Vorgesetzte werden besser, aber es ist noch viel Luft nach oben 
Freitag, 21. Dezember 2018 - Studien, Arbeit, Management
Über schlechte Führung zu klagen, gehört in vielen Branchen zum guten Ton. Das Arbeitgeberbewertungsportal Kununu misst seit Jahren die Zufriedenheit der Beschäftigten mit ihren Vorgesetzten. Der Führungskräfte-Report 2018 zeigt: Es scheint Verbesserungen in der Führungsetage zu geben. Zumindest erhöhte sich die Zufriedenheit mit dem Vorgesetztenverhalten erstmals seit Jahren und dies um acht Prozent von 3,15 auf 3,39 Punkten (wobei 1 für sehr große Unzufriedenheit steht, 5 für große Zufriedenheit). Allerdings sind die Fähigkeiten der Führungskräfte immer noch eine Schwachstelle vieler Unternehmen. Schlechtere Bewertungen gab es bei der diesjährigen Erhebung nur im Hinblick auf „Kommunikation“ ( 3,28 Punkte) und „Karrieremöglichkeiten“ (3,31 Punkte).
Wo die Unzufriedenheit mit Chefs am größten ist, FAZ 14.12.18

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Teilzeit ist super - so lange man nicht an die Rente denkt 
Donnerstag, 20. Dezember 2018 - Bewusstsein, Psychologie, Studien, Arbeit
Teilzeit ist heute für viele Frauen in der Familienphase immer noch ein bewährtes Modell. Eine Umfrage des Delta-Instituts für Sozial- und Ökologieforschung im Auftrag des Bundesfamilienministeriums mit 2.000 Frauen, die in Teilzeit beschäftigt sind, bringt zutage: 85 Prozent finden es "super", keinem Vollzeit-Job nachgehen zu müssen. 75 Prozent wollen in ihrer aktuellen Lebensphase auf gar keinen Fall in Vollzeit arbeiten. Und 60 Prozent würden diesen Status gerne bis zur Rente beizubehalten. Das sind dramatische Zahlen, denn die Befragten sind sich durchaus bewusst, was dies für ihre Zukunft bedeutet. 68 Prozent ahnen, dass sie im Alter nicht von ihrer Rente werden leben können. Und 25 Prozent beschäftigen sich, weil diese Aussicht frustrierend ist, einfach nicht mehr mit diesem Thema. Der Trend, gerne weniger arbeiten zu wollen, macht sich in jüngster Zeit ja öfter bemerkbar, auch bei jenen, die die freie Zeit nicht brauchen, um für andere zu sorgen (wenngleich bei ihnen die gefühlte Notwendigkeit wahrscheinlich deutlich höher liegt). Doch irgendwie ist es erschütternd zu sehen, wie solche gesellschaftlich akzeptierten Modelle eine ganze Bevölkerungsgruppe langfristig ins wirtschaftliche Abseits bringt - denn all diese Frauen werden entweder im Alter verarmen oder benötigen einen weiteren Verdiener an ihrer Seite. Wir scheinen dringend eine öffentliche Diskussion darüber zu brauchen, wie wir nicht nur die Arbeit, die zu tun ist (sei es Erwerbs- oder Familienarbeit), als Gesellschaft im Ganzen bewerkstelligen können, sondern auch, wie wir sie so verteilen können, dass wir alle damit auf lange Sicht gut leben können.
Frauen in Teilzeit sind laut Umfrage sehr zufrieden, zeit.de 14.12.18

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Arbeit: 25 Stunden pro Woche tun es auch 
Donnerstag, 13. Dezember 2018 - Lebensart, Arbeit, Management
Das Thema kürzere Arbeitszeiten bewegt immer mehr Unternehmen. Einerseits, weil immer mehr Angestellte sich wünschen, mehr Zeit für den Teil ihres Lebens jenseits der Arbeit zu haben. Aber auch, weil kürzere Arbeitszeiten häufig mit einer starken Motivationsverbesserung in der Belegschaft und besserer Produktivität einhergehen. Die Bielefelder Digital-Agentur Rheingans experimentiert seit einiger Zeit mit einer 25-Stunden-Woche - und die Idee scheint aufzugehen. Mehr Fokus bei der Arbeit, weniger Ablenkungen, eine klare Ausrichtung auf das, was gerade zu tun ist - so gelingt es den Mitarbeitern, das Tagesgeschäft in deutlich weniger Zeit zu bewältigen. "Wenn du ausgeruhte Mitarbeiter hast, die Bock haben zu arbeiten, die aber auch genug Zeit für sich selbst haben, dann ist das Ergebnis der Arbeit deutlich besser", so Agenturgründer Lasse Rheingans. Er legt Wert darauf, dass seine Mitarbeiter nicht zu Arbeitsmaschinen werden. Damit die soziale Dimension nicht verloren geht, steht deshalb auch wöchentlich gemeinsames Kochen auf dem Plan.
"Die 25-Stunden-Woche funktioniert!" HB 3.12.18

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Überstunden? Unerträglich! 
Dienstag, 11. Dezember 2018 - Lebensart, Studien, Arbeit, Management
Mehrarbeit hat in deutschen Unternehmen Methode. Eine Anfrage der Fraktion der Linken zeigt, dass die Zahl der Überstunden seit Jahren steigt. Laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg wurden 2015 von jedem Beschäftigten im Durchschnitt 47,3 Überstunden geleistet, 2016 waren es bereits 48 Stunden und im vergangenen Jahr sogar 53,2 Stunden. Das mag sich nach nicht viel anhören. Doch nicht alle Beschäftigten leisten überhaupt Überstunden, so dass das Maß der Mehrarbeit individuell deutlich höher liegt. Der DGB spricht gar von einem "unerträglichen Maß", dass die Überstundenzahl erreicht habe. Hinzu kommt: Nur etwa die Hälfte der geleisteten Mehrarbeit wird von den Firmen auch bezahlt, so dass sie durch die Ausweitung der Arbeitszeit 36 Milliarden Euro sparen.
Zahl der Überstunden pro Arbeitnehmer steigt stark, zeit.de 30.11.18

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Mehr Freizeit ist für viele ein Thema 
Montag, 10. Dezember 2018 - Lebensart, Studien, Arbeit, Management
Arbeitszeiten zu haben, die zum eigenen Lebensentwurf passen, gleicht für viele Angestellte der Quadratur des Kreises. Eine Erhebung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz zeigt, dass etwa die Hälfte der Arbeitnehmer gerne weniger arbeiten würde. Die Zufriedenheit mit den Arbeitszeiten variiert bei Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten. Von den ganztags Arbeitenden wünschen sich 58 Prozent kürzere Arbeitszeiten, bei den Teilzeitkräften sind es 21 Prozent. Bei letzteren ist der Wunsch nach einer Verlängerung der Arbeitszeit ausgeprägter - 31 Prozent würden hier gerne mehr arbeiten. 49 Prozent sind mit dem Arbeitsvolumen zufrieden, während es bei den Vollzeitbeschäftigten nur 36 Prozent sind. Wer regelmäßig Überstunden leisten muss, wünscht sich eher, die Arbeitszeit zu verkürzen. Schon bei zwei Überstunden pro Woche liegt der Anteil derer, die kürzer treten möchten, bei 38 Prozent, unter jenen, die mehr als zehn Überstunden pro Woche leisten, sogar bei 71 Prozent. Insgesamt zeigt sich - es gibt keinen konstanten Trend, weniger arbeiten zu wollen, sondern eher ein Bedürfnis, das Arbeitsvolumen flexibler an die eigene Lebenssituation anpassen zu können.
Die große Sehnsucht: mehr Freizeit, spiegel.de 29.11.18

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Wenn die digitalen Helfer stressen 
Freitag, 7. Dezember 2018 - Studien, Arbeit
Digitaler Stress verringert die berufliche Leistung und führt zu Work-Life-Konflikten, so die Erkenntnisse einer Studie der Universität Augsburg mit 2.640 Arbeitnehmern. Der Untersuchung zufolge leidet mehr als die Hälfte derer, die sich als digital gestresst erleben, unter Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und allgemeiner Müdigkeit. Interessanterweise ist der digitale Stresspegel vor allem bei den Jüngeren im Alter von 25 bis 34 Jahren besonders hoch, ebenso bei Frauen. Oft sind es nicht die Tools selbst, die den Stress hervorrufen, sondern ihre Unzuverlässigkeit oder ein Mangel an Wissen im Umgang damit.
Stress durch die Digitalisierung schwächst die Arbeitskraft, 22.11.18

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Neugier macht erfolgreich - aber reicht nicht aus 
Mittwoch, 5. Dezember 2018 - Studien, Arbeit, Management
Wer etwas bewegen möchte, sollte Fragen haben und nach Antworten streben, möchte man meinen. Die Realität im Business ist dabei oft ernüchternd. Eine Umfrage der Harvard Business School mit 3.000 Teilnehmern zeigte etwa, dass sich nur 24 Prozent als neugierig bei der Arbeit betrachteten. Was auch daran liegen könnte, dass 70 Prozent der Befragten das Gefühl hatten, besser nicht zu viele Fragen im Job zu stellen. Die Neugier allein scheint allerdings für berufliche Erfolge nicht hinreichend zu sein, denn ergänzende Betrachtungen zeigen: Sie entfaltet sich vor allem vor dem Hintergrund breitgefächerter Erfahrung, der Fähigkeit, mit unterschiedlichen Menschen umzugehen und durch eine Erprobung in unterschiedlichen Unternehmensszenarien.
Wer viel fragt, wird innovativ, HBM 20.11.18

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Wenn Stress zum flächendeckenden Dauerzustand wird 
Montag, 3. Dezember 2018 - Lebensart, Psychologie, Studien, Arbeit
Das Thema Stress scheint sich immer mehr in der Mitte der Gesellschaft einzunisten. Eine Repräsentativbefragung des DGB zeigt: 52 Prozent der Beschäftigten fühlen sich sehr oft oder oft bei der Arbeit gehetzt und unter Zeitdruck. Etwa ein Drittel klagt darüber, häufig mit verschiedenen, nur schwer miteinander vereinbaren Anforderungen im Beruf konfrontiert zu sein. Etwa zwei Drittel haben nach eigenen Aussagen keine Möglichkeit, das Arbeitspensum, mit dem sie konfrontiert sind, selbst zu beeinflussen. Beschäftigte mit viel Kundenkontakt stehen vor zusätzlichen Herausforderungen. 38 Prozent von ihnen sagen, sie müssten sehr oft oder oft die eigenen Gefühle bei der Arbeit verbergen. Andererseits empfinden drei Viertel dieser Beschäftigten ihre Arbeit als gesellschaftlich sehr nützlich. Nahezu 80 Prozent von ihnen sind aber auch der Meinung, dass dieser Wert sich nicht in ihrem Einkommen abbilde.
Millionen Beschäftigte leiden unter Stress, FAZ 22.11.18

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