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Mindfulness und eine neue Bewusstseins-Kultur in Alltag und Business

© Dr. Nadja Rosmann 2023

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Gebrauch von Schmerzmitteln besorgniserregend

Vor einigen Wochen machten verstärkt Meldungen die Runde, dass in den USA der Missbrauch von Schmerzmitteln beziehungsweise das wenig umsichtige Verschreiben derselben durch Ärzte immer mehr zu einer gesellschaftlichen Bedrohung wird. Nun schlagen auch deutsche Mediziner Alarm. "Der Pro-Kopf-Verbrauch von Opioiden ist in Deutschland bereits erschreckend hoch und unterscheidet sich kaum noch von dem in den USA", zitiert die Welt Christoph Stein, Direktor der Klinik für Anaesthesiologie und operative Intensivmedizin an der Charité Berlin. Stein kritisiert, dass u.a. nach Zahn-OPS von den Ärzten zu viele Opiode verschrieben würden. Die Gefahr dabei: Patienten nehmen sie zu lange ein und könnten unbemerkt süchtig werden. Von 2000 bis 2010 haben sich die hierzulande verschriebenen Tagesdosen mehr als verdoppelt, zwischen 2006 und 2015 wurden um ein Drittel mehr Verordnungen durch Ärzte gemacht. Ein Teil des Anstiegs ist der Tatsache geschuldet, dass in der Palliativmedizin immer mehr Schmerzmittel eingesetzt werden, um Sterbenden das Lebensende erträglicher zu gestalten. Die Verantwortung liegt letztlich nicht nur bei den Ärzten. Viele Menschen mit Schmerzen wollen vor allem, dass diese schnellstmöglich aufhören. Über die Folgen von starken Schmerzmitteln machen sie sich oft nicht so viele Gedanken. Auch die Gründe für den wachsenden "Bedarf" sind bedenkenswert. In einer Kultur, in der man am besten immer reibungslos funktionieren sollte, werden Schmerzmittel zu so etwas wie logisch konsequent eingesetzten Helfern.
„In Deutschland droht eine Opioid-Epidemie wie in den USA“, welt.de 15.3.18

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