Arbeit mit anderen Augen sehen 
Mittwoch, 8. Mai 2013 - Arbeit
Die Welt am Sonntag beleuchtet in einem schönen Beitrag die unterschiedlichen Perspektiven der Weltreligionen auf das Thema Arbeit - und findet dabei viele positive Anknüpfungspunkte für stressgeplagte Arbeitnehmer. Einig scheinen sich dabei alle Glaubensrichtungen darüber zu sein, dass man der Arbeit, so anstrengend sie vielleicht sein mag, immer auch sinnhafte Aspekte abringen könne - indem man sich in Hingabe übt, auch unbedeutende Aufgaben wertschätzt und mit Freude dient. Aus buddhistischer Sicht trägt zur freudvollen Arbeit bei, Aufgaben wahrzunehmen, die dem Leben insgesamt dienen. Zerstörerische Tätigkeiten hingegen seien kaum geeignet, Frieden zu finden. Auch sei es hinderlich, von Arbeit das Paradies zu erwarten, denn Frust und Schmerz gehörten zum Leben nun einmal dazu. Insgesamt richtet der Beitrag ein Augenmerk darauf, realistischer mit den Herausforderungen der Arbeitswelt umzugehen. Zwar müssten auch die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen, doch habe der Einzelne letztlich auch Gestaltungsspielräume, allein dadurch, dass er entscheiden kann, welche Erwartungen im Hinblick auf Arbeit er kultiviert und ob er vermeintlichen Belastungen auch positive Perspektiven abringen kann.
Ist Arbeit nicht paradiesisch? WamS 28.4.13


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Psychischer Problemdruck wächst 
Dienstag, 7. Mai 2013 - Management
Spektakuläre Selbstmorde in der Londoner City werfen die Frage auf, ob und inwieweit die Wirtschaftskrise inzwischen auf das psychische Befinden der Arbeitnehmer durchschlägt. Insgesamt verzeichnete Großbritannien seit 2004 gerade die höchste Selbstmordrate. Doch über psychische Probleme spricht man im Business nach wie vor nicht - erst recht nicht im Bankensektor, wo dies nach wie vor als Stigma gilt. Rund 34 Prozent der britischen Arbeitnehmer stehen bei der Arbeit unter starkem Stress - eine Belastung, die andere Sorgen, beispielsweise um die eigene Gesundheit, deutlich übersteige. Vor allem Männer zwischen 30 und 59 Jahren aus sozial schwächeren Milieus seien betroffen. Doch Geld allein hilft nicht, so eine Psychologin aus der Londoner City, deren Patienten zu 40 Prozent aus der Finanzbranche stammen. Diese erkennen nämlich immer mehr, dass Glück sich nicht allein aus guten Finanzen ergebe.
Verrückt sind immer nur die anderen, taz 27.4.13


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Überstunden - oft Freizeit statt Geld 
Montag, 6. Mai 2013 - Studien
Überstunden werden in Deutschland zunehmend durch Freizeitausgleich abgegolten, so eine aktuelle Erhebung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. 49 Prozent der Westdeutschen werden bereits auf diesem Weg für die geleistete Mehrarbeit entschädigt (1991: 32 Prozent). Die reine Abgeltung über einen finanziellen Ausgleich sank im gleichen Zeitraum von 36,8 auf 12 Prozent. Der Anteil eines Mixes aus Bezahlung und Freizeitausgleich stieg von 14,9 auf 19,9 Prozent. Knapp ein Fünftel der Arbeitnehmer erhält hingegen für Überstunden überhaupt keinen Ausgleich.
Chefs geben Ausgleich statt Bezahlung für Mehrarbeit, Zeit online 23.4.13


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Dauerthema Erreichbarkeit 
Freitag, 3. Mai 2013 - Studien
Eine Bitkom-Studie unter 505 Berufstätigen und Personalverantwortlichen aus 854 Unternehmen zeigt, dass beim Thema Erreichbarkeit nach wie vor jede Menge Unsicherheit vorherrscht. So gibt es in 62 Prozent der befragten Firmen keinerlei Regelung, wie die Erreichbarkeit von Mitarbeitern außerhalb der Arbeitszeit zu handhaben ist. Und nur knapp jede dritte Firma findet, dass Mitarbeiter außerhalb der Arbeitszeit nicht erreichbar sein sollten. 79 Prozent der Befragten glauben zwar, dass sich durch das Arbeiten im Home Office Arbeit und Familie besser miteinander vereinbaren lassen, aber 55 Prozent haben auch Sorge, dass sich die Grenzen zwischen Beruf und dem übrigen Leben dadurch zu stark verwischen. Schon jetzt behalten rund 60 Prozent der Angestellten ihre Mails auch nach Feierabend im Blick.
Immer bereit für den Anruf vom Chef, HB 16.4.13


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Gebrauchsanweisung für die Generation Y 
Donnerstag, 2. Mai 2013 - Management
Die so genannte Generation Y - nach 1980 geborene Arbeitnehmer - verunsichert immer mehr Personaler, denn ihre Haltung zur Arbeit unterscheidet sich zum Teil deutlich vom Habitus heutiger Führungskräfte. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung gibt die Personal-Professorin Susanne Böhlich eine Art Gebrauchsanweisung für den Umgang mit dieser neuen Spezies. Verantwortung, Gestaltungsmöglichkeiten, Abwechslung - da seien die wichtigsten Antriebe für den Business-Nachwuchs. Es gilt das Motto arbeiten und leben, anstatt für den Job alles andere zu opfern. Aufgaben und Anweisungen hinterfragen die Jungen gerne im Hinblick auf ihre Sinnhaftigkeit. Für Unternehmen gelte: Wer Erfolgserlebnisse schaffe, regelmäßig Feedback gebe und partnerschaftlich führe, habe gute Karten bei der Generation Y.
"Arbeit muss Sinn und Spaß machen", SZ 13.4.13


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Narzissmus ist gut für Innovationen 
Dienstag, 30. April 2013 - Studien
Narzisstische Chefs können für Unternehmen ein Gutes haben, denn sie scheinen besonders offen für den Einsatz von Innovationen zu sein. In einer Studie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der International Leading Business School Lausanne und der Pennsylvania State University wurde untersucht, wie Pharma- und Biotechfirmen mit Innovationen umgehen - für den Zeitraum 1980 bis 2008. Es zeigte sich, dass vor allem Firmen, die von Chefs mit übersteigertem Selbstbewusstsein und gleichzeitig hohem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit geführt wurden, neuartige Techniken, die noch keine breitere Akzeptanz haben, besonders nachdrücklich einführten. Die CEOs waren darüber hinaus äußerst dominant, trafen Führungsentscheidungen weitgehend autark und es fehlte ihnen an Kritikfähigkeit und Empathie. Die Forscher gehen davon aus, dass die Risikofreude dieser Narzissten durch den starken Glauben getragen werde, neue Technologien auch beherrschen zu können. Eher selbstkritische Chefs hingegen schreckten eher vor den möglichen Risiken zurück.
Selbstverliebte Chefs sind innovativer, Zeit online 8.4.13


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Frauenförderung schlägt bei Daimler Wellen 
Montag, 29. April 2013 - Management
Die Diskussion um die Einführung einer Frauenquote für Führungspositionen hat in vielen Firmen bereits zu systematischen Anstrengungen geführt, den Frauenanteil zu erhöhen. Daimler beispielsweise möchte mit seinem Global Diversity Office den Frauenanteil in Führungspositionen von heute 11 auf 22 Prozent im Jahr 2020 erhöhen. Im firmeneigenen Netzwerk schlägt dieses Anliegen inzwischen Wellen, denn immer Männer fühlen sich diskriminiert und ihrer Aufstiegschancen beraubt. An der hitzig geführten internen Diskussionen beteiligten sich mehr als 200 Mitarbeiter im Intranet. Gerade durch dieses Aufbegehren fühlt Daimler sich in seinem Vorgehen bestärkt, denn die Kommentare würden nur bestätigen, dass es einer nachhaltigen Kulturveränderung bedürfe. Manager mit Personalverantwortung müssen bereits jetzt auf 5 Prozent ihres Bonus verzichten, wenn sie ihre Frauenquotenziele nicht erfüllen.
Geschlechterkonflikt beim Daimler, WiWo 5.4.13


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Unterstützung vom Chef erhöht Leistung 
Freitag, 26. April 2013 - Studien
Mit ein bisschen mehr Unterstützung könnten viele Chefs die Performance und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter deutlich steigern. Das ist das Ergebnis einer Studie der Talentmanagement-Beratung DDI, die weltweit, darunter in den USA, Deutschland, China und Indien, mehr als 1.000 Arbeitnehmer ohne Führungsverantwortung zu den Fähigkeiten ihrer Vorgesetzten befragte. Eine Mehrheit der Befragten findet, sie könne nur halb so produktiv arbeiten, wie wie wolle, da ihnen die Unterstützung durch den Chef fehle. Das führt dazu, dass 37 Prozent nur selten oder überhaupt nicht motiviert sind. 45 Prozent bemängeln fehlendes Feedback und Lob. 39 Prozent haben sogar schon einmal gekündigt, weil sie Probleme mit dem Vorgesetzten hatten. Gezielte Motivation hingegen kann die Power der Angestellten enorm verstärken. So behaupten 98 Prozent der Befragten, die sich durch ihre Chefs motiviert fühlen, dass sie zu Höchstleistungen bereit seien - bei den Frustrierten sind es hingegen nur elf Prozent.
Jedem Zweiten fehlt Verständnis vom Chef, Zeit online 9.4.13


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