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Mindfulness und eine neue Bewusstseins-Kultur in Alltag und Business

© Dr. Nadja Rosmann 2023

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Warum Firmen auf Bedeutsamkeit setzen sollten

In Management-Kontexten poppen immer wieder neue Trends auf. Mit New Work und ähnlichen Konzepten rückt auch die Bedeutsamkeit der Arbeit immer mehr in den Blick. "Meaningfulness, also das Sinn-Erleben des eigenen Handelns, sorgt auf einer individuellen Ebene für positive Einstellungen und Wohlbefinden. Doch auch für Unternehmen ist es wertvoll, wenn Mitarbeitende ihr Tun als sinnig erleben, denn es fördert die Leistung und sorgt für erwünschte Verhaltensweisen am Arbeitsplatz", erklärt etwa Kerstin Alfes, Professorin für Organisation und Personalmanagement an der ESCP Business School, Campus Berlin. Ihrer Wahrnehmung nach sind es vor allem drei Aspekte, die hier zentral sind und von Führungskräften im Blick behalten werden sollten: "der Person-Job-Fit, die mit den Tätigkeiten einhergehende positive Wirkung auf andere sowie das Erleben von Gemeinschaft". Alfes rät dazu, immer wieder zu überprüfen, ob Aufgaben noch zu den Mitarbeitern passen. Und darüber zu sprechen, welche Sinnhaftigkeit mit den verschiedenen Tätigkeiten verbunden ist. Darüber hinaus brauche es Raum, auch das soziale Miteinander im Unternehmen zu stärken. "Führungskräfte sollten ihren Mitarbeitenden Zeit geben – nämlich Zeit zum Austausch. Statt nur aufgabenorientiert zu denken, sollten selbst bei mittelfristig angelegten Projektteams immer auch ein- bis eineinhalb Tage ins Teambuilding investiert werden", erklärt sie. Hier wird deutlich, dass Bedeutsamkeit im Job zwar kein Selbstläufer ist, aber eigentlich immer in Reichweite - zumindest, wenn man nicht einfach versucht, Arbeitsaufgaben durchzuprügeln.
Wie Chefs für „Meaningfulness“ im Unternehmen sorgen, Capital, 28.10.2022

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Buch-Tipps
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