Weihnachtszeit - Ferienzeit 
Donnerstag, 15. Dezember 2011 - sonstiges
think.work.different macht Weihnachtsferien. An dieser Stelle möchte ich allen LeserInnen des Blogs für ihre Aufmerksamkeit und ihre freundlichen Feedbacks zu meiner Arbeit danken. Ich wünsche Ihnen schöne Weihnachtstage und einen guten Start ins neue Jahr. Ab 2. Januar finden Sie hier wieder Neuigkeiten rund um Spirit im Business. Herzliche Grüße, Nadja Rosmann

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Was wir von Ratten lernen können 
Mittwoch, 14. Dezember 2011 - Wissenschaft
Mit einem Experiment haben amerikanische Forscher gezeigt, dass wir von Ratten in Sachen Mitgefühl anscheinend lernen können. Die Forscher der Universität Chicago hatten Laborratten paarweise in Käfige gesperrt, so dass sie sich aneinander gewöhnen konnten. Anschließend wurde jeweils eine der Ratten innerhalb des Käfigs in einen durchsichtigen Behälter gesperrt. Die "freie" Ratte reagierte darauf jeweils mit Unruhe und lernte nach einigen Versuchen, ihren Käfiggenossen zu befreien. Dies tat sie auch, wenn die eingesperrte Ratte nach dieser Befreiung mehrfach nicht im gemeinsamen Käfig verblieb, sondern entfernt wurde - durch dieses Szenario versuchten die Forscher, die "Belohnung" des sozialen Kontakts als Motivationsanreiz auszuschließen. Auch wenn die Ratten alternativ die Möglichkeit hatten, sich aus einem zweiten durchsichtigen Behältern mit dem gleichen Vorgehen ein Stück Schokolade zu besorgen, entschieden sie sich eher dazu, ihrem Kameraden zu helfen. Die Forscher schließen daraus, dass uneigennützige Hilft tief in der Evolution verankert sein müsse. Das wirft natürlich die Frage auf, warum Menschen in vergleichbaren Versuchen längst nicht so selbstlos agieren ...
Retten oder Naschen? n-tv 9.12.11

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Der Reizüberflutung aktiv begegnen 
Dienstag, 13. Dezember 2011 - Arbeit
In einem Interview mit dem Verhaltenstherapeuten Nico Niedermeier geht die Zeit der Frage nach, wie wir der kollektiven Erschöpfung, die sich zunehmend auf der gesellschaftlichen Ebene abzeichnet, entgegenwirken können. Ein nicht zu unterschätzendes Problem dabei ist, das diese Art der Problemlage, obwohl sie längst ein Massenphänomen darstellt, immer noch individualisiert wird. Damit werden die, die an den äußeren Umständen wie wachsender Arbeitsverdichtung und erhöhtem Leistungsdruck leiden, zunächst einmal auf sich selbst zurückgeworfen, da es - bisher zumindest - keine kulturell verankerten Bewältigungsstrategien gibt. Niedermeier rät, sich zu fragen: "Was kann ich selbst für mich tun?" "Die Welt hat sich in den vergangenen Jahrzehnten extrem verändert. Durch die Globalisierung sind in manchen Branchen der Arbeitsdruck und das Arbeitstempo stark gestiegen, Die Zukunftsaussichten sind unsicher geworden. Parallel dazu verändern sich unsere sozialen Bindungen. Wir vereinzeln immer mehr. Wir lassen die Religion hinter uns, althergebrachte Familienstrukturen oder auch Freundschaften. Und bei alldem steigen die individuellen Ansprüche. Wir haben den Eindruck, wir müssten körperlich bestens in Form sein, Sport treiben, Spaß haben, abends ins Theater gehen – und dabei noch freudig 60 Stunden in der Woche arbeiten", beschreibt der Therapeut die ungesunde Mischung aus äußeren Anforderungen und hausgemachtem Stress. Sein Gegenrezept: "Wir leben in einer Welt, die nahezu jede Form von Kontemplation vollkommen abgeschafft hat – genau die wäre aber manchmal sinnvoll, um seelischer Erschöpfung vorzubeugen. Entspannungstrainings können helfen; wichtig ist auch Bewegung, um den hohen Adrenalinspiegel zu senken, der bei vielen zum Dauerzustand geworden ist."
"Extrem viel Adrenalin", Die Zeit 6.12.11

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Mehr Achtsamkeit für das eigene Befinden 
Montag, 12. Dezember 2011 - Arbeit
Die Financial Times Deutschland zeigt in einem interessanten Beitrag, wie Arbeitnehmer ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber dem inzwischen nur allzu typischen Stress im Arbeitsalltag verbessern können. Resilienzexpertin Helga Wenger mahnt, dass viele Menschen es kaum noch schaffen, sich selbst und ihrem befinden die notwendige Achtsamkeit entgegenzubringen: "Es hilft, innezuhalten. Viele spüren gar nicht mehr, wie es ihnen geht. Sie übersehen so viele Symptome des Körpers, die ein Hinweis auf zu viel Arbeit oder Stress sein können." Wenger weiß, dass Widerstandskraft sich nicht von allein entwickelt, sondern Resultat gezielter Bemühungen ist. "Wer seine Widerstandskraft trainieren will, muss Bequemlichkeitsgrenzen überschreiten", so die Expertin - und dies am besten ganz gezielt tagtäglich aufs Neue. Nur mit klaren Verhaltensänderungen könne man das Hamsterrad verlassen und erkennen, was einem selbst gut tue.
Mehr Widerstandskraft, bitte! FTD 30.11.11

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Schöne neue Arbeitswelt - die Trends 
Freitag, 9. Dezember 2011 - Arbeit
Die Süddeutsche Zeitung stellt in einem Beitrag die wichtigsten Trends vor, die unser Arbeiten in den kommenden Jahren bestimmen werden. Mobilität ist dabei ein Top-Thema. Ob mobile Arbeitsplätze, flexible Arbeitszeiten oder neue Vertragsformen - alte Ordnungsrahmen lösen sich immer mehr auf. Zwischen Home Office und Vertrauensarbeit werden immer mehr Arbeitnehmer herausgefordert, die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit selbst zu stecken - und zu behaupten. Auch die Festanstellung rückt immer mehr in den Hintergrund und macht neuen Erwerbsformen wie Projekt-, Honorar- oder Zeitarbeit Platz - nicht immer zum Vorteil der Arbeitnehmer, denn die Unsicherheit der neuen Rahmenbedingungen müssen sie häufig selbst tragen. Vor diesem Hintergrund erkennt die SZ, dass auch die Selbstvermarktung immer wichtiger wird, denn wer sich und seine Leistungen gut in Szene zu setzen weiß, profitiert natürlich auf einem Markt, auf dem Berufstätige sich immer öfter um neue Arbeitgeber kümmern müssen.
Wie wir morgen arbeiten, SZ 29.11.11

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Managern fehlt emotionale Nähe zu ihren Zielgruppen 
Donnerstag, 8. Dezember 2011 - Management
In einer Talkrunde mit dem Handelsblatt nehmen die Headhunterin Christine Stimpel, der Markenexperte Frank Dopheide und der Berater Egbert Deekeling die Imageprobleme deutscher Top-Manager ins Visier. "Sichtbarkeit von Managern wird immer wichtiger, gerade weil das Verlangen nach personifizierter Verbindlichkeit immer größer wird", so Egbert Deekeling. Das Problem vieler Leader: Wenn Sie an der Spitze eines Konzerns mit Tausenden von Mitarbeitern stehen, verlieren sie oft den Kontakt zur Basis. Markenexperte Dopheide rät den Führungskräften deshalb, beispielsweise über Videobotschaften "emotionale Nähe" zur Belegschaft herzustellen. Seiner Meinung nach wichtig: "Niemand sollte sich verbiegen. Es geht darum, das Bild zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung möglichst stimmig zu machen." Vielmehr gehe es darum, zur Identifikationsfigur zu werden und Vertrauensanker zu setzen.
"Deutschlands Manager haben ein Imageproblem", HB 28.11.11

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Verlust der Authentizität ruiniert Marke 
Mittwoch, 7. Dezember 2011 - Management
Marken, die kritische Zielgruppen ansprechen, tun gut daran, ihre Authentizität zu pflegen. Was passiert, wenn ein Underdog, der mit dem Image des Öko-Davids die Massen begeisterte, plötzlich zum Mainstream wird und die einst propagierten Ideale nicht mehr pflegt, zeigt der Untergang der Marke Bionade. Seit dem Einstieg von Oetker ist der Umsatz des Öko-Getränks um rund 70 Prozent gesunken - weil viele ehemalige Kunden dem konventionellen Anbieter nicht abnehmen, dass er es gut meint mit ihrem einstiegen Lieblingsgetränk. In der Szene ist Bionade längst so uncool wie Coca Cola (inzwischen übrigens ebenfalls mit einer Pseudo-Öko-Brause am Markt vertreten). Nicht nur die drastischen Preiserhöhungen nach dem Oetker-Einstieg haben den Kunden die Stimmung verhagelt - auch das reduzierte zivilgesellschaftliche Engagement von Bionade stößt vielen auf. Als Lifestile-Marke für den Mainstream scheint Bionade trotz großer Bekanntheit heute nicht mehr zu reüssieren.
Öko statt Oetker, taz 24.11.11

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Kein Betrug um des Erfolges Willen 
Dienstag, 6. Dezember 2011 - Studien
Sich im Job unethisch zu verhalten, um die eigene Karriere zu pushen, kommt für 86 Prozent der Arbeitnehmer weltweit nicht in Frage, so das Ergebnis einer Online-Umfrage des Karriereportals Monster.de. In Deutschland lehnen sogar 88 Prozent der Befragten es ab, zu betrügen oder gar Gesetze zu brechen, um beruflich aufzusteigen. Immerhin sechs Prozent aller Befragten wären bereit zu betrügen. Jeweils vier Prozent würden gegen Unternehmensrichtlinien verstoßen oder sich über geltende Gesetze hinweg setzen.
Deutsche verzichten auf Betrügereien im Job, FTD 17.11.11

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