Krankheit vernichtet 80 Milliarden Euro Wertschöpfung 
Donnerstag, 14. März 2013 - Studien
Steigende Ausfälle von Arbeitnehmern aufgrund von Krankheit sind ein Killer für die Wertschöpfung der deutschen Wirtschaft. Dies geht aus der Auswertung der Krankheitstage für das Jahr 2011, die von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin vorgestellt wurde, hervor. Ein zunehmendes Problem stellen die Stresserkrankungen dar. Sie bilden zwar nur die dritthäufigste Krankheitsursache nach Rücken-, Gelenk- und Muskelbeschwerden sowie Atemwegserkrankungen, doch erhöhte sich die Zahl der Fehltage aufgrund psychischer Leiden zwischen 1997 und 2012 um mehr als 100 Prozent. Die Produktionsausfälle aufgrund von Krankheit summierten sich 2011 auf rund 46 Milliarden Euro - ein Anstieg um sieben Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr. Betrachtet man die Wertschöpfung insgesamt, so ist sogar von krankheitsbedingten "Verlusten" in Höhe von rund 80 Milliarden Euro auszugehen.
Arbeitnehmer sind wieder öfter krank, Spiegel online 28.2.13


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Deutsche beklagen Gerechtigkeitslücke 
Mittwoch, 13. März 2013 - Studien
Eine repräsentative Allensbach-Studie im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft zeigt, dass viele Deutsche innerhalb der Gesellschaft eine deutliche Gerechtigkeitslücke erkennen. So empfinden 69 Prozent der rund 1.800 Befragten die Verhältnisse in Deutschland als ungerecht, während lediglich 15 Prozent sie als gerecht erachten. 64 Prozent meinen, die Gerechtigkeit habe in den letzten Jahren abgenommen, 7 Prozent sehen hingegen ein gerechteres soziales Klima. Die wichtigsten Indikatoren für soziale Gerechtigkeit sind in den Augen der Deutschen:
Dass man von dem Lohn für seine Arbeit auch leben kann (91 Prozent)
Alle Kinder haben die gleichen Chancen auf eine gute Schulbildung (90 Prozent)
Der Staat sorgt für eine Grundsicherung, damit niemand in Not gerät (77 Prozent)
Wer mehr leistet, soll auch mehr verdienen als derjenige, der weniger leistet (70 Prozent)
Ein interessanter Punkt: Bereits 10 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass die Löhne sich nur nach der gearbeiteten Zeit, nicht nach der Qualifikation oder der beruflichen Stellung richten sollten.
Allensbach-Studie

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Funktionelle Dummheit und Narzissmus nähren die Krise 
Dienstag, 12. März 2013 - Management
Das Manager Magazin geht in einem Artikel der Frage nach, welche Wechselwirkungen zwischen der globalen Krise und den Unternehmenskulturen bestehen. So gehen die Professoren Andre Spicer (Cass Business School der City University London) und Mats Alvesson (Lund University) von einer weit verbreiteten Kultur "funktioneller Dummheit" aus, die darauf beruhe, dass vor allem hochkarätige Mitarbeiter ausschließlich zu einem funktionellen Handeln im Sinne ihres Unternehmens angehalten würden und nicht dazu, die Dinge, die sie tun, auch zu hinterfragen. Eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers zur Analyse von Wirtschaftskriminalität sieht im Typus des narzisstischen, egozentrierten oder frustrierten "Visionärs" eine große Gefahrenquelle. Diese erfolgsorientierten, selbstbewussten Menschen mit hoher Intelligenz und sehr guter Bildung neigten dazu, sich über Regeln und Gesetze hinwegzusetzen, um ihre ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Ein wunder Punkt bei der zunehmenden Bemühung um Compliance ist laut Artikel die Tatsache, dass immer mehr Firmen zwar entsprechende Richtlinien erarbeiten und den Mitarbeitern als verbindlich vorhalten, aber letztlich die Unternehmenskultur immer noch auf den alten Werten, die zur Krise geführt haben, beruhe, nämlich möglichst viel für das eigene Unternehmen am Markt herauszuschlagen.
Krisengrund: Dumm und dümmer, Manager Magazin 27.2.13


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Stress im Job verhindert gesunde Ernährung 
Montag, 11. März 2013 - Studien
Etwa die Hälfte der Arbeitnehmer ist der Ansicht, dass sie selbst in Arbeitspausen nicht genügend Zeit für ein entspanntes Essen habe, so das Ergebnis einer Untersuchung der Technikerkrankenkasse unter 1.000 Befragten. Nur in der Hälfte aller Haushalte werde noch mindestens einmal täglich frisch gekocht, vier von zehn Befragten essen mindestens ein- bis zweimal pro Woche Fertiggerichte. Burger, Pommes und Co. sind bei jedem Fünften der unter 35-Jährigen ein- bis zweimal pro Woche angesagt, und von den unter 25-Jährigen greift jeder Dritte mindestens dreimal in der Woche zu Fastfood. 30 Prozent der Frauen und 47 Prozent der Männer essen vor allem abends und dann reichlich. Bei 58 Prozent der Befragten Männer und 39 Prozent der Frauen kommen täglich Fleisch oder Wurst auf den Tisch.
Millionen Beschäftigte ernähren sich schlecht, Zeit online 22.2.13


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Glück bei der Arbeit Fehlanzeige 
Freitag, 8. März 2013 - Studien
Eine Umfrage des Jobportals Stepstone unter 13.000 Mitarbeitern und 1.000 Unternehmen aus sieben europäischen Ländern zeigt, dass die Deutschen bei der Arbeit eher unglücklich sind. Auf einer Skala von 1 bis 10 (=sehr glücklich) liegt das durchschnittliche Arbeitsglück bei 5,1, während die Deutschen privat immerhin auf 6,4 Punkte kommen. Rund 60 Prozent der Befragten finden, dass sich ihr Job negativ auf ihr Leben auswirkt, nur 27 Prozent fühlen sich durch ihre Arbeit im Privatleben belebt. Die Top 10 der Glücksfaktoren bei der Arbeit sind ein respektvoller Umgang miteinander, eine interessante Tätigkeit, ein gutes Betriebsklima, eine faire und offene Unternehmenskultur, Anerkennung für die geleistete Arbeit, sich selbst treu bleiben zu dürfen, eine gute Work-Life-Balance, gute Beziehungen zu Kollegen, eine gute Arbeitsausstattung sowie eine gerechte Vergütung. Die befragten Arbeitgeber sehen als wesentliche Vorteile durch glückliche Mitarbeiter ein höheres Mitarbeiterengagement (97 Prozent), eine geringere Mitarbeiterfluktuation (96 Prozent), weniger Fehlzeiten (94 Prozent), Rekrutierung neuer Mitarbeiter (92 Prozent), eine stärkere Strahlkraft der Arbeitgebermarke (91 Prozent) und höhere Gewinne (83 Prozent).
Stepstone-Studie 25.2.13


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Auch "Sinn"-Arbeiter streben nach Karriere und gutem Gehalt 
Donnerstag, 7. März 2013 - Arbeit
Rund 39 Prozent der deutschen Arbeitnehmer wünschen sich einen Job, mit dem sie einen tieferen Sinn verbinden, doch betrachtet man die Situation in sozial orientierten Unternehmen, so zeigt sich, dass diese sich schwer tun, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Die Organisation Ashoka, die ihre Arbeit dem sozialen Unternehmertum widmet, hat gemeinsam mit der Unternehmensberatung McKinsey untersucht, warum qualifizierte Kräfte den Sozialsektor meiden. Von den befragten 1.800 Personen im Alter zwischen 18 und 80 Jahren mit abgeschlossener Berufsausbildung zeigten sich 60 Prozent über die Karrieremöglichkeiten in diesem Bereich als informiert. Doch nur acht Prozent unter ihnen würden auch für ein Unternehmen der Branche arbeiten wollen, unter den Berufseinsteigern sogar nur vier Prozent. Grund für die Zurückhaltung ist in den meisten Fällen das liebe Geld, denn 63 Prozent gaben an, ihren Job nicht zugunsten einer sozialeren Beschäftigung aufzugeben, wenn sie dadurch weniger verdienten. Bei Einsteigergehältern von rund 25.000 Euro, 35.000 Euro für Berufserfahrene und Bruttojahreseinkommen zwischen 45.000 und 80.000 Euro für Führungskräfte ist das Gefälle zur freien Wirtschaft vergleichsweise groß. Die Sozialunternehmen verzichten bei der Mitarbeitersuche häufig auf Headhunter, Jobanzeigen und Einträge in Karriereportalen und rekrutieren eher in ihrem direkten Umfeld, so dass potentielle Bewerber oft gar nicht erreicht werden.
Will keiner einen sinnvollen Job? Zeit online 22.2.13


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Healthness in der Arbeitswelt 
Mittwoch, 6. März 2013 - Studien
Das Zukunftsinstitut geht in seiner Trendstudie zum Thema "Healthness" unter anderem der Frage nach, wie sich der Umgang mit Gesundheit unter den Vorzeichen der Veränderungen in der Arbeitswelt besser gestalten lässt. Als wichtige Rahmenbedingungen, denen Arbeitende zunehmend ausgesetzt seien, sieht das Institut vor allem die wachsende Komplexität der Arbeitsaufgaben und - kontexte, zunehmend verschwimmende Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit, einen steigenden Bedarf an Kreativität der Arbeitnehmer, der sich in einem wachsenden Fokus auf mentale Gesundheit zeige, sowie die Notwendigkeit einer zunehmenden Eigenverantwortung der Arbeitenden für die eigene Gesundheit. Daraus ergibt sich laut Zukunftsinstitut ein deutlich erweiterter Rahmen im Hinblick auf Leadership: "Leadership bedeutet für das Thema Work Health die Schaffung eines Wertbildes, in dem der Mensch im Mittelpunkt steht. Damit ist keinesfalls eine Versorgungsmentalität gemeint, sondern eine anspruchsvolle, leistungsorientierte Arbeitsumgebung, die Empowerment, sprich: die Selbstverantwortung des Mitarbeiters für seine Arbeitsergebnisse, aber auch für sein eigenes Wohlbefinden und seine Gesundheit, fördert und fordert. Die Führungskraft von morgen kombiniert eine humanitäre Einstellung mit einer ergebnisorientierten Ausrichtung und gewährt bei der Umsetzung weitestgehende Freiheitsgrade. Nicht nur bei Managern, sondern quer durch alle Bereiche des Unternehmens. Wer Leadership als Hierarchie-Level versteht, denkt die Zukunft der Arbeit nicht konsequent: Leadership bedeutet Verantwortung für das eigene Leben und die eigene Gesundheit. Work Health heißt auch, dass nicht mehr zur Diskussion steht, dass persönliche und betriebliche Gesundheit zu den obersten Maximen gehören – weil sie den künftigen Unternehmenserfolg bedingen." Um diese neuen Fähigkeits-Sets entwickeln zu können, sei es notwendig, dass bereits im Bildungssystem die entsprechenden Themenbereiche gezielt vermittelt werden.
Leseprobe "Healthness"-Report


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Tagung "Achtsamkeit am Arbeitsplatz" am 18. April in Frankfurt 
Dienstag, 5. März 2013 - Veranstaltungen
Am 18. April 2013 findet in Frankfurt eine Fachtagung zum Thema "Achtsamkeit am Arbeitsplatz" statt. Auf der Agenda stehen eine Einführung in das Programm Mindfulness Based Stress Reducation, in Progressive Muskelentspannung als Startpunkt für ein betriebliches Gesundheitsmanagement sowie ein Überblick über die neuesten neurowissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema Achtsamkeit. Der Zen-Lehrer und Unternehmer Paul Kohtes wird darüber hinaus einen Vortrag halten zum Thema "Aufbruch zu einer neuen Arbeitskultur durch Achtsamkeit: Erfahrungen von Managern und Praxisbeispiele aus Unternehmen".
Flyer zur Veranstaltung


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