5.000 Euro netto machen glücklich 
Montag, 23. Mai 2011 - Studien
Die Deutschen streben nicht nach den Millionen - drei Viertel von ihnen wären schon mit einem Nettoeinkommen von bis zu 5.000 Euro glücklich, so das Ergebnis einer Umfrage des Vermögensverwalters Packenius, Mademann und Partner. Von diesem Glück trennen den Durchschnittsdeutschen allerdings 3.428 Euro, denn das durchschnittliche monatliche Nettoeinkommen liegt in Deutschland bei lediglich 1.572 Euro. Doch materieller Reichtum ist für die Deutschen längst nicht alles. 69 Prozent ist vor allem ihre Gesundheit wichtig, 66 Prozent die Familie.
Das (Gehalts-)Glück der Deutschen, WiWo 28.4.11

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Beim Erfolg auch an Niederlagen denken 
Freitag, 20. Mai 2011 - Arbeit
Nichts ist im Business unbeliebter, als über das Scheitern nachzudenken - oder es sogar zuzugeben. Diese Angst vor dem Eingestehen einer Niederlage ist es aber, die das Scheitern nur umso schlimmer werden lässt, denn wer vor sich selbst nicht zugeben kann, dass seine Pläne nicht den gewünschten Erfolg haben, läuft Gefahr, sich in eine Sackgasse zu manövrieren. "Wer gut scheitert, der akzeptiert seine Situation, findet also die Kraft, seinen eingeschlagenen Weg abzubrechen. Das ist schwierig, weil man an dem eigentlichen Vorhaben hängt, Zeit und Geld investiert hat. Aber diese Einsicht ermöglicht eine neue Zielorientierung. Im Gegensatz zum schlechten Scheitern, bei dem eine neue Weichenstellung zum Erfolg nicht möglich ist. Die Situation wird einfach geleugnet", meint der Philosoph Hans-Jürgen Stöhr, der in Rostock eine Agentur für "gescheites Scheitern" leitet. Frauen sind dabei, so der Berater, deutlich besser gewappnet als Männer: "Männer gehen ganz anders mit dem Scheitern um als Frauen. Männer sind verbissener, haben den Eindruck, dass sie als Männer nicht scheitern dürften. Eigentlich sollten mehr Frauen Unternehmerinnen werden und Führungspositionen übernehmen. Frauen sind bedächtiger, ganzheitlicher und wägen mehr ab. Sie verhalten sich eben klug auf ihrem Weg zum Erfolg und scheitern damit weniger." Da fühlen wir uns doch an Altmeister Beckett erinnert - des irischen Dramatikers Devise war: "Einmal versuchen, scheitern. Wieder versuchen, wieder scheitern. Besser scheitern."
"Männer scheitern schlechter als Frauen", FAZ 12.5.11

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Ältere Arbeitnehmer überzeugen durch Routine 
Donnerstag, 19. Mai 2011 - Studien
Obwohl der demographische Wandel bereits jetzt erahnen lässt, dass in Zukunft auch ältere Arbeitnehmer länger in den Arbeitsprozess eingebunden werden müssen, wenn Deutschland seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit erhalten möchte, gilt in vielen Firmen nach wie vor ein Jugenddarwinismus - jüngeren Arbeitnehmern wird eine bessere Performance zugeschrieben, so dass Ältere nur allzu oft außen vor bleiben. Eine Studie des Mannheim Research Institute for the Economics of Aging zeigt nun, dass es gerade die Alten sind, die Firmen mit ihrem in Jahrzehnten erworbenen Know-how besonders nutzen. Die Forscher werteten vertrauliche Statistiken der Mercedes-Benz-Lastwagenfabrik Wörtz aus vier Jahren aus und stellten fest, dass es vor allem die älteren, langjährigen Mitarbeiter sind, die die Fehlerquote drücken, denn aufgrund ihres umfassenden Know-hows machen sie vor allem weniger schwerwiegende Fehler. Maßgeblich ist dabei nicht allein das Alter, sondern die Dauer der Betriebszugehörigkeit - ein Grund mehr für Firmen, sich über ihre Mitarbeiterbindung Gedanken zu machen.
Routine schlägt Jugend, Die Zeit 13.5.11

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Drei Viertel der Arbeitnehmer fühlen sich von Mobbing bedroht 
Mittwoch, 18. Mai 2011 - Studien
Eine Umfrage des Jobportals Monster.de wirft ein ernüchterndes Licht auf die Arbeitswelt: 75 Prozent der an der Befragung Teilnehmenden gab hier an, schon einmal selbst Oper von Mobbing gewesen zu sein, weitere 15 Prozent verwiesen darauf, dass Kollegen in ihrem Unternehmen bereits betroffen gewesen seien. Lediglich 10 Prozent der Umfrageteilnehmer meinten, in ihrem Unternehmen sei das Arbeitsklima angenehm und Mobbing käme nicht vor. Die Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen: Zwar wurde bei der Umfrage erklärt, dass Mobbing sich von gewöhnlichen Ärgernissen am Arbeitsplatz wie Streit und Unstimmigkeiten unter Kollegen deutlich unterscheide, beispielsweise durch Belästigungen, Abwertungen, Kränkungen und Ausgrenzungen über längere Zeiträume, aber alleine die Selbstwahrnehmung der Mitarbeiter ist schon ein Alarmzeichen, zeigt sie doch, dass anscheinend viele Mitarbeiter unter dem Arbeitsklima in ihrem Unternehmen leiden (wobei bei freiwilligen Umfragen auch der Effekt, dass vor allem diejenigen, die ihrem Unmut Ausdruck verleihen wollen, daran teilnehmen). Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz geht von mehr als 12 Millionen Mobbingopfern in der Europäischen Union aus. Bei geschätzten 330 Millionen Arbeitnehmern wären das drei bis vier Prozent. Allerdings muss man in diesem sensiblen Feld auch davon ausgehen, dass nur ein Bruchteil der Betroffenen ihre prekäre Lage überhaupt offiziell macht, die Dunkelziffer also wahrscheinlich deutlich höher ist.
Mobbing, der Kleinkrieg am Arbeitsplatz, FTD 6.5.11

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89 Prozent der Deutschen sind zufrieden mit ihrem Job 
Dienstag, 17. Mai 2011 - Studien
Ein Großteil der deutschen Arbeitnehmer ist zufrieden mit seinem Job. Laut einer Umfrage des Magazins Stern sind 40 Prozent der Befragten sehr zufrieden mit ihrer Arbeit, weitere 49 Prozent zufrieden. Frauen sind dabei glücklicher als Männer - unter ihnen waren 43 Prozent sehr zufrieden mit ihrem Job, unter den Männern lediglich 36 Prozent. Die zufriedenste Berufsgruppe sind die Beamten - unter ihnen sind sogar 42 Prozent sehr zufrieden mit ihrer Arbeit, während es unter den Arbeitern lediglich 24 Prozent. Allerdings: 38 Prozent der Befragten klagen über zu geringe Bezahlung, 44 Prozent wünschen sich mehr Einsatz der Gewerkschaften für die Belange von Arbeitnehmern.
Frauen sind im Job glücklicher als Männer, WiWo 29.4.11

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Wie die Kultur der Wirtschaft hilft 
Montag, 16. Mai 2011 - Wissenschaft
Aus der Sicht betriebswirtschaftlicher Hardliner sind Kulturausgaben häufig entbehrlich, und so wird in Zeiten klammer Haushalte nur allzu oft von Städten, über denen der Pleitegeier kreist, der Rotstift beim Kulturangebot angesetzt. Ein Reflex, der möglicherweise mittel- bis langfristig der wirtschaftlichen Stärke ganzer Regionen schaden könnte, denn Regionalökonomen der University of Stirling haben herausgefunden, dass gerade die Kulturangebote es sind, die hochqualifizierte Arbeitskräfte anziehen und damit der wirtschaftlichen Prosperität dienlich sind. Der Durchschnitt von Hochschul- und Fachhochschulabsolventen liegt Deutschlandweit bei etwa sieben Prozent. Pro zehn Kilometer, die ein Landkreis näher am Standort eines Opernhauses liegt, steigt dieser Anteil um 0,28 Prozentpunkte. Mit jedem Prozentpunkt mehr an Hochqualifizierten steigt wiederum die BIP-Wachstumsrate im Landkreis um 0,24 bis 0,49 Prozentpunkte. Die Kulturinvestitionen dienen also nicht nur der Kunst, sondern fördern auch die wirtschaftliche Prosperität der Regionen.
Die Oper lässt das Land erblühen, FAS 8.5.11

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Werte der Erfolgreichen 
Freitag, 13. Mai 2011 - Management
Die Beraterin Dorothee Echter hat untersucht, welche Werte besonders erfolgreiche Top-Führungskräfte auszeichnen. Dabei hat sie drei Merkmale herausgefiltert, die für fast alle Führungsgrößen kennzeichnend sind. Top-Leute verfügen über einen überdurchschnittlich starken inneren Antrieb und ein "echtes inneres Anliegen, für das sie andere begeistern können". Diese Überzeugung ist verbunden mit einer "Erfolgsgewissheit", die sich auf enge Mitarbeiter und die mittlere Managementebene übertrage - also auf den Personenkreis, der letztlich für die konkrete Umsetzung der Visionen im Business zuständig ist. Ein weiterer Punkt: Top-Leute "arbeiten ständig an sich selbst, sind extrem lern- und wissbegierig". Es geht also einerseits um Charisma, aber, so Echter, auch um echte Verbundenheit, denn ihrer Erfahrung nach zeichnen sich die High Potentials auch durch feine Antennen aus, mit denen sie erkennen, welche Menschen in ihrem Umfeld wirklich authentisch sind.
Diese Werte sind wichtig in der Welt der Mächtigen, Die Welt 28.3.11

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Wer andere negativ einschätzt, reagiert egoistischer 
Donnerstag, 12. Mai 2011 - Wissenschaft
Forscher des Max-Planck-Instituts zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern haben in einer Studie herausgefunden, dass ein negatives Urteil über andere Menschen in kooperativen Settings den Egoismus erhöht. In Gemeinwohlspielen wurden die Teilnehmer vor ein Dilemma gestellt: Ihr eigenes soziales oder egoistisches Verhalten konnte Gewinn oder Verlust bringen, je nachdem, wie sich die anderen Mitspieler verhielten. Aus Perspektive der Gemeinschaft wäre ein Investment ins Kollektiv besser, auf individueller Ebene rentiert sich Egoismus, da die Teilnehmer einen Bonus erhalten konnten, ohne selbst zu investieren. Es zeigte sich. dass die Teilnehmer, die von ihren Mitprobanden ein positives Bild hatten, deutlich altruistischer agierten als diejenigen, die ihre Mitspieler eher negativ bewerteten. Auch als die Probanden positive Informationen über ihre Mitspieler erhielten, veränderten nur wenige ihr Verhalten in Richtung Kooperation. Daraus schlossen die Forscher, dass einmal gefällte Negativurteile sich nur schwer revidieren lassen.
Einflussreiches Menschenbild, wissenschaft.de 14.4.11

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