die rote Karte gezeigt bekommen als hellhäutige. Vor der Datenanalyse wurden die Mitglieder der Forscherteams mit einer Umfrage auf mögliche Voreingenommenheiten getestet. Bei den folgenden Analysen kamen zwei Drittel der Teams zu dem Schluss, dass ein Zusammenhang zwischen Hautfarbe und der Häufigkeit der roten Karte bestehe, ein Drittel fand hingegen keine Zusammenhänge. Die signifikanten Unterschiede in den Ergebnissen der Forscher sind laut Studie darauf zurückzuführen, dass jeweils unterschiedliche Methoden für die Datenanalyse verwendet wurden. In einer Zeit, in der immer mehr Bereiche unseres Alltags durch statistische und algorithmische Prozesse beeinflusst werden, wirken solche Erkenntnisse mehr als beunruhigend.
Gleiche Daten, anderes Ergebnis, spektrum.de 5.11.18

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink

Zurück Weiter