Die Sinnkomponente der Wirtschaft 
Montag, 30. März 2009 - Success Stories
Anlässlich des 25-jährigen Bestehens von Alnatura hält der Gründer der Biolebensmittel-Kette Götz Rehn Rückschau und reflektiert über die seiner Ansicht nach notwendigen Sinnbezüge, die wirtschaftliches Handeln entfalten sollte. Für den Anthroposophen steht dabei der Mensch immer im Mittelpunkt. "Ich möchte mit Alnatura mehr Sinn in die Welt bringen und will dazu beitragen, dass die Natur sich durch die Hilfe des Menschen – durch die Bio-Landwirtschaft – besser entfalten kann. Wir wollen eine Gesellschaft in Freiheit ermöglichen helfen. Durch ein ganzheitliches Denken – das ist unser intensives Streben – soll unser wirtschaftliches Handeln fair zur Erde und respektvoll zum Menschen sein. Ich bin davon überzeugt, dass die Wirtschaft immer einer Sinnbestimmung bedarf, die jenseits ökonomischer Kenngrößen liegt. Wir verantworten die Folgen unseres Tuns weit über dieses Unternehmen hinaus", sagt Rehn. Mit Alnatura geht es ihm demzufolge nicht nur um den Verkauf von Biolebensmitteln, sondern um wesensgerechtes, ganzheitliches Denken, um Kooperation und Transparenz. Wie das in der gelebten Praxis aussieht, zeigt beispielsweise die "Alnatura Erfahrungsschule", in der die Auszubildenden aus eigener Erfahrung heraus lernen - am Arbeitsplatz, im Rahmen von Theaterprojekten oder wenn sie eigenverantwortlich einen der Alnatura-Märkte führen dürfen. "Wir wollen durch unsere Taten immer originellere und ursprünglichere Leistungen schöpfen. Dies verstehen wir unter einer 'Veredelung' der Arbeitsbedingungen und Produkte durch Menschen", so Rehn.
"Wirtschaften mit Sinn", Alnatura-Webseite 1.3.2009


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Cradle to Cradle - Öko ohne Verzicht 
Mittwoch, 25. März 2009 - Success Stories
Die taz widmet dem Umweltchemiker Michael Braungart und seinem Cradle-to-Cradle (Von der Wiege bis zur Wiege)-Konzept einen großen Artikel. Mit neuen Produktionsmethoden und -prinzipien will Braungart für zahlreiche Produkte einen nahtlosen Materialkreislauf realisieren. Produkte sollen künftig vollständig recycelt werden können, so dass keine Abfälle mehr entstehen und zugleich die natürlichen Ressourcen nicht über Gebühr belastet beziehungsweise verbraucht werden. Recyclingfähige Turnschuhe von Nike, kompostierbare T-Shirts von Trigema und ein Bürostuhl namens Think!, dessen Einzelteile sich kompostieren oder wieder dem technischen Kreislauf zuführen lassen, zeigen das große Interesse der Industrie am Cradle-to-Cradle-Prinzip. Braungart hat bisher mehr als 600 Produkte entwickelt, die diesem Prinzip folgen. Braungart kritisiert schon einmal den typisch deutschen technischen Umweltperfektionismus, der an der falschen Stelle ansetzt und von Grund auf falsch konzipierte Systeme optimiert. Der Chemiker rät dazu, weniger in Schuldkategorien zu denken (CO2-Ausstoß verringern, Nullemission, Passivhaus), sondern besser die Fülle der Natur richtig zu nutzen.
"Der Umweltretter Michael Braungart", taz 7.3.2009


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BASF engagiert sich im Social Business 
Donnerstag, 19. März 2009 - Success Stories
Der Chemiekonzern BASF ist ein Joint Venture mit der von Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus gegründeten Grameen Bank bzw. deren Tochter Grameen Healthcare Trust eingegangen. Ziel ist es, die armen Bevölkerungsschichten von Bangladesch mit Portionsbeuteln mit Vitamien und Spurenelementen sowie mit Moskitonetzen zu versorgen und durch die Gründung eines Unternehmens neue Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen. Das Geschäftsmodell ist so angelegt, dass die beteiligten Partner ihr Anfangsinvestment aus den Geschäftserlösen zurückerhalten und darüber hinaus gehende Gewinne in das Unternehmen reinvestiert werden. „Unser gemeinsames Social Business soll Menschen die Möglichkeit eröffnen, am Geschäftsleben aktiv und erfolgreich teilzunehmen. Je mehr Menschen das tun – sei es als Geschäftspartner, Kunden oder als Mitarbeiter – desto besser für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung eines Landes und seiner Menschen. In die unternehmerische Fähigkeit von Menschen zu investieren, liegt daher auch in der Verantwortung von Unternehmen", so Dr. Jürgen Hambrecht, Vorsitzender des Vorstandes von BASF SE.
"Social Business: Joint Venture BASF Grameen Ltd. gegründet", Glocalist 5.3.09


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Global Alliance for Banking on Values gegründet 
Montag, 16. März 2009 - Success Stories
Anfang März haben elf der weltweit führenden nachhaltigen Banken die Global Alliance for Banking Values gegründet. Die Banken, die sich alle sozial-ökologischen Werten verschrieben haben, verfügen über sieben Millionen in 20 Ländern und über Einlagen von mehr als zehn Milliarden Dollar. Mit von der Partie ist auch die GLS Bank aus Bochum. Ziel der neuen Allianz ist es, die von den Mitgliedern entwickelten Arbeitsweisen und Finanzierungsinstrumente international zu bündeln, Organisationen aufzubauen, die besser auf nachhaltige Ziele ausgerichtet sind, und neue Eigentumsformen sowie ökonomische Kooperationen zu schaffen.
Pressemitteilung GLS-Bank


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Philips als Vorreiter in Sachen Umwelt 
Montag, 9. März 2009 - Success Stories
Der niederländische Elektronikkonzern Philips illustriert einmal mehr, dass Unternehmen davon profitieren können, wenn sie die Produktion ihrer Produkte möglichst umweltfreundlich gestalten und auch auf sinkende Energiekosten beim Betrieb von Geräten achten. 2008 entfiel rund ein Viertel des Gesamtumsatzes von 26,4 Milliarden Euro auf so genannte grüne Produkte. Mittelfristiges Unternehmensziel ist es, diesen Anteil auf 30 Prozent zu erhöhen. Dass eine solche Neuorientierung auch in überschaubaren Zeiträumen möglich ist, zeigt die rasante Entwicklung des von Philips 2007 formulierten Nachhaltigkeitsprogramms Ecovision. In jedem Jahr hatten die grünen Produkte bereits einen Anteil von 20 Prozent am Produktportfolio, 2008 waren es schon 25 Prozent. Das Unternehmen investierte 2008 282 Millionen Euro in grüne Technologien. Dabei achtet der Hersteller auf die Energieeffizienz im Produktionsprozess, auf Verpackung, Gewicht, Lebensdauer, Minimierung gefährlicher Substanzen und optimale Wiederverwendung beziehungsweise Entsorgung. In diesen Kategorien sollen neue Produkte jeweils um zehn Prozent besser abschneiden als ihre Vorgänger. Darüber hinaus spielen Innovationen eine wichtige Rolle für das Produktportfolio. So wurden 2008 insgesamt 91 neue grüne Produkte auf den Markt gebracht. Ein neuer medizinischer Scanner beispielsweise benötigt 30 Prozent weniger Energie als vergleichbare Geräte. Privatkunden können von einem neuen Wasserkocher profitieren, der die benötigte Wassermenge für eine vorgegebene Anzahl von Tassen genau anzeigt, so dass nur so viel Wasser erwärmt wie auch benötigt wird - woraus ein Einsparungspotenzial von einem Drittel der Energie resultiert.
"Philips setzt auf umweltverträgliche Produkte", FAZ 23.2.09



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Social Banking im Aufwind 
Freitag, 9. Januar 2009 - Success Stories
Das Handelsblatt stellt in einem Artikel das Institut für Social Banking (ISB) vor, das von zwölf europäischen Sozialbanken gegründet wurde und einen Masterstudiengang "Social Banking und Social Finance" anbietet. "Nachhaltigkeit ist für Sozialbanken wichtiger als schnelle Rendite. Der Ansatz zahlt sich aus: Sozialbanken wachsen aus eigener Kraft und stetig, aufgrund der Finanzkrise derzeit sogar stark", schreibt das Handelsblatt. So kann beispielsweise die Bochumer GLS Bank gegenwärtig einen wöchentlichen Anstieg des Anlagevolumens um zehn bis 20 Millionen Euro verbuchen. Dem ISB geht es mit seinem Studiengang vor allem um Einstellungsänderungen. "Wir bringen unseren Studierenden bei, ihre Arbeit systematisch zu hinterfragen", sagt etwa der am ISB lehrende Finanzwissenschaftler Sven Remer. Den Sozialbankern geht es darum, die Arbeit stetig mit dem eigenen Wertesystem abzugleichen und sich auch kritische Fragen zum eigenen beruflichen Wirken zu stellen, beispielsweise ob ein Wachstum allein um des Wachstums willen sinnvoll ist, wenn man dafür seine Prinzipien und Werte verleugnen muss. Das ISB soll den Führungsnachwuchs der bestehenden Sozialbanken für die Übernahme neuer Positionen vorbereiten, dient aber auch Mitarbeitern konventioneller Banken zur Weiterbildung, beispielsweise wenn es um die Spezialisierung auf nachhaltige Geldanlagen geht.
"Die Geldverbesserer", HB 31.12.2008


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Für andere tätig sein wollen 
Montag, 5. Januar 2009 - Success Stories
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat in ihrer Reihe "Mein Weg" den anthroposophisch orientierten Unternehmer Götz Rehn portraitiert. Rehns grundsätzliche Perspektive für sein unternehmerisches Handeln: "Wirtschaften heißt für mich, für andere tätig sein zu wollen, und dann bekommt man etwas zurück." Das diese eher selbstlose Devise durchaus aufgeht, zeigen die Erfolge der von Rehn gegründeten Biolebensmittel-Kette Alnatura, die regelmäßig zweistellige Umsatzzuwächse erzielt und deutlich stärker als der deutsche Biomarkt wächst. Die unkonventionelle Betrachtung wirtschaftlicher Zusammenhänge prägte Rehns Leben bereits lange bevor er selbst in die Rolle des Unternehmers schlüpfte. So promovierte der Volkswirtschaftler mit einer Dissertation über Organisationsentwicklung und versuchte, die Frage zu beantworten, wie sich im Rahmen der Unternehmensorganisation die wirtschaftlichen Ziele und die Interessen der Mitarbeiter in Einklang bringen lassen - eine Fragestellung, mit der der junge Rehn in der damaligen Zeit aneckte, da Themen wie unternehmerische Verantwortung noch längst nicht auf der Agenda der Universitäten und Unternehmen standen. Rehns persönliches Ziel bei der Gründung von Alnatura: "Das Unternehmen sollte dem Menschen dienen und die Erde nicht zerstören."
"Liebt eure Kunden!", FAZ 27.12.2008


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Huhn oder Ei? Outperformer sind Vorreiter in Sachen CSR 
Donnerstag, 11. Dezember 2008 - Success Stories
Die Frage, ob umfassende CSR-Aktivitäten das Unternehmenswachstum stimulieren oder ob umgekehrt Firmen, deren Performance überdurchschnittlich ist, sich ein besonderes CSR-Engagement eher leisten können, ist nach wie vor schwer zu beantworten. Eine CSR-Studie des britischen Economist unter 1.250 Führungskräften, darunter 300 CEOs, zeigt jedoch: die Outperformer weisen meist auch überdurchschnittliche CSR-Aktivitäten auf. Die Outperformer der Studie verzeichneten in den letzten drei Jahren einen Zuwachs ihres Aktienwertes in Höhe von 50 Prozent, während die Lowperformer hier Verluste von mehr als zehn Prozent hinnehmen mussten. Umweltziele und Menschenrechte in der Produktions- und Lieferkette zu berücksichtigen, war dabei für 40 Prozent der Outperformer wichtig, dagegen nur für 18 Prozent der Lowperformer. Eine ähnliche Tendenz zeigte sich bei der Reduzierung der Treibhausgase, die 38 Prozent der Outperformer auf ihrer Agenda haben, aber nur 24 Prozent der Lowperformer. Für fast die Hälfte der Outperformer (49 Prozent) ist es wichtig, Produkte auf den Markt zu bringen, die soziale und Umweltprobleme adressieren, dagegen nur für 35 Prozent der Lowperformer.
"Doing good: Business and the sustainability challenge", Economist Februar 2008


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