Verbreitetes Phänomen "Bad Boss" 
Dienstag, 2. Januar 2007 - Studien
Pauschale Manager-Schelte ist nur allzu verführerisch. Die Florida State University ging der Frage nach, welche konkreten Fehltritte aus Sicht der Mitarbeiter Vorgesetzte zum "Bad Boss" machen. Befragt wurden 700 Arbeitnehmer aus unterschiedlichen Firmen und mit unterschiedlichen Positionen. Das Ergebnis der Umfrage ist für die Führungskräfte wenig schmeichelhaft. So gaben 39 Prozent der Befragten an, dass ihr Chef sich nicht an gegebene Versprechen halte. 37 Prozent bemängeln, dass die Führungskräfte selbst in angebrachten Situationen kein Lob aussprechen und 31 Prozent berichten, dass ihr Chef sie phasenweise mit Nichtbeachtung behandele. Fehlverhalten wie dieses hat auf die Leistungsfähigkeit von Unternehmen einen erheblichen Einfluss, denn die Betroffenen leiden nach Einschätzung der Forscher vermehrt unter Erschöpfung, Anspannung, Nervosität und Depressionen und ihre Leistungsbereitschaft sinkt.
"Wer hat Angst vorm Big Bad Boss?", FTD 15.12.06

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Umfrage: Transpersonale Ansätze im Management 
Mittwoch, 13. Dezember 2006 - Studien
Im Rahmen seiner Diplomarbeit zum Thema "Transpersonale Ansätze und Methoden in der Personalentwicklung und Personalführung" führt der Student Martin Steca aus Ansbach eine Erhebung unter Führungskräften durch, um herauszufinden, inwieweit eine transpersonale Perspektive von Führung dazu beitragen kann, Mitarbeiterpotenziale zu besserer Entfaltung zu bringen. Zur Teilnahme aufgerufen sind Führungskräfte, die sich auf die eine oder andere Weise mit Themen wie Wertschätzung im Arbeitsalltag und transpersonalen Methoden wie Meditation oder Konzentration beschäftigen und Energie und Weisheit aus der Stille schöpfen. Auf Wunsch erhalten die Teilnehmer die Ergebnisse der Umfrage nach Abschluss zur Verfügung gestellt. Der Fragebogen steht auf der Webseite von Martin Steca zum Download zur Verfügung. Alternativ können die Fragen auch sofort online beantwortet werden. Daten für das Login:Username: gast, Passwort: diplom07
Die Umfrage läuft bis zum 31.1.2007.
Zur Umfrage

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Ethik-Monitor: Vertrauen in große Unternehmen schwindet 
Montag, 27. November 2006 - Studien
Die großen deutschen Unternehmen leiden unter einem deutlichen Vertrauensverlust, so das Ergebnis des Ethik-Monitors, der von der Hamburger Stiftung "Wertevolle Zukunft" erhoben wurde. In der repräsentativen Emnid-Umfrage wurden 1.003 Bundesbürger befragt. Nur noch elf Prozent der Bevölkerung bringen demnach den großen Wirtschaftsunternehmen noch Vertrauen entgegen. Die Ursachen für das deutliche Misstrauen: 79 Prozent der Befragten glauben, dass die Wirtschaftsführer nur an ihre eigenen Interessen denken, 77 Prozent sind der Ansicht, dass es dem Management vor allem um eine Steigerung des Shareholder Value auf Kosten der Mitarbeiter gehe. Besser als die Konzerne kommt dagegen der Mittelstand weg, denn er genießt immerhin das Vertrauen von 43 Prozent der Bevölkerung.
Auswertung Ethik-Monitor 2006

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Nur jeder fünfte Manager ist charakterstark 
Mittwoch, 15. November 2006 - Studien
Die Personalberatung Saamann stellt den Managern der mittleren Führungsebene ein schlechtes Zeugnis aus. So ergab eine Umfrage der Personalberater, dass 80 Prozent im Grunde Duckmäuser und Anpasser sind. "Nur knapp 20 Prozent der Führungskräfte unterhalb der Vorstandsebene beziehen eindeutig Position und trauen sich zu sagen, was sie denken", so Wolfgang Saamann gegenüber der Rheinischen Post. Diees Gehorsams- und Anpassungsmentalität zeigte sich in mehreren Tausend Potenzialanalysen und Management-Prüfungen, die die Beratungsgesellschaft in den letzten Jahren durchgeführt hat. Ethik und Werte spielen ebenfalls für viele Manager anscheinend kaum eine Role. So nannten 89 Prozent der befragten Führungskräfte als zentrale Bezüge ihres Handelns materialistische Kategorien wie Zielerreichung, Unternehmensgewinn, Wettbewerbsvorteile oder die eigene Karriere, während nur elf Prozent Werte wie menschliches Miteinander, Unternehmenskultur, Humanität oder Lebensqualität als besonders wichtig erachteten.
"Studie: Deutsche Manager sind charakterschwach", RP Online 12.11.06

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Nachhaltigkeitsrat empfiehlt mehr Profil für CSR 
Freitag, 3. November 2006 - Studien
Der Rat für nachhaltige Entwicklung hat eine neue Broschüre veröffentlicht, in der er Politik und Wirtschaft verschiedene Leitlinien und Ansätze in Sachen Corporate Social Responsibility nahe legt. Unter dem Titel "Unternehmerische Verantwortung in einer globalisierten Welt – Ein deutsches Profil der Corporate Social Responsibility" wird der Bundesregierung empfohlen, den Ordnungsrahmen neu zu bestimmen und dem deutschen CSR-Profil Konturen zu verleihen. An die Wirtschaft richtet sich der Raht, CSR als Strategie des Managements zu verstehen und Geschäftsprozesse entsprechend umzugestalten. Außerdem schlägt der Bericht Lösungen für kleinere und mittlere Unternehmen vor.
Publikationen des Nachhaltigkeitsrats

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Klimawandel wird für das Management immer wichtiger 
Montag, 2. Oktober 2006 - Studien
In den Chefetagen internationaler Unternehmen stehen Fragen des Klimawandels zunehmend auf der Managementagenda, denn die globale Erwärmung hat deutliche Auswirkungen auf Geschäftsentwicklung und -möglichkeiten. Das Carbon Disclosure Project, das im Jahr 2000 von Großanlegern wie Banken, Versicherungen und Pensionsfonds ins Leben gerufen wurde, stellte kürzlich den aktuellen Bericht zur Lage von 200 Großunternehmen in Deutschland vor. Acht deutsche Unternehmen wurden in den Climate Leadership Index der Fortune 500-Unternehmen aufgenommen, weil sie die Auswirkungen des Klimawandels bei ihren geschäftlichen Entscheidungen berücksichtigen, und zwar: BMW, DaimlerChrysler, Bayer, RWE, Siemens, BASF, Allianz und Münchner Rück. Unternehmen sehen ihre Geschäftsmöglichkeiten vor allem tangiert durch:
• die Notwendigkeit, ihre verursachten Emissionen von Treibhausgasen (THG) zu begrenzen
• potenzielle Klimaveränderungen, die negative Auswirkungen auf Infrastrukturen haben oder zu Änderungen an gegenwärtigen Prozessabläufen führen
• Verschiebungen im Verbraucherverhalten, Veränderungen der Wettbewerbsfähigkeit sowie neuen Druck auf die Gewinne und/oder
• neue geschäftliche Chancen in der Zukunft.
Deutscher Bericht des Carbon Disclosure Project

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Mittelstand erkennt das Potenzial der Ressource Mitarbeiter 
Donnerstag, 14. September 2006 - Studien
Immer mehr mittelständische Unternehmen erkennen, dass das Potenzial ihrer Mitarbeiter zum wichtigen Wettbewerbsfaktor wird. Einer Studie der Organisation mittelständischer Führungskräfte TEC (The Executive Committee) zufolge erhoffen sich 77 Prozent der Mittelständler eine stärkere Effizienz durch engagierte Mitarbeiter. Gleichzeitig sehen jedoch 30 Prozent der befragten Unternehmen Nachholbedarf in Sachen Mitarbeitermotivation, da sie davon ausgehen, dass die eigenen Beschäftigten nicht ausreichend motiviert sind. Sogar über 94 Prozent der Mittelständler sind der Meinung, dass das Engagement der Mitarbeiter dazu beitragen könne, mit neuen Ideen den Firmen bei der Lösung von Problemen kurzfristig zu helfen.
TEC-Studie
TEC Germany

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Jeder zweite Manager ist erschöpft 
Mittwoch, 6. September 2006 - Studien
Laut einer Studie der Unternehmensberatung Saaman weisen 45 Prozent der Manager Zeichen von Erschöpfung auf, berichtet Spiegel Online. Befragt wurden insgesamt 10.000 Führungskräfte. Bei 60 Prozent der betroffenen Manager zeigen sich Warnsymptome für einen Burn-out bzw. bereits ein reduziertes Engagement. Weitere 30 Prozent werden von den Personalexperten den Stufen 3 (Schuldzuweisung als emotionale Reaktion) und 4 (Abbau von Leistung) zugeordnet. Nur bei wenigen Führungskräften werden die Erschöpfungssyndrome zum schweren seelischen Krisenfall, aber auch dies seien immer häufiger zu beobachten.
"Immer mehr Manager mit Erschöpfungssyndrom", Spiegel Online 3.9.06

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