Frohe Weihnachten 
Montag, 15. Dezember 2008 - sonstiges
Das Blog think.work.different macht Urlaub und ist ab 5. Januar 2009 wieder mit frischen News für Sie da. Bis dahin wünsche ich Ihnen schöne Weihnachtstage und einen guten Start ins neue Jahr. Herzliche Grüße, Nadja Rosmann

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Alternativbanken fordern Entschlackung des Finanzsystems 
Freitag, 12. Dezember 2008 - Management
Die internationale Association for Investors in Social Economy (INAISE), zu der sich die sozial-ökonomisch orientierten Banken Banca Etica (Italien), Cultura Bank (Norwegen), Ecological Building (Großbritannien), Ekobanken (Schweden), Freie Gemeinschaftsbank (Schweiz), GLS Bank (Deutschland) und Merkur Bank (Dänemark) zusammengeschlossen haben, haben ein 8-Punkte-Programm erarbeitet, mit dem der gegenwärtigen Finanzkrise begegnet und künftige Systemkrisen verhindert werden sollen. Die Banken fordern darin eine klare Ausrichtung aller Finanzdienstleister auf die Bedürfnisse der Realwirtschaft und eine deutliche Reduktion von Finanzinstrumenten, die dieser nicht dienen. Darüber hinaus fordern die Institute verschiedene ordnungspolitische Maßnahmen, darunter das Einbeziehen von Vermögenswerten in Inflationsrisiken, den Abbau regulatorischer Unterschiede zwischen den verschiedenen Staaten, die gegenwärtig noch für Finanzinstrumente genutzt werden, Regelungen für Rating-Agenturen, die Interessenkonflikte beseitigen, und eine einfache Produktgestaltung. Aufgrund der Finanzkrise erfreuen sich die Alternativbanken gegenwärtig großen Zuspruchs. Die in der INAISE zusammengeschlossenen Institute betreuen rund 150.000 Kunden und haben ein gemeinsames Bilanzvolumen von mehr als acht Milliarden Euro. Sie beabsichtigen, ihrem 8-Punkte-Programm öffentlich Nachdruck zu verleihen und gemeinsam mit dem von Jakob von Uexküll ins Leben gerufenen World Future Council den politischen Entscheidungsträgern aktiv globale Rahmenbedingungen für die neue Finanzwirtschaft im Sinne von "Best Policies" näher zu bringen.
Pressemitteilung GLS Bank


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Huhn oder Ei? Outperformer sind Vorreiter in Sachen CSR 
Donnerstag, 11. Dezember 2008 - Success Stories
Die Frage, ob umfassende CSR-Aktivitäten das Unternehmenswachstum stimulieren oder ob umgekehrt Firmen, deren Performance überdurchschnittlich ist, sich ein besonderes CSR-Engagement eher leisten können, ist nach wie vor schwer zu beantworten. Eine CSR-Studie des britischen Economist unter 1.250 Führungskräften, darunter 300 CEOs, zeigt jedoch: die Outperformer weisen meist auch überdurchschnittliche CSR-Aktivitäten auf. Die Outperformer der Studie verzeichneten in den letzten drei Jahren einen Zuwachs ihres Aktienwertes in Höhe von 50 Prozent, während die Lowperformer hier Verluste von mehr als zehn Prozent hinnehmen mussten. Umweltziele und Menschenrechte in der Produktions- und Lieferkette zu berücksichtigen, war dabei für 40 Prozent der Outperformer wichtig, dagegen nur für 18 Prozent der Lowperformer. Eine ähnliche Tendenz zeigte sich bei der Reduzierung der Treibhausgase, die 38 Prozent der Outperformer auf ihrer Agenda haben, aber nur 24 Prozent der Lowperformer. Für fast die Hälfte der Outperformer (49 Prozent) ist es wichtig, Produkte auf den Markt zu bringen, die soziale und Umweltprobleme adressieren, dagegen nur für 35 Prozent der Lowperformer.
"Doing good: Business and the sustainability challenge", Economist Februar 2008


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Im Business dominieren leistungsbezogene Analytiker 
Mittwoch, 10. Dezember 2008 - Management
Eine Fallstudie des Beratungsunternehmens SizeSuccess macht deutlich: Über alle Management-Ebenen hinweg ist der Typus des leistungsbezogenen Analytikers sehr weit verbreitet. Die Beratung untersuchte in einem Zeitraum von sechs Jahren knapp 1.600 Führungskräfte eines 180.000-Mitarbeiter IT-Konzerns mit einem Jahresumsatz von 20 Milliarden Euro. Die Berater legten dabei ein Persönlichkeitsanalyse-Modell mit sechs Typen zugrunde: Analytiker, Aktiver, Einfühlsamer, Kreativer, Ruhiger, Bewahrer. Sehr weit verbreitet über alle Führungsebenen ist dabei der leistungsbezogene Analytiker, der durch Fachwissen, Expertise und Genauigkeit glänzt, aber auch zu Perfektionismus neigt. Im Top-Management sind es vor allem die Aktiven, die über die Geschicke des Unternehmens bestimmen. Sie sind besonders durchsetzungsfähig, zeigen viel Initiative und packen Probleme rasch an. Im Mittelmanagement hingegen sind die Bewahrer ein sehr verbreiteter Typus. Deutlich unterrepräsentiert waren dagegen in allen Führungsebenen die Kreativen, die Einfühlsamen und die Ruhigen. Die Berater resümieren: Nur eine gesunde Mischung aus allen Typen trägt nachhaltig zum Unternehmenserfolg bei, während eine zu geringe Präsenz der eher menschenbezogenen Typen schnell zu Einseitigkeit führe.
"Kreative und Einfühlsame sind Mangelware", ManagerSeminare Dezember 2008


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Traumberuf? Für fast die Hälfte der Deutschen Fehlanzeige 
Dienstag, 9. Dezember 2008 - Arbeit
54 Prozent aller Deutschen arbeiten in ihrem Traumberuf, so das Ergebnis des aktuellen Bildungsbarometers der Universität Koblenz-Landau. Eine positive Zahl, möchte man auf den ersten Blick meinen, doch die Kehrseite: Fast die Hälfte aller Beschäftigten arbeitet in einem Job, der ihnen nicht wirklich am Herzen liegt. 40 Prozent derjenigen, die sich mit einem Beruf zweiter Wahl arrangiert haben, nennen fehlende Voraussetzungen in Familie und Schule als Ursache. 16 Prozent glauben etwa, dass sie mit größerer Unterstützung aus der Familie mehr hätten erreichen können, 13 Prozent sehen in fehlenden schulischen Voraussetzungen den Grund dafür, nicht ihren Traumjob ergriffen zu haben. Für 12 Prozent ist es das Fehlen angemessener Förderung und für 5 Prozent die eigene soziale Herkunft, die es verhindert hätten, dass der Weg zum Traumjob eingeschlagen werden konnte. Die Forscher sehen in diesen Ergebnissen einen Beweis für fehlende Chancengerechtigkeit im Bildungssystem. Eine Frage, die in der Studie leider nicht aufgegriffen wurde, ist die, inwiefern die Befragten überhaupt bereit waren, für ihre Ziele und Ideale zu kämpfen. Denn häufig obsiegen bei der Berufswahl auch der Wunsch nach vermeintlicher Sicherheit und die Anpassung an Vorbilder, die den Konventionen folgen anstatt eigene Wege zu gehen.
"Der Traumberuf! Chance vertan?" idw-online 19.11.2008


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Dilemma: Zwischen Authentizität und Anpassung 
Montag, 8. Dezember 2008 - Management
Das Weiterbildungsmagazin ManagerSeminare geht in seiner Dezember-Ausgabe dem Thema Authentizität auf den Grund. Diplompsychologe Rainer Niermeyer warnt davor, dass das Bedürfnis nach möglichst viel persönlicher Echtheit im Business leicht zur beruflichen Einbahnstraße werde und es zudem ein Irrglaube sei, dass Authentizität im Job überhaupt gefragt sei. Niermeyer argumentiert, dass es vor allem etablierte Rollenmodelle sind, die im Business für Verlässlichkeit sorgen. Wer ausschere aus dem Raster des Erwarteten, katapultiere sich leicht in eine Außenseiterposition. "Wer versucht, mit einer 'Sei-du-selbst-Philosophie' zu reüssieren, wird scheitern. Der Hauptgrund: Soziale Systeme sind nicht auf Authentizität angelegt, sondern auf Rollen", so der Psychologe. Er rät Führungskräften, sich lieber daran zu orientieren, was das Umfeld erwarte, und sich gegebenenfalls anzupassen. Niermeyer, der früher unter anderem in der Geschäftsleitung von Kienbaum tätig war, verkennt in seiner Argumentation jedoch, dass gerade die festgefahrenen Rollen es sind, die viele Unternehmen zunehmend erstarren lassen. Denn wenn Führungskräfte immer wieder nur einmal definierten und nicht mehr hinterfragten Erwartungen folgen, werden sie so starr wie ihre Organigramme. Gerade die unverwechselbare Persönlichkeit ist es ja, die neue Impulse setzt, wenn sie im Unternehmensalltag gelebt wird.
"Irrglaube Authentizität", ManagerSeminare Dezember 2008


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Angestellte arbeiten härter als ihre Chefs 
Freitag, 5. Dezember 2008 - Studien
Deutsche Angestellte sind davon überzeugt, besser und härter zu arbeiten als ihre Chefs - so das Ergebnis einer internationalen Studie des Personaldienstleisters Kelly Services. Rund ein Drittel der Beschäftigten ist davon überzeugt, dass ihre Vorgesetzten die tägliche Arbeit ihrer Mitarbeiter nicht verstehen, geschweige denn deren Job selbst ausführen könnten (38 Prozent). Zudem halten 53 Prozent der Angestellten die Gehälter ihrer Führungskräfte für zu hoch. Für die Studie hat Kelly Services rund 115.000 Beschäftigte in 33 Ländern befragt, davon über 2.000 in Deutschland. Auch die Führungsqualitäten ihrer Vorgesetzten schätzen die meisten Befragten als unzureichend ein. So geben 44 Prozent an, von ihrem Chef nicht genügend motiviert zu werden. Auf die Frage, ob ihr Vorgesetzter schwerer arbeitet als sie selbst, antworteten nur 21 Prozent der Studienteilnehmer mit "ja". Dagegen sind 43 Prozent der Ansicht, dass sie ebenso viel leisten wie ihre Führungskraft, 16 Prozent glauben sogar mehr zu arbeiten. Im internationalen Vergleich gehören die deutschen Angestellten zu den unzufriedensten: Der Anteil der Befragten, die ihren Chef für überbezahlt halten, ist nur in der Türkei, Ungarn und der Schweiz noch höher als hierzulande. Die Überzeugung schwerer zu arbeiten als ihr Chef ist unter deutschen Beschäftigten nach den Kollegen in Finnland, Russland und Frankreich ebenfalls am stärksten verbreitet.
"Deutsche Angestellte halten ihre Chefs für überbezahlt", Glocalist 26.11.2008


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Führungskräfteentwicklung mit Schwächen 
Donnerstag, 4. Dezember 2008 - Studien
Die Entwicklung von Führungskräften weist zunehmend Schwächen auf, so das Ergebnis einer Umfrage der internationalen Personalberatung DDI. In ihrer Studie "Global Leadership Forecast" zeigt sich, dass das Vertrauen in Führungskräfte, den Erfolg eines Unternehmens sicherzustellen, in den letzten Jahren kontinuierlich gesunden ist. Waren 1999 noch 47 Prozent der Befragten von den Erfolgsqualitäten der Chefs überzeugt, ist dieses Vertrauen 2007 auf einen neuen Tiefstwert von 35 Prozent gesunken. Die wichtigsten Gründe für ein Versagen der Führungskräfte: 19 Prozent der Befragten denken, dass es den Vorgesetzten an Leadership-Qualitäten und persönlicher Führungsfähigkeit fehlt, weitere 19 Prozent sehen Schwächen bei den strategischen Fähigkeiten und einen Mangel an Visionen. Die Zufriedenheit mit den Führungskräfteentwicklungsprogrammen ist in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Waren 2003 noch 54 Prozent der Befragten mit den Angeboten in ihrem Unternehmen zufrieden, sind es 2007 nur noch 41 Prozent.
DDI Leadership Forecast 2008/09


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink

Zurück Weiter