Entwicklung ist wichtiger als Geld 
Freitag, 27. Mai 2011 - Studien
Allein mit Geld lässt sich der Nachwuchs für Unternehmen in der heutigen Zeit wohl nicht mehr rekrutieren, wie eine Untersuchung der Managementberatung Kienbaum im Auftrag des Familienunternehmens Haniel zeigt. Befragt wurden 279 Absolventen zu ihren Vorstellungen des Berufseinstiegs. Wichtigstes Argument für die Wahl eines Arbeitgebers ist für 70 Prozent, dass ihnen Entwicklungsmöglichkeiten geboten werden. 60 Prozent setzen auf eine kollegiale Atmosphäre, 57 Prozent wollen eine gute Work-Life-Balance. Erst an vierter Stelle nennen 49 Prozent der Befragten die Vergütung - gefolgt von Internationalität (44 Prozent) und zukünftigen Karriereoptionen (38 Prozent).
Berufsanfängern ist Geld nicht so wichtig, FTD 20.5.11

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Geld oder Freunde? Für jede Kultur bedeutet Erfolg etwas anderes 
Mittwoch, 25. Mai 2011 - Studien
Die ESSEC Business School und das französische Marktforschungsinstitut CSA haben in einer weltweiten Studie mit 3.000 Teilnehmern untersucht, was Menschen unter Erfolg verstehen. Die regionalen Unterschiede bei den Antworten zeigen, welche Facetten sich hinter dem Begriff verbergen - und spiegeln unterschiedliche politische, kulturelle und wirtschaftliche Voraussetzungen der Regionen wider. Deutschen Führungskräften scheint es an Selbstbewusstsein nicht zu mangeln: 82 Prozent von ihnen betrachten sich als sehr oder ziemlich erfolgreich. Erfolg verbinden die Deutschen vor allem mit zwischenmenschlichen Beziehungen. Für 96 Prozent sind wahre Freunde das wichtigste, gefolgt von einem glücklichen Familienleben, einer erfüllten Freizeit und Partnerschaft. Nur jeder Dritte wäre in Deutschland bereit, für den Erfolg Opfer zu bringen, wenn dies dazu führt, dass Familie, Freunde, das Liebesleben oder die Gesundheit darunter leiden. Für Chinesen bemisst sich Erfolg hingegen hauptsächlich in barer Münze - 79 Prozent von ihnen betrachten ihr gespartes Vermögen als Zeichen ihres Erfolges. In Marokko betrachten drei Viertel der Befragten ein eigenes Unternehmen als wichtiges Erfolgsmerkmal - in Westeuropa trifft dies hingegen nur auf etwa 40 Prozent der Befragten zu.
Erst die Karriere, dann die Liebe - oder umgekehrt? FTD 17.5.11

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Den "Guten" nimmt man die Nachhaltigkeit ab 
Dienstag, 24. Mai 2011 - Studien
Eine Studie des Instituts für Handelsforschung zeigt, dass kritische Verbraucher auf die wachsenden Greenwashing-Aktivitäten vieler Firmen eher nicht hereinfallen. Mit dem so genannten CSR-Tracker befragt das Institut Verbraucher im Hinblick auf sechs Dimensionen der unternehmerischen Verantwortung, nämlich Aufrichtigkeit in der öffentlichen Information, Fairness im Wettbewerb, Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Kultur, Engagement für den Erhalt der Umwelt, Mitarbeiterbehandlung und soziale und ökologische Werte im Produktangebot. Spitzenreiter im gegenwärtigen Ranking ist die Biosupermarktkette Alnatura mit einem Indexwert von 71, gefolgt von der Supermarktkette tegut mit 63 Punkten und der Drogeriemarktkette dm mit 60 Punkten. Schlusslichter bilden die Drogeriekette Schlecker (31 Punkte), die immer wieder Aufsehen erregt, weil sie ihre Mitarbeiter nicht sonderlich pfleglich behandelt, und der Textildiscounter KiK (29 Punkte), der in der Vergangenheit durch die Zahlung von Niedrigstlöhnen negativ in Erscheinung trat. Die Verbraucher registrieren also durchaus, wie in den Medien über das Verhalten von Firmen berichtet wird, und ziehen daraus Konsequenzen.
Pressemitteilung des Instituts für Handelsforschung

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5.000 Euro netto machen glücklich 
Montag, 23. Mai 2011 - Studien
Die Deutschen streben nicht nach den Millionen - drei Viertel von ihnen wären schon mit einem Nettoeinkommen von bis zu 5.000 Euro glücklich, so das Ergebnis einer Umfrage des Vermögensverwalters Packenius, Mademann und Partner. Von diesem Glück trennen den Durchschnittsdeutschen allerdings 3.428 Euro, denn das durchschnittliche monatliche Nettoeinkommen liegt in Deutschland bei lediglich 1.572 Euro. Doch materieller Reichtum ist für die Deutschen längst nicht alles. 69 Prozent ist vor allem ihre Gesundheit wichtig, 66 Prozent die Familie.
Das (Gehalts-)Glück der Deutschen, WiWo 28.4.11

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Ältere Arbeitnehmer überzeugen durch Routine 
Donnerstag, 19. Mai 2011 - Studien
Obwohl der demographische Wandel bereits jetzt erahnen lässt, dass in Zukunft auch ältere Arbeitnehmer länger in den Arbeitsprozess eingebunden werden müssen, wenn Deutschland seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit erhalten möchte, gilt in vielen Firmen nach wie vor ein Jugenddarwinismus - jüngeren Arbeitnehmern wird eine bessere Performance zugeschrieben, so dass Ältere nur allzu oft außen vor bleiben. Eine Studie des Mannheim Research Institute for the Economics of Aging zeigt nun, dass es gerade die Alten sind, die Firmen mit ihrem in Jahrzehnten erworbenen Know-how besonders nutzen. Die Forscher werteten vertrauliche Statistiken der Mercedes-Benz-Lastwagenfabrik Wörtz aus vier Jahren aus und stellten fest, dass es vor allem die älteren, langjährigen Mitarbeiter sind, die die Fehlerquote drücken, denn aufgrund ihres umfassenden Know-hows machen sie vor allem weniger schwerwiegende Fehler. Maßgeblich ist dabei nicht allein das Alter, sondern die Dauer der Betriebszugehörigkeit - ein Grund mehr für Firmen, sich über ihre Mitarbeiterbindung Gedanken zu machen.
Routine schlägt Jugend, Die Zeit 13.5.11

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Drei Viertel der Arbeitnehmer fühlen sich von Mobbing bedroht 
Mittwoch, 18. Mai 2011 - Studien
Eine Umfrage des Jobportals Monster.de wirft ein ernüchterndes Licht auf die Arbeitswelt: 75 Prozent der an der Befragung Teilnehmenden gab hier an, schon einmal selbst Oper von Mobbing gewesen zu sein, weitere 15 Prozent verwiesen darauf, dass Kollegen in ihrem Unternehmen bereits betroffen gewesen seien. Lediglich 10 Prozent der Umfrageteilnehmer meinten, in ihrem Unternehmen sei das Arbeitsklima angenehm und Mobbing käme nicht vor. Die Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen: Zwar wurde bei der Umfrage erklärt, dass Mobbing sich von gewöhnlichen Ärgernissen am Arbeitsplatz wie Streit und Unstimmigkeiten unter Kollegen deutlich unterscheide, beispielsweise durch Belästigungen, Abwertungen, Kränkungen und Ausgrenzungen über längere Zeiträume, aber alleine die Selbstwahrnehmung der Mitarbeiter ist schon ein Alarmzeichen, zeigt sie doch, dass anscheinend viele Mitarbeiter unter dem Arbeitsklima in ihrem Unternehmen leiden (wobei bei freiwilligen Umfragen auch der Effekt, dass vor allem diejenigen, die ihrem Unmut Ausdruck verleihen wollen, daran teilnehmen). Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz geht von mehr als 12 Millionen Mobbingopfern in der Europäischen Union aus. Bei geschätzten 330 Millionen Arbeitnehmern wären das drei bis vier Prozent. Allerdings muss man in diesem sensiblen Feld auch davon ausgehen, dass nur ein Bruchteil der Betroffenen ihre prekäre Lage überhaupt offiziell macht, die Dunkelziffer also wahrscheinlich deutlich höher ist.
Mobbing, der Kleinkrieg am Arbeitsplatz, FTD 6.5.11

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89 Prozent der Deutschen sind zufrieden mit ihrem Job 
Dienstag, 17. Mai 2011 - Studien
Ein Großteil der deutschen Arbeitnehmer ist zufrieden mit seinem Job. Laut einer Umfrage des Magazins Stern sind 40 Prozent der Befragten sehr zufrieden mit ihrer Arbeit, weitere 49 Prozent zufrieden. Frauen sind dabei glücklicher als Männer - unter ihnen waren 43 Prozent sehr zufrieden mit ihrem Job, unter den Männern lediglich 36 Prozent. Die zufriedenste Berufsgruppe sind die Beamten - unter ihnen sind sogar 42 Prozent sehr zufrieden mit ihrer Arbeit, während es unter den Arbeitern lediglich 24 Prozent. Allerdings: 38 Prozent der Befragten klagen über zu geringe Bezahlung, 44 Prozent wünschen sich mehr Einsatz der Gewerkschaften für die Belange von Arbeitnehmern.
Frauen sind im Job glücklicher als Männer, WiWo 29.4.11

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Öko-Anlagen sind nicht unbedingt grün 
Mittwoch, 11. Mai 2011 - Studien
Das Verbrauchermagazin Ökotest hat grüne Geldanlagen unter die Lupe genommen und dabei festgestellt: Nicht überall, wo Öko draufsteht, sind auch umweltverträgliche Anlagen drin. In 51 von 73 untersuchten grünen Geldanlagen identifizierten die Tester beispielsweise Aktien von Atomfirmen. Da Atomstrom aufgrund seiner vorgeblich CO2-armen Produktion von der Industrie gerne ein grünes Image verpasst bekommt, schließen sich viele Fonds dieser Argumentation anscheinend gerne an. Auch Rüstungsfirmen, Chemiekonzerne und Öl-Multis finden sich häufig in vermeintlichen Öko-Fonds. Diese bizarren Kombinationen kommen teils auch deshalb zustande, weil viele Fonds nach einem "Best in Class"-Prinzip operieren: Sie legen Felder fest, in denen investiert werden soll, und wählen dann aus den verschiedenen Industrien das jeweils ökologisch am besten aufgestellte Unternehmen für das Portfolio aus. Anleger sollten beim Fondskauf also genau prüfen, was wirklich im Portfolio ist und nach welchen Kriterien die Fonds Aktien auswählen.
Pressemitteilung Öko-Test

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