Unternehmerische Verantwortung und Spaß an der Arbeit 
Mittwoch, 17. Januar 2007 - Management
In einem Interview mit dem Handelsblatt äußert sich der IKEA-Gründer Ingvar Kamprad zu Themen wie unternehmerischer Verantwortung, langfristigen Marktstrategien und der Freude am Job. "Ich sehe für uns als Unternehmer ursächlich den Auftrag, soziale Verantwortung zu übernehmen", so Kamprad, der anhand der Unternehmensentwicklung von IKEA aufzeigt, dass die sehr erfolgreiche weltweite Expansion des schwedischen Möbelanbieters vor allem dem Mut zum Risiko und zu langfristigen Investitionsentscheidungen zu verdanken ist. Im Rückblick erscheinen Erfolge immer plausibel, so Kamprad, doch hätten viele heute sehr gewinnträchtige IKEA-Niederlassungen auch deutliche Durststrecken überwinden müssen. Das Credo des IKEA-Gründers: Investitionen müssen auf längere Sicht dem Unternehmen natürlich dienen, jedoch ohne akuten Zeitdruck. Der heute 80-Jährige hält immer noch engen Kontakt zum Unternehmen und besucht an rund 30 Tagen pro Jahr persönlich Niederlassungen. Dort legt er Wert darauf, dass alle Angestellten bis zu den Landeschefs einmal pro Jahr eine so genannte Frontwoche einlegen, um im direkten Kontakt mit den Kunden zu stehen. Kamprads Philosophie: "Arbeit soll allen Mitarbeitern Spaß bereiten. Ein Drittel des Lebens ist Arbeit. Ohne Lust und Spaß muss Arbeit doch die Hölle sein."
"Ohne Spaß muss Arbeit doch die Hölle sein", HB 15.1.07

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Lebenskunst und Nachhaltigkeit 
Dienstag, 16. Januar 2007 - Management
Der Philosoph Wilhelm Schmid erörtert in einem sehr interessanten Aufsatz die Frage, wie sich über die Philosophie ein innerer Bezug zum Thema Nachhaltigkeit herstellen lässt. Für ihn bedeutet Lebenskunst die Erweiterung der individuellen Perspektive auch auf gesellschaftliche und ökologische Aspekte, wobei dieser überindividuelle Blick letztlich auf einem inhärenten Klugheitsgebot basiert: "Denn ein Mensch schadet sich selbst am meisten, wenn er nur sich selbst im Blick hat. Er lebt nun mal in Zusammenhängen, die über ihn hinausgehen. Grundlegend für die Lebenskunst ist der Horizont des Denkens und Fühlens eines klugen Subjekts, das aus der Einsicht, dass es ein und derselbe Planet ist, der von verschiedenen Formen des Leben bewohnt wird, entscheidende Impulse bezieht." Nicht nur auf persönlicher, sondern auch auf wirtschaftlicher Ebene bedeutsam ist dabei die von Schmid festgestellte Verbindung von innerer und äußerer Integrität: "Grundlegend für die Arbeit an einer äußeren Integrität ist die innere Integrität des Selbst, seine Selbstdefinition als weites Selbst. Nur ich selbst kann die Werte festlegen, mit deren Hilfe Haltung und Verhalten zu orientieren sind ... Geleitet von diesem Selbstverständnis, übe ich mich als 'weites Selbst' darin, über die unmittelbare Umgebung ... hinauszublicken ... Die Möglichkeit, zwischen persönlicher und größerer Perspektive hin- und herzugehen, befördert die Reflexion, begründet einen überpersönlichen Standpunkt und schlägt die Brücke auch zu räumlich weit entfernten Individuen ..." Manager, die authentisch führen wollen, sollten also bei der eigenen Position und Befindlichkeit beginnen und diese in den Führungsprozess einbringen.
"Nachhaltig glücklich?" von Wilhelm Schmid

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Anderssein als Führungsprinzip 
Montag, 15. Januar 2007 - Management
Mut zu neuem Denken und das Durchbrechen bekannter Muster - wenn es nach dem Unternehmensberater Stefan Kaduk geht, sollten Manager sich davon verabschieden zu glauben, Unternehmen ließen sich auf der Basis rationaler Kriterien steuern. Er propagiert eine "Sowohl-als-auch-Führung", die mit einer verbindlichen Reflexion des eigenen Tuns beginnt: "Es geht nicht um ein oberflächliches Anderssein. ... Musterbrechen ist eine Frage der Haltung. ... Damit ist mehr gemeint als das Nachdenken über das Business - das ist Alltag. Hinzu kommt ein leiser Mut, der nichts mit Draufgängertum zu tun hat. Es geht um den Aufbau echter Beziehungen: zu sich selbst, zu den Mitarbeitern, zu den Kunden. Das ist eine bindung, die an die Wurzeln geht und die man nicht technokratisch managen kann."
"Erfolg durch Anderssein", SZ 29.12.06

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Nur jedes dritte Unternehmen macht seine Werte erlebbar 
Freitag, 12. Januar 2007 - Studien
Obwohl Wertediskussionen in Unternehmen Hochkonjunktur haben, ist die Lücke, die zwischen Theorie und Praxis klafft, enorm. Nur jedem dritten Unternehmen gelingt es gegenwärtig, seine Werte für die Mitarbeiter erlebbar zu gestalten, so das ernüchternde Ergebnis einer Umfrage der Agentur Ligalux in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa. Das Problem vieler Unternehmen: die Mitarbeiter können sich unter den kommunizierten Werten nichts vorstellen, die Werte existieren nur unausgesprochen und vage oder sind schlicht "irgendwo aufgeschrieben". So bleiben viele Ressourcen ungenutzt, denn andererseits gaben 76 Prozent der Befragten, die in Unternehmen mit einem definierten Werteprofil arbeiten, an, dass sie diese persönlich für wichtig halten.
Pressemitteilung Ligalux

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Coaching erobert die Führungsetagen 
Donnerstag, 11. Januar 2007 - Management
Immer mehr gestandene Führungskräfte greifen auf die Beratung externer Coaches zurück - und immer mehr Personalberatungen nehmen die persönliche Beratung in ihr Portfolio auf, so ein Bericht der Financial Times Deutschland. Die individuelle Begleitung wird beispielsweise in speziellen Management- und Führungssituationen nachgefragt oder bei der Bewältigung schwieriger Aufgaben. Manche Manager engagieren auch Strategieberater, mit denen sie, quasi als Sparringpartner, regelmäßig aktuelle Führungsfragen erläutern. Die anziehende Nachfrage hat gute Gründe, denn - so eine von der FTD zitierte Studie des Lore International Institute - die rechte Beratung zur rechten Zeit bringt nicht zuletzt den Unternehmen einiges. So habe ein Großkonzern in Folge eines Coachings von 200 Top-Managern bis zu 60 Millionen Dollar gespart.
"Manager, ärgere dich nicht", FTD 16.12.06

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Wann haben Sie das letzte Mal über Ihren Lebenplan nachgedacht? 
Mittwoch, 10. Januar 2007 - Management
Hektik, Stress und Termindruck - und dabei der Blick immer schön auf die Karriere gerichtet: für viele Führungskräfte kommt das Thema Lebensplanung häufig zu kurz, so ein aktueller Beitrag in der Computerwoche. Das Problem vieler 24/7-Arbeiter: Sie gönnen sich zuwenig Auszeiten, um zu reflektieren, ob ihr Leben noch auf Kurs ist. Der Beitrag zitiert unter anderem den Zeitmanagement-Experten Lothar Seiwert, der in seinem Work-Life-Balance-Modell dazu rät, nicht nur Aspekte wie Beruf und Leistung zu betrachten, sondern auch Bereiche wie Körper und Gesundheit, Familie und Kontakt sowie Sinn und Kultur, denn Balance könne sich nur einstellen, wenn man alle Bedürfnislagen berücksichtige und einer ganz persönlichen Lebensvision folge.
"Vor der Karriere steht der Lebensplan", Computerwoche 3.1.07

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CSR spielt bei Investor Relations bisher nur geringe Rolle 
Dienstag, 9. Januar 2007 - Management
Obwohl das Thema Corporate Social Responsibility in aller Munde ist, spielt es im Hinblick auf Investor Relations bisher eher eine geringe Rolle. Der aktuelle IR-Trendmonitor, für den CAT Consultants, die dpa-Tochter news aktuell und die PR-Agentur Faktenkontor 203 Fach- und Führungskräfte der IR-Branche befragt haben, zeigt: 54,3 Prozent der IR-Experten in börsennotierten Aktiengesellschaften messen der Berichterstattung über die Corporate Social Responsibility ihres Unternehmens nur geringe Bedeutung bei. 13,2 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte geben sogar an, sich in ihrer Arbeit gar nicht um dieses Thema zu kümmern. Lediglich 2,3 Prozent der befragten IR-Verantwortlichen sehen in CSR ein sehr wichtiges Thema, immerhin 30,2 Prozent ein wichtiges.
"Ethik? Nein danke!", Pressemitteilung Faktenkontor

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Keine Chance für Stress: Mindfulness Based Stress Reduction 
Montag, 8. Januar 2007 - Management
Das Magazin Gehirn & Geist berichtete in seiner Dezember-Ausgabe über das Entspannungsverfahren Mindfulnes Based Stress Reduction (MBSR), das sich in den letzten drei Jahrzehnten fast schon zu einem Allheilmittel bei Stress, Depressionen oder chronischen Schmerzen entwickelt hat. Die Methode wurde in den späten siebziger Jahren von dem amerikanischen Mediziner Jon Kabat-Zinn ins Leben gerufen und bündelt Meditation in Stille, leichte Yoga-Formen, Geh-Meditation und einen so genannten Body Scan, bei dem der/die Praktizierende die Aufmerksamkeit im Hinblick auf den Körper konzentriert. Verschiedene wissenschaftliche Studien haben bereits gezeigt, dass MBSR ein effizientes Mittel gegen Stress ist. Der Grund: Durch die Schulung der Aufmerksamkeit verlieren sich regelmäßig Praktizierende nicht mehr so häufig in Gedanken und Emotionen, sondern gewinnen ein vernünftiges Maß an Selbstdistanz und Akzeptanz, das ihnen zu neuer Handlungsfreiheit verhilft.
"Willkommen im Jetzt", Gehirn & Geist 12.2006

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