Stiftung Neues Leben lobt Werte-Award aus 
Freitag, 26. Januar 2007 - Success Stories
Die Stiftung Neues Leben will mit einem Werte-Award gesellschaftliches Engagement ehren. Der Preis wird in drei Kategorien für vergeben: Für couragiertes Handeln im Alltag, für innovative und strukturverändernde Projekte sowie für das herausragende Lebenswerk von Menschen. Im Projektbereich sind nicht zuletzt Initiativen aus dem Arbeitsleben angesprochen, die "in der Arbeitswelt Strukturen des Teilhabens und Teilgebens verwirklichen". Der Kontext des Preises: "Der Werte-Award möchte Glaube, Liebe, Hoffnung, den Werten, die bleiben, eine große Bühne geben." Die Preisverleihung soll im Oktober 2007 stattfinden, Bewerbungsschluss ist der 31. Juli 2007.
Werte Award 2007

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Karriere ist für viele Studenten nicht das wichtigste Ziel 
Donnerstag, 25. Januar 2007 - Studien
Karriere scheint für viele heutige Studenten allenfalls ein untergeordneter Antriebsfaktor zu sein, wie eine Studie der HIS Hochschul-Informations-System GmbH unter 3.000 Studierenden in ganz Deutschland zeigt. "Auf alle Fälle Karriere machen" spielte hier nur für jeden vierten Studenten eine große bis sehr große Rolle. Das heißt jedoch nicht, dass die Studies null Bock auf den Job nach dem Studium haben, denn 84 Prozent bemühen sich stark bis sehr stark darum, fundierte berufliche Kompetenzen zu erwerben. Vier von fünf Studierenden ist es dagegen sehr wichtig, ihre Persönlichkeit zu entwickeln. Ein sicherer Arbeitsplatz und finanzielle Sicherheit sind ebenfalls bei knapp 80 Prozent der Befragten ein wichtiger Punkt in ihrer Lebensplanung. Berufliches Prestige ist dagegen nur für jeden Dritten ein bedeutsamer Faktor.
Studie "Lebensziele und Werte Studierender"

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Effektivität am Arbeitsplatz auch eine Frage der Raumgestaltung 
Mittwoch, 24. Januar 2007 - Studien
Im Rahmen eines so genannten Office Excellence Check hat das Fraunhofer Institut herausgefunden, dass die räumliche Gestaltung von Arbeitsplätzen erheblichen Einfluss auf die Performance der Mitarbeiter hat. Die wichtigsten "Design-Faktoren" für ein effizientes Büro: Rahmenbedingungen, die jede Art von Kommunikationsarbeiter bestmöglich unterstützen, eine auf die Tätigkeiten abgestimmte und bewusst geplante Büroform und ein hohes Maß an ergonoischer Qualität des Arbeitsplatz-Mobiliars. Eine Zwischenauswertung der Fraunhofer-Studie ergab: Je nach Ausgangsbasis lassen sich durch eine Optimierung der Design-Faktoren Performancesteigerungen von bis zu 36 Prozent realisieren. Der nüchterne Kommentar der Forscher: "Der aus den Angaben aller Teilnehmer ermittelte Durchschnittswert zur Ermittlung einer spezifischen Produktivitäts- bzw. Performance-Kennzahl liegt – bezogen auf den möglichen Maximalwert – aktuell bei 60,7 Prozent. Dieser Wert gibt deutliche Hinweise auf bislang noch ungenutzte Performance-Potenziale."
Zwischenergebnis der Fraunhofer-Studie

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
PR und das Geschäft mit der Lüge 
Dienstag, 23. Januar 2007 - Management
Kontrovers und kämpferisch - der PR-Profi Klaus Kocks gibt sich gerne als Provokateur. "Wir alle leben in Doppelmoral, Redlichkeit besteht darin, es zuzugeben", sagte er kürzlich im Interview mit Spiegel Online, um sofort noch einen draufzusetzen: "Die Wahrheitskategorie hat mit Geschäften nichts zu tun. Ein Autohändler möchte Geschäfte machen, und ein Politiker möchte das auf einer anderen Ebene auch. In Demokratien müssen Sie Machtausübung - zynisch könnte man sagen: leider - legitimieren. Deshalb müssen Sie die Leute von Ihren politischen Maßnahmen überzeugen. Dass es dabei nicht um die reine Wahrheit geht, ist mittlerweile Allgemeingut." Ehrlichkeit im Business? Wahrhaftigkeit? Oder vielleicht nur Offenheit? Bei Klaus Kocks sind solche Attribute eine glatte Fehlanzeige. Dass der PRler mit großem Hang zur Selbstdarstellung einst sechs Jahre lang Kommunikationsvorstand bei VW war, ist dabei eine nette Fußnote. Vielleicht sind Unternehmen manchmal gut damit beraten, sich nicht beraten zu lassen.
"Lügner reden immer nur von Notlügen", Spiegel Online 17.1.07

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Von "schlechtem" Geld und guten Zwecken 
Montag, 22. Januar 2007 - Management
Die Moralfrage hat in den letzten Tagen die Stiftungswelt eingeholt. So stand die Stiftung von Bill und Melinda Gates kürzlich in der Kritik, weil bekannt wurde, dass das Vermögen der Stiftung zum Teil durch Investments in Konzerne gemehrt wird, deren Aktivitäten die "Tue Gutes"-Mentalität der Stifter konterkarieren. Im Portfolio der Stiftung finden sich beispielsweise Investments in BP, Exxon Mobil, Merck und Schering, die bereits wegen Ethikverstößen aufgefallen waren, oder - wie das Manager Magazin scharf formuliert: "Umweltverpester, Ausbeuter, Sozialsünder". Experten haben errechnet, dass rund 8,7 Milliarden Dollar des Stiftungsvermögens ethisch fragwürdig investiert sind. Das Beispiel macht sensibel für die andere Seite der sozialen Verantwortung, die - auch in vielen Unternehmen - noch nicht konsequent thematisiert wird. Denn was nutzt es unter dem Strich, wenn sich Firmen im Zuge eines wachsenden Bewusstseins für das Thema Corporate Social Responsibility engagieren, aber durch die Hintertür - im Zuge ihrer Geschäftsaktivitäten - entsprechende Konsequenz vermissen lassen?
"Schlechtes Geld schadet gutem Ruf", Manager Magazin 15.1.07

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Wie Manager von Dirigenten lernen können 
Freitag, 19. Januar 2007 - Management
Wenn ein Orchester eine große Sinfonie spielt, wird mancher Manager neidisch, denn das Maß an Harmonie und Kooperation auf der Bühne, das für eine gelungene Interpretation der Musik erforderlich ist, stellt sich in Unternehmen nur selten ein. Der Dirigent und Kommunikationsberater Christian Ganz rät Führungskräften, die Kommunikationsstrukturen eines Orchesters zu adaptieren. "Ein Dirigent, der nicht weiß, welche Interpretation einer Sinfonie er verwirklichen will, kann keinen Erfolg haben, Tritt er zu kumpelhaft oder zu liberal gegenüber seinen Musikern auf, wissen diese nicht, in welche Richtung es gehen soll. Ist er zu streng, verprellt er vor allem die Solisten, auf deren Interpretationen das ganze Orchester angewiesen ist", beschreibt das Handelsblatt den Ansatz von Ganz.
"Wie man ein Unternehmen zum Erfolg dirigiert", HB 12.1.07

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Fantasie der Mitarbeiter optimal nutzen 
Donnerstag, 18. Januar 2007 - Management
Effizienz gilt vielen Managern als höchstes Gut. Wer dabei ein wenig quer denkt, kann noch mehr rausholen. Der schottische Soundsystem-Hersteller Linn Products Ltd. hat beispielsweise das Fließbandprinzip auf den Kopf gestellt. Bei einem internen Test war aufgefallen, dass die Mitarbeiter die Geräte wesentlich schneller vollständig selbst zusammensetzen, als wenn die Produktion am Fließband in verschiedene Teilprozesse zerlegt wird. "Die Herausforderung besteht darin, die Fähigkeiten und die Fantasie der Mitarbeiter optimal zu nutzen. Wir haben unseren Produktionsprozess so umgestaltet, dass unsere Mitarbeiter nicht mehr dazu da sind, auf der untersten Stufe Maschinen zu füttern, sondern die Roboter sind umgekehrt dazu da, den Mitarbeitern zu dienen", sagt Unternemensgründer Ivor Tiefenbrun in einem Interview mit dem Manager Magazin. Positiver Effekt der Umstellung auf Einzelfertigung: Die Mitarbeiter fühlen sich für "ihr" Produkt rundum verantwortlich, Verbesserungen lassen sich leichter und schneller umsetzen und die Innovationsrate steigt.
"Raus aus der Fließband-Welt", Manager Magazin 16.1.07

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Unternehmerische Verantwortung und Spaß an der Arbeit 
Mittwoch, 17. Januar 2007 - Management
In einem Interview mit dem Handelsblatt äußert sich der IKEA-Gründer Ingvar Kamprad zu Themen wie unternehmerischer Verantwortung, langfristigen Marktstrategien und der Freude am Job. "Ich sehe für uns als Unternehmer ursächlich den Auftrag, soziale Verantwortung zu übernehmen", so Kamprad, der anhand der Unternehmensentwicklung von IKEA aufzeigt, dass die sehr erfolgreiche weltweite Expansion des schwedischen Möbelanbieters vor allem dem Mut zum Risiko und zu langfristigen Investitionsentscheidungen zu verdanken ist. Im Rückblick erscheinen Erfolge immer plausibel, so Kamprad, doch hätten viele heute sehr gewinnträchtige IKEA-Niederlassungen auch deutliche Durststrecken überwinden müssen. Das Credo des IKEA-Gründers: Investitionen müssen auf längere Sicht dem Unternehmen natürlich dienen, jedoch ohne akuten Zeitdruck. Der heute 80-Jährige hält immer noch engen Kontakt zum Unternehmen und besucht an rund 30 Tagen pro Jahr persönlich Niederlassungen. Dort legt er Wert darauf, dass alle Angestellten bis zu den Landeschefs einmal pro Jahr eine so genannte Frontwoche einlegen, um im direkten Kontakt mit den Kunden zu stehen. Kamprads Philosophie: "Arbeit soll allen Mitarbeitern Spaß bereiten. Ein Drittel des Lebens ist Arbeit. Ohne Lust und Spaß muss Arbeit doch die Hölle sein."
"Ohne Spaß muss Arbeit doch die Hölle sein", HB 15.1.07

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink

Zurück Weiter