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Mindfulness und eine neue Bewusstseins-Kultur in Alltag und Business

© Dr. Nadja Rosmann 2022

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Mythos Hirn-Doping

Die eigene Leistungsfähigkeit zu optimieren, scheint für immer mehr Menschen ein Wunsch zu sein, für den sie sogar ihre Gesundheit aufs Spiel setzen. Laut einer Studie der DAK hat jeder 20. Arbeitnehmer in Deutschland bereits Mittel zur Leistungssteigerung ausprobiert. Etwa 800.000 Berufstätige versucht sich gar regelmäßig mit Pillen in Bestform zu bringen. Ritalin, Modafinil oder Amphetamine - das sind die Muntermacher der Leistungsgesellschaft. Kurzfristig können manche dieser Präparate tatsächlich zu einer Verbesserung der Konzentration führen, gegen Lampenfieber helfen oder die Müdigkeit an einem überlangen Arbeitstag bremsen. Andererseits haben viele Wirkstoffe auf ihre Kehrseiten. Die Wachmacher, die bei unter an Schlafkrankheit Leidenden eingesetzt werden, halten zwar auch Gesunde länger wach, senken aber die Leistungsfähigkeit. Bei anderen Mitteln stellt sich vielfach ein Placebo-Effekt ein - wer dopt, fühlt sich leistungsfähiger. Hinzu kommt, dass die meisten psychoaktiven Medikamente schwere Nebenwirkungen haben, darunter Schlafstörungen, Halluzinationen, Depressionen, Psychosen - und ein hohes Suchtpotenzial. Medizinethiker fordern deshalb eine gesellschaftliche Diskussion über die zunehmende Ellbogenmentalität und den wachsenden Leistungsdruck.
Zweifel am Ritalin-Effekt, FTD 18.1.2010

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Buch-Tipps
Meine beiden Bücher, die ich mit Paul J. Kohtes geschrieben habe.

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