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Mindfulness und eine neue Bewusstseins-Kultur in Alltag und Business

© Dr. Nadja Rosmann 2022

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Wie die 4-Tage-Woche zufrieden macht

Weniger zu arbeiten, ist der Traum vieler Menschen. Und das nicht, weil sie etwa arbeitsscheu werden. Experimente zeigen immer wieder, dass die, die ihre Arbeitszeit reduzieren, in der gewonnenen freien Zeit nicht untätig bleiben, sondern sich schlicht Dingen widmen, die sie besonders interessieren oder ihnen gut tun. Die isländische Regierung untersucht in einem Experiment auf fünf Jahre angelegten Experiment mit 2.500 Teilnehmenden, was sich verändert, wenn Menschen statt an fünf nur noch an vier Tagen zur Arbeit müssen. Erste Erkenntnis: Weniger Zeit im Job zu verbringen, macht glücklicher und entstresst das Leben. Ein Grund dafür könnte sein, dass die freie Zeit mehr Entscheidungsfreiräume ins Leben bringt. "Wichtig ist vor allem, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein hohes Maß an Selbstständigkeit bei der Gestaltung ihrer Arbeitszeit hatten. Selbstbestimmung macht zufrieden, das ist erwiesen", so der Politikwissenschaftler Jack Kellam, der das Experiment begleitet. Er weist auch darauf hin, dass viele positive Effekte des Experiments sich womöglich erst lange danach zeigen werden. So nutzen viele Menschen die gewonnene Zeit, um mehr Sport zu treiben oder öfter etwas Gesundes zu kochen. Die isländischen Gewerkschaften nutzten das Projekt als Steilvorlage, um die Arbeitszeiten neu zu verhandeln und etwas zu senken. "Aktuell haben 86 Prozent der Arbeitnehmer in Island nun kürzere Arbeitszeiten oder zumindest die Möglichkeit dazu. Doch die Entwicklung geht ganz eindeutig in Richtung weniger Arbeitszeit und mehr Freizeit. Ich bin optimistisch, dass die Isländer schon in ein paar Jahren bei 32 Arbeitsstunden pro Woche angelangt sind. Und Island kann ein Vorbild für andere Länder sein", so Kellam in der Zeit.
"Die Viertagewoche könnte auch in Deutschland funktionieren", zeit.de 8.7.21

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Meine beiden Bücher, die ich mit Paul J. Kohtes geschrieben habe.

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