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Mindfulness und eine neue Bewusstseins-Kultur in Alltag und Business

© Dr. Nadja Rosmann 2022

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Wie ist der Reichtum in Deutschland wirklich verteilt?

Spätestens seit der französische Ökonom Thomas Piketty mit seinem Buch über das Kapital im 21. Jahrhundert die Diskussion um die Vermögensverteilung und damit verbunden die wachsende Ungleichheit wieder angefeuert hat, fragen sich viele, wie reich "die Reichen" denn wirklich sind. Eine Frage, auf die es kaum eine Antwort zu geben scheint. Wie die taz jüngst berichtete, existieren nämlich nicht wirklich belastbare Daten dazu, wie viel die Superreichen tatsächlich besitzen. Die EZB führte zwar im vergangenen Jahr in den Euroländern eine Haushaltsbefragung durch - die Teilnahme war jedoch freiwillig, und die Reichen machten wohl nicht mit. Denn die Ergebnisse der Untersuchung führen den reichsten Haushalt Deutschlands mit einem Vermögen von 76 Millionen Euro - allein die Aldi-Brüder kommen laut taz indes gemeinsam auf 40 Milliarden Euro. Die EZB glich ihren lückenhaften Datenbestand schließlich mit der Forbes-Liste der Milliardäre ab. Das führt zu dem Schluss, dass es in Deutschland 52 Milliardäre gibt, die insgesamt 183,3 Milliarden Euro besitzen. Die Millionäre - in Deutschland besitzen laut Schätzung der EZB rund eine Million der Haushalte mehr als eine Million Euro - wurden indes nicht mitgezählt. Hochgerechnet auf Basis einer Pareto-Verteilung kommt die EZB zu dem Schluss, dass 32-33 Prozent des Volksvermögens in den Händen des reichsten Prozents der deutschen Bevölkerung findet. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung kam vor einigen Jahren zu ähnlichen Erkenntnissen - seinerzeit wurden die Daten des Sozioökonomischen Panels mit der Reichenstudie des Manager Magazins kombiniert, und auch hier ergab sich, dass das reichste Hundertstel der Bevölkerung wohl ein Drittel des Volksvermögens besitze. Die taz führt an, dass die Einführung einer Vermögensteuer mehr Klarheit in die Besitzverhältnisse bringen könnte, denn dan gebe es eine Vollerhebung der Besitztümer.
Billionen Euro gesucht, taz 18.7.14

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Meine beiden Bücher, die ich mit Paul J. Kohtes geschrieben habe.

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