Keine Chance für Stress: Mindfulness Based Stress Reduction 
Montag, 8. Januar 2007 - Management
Das Magazin Gehirn & Geist berichtete in seiner Dezember-Ausgabe über das Entspannungsverfahren Mindfulnes Based Stress Reduction (MBSR), das sich in den letzten drei Jahrzehnten fast schon zu einem Allheilmittel bei Stress, Depressionen oder chronischen Schmerzen entwickelt hat. Die Methode wurde in den späten siebziger Jahren von dem amerikanischen Mediziner Jon Kabat-Zinn ins Leben gerufen und bündelt Meditation in Stille, leichte Yoga-Formen, Geh-Meditation und einen so genannten Body Scan, bei dem der/die Praktizierende die Aufmerksamkeit im Hinblick auf den Körper konzentriert. Verschiedene wissenschaftliche Studien haben bereits gezeigt, dass MBSR ein effizientes Mittel gegen Stress ist. Der Grund: Durch die Schulung der Aufmerksamkeit verlieren sich regelmäßig Praktizierende nicht mehr so häufig in Gedanken und Emotionen, sondern gewinnen ein vernünftiges Maß an Selbstdistanz und Akzeptanz, das ihnen zu neuer Handlungsfreiheit verhilft.
"Willkommen im Jetzt", Gehirn & Geist 12.2006

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Der Bedarf nach christlichem Coaching wächst 
Freitag, 5. Januar 2007 - Management
Das Wirtschaftsmagazin Capital beleuchtet in einem Artikel den wachsenden Bedarf nach "Spiritual Consulting", der Unternehmensberatung und dem persönlichen Coaching auf Basis eines christlichen Kontextes. Ob Manager in der Sinnkrise oder Unternehmen, die mit dem stetigen Wandlungsdruck nicht mehr klar kommen - aus dem Wunsch nach Besinnung, Aufrichtigkeit und Persönlichkeitsentwicklung ist längst ein kleiner, wenn auch etablierter Markt geworden, in dem immer mehr christliche Berater mitspielen. So gründete der Benediktinermönch Anselm Bilgri vor zwei Jahren ein "Zentrum für Unternehmenskultur", zu dessen Kunden Unternehmen wie Allianz, BMW, Microsoft und Siemens gehören. Der Benediktiner Anselm Gründ, der regelmäßig Kurse zu Themen wie "Führen und geführt werden" gibt, hat mit seinen christlichen Ratgebern eine internationale Auflage von rund 14 Millionen erreicht - Sinnbild eines wachsenden Sinnvakuums in den Führungsetagen. Und die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover hat sich sogar schon den Begriff "Spiritual Consulting" als Marke schützen lassen.
"Ora et consulta", Capital 27.12.06

[ 1 Kommentar ]     Permalink
Workshops: Business und buddhistische Tradition 
Donnerstag, 4. Januar 2007 - Veranstaltungen
Das Enlightened Business Institute (EBI) bietet auf Basis der tibetisch-buddhistischen Grundlagenarbeit von Geshe Michael Roach Business-Workshops an, die dazu beitragen sollen, Wirtschaftsaktivitäten ganzheitlicher und menschlicher auszurichten. Das EBI orientiert sich dabei mit seiner Arbeit an zehn Prinzipien, die zwar dem buddhistischen Kontext entstammen, aber nicht zwingend an diesen gebunden sind:
1. Fördere das Wohl anderer
2. Achte deine finanziellen Verpflichtungen
3. Bleibe ausgeglichen
4. Vermittele nur wahre Eindrücke
5. Schaffe Verbindung zwischen Menschen
6. Spreche qualifiziert und respektvoll
7. Spreche nur über Bedeutsames
8. Finde Freude an dem, was du hast
9. Feiere die Erfolge anderer
10. Erkenne das verborgene Potenzial in Allem
Im März 2007 finden dazu in Köln, Bremen und Frankfurt eintägige Workshops statt, die diese Prinzipien und ihre Anwendung im Business-Alltag erläutern.
EBI-Workshop-Übersicht


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Der IQ hat ausgedient 
Mittwoch, 3. Januar 2007 - Wissenschaft
Wie intelligent ist der herkömmliche Intelligenzquotient, der vor allem mathematische, räumliche und sprachliche Fähigkeiten misst? Nicht sonderlich, so das Ergebnis eines Berichts der Wirtschaftswoche, der den aktuellen Stand der multiplen Intelligenztheorie darstellt. Die drei Intelligenzbereiche eigenen sich nach Ansicht vieler Forscher kaum, um die tatsächliche Leistungsfähigkeit von Menschen vorherzusagen, da sie wichtige Qualitäten außer acht lassen. Im Zuge der seit Jahren schwelenden IQ-Diskussion haben verschiedene Forscher bereits darauf hingewiesen, dass auch Faktoren wie die kinästhetische Intelligenz (motorische Fähigkeiten), musikalisches Verständnis (Rhythmusgefühl) sowie inter- und intrapersonale Intelligenz (soziale Kompetenz) eine große Rolle spielen, um Erfolg im Berufs- und Privatleben zu haben. Zu den "neueren", im wissenschaftlichen Diskurs propagierten Intelligenzen gehören außerdem die von dem Amerikaner Daniel Goleman ins Spiel gebrachte emotionale Intelligenz. Jüngste Neuzugänge der Intelligenzskala sind darüber hinaus die naturalistische Intelligenz (Verständnis der Natur) und die existenzielle Intelligenz (Lösung spiritueller Fragen). Diese neuen Intelligenzkonzepte werden - vor allem von deutschen Wissenschaftlern - noch als relativ spekulativ abgetan. Ein Blick in die Unternehmensrealität zeigt jedoch, dass die neuerdings in den Fokus des Interesses gerückten Fähigkeiten immer wichtiger werden, denn wie sollen Konzepte wie Nachhaltigkeit oder Corporate Social Responsibility mit Inhalten und Leben erfüllt werden, wenn Führungskräfte kein Gespür für soziales Miteinander, für das Wechselverhältnis von Mensch und Umwelt sowie für das in der Gesellschaft wachsende Bedürfnis nach Sinn und Spiritualität haben?
"Abschied vom IQ", WiWo 21.12.06

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Verbreitetes Phänomen "Bad Boss" 
Dienstag, 2. Januar 2007 - Studien
Pauschale Manager-Schelte ist nur allzu verführerisch. Die Florida State University ging der Frage nach, welche konkreten Fehltritte aus Sicht der Mitarbeiter Vorgesetzte zum "Bad Boss" machen. Befragt wurden 700 Arbeitnehmer aus unterschiedlichen Firmen und mit unterschiedlichen Positionen. Das Ergebnis der Umfrage ist für die Führungskräfte wenig schmeichelhaft. So gaben 39 Prozent der Befragten an, dass ihr Chef sich nicht an gegebene Versprechen halte. 37 Prozent bemängeln, dass die Führungskräfte selbst in angebrachten Situationen kein Lob aussprechen und 31 Prozent berichten, dass ihr Chef sie phasenweise mit Nichtbeachtung behandele. Fehlverhalten wie dieses hat auf die Leistungsfähigkeit von Unternehmen einen erheblichen Einfluss, denn die Betroffenen leiden nach Einschätzung der Forscher vermehrt unter Erschöpfung, Anspannung, Nervosität und Depressionen und ihre Leistungsbereitschaft sinkt.
"Wer hat Angst vorm Big Bad Boss?", FTD 15.12.06

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Frohe Weihnachten und ein erfolgreiches neues Jahr 
Freitag, 15. Dezember 2006 - Veranstaltungen
Liebe think|work|different-Leserinnen und -Leser,

ein ereignisreiches Jahr nähert sich dem Ende. Ich habe in den vergangenen Monaten von zahlreichen regelmäßigen Blog-Besuchern aufmunterndes Feedback erhalten, wofür ich mich noch einmal herzlich bedanken möchte. Ich wünsche allen, die sich mit ihrem täglichen Wirken für ein authentisches und integrales Business engagieren, weiterhin eine Vielzahl von Inspirationen - und werde dazu ab 2. Januar 2007 mit diesem Blog wieder meinen ureigenen Beitrag leisten. Bis dahin bleibt mir nur, allen ein paar frohe Weihnachtstage und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr zu wünschen.
Herzliche Grüße
Nadja Rosmann

[ 1 Kommentar ]     Permalink
HR Today mit Special über CSR 
Freitag, 15. Dezember 2006 - Success Stories
Das Schweizer HR-Portal HR Today bietet in seiner Dezember-Ausgabe einen Themenschwerpunkt zu Corporate Social Responsibility. Einige der Beiträge sind online frei verfügbar. So können sich Interessierte im Swiss CSR Monitor 2006 einen Überblick über das CSR-Klima in der Schweiz verschaffen und sich über aktuelle Firmenbeispiele informieren. Ein weiterer interessanter Beitrag beschäftigt sich mit dem in Einsatz von Tieren Trainings.
HR Today

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
BDA-Positionen zu Werten in der Wirtschaft 
Donnerstag, 14. Dezember 2006 - Management
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat ein Positionspapier zur Bedeutung von Werten für die Wirtschaft veröffentlicht. Unter dem Titel "Wirtschaft mit Werten - Für alle ein Gewinn" entwickelt die BDA dabei ein relativ zweckrationales Bild von Wertekonzepten in globalisierten Märkten. Ein gutes Wirtschaften basiere auf ethisch und ökonomisch richtigem Handeln, so die Grundaussage des Papiers. Charakteristisch für die Arbeitgeberperspektive ist dabei sicherlich die Annahme, dass allein "erfolgreiches", also gewinnorientiertes Wirtschaften bereits einen Beitrag zum Gemeinwohl darstellt. Das von der BDA postulierte Bild des "ehrbaren Kaufmanns" baut aus Sicht der Arbeitgeber hierbei die Brücke zwischen wirtschaftlichem Eigeninteresse und davon befruchteten positiven sozialen Wirkungen: "Im Eigeninteresse des Unternehmens liegt es, seine Existenz nachhaltig zu sichern, seine Marktposition weiter auszubauen und sich zukunftsfähig zu machen. Dabei helfen ihm ethische Werte wie Verantwortung und Verlässlichkeit, Freiheit und Offenheit, Integrität und Wahrhaftigkeit u. a. m. maßgeblich. Es ist ökonomisch vernünftig, über den Tag hinaus zu kalkulieren statt sich in kurzfristigen Vorteilen zu verbrauchen. Dafür steht der 'ehrbare Kaufmann': Weil auf seine Redlichkeit Verlass ist, kommen die Kunden auch noch morgen zu ihm. Werte wie Zuverlässigkeit, Wahrhaftigkeit und Sorgfalt 'lohnen' sich mithin auch betriebswirtschaftlich. Eine langfristige und nachhaltige Unternehmenspolitik nimmt dagegen Schaden, wenn Entscheidungen überwiegend quartalsorientiert sind; Flexibilität darf nicht mit Kurzatmigkeit verwechselt werden." Das liest sich sehr schön, geht aber über typische Win-Win-Floskeln, bei denen nachhaltige Effekte nur ein nettes Bonbon bleiben, nicht hinaus.
BDA-Positionspapier

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink

Zurück Weiter