Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr 
Freitag, 14. Dezember 2007 - sonstiges
Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende und ich hoffe, Sie haben auf think.work.different wieder viele Anregungen und Inspirationen gefunden, die Ihren Blick auf die Arbeits- und Wirtschaftswelt erweitert haben. Das Blog besteht nun seit gut eineinhalb Jahren und erfreut sich wachsender Beliebtheit. So haben 2007 bis zu 10.000 Leserinnen und Leser pro Monat den Weg auf diese Seite gefunden und insgesamt mehr als 322.000 Seiten aufgerufen. Ich möchte mich bei allen herzlich für dieses Interesse bedanken und wünsche Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr. Ab 7. Januar 2008 ist think.work.different dann wieder mit werktäglich neuen Nachrichten zum Thema authentisches Business für Sie da.
Bis dahin eine gute Zeit!
Nadja Rosmann

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Mitarbeiter mögen Corporate Volunteering 
Donnerstag, 13. Dezember 2007 - Arbeit
Eine Untersuchung des Beratungsunternehmens Brands & Values zeigt: 40 Prozent der Jobsuchenden können sich vorstellen, einen weniger gut bezahlten Job anzunehmen, wenn ihnen der Arbeitgeber dafür die Möglichkeit bietet, an Freiwilligenprojekten teilzunehmen. Corporate Volunteering, die Teilnahme von Firmenmitarbeitern auf Kosten des Unternehmens an sozialen Projekten, bekommt im Rahmen einer praktizierten unternehmerischen Verantwortung immer mehr Gewicht in deutschen Unternehmen. Der Vorteil solcher Programme: Die beteiligten Unternehmen können direkt zeigen, dass sie soziale Verantwortung übernehmen und die Mitarbeiter entwickeln sich auch persönlich weiter, wenn sie in Projekten über den Tellerrand ihrer eigentlichen Jobs hinaus schauen. So schickt ein Hersteller von Produkten zur Wundversorgung seine Führungskräfte schon einmal eine Woche in soziale Einrichtungen, wo sie nicht nur sehen, in welchem Umfeld ihre Produkte verwendet werden, sondern auch die Grenzen der eigenen Persönlichkeit erkennen und bestenfalls ein wenig nach vorne verschieben. Einsätze wie dieser werden von vielen Mitarbeitern als sehr sinnstiftend erlebt und erhöhen damit die Motivation. Gleichzeitig steigern sie aber auch die Attraktivität der Arbeitgeber und deren Reputation.
"Bezahlter Urlaub in der Bahnhofsmission", FTD 7.12.2007

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Neuro-Marketing: Das Gehirn ist eigenwillig 
Mittwoch, 12. Dezember 2007 - Wissenschaft
Die Neurowissenschaften stehen gegenwärtig bei Marketing-Fachleuten hoch im Kurs, verspricht der Blick auf die Funktionsweise des Gehirns doch, Kunden noch besser "verstehen" und damit noch gezielter ansprechen, um nicht zu sagen manipulieren zu können. "Der Schlüssel für den Markenerfolg ist das Image, also das Vorstellungsbild des Verbrauchers", so Prof. Dr. Christoph Burmann und Klaus W. Bielefeld in einem Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der Tatsache, dass Marken in den Köpfen der Verbraucher nur als "subjektive Vorstellungen" existieren, versucht die Branche mit immer ausgefeilteren wissenschaftlichen Methoden zu begegnen. Wenn man durch aufwändige Scan-Verfahren zeigen kann, welche Gehirnregionen bei der Betrachtung bestimmter Marken aktiviert werden, lasse sich die Wirkungsweise von Marken noch genauer ausrichten - meinen die Experten. Dass dies nicht mit dem Drehen an den richtigen Knöpfen quasi automatisch funktioniert, zeigen die beiden Autoren in ihrem Beitrag sehr deutlich, denn das Gehirn bleibt nach wie vor komplex und neue Impulse, die die Markenführung in eine neue Richtung lenken sollen, müssen sehr verständig gesetzt werden. Setzen sie nicht an bereits bekannten Denkstrukturen an, besteht nämlich nur allzu leicht die Gefahr, dass die gesetzten Impulse schlicht verpuffen. "Jeder neue Reiz trifft auf fest verschaltete neuronale Netze; erweist er sich als nicht komlementär oder nicht wichtig, so läuft er als Fehlassoziation ins Leere", geben die Autoren zu bedenken. Neuro-Manipulation im Marketing bedarf also mehr als des Blicks auf ein paar farbig gekennzeichnete Hirnregionen. Die Kunst bleibt es nach wie vor, Zusammenhänge im menschlichen Denken zu erkennen und auf diese zu reagieren - eine Fähigkeit, die ganz ohne Scanner auskommt.
"Markenführung ist Kopfarbeit", FAZ 3.12.2007

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Studenten haben starkes Interesse an CSR-Engagement 
Dienstag, 11. Dezember 2007 - Studien
Studenten zeigen ein wachendes Interesse an sozialer Verantwortlichkeit und messen deshalb dem CSR-Engagement ihrer künftigen Arbeitgeber eine große Bedeutung bei. So belegt der Universum Graduate Survey 2007 eine deutliche Steigerung bei der Bewertung der CSR-Aktivitäten im Hinblick auf die Arbeitsplatzwahl innerhalb eines Jahres. Während bei der Umfrage 2006 noch 29 Prozent der männlichen und 37 Prozent der weiblichen Hochschulabgänger angaben, dass es ihnen wichtig sei, in einem Unternehmen zu arbeiten, welches CSR groß schreibt, legen 2007 bereits 35 Prozent der Männer und 45 Prozent der Frauen Wert auf das verantwortliche unternehmerische Handeln ihres künftigen Arbeitgebers.
"Karriere mit Herz", FTD 2.12.2007

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Erfolgsrezept: Ideen nicht verhungern lassen 
Montag, 10. Dezember 2007 - Success Stories
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung stellte kürzlich die IC Berlin GmbH vor, einen Brillenhersteller, der sich durch besondere Kreativität am Markt behauptet. Unternehmensgründer Ralph Anderl, selbst studierter Kulturpädagoge, führt das geringe Innovationspotenzial vieler Unternehmen auf die wachsende gesellschaftliche Komplexität und übermäßige Optionen zur Lebensgestaltung zurück: "In hochzivilisierten Gesellschaften haben wir so viele Wahlmöglichkeiten, dass wir kapitulieren. Ideen verhungern." Das Erfolgsrezept der Berliner Brillenschmiede, die mit einem Umsatz von zehn Millionen Euro und einem jährlichen Wachstum zwischen zehn und 20 Prozent bereits gut am Markt etabliert ist: Das Unternehmen versteht sich als Ideenschmiede, produziert in Deutschland und pflegt eine Unternehmenskultur, die sich nicht auf große Investments verlässt, sondern auf Kreativität und Ideenreichtum setzt. Anderl versucht, die Firma in einem "prickelnden Zustand" zu halten, der die "Jugendlichkeit" des Unternehmens erhält, ohne dabei naiv zu bleiben.
"Wir hatten keine Ahnung", FAZ 3.12.2007

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CSR wird zum Job in der Führungsetage 
Freitag, 7. Dezember 2007 - Management
Der Corporate Social Responsibility-Trend hinterlässt erste deutliche Spuren in den Führungsetagen amerikanischer Unternehmen. Unter dem Label "Corporate Responsibility Officer" ziehen immer mehr CSR-Professionals ins Management ein. Laut Zukunftsletter gab es Mitte letzten Jahres in US-Firmen lediglich zwölf formale CSR-Positionen, während heute bereits mehr als 200 so genannte CROs in verantwortungsvoller Mission unterwegs seien. Passend zum neuen Berufsstand informiert das neue Magazin "Corporate Responsibility Officer" über alles, was Unternehmen wissen müssen, um ihrer sozialen Verantwortung gerecht zu werden.
Magazin Corporate Resonsibility Officer

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Von der Lebenskunst und wie sie sich erreichen lässt 
Donnerstag, 6. Dezember 2007 - Arbeit
Der Managementdozent Stefan F. Gross erläutert in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung, wie der Alltag zur Lebenskunst werden kann. "Praktische Lebenskunst ist die Fähigkeit, sein Leben auf kluge und gekonnte Weise zu gestalten, sich seine Lebensfreude und Tatkraft auf Dauer zu erhalten und dabei die Gegenwart zu nutzen und zu genießen", so Gross. Leicht gesagt, aber wie getan? Gross rät dazu, sich nicht zu sehr auf die negativen Aspekte des Lebens zu konzentrieren, sondern Fehlschläge mit Humor zu nehmen. Wer sich selbst nicht zu ernst nehme, entwickele mehr Gelassenheit und Souveränität. Auch der Abschied vom Perfektionismus kann ein wichtiger Schritt sein, der nicht zu letzt mit Blick auf den Job der Work-Life-Balance zuträglich ist: "Zwischen Professionalität und Perfektionismus besteht ein Unterschied. Der Profi achtet immer auf ein angemessenes Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag. Der Perfektionist orientiert sich dagegen nicht an einem Ziel, sondern an einem Ideal. Kaum ist er mit etwas fertig, schon packt ihn schon die Zwangsvorstellung, dass er doch noch etwas verändern oder verbessern sollte. Und sofort geht alles wieder von vorne los. Perfektionismus ist also keine Tugend, sondern ein Hemmfaktor."
"Ein Wunschwettlauf ist aussichtslos", SZ 27.11.2007


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Mit Ideenmanagement Millionen sparen 
Mittwoch, 5. Dezember 2007 - Studien
Eine Studie des Bonner Marktforschungsunternehmen EuPD Research zeigt, welch enormer Produktivfaktor sich hinter einem wohlorganisierten verbergen kann. Die Beratung untersuchte die Qualität des Ideenmanagements der 505 umsatzstärksten Arbeitgeber in Deutschlands und kam zu dem Schluss, dass der Return on Investment der Ideenmanagement-Abteilungen im Durchschnitt bei 1 zu 9,6 liegt, d.h. für jeden Euro, den Firmen hier investieren, sparen sie künftig fast das Zehnfache. Die Post beispielsweise führte 1999 ihr System der Verbesserungsvorschläge ein - schon im ersten Jahr gingen 17.800 Ideen der Mitarbeiter für Optimierungen ein. Im vergangenen Jahr war diese Zahl auf 210.000 gestiegen. Ein Motivationsfaktor: die Post beteiligt die Ideengeber am Einsparungsgewinn, und zwar mit zehn Prozent der im ersten Jahr der Umsetzung eingesparten Summe abzüglich der auf diesen Zeitraum entfallenden Investitionskosten. Wer also zu Einsparungen von 100.000 Euro pro Jahr beiträgt, profitiert davon mit 10.000 Euro. Auf diesem Weg hat die Post im letzten Jahr 271 Millionen Euro eingespart.
"Ich sehe was, was du nicht siehst", WiWo 29.11.2007

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