Ethik-Management bei der Personalauswahl 
Mittwoch, 23. August 2006 - Management
Ein gezieltes Ethik-Management ist in den Augen des Personalberaters Christoph Dyckerhoff ein wichtiges Erfolgsmerkmal für gelungene Personalauswahl. Der seit 16 Jahren im Bereich Executive Search tätige Berater hat dafür eigens einen Ethik-Test entwickelt, mit dem er Führungskräfte auf Merkmale wie "Konzentration auf das wesentliche und Bewusstsein für Werte wie Authentizität, Disziplin und Verantwortung" scannt. So findet Dyckhoff "geradlinige Charaktere, die durch Führungsstärke, Mut und Innovationskraft überzeugen" - seiner Meinung nach wichtige Erfolgskriterien für Führungskompetenz.
Dyckerhoff & Partner Executive Search

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Mitarbeiter als Botschafter des guten Rufs 
Dienstag, 22. August 2006 - Studien
Die Reputation in Unternehmen hängt zu einem nicht zu unterschätzenden Teil von den Mitarbeitern ab, so das Ergebnis einer Studie von Prof. Dr. Sabrina Helm, Inhaberin des Lehrstuhls für Strategisches Marketing an der Privaten Universität Witten/Herdecke. Die Befragung von 439 US-amerikanischen Arbeitnehmern namhafter Unternehmen zeigt dabei eine Doppelrolle, die Mitarbeiter bei der Reputationsbildung spielen. Einerseits werden sie in ihren Einstellungen und Verhaltensweisen selbst durch den Ruf des Unternehmens geprägt, so dass eine positive Reputation die Zufriedenheit und die Verbundenheit der Mitarbeiter mit der Firma steigern kann. Andererseits tragen sie selbst aktiv zur Reputationsbildung bei. Die Marketing-Expertin rät deshalb Unternehmen, Mitarbeiter gezielter dabei zu unterstützen, Botschafter des guten Rufs zu werden. So sollte die Belegschaft rechtzeitig über geplante Vorgänge und Ziele informiert werden und ausreichend Möglichkeiten haben, unzufriedenen Kunden entgegenzukommen.
Pressemitteilung "Botschafter des guten Rufs", 14.8.06

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Erschöpfung lähmt - nicht nur die Seele, auch die Wirtschaft 
Montag, 21. August 2006 - Wissenschaft
Während in den Jahren 1991 bis 2004 die Zahl der Krankschreibungstage in Unternehmen auf sagenhafte 47 Prozent gesunken ist (Quelle: BKK-Gesundheitsreport 2005), zeigt sich parallel dazu ein neues, beunruhigendes und für die Betroffenen existenzielles Phänomen: Im gleichen Zeitraum stiegen die Fehltage aufgrund psychischer Störungen nämlich um 28 Prozent und lagen 2004 bei 119 Tagen/100 Versicherte. Besonders betroffen sind Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten (175 Krankschreibungstage/100 Versicherte), in der öffentlichen Verwaltung (161) sowie in Organisationen und Verbänden (158). Auch in Banken und Versicherungen (116), der Datenverarbeitung (97), der Dienstleistungsbranche (96) und im Handel (91) zeigt sich der seelische Verschleiß der Mitarbeiter deutlich (Quelle: DAK-Gesundheitsreport 2005). Diese Entwicklungen sind nicht nur der Spiegel eines wachsenden persönlichen Leids, sie führen auch zu wirtschaftlichen Folgeschäden. Denn die psychische Überbelastung beeinträchtigt neben dem persönlichen Wohlbefinden auch die individuelle Arbeitsfähigkeit. 2004 erfolgten zudem 32 Prozent der Frühberentungen aufgrund psychischer Erkrankungen (dagegegen nur in 18 Prozent der Fälle aufgrund von Problemen im Bereich Skelett, Muskeln, Bindegeweben und in 14 Prozent der Fälle aufgrund von Krebsleiden)(Quelle: VDR-Statistik Rentenzugang 2004).
Alle Daten wurden dem Beitrag der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung entnommen:
"Wenn die Erschöpfung auf die Seele schlägt", FAS 20.8.06

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Werte: Mittelständler setzen vor allem auf Fachkompetenz 
Freitag, 18. August 2006 - Studien
Welche Wertevorstellungen sind für deutsche Manager am Wichtigsten? Diese Frage stellte das RKW Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft e.V. im Rahmen eines Kooperationsprojektes 200 Führungskräften (60 Prozent Mittelstand, 23 Prozent Großunternehmen). Für die große Mehrheit von 60,7 Prozent sind die Fachkompetenzen eines Managers nach wie vor am Wichtigsten. Auf Rang 2 der Nennungen folgt mit 59,2 Prozent das Verantwortungsbewusstsein. Typische Soft Skills dagegen, denen in Konzepten authentischer Führung mehr Bedeutung beigemessen wird, folgen auf den hinteren Rängen: Soziale Kompetenz (37,8 Prozent), Ehrlichkeit (35,3 Prozent), Kreativität (27,4 Prozent), Kooperationsbereitschaft (23,4 Prozent), Loyalität (15,9 Prozent), Mut (12,4 Prozent) und Hilfsbereitschaft (2 Prozent).
Ausschnitt aus dem Projektbericht, RKW 2006

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Von der Modekrankheit zur Vision 
Donnerstag, 17. August 2006 - Management
"Managementmethoden sind Modekrankheiten", sagt der BWL-Professor Dr. Wolfgang G. Berger unverblümt und kritisiert den Hang von Unternehmen, sich in einer Flut von Konzepten zu verlieren, die meist mehr Probleme schaffen als sie letztendlich lösen. Berger plädiert mit seinem Ansatz des "Business Reframings" dafür, den im Management weit verbreiteten Wunsch nach Kontrolle aufzugeben, um sich stattdessen der Angst vor dem Kontrollverlust zu stellen. Der von ihm vorgeschlagene Weg führt dabei "from hard work to heart work". "Oft erreichen wir mit unserer Arbeit nicht das, was wir uns wünschen. Aber immer erreichen wir das, wofür wir uns entscheiden", skizziert Berger ein Paradox, das sich konstruktiv wenden lässt. Der Kern des Business Reframings ist eine Neuausrichtung, bei der die Anwender der Methode ihre Vision aus ihrem Selbst heraus gestalten, was laut Berger bedeutet: "Die Vision entwickelt und realisiert sich von selbst."
"Managementmethoden sind Modekrankheiten", Artikel von Prof. Dr. Wolfgang G. Berger

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Personalarbeit als strategische Waffe 
Mittwoch, 16. August 2006 - Management
Personalarbeit ist "nichts für harte Männer" - zumindest wenn man sich in den Unternehmen umhört, kritisiert Continental-Personalvorstand Thomas Sattelberger in einer Kolumne des Handelsblatts. In den Augen des Personalers ein großer Fehler, denn: "Dabei ist in Zeiten beinharten globalen Wettbewerbs glasklar, dass Unternehmen eine hoch effiziente Fabrik für menschliche Dienstleistungen kombiniert mit Geschäftskompetenz zum globalen System Arbeit benötigen." Wenn das Personalressort dagegen zur Spielwiese für Softies degradiert wird, verschenken Unternehmen wichtige "strategische Waffen" im Wettbewerb. Die Folge: Mittelmäßige Personalarbeit sorgt für mittelmäßige Mitarbeiter. Und was nutzt dann noch das beste Management der "harten Männer"?
"Nichts für harte Männer", HB 5.8.06

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Keine Lust auf Stress: Die Angst vor dem CEO-Job 
Dienstag, 15. August 2006 - Management
An die Spitze eines Unternehmens kommen und selbst bestimmen? Immer weniger Führungskräfte träumen diesen Traum, so das Ergebnis einer Untersuchung der Unternehmensberatung Burson-Marsteller, über die die Financial Times Deutschland berichtet. Der Grund: Der Job des CEO wird immer mehr zum Schleudersitz. So verliert in den USA ein CEO im Schnitt nach fünf schlechten Quartalen hintereinander seinen Posten, wenn es ihm nicht gelingt, das Ruder rumzureißen. Diese Gefahr verleitet immer mehr Senior Executives dazu, sich lieber zu ducken, wenn es darum geht, den obersten Chefsessel zu besetzen. In Europa haben 60 Prozent der Spitzenmanager keine Lust, sich dem knallharten Gegenwind an der Unternehmensspitze auszusetzen, in Nordamerika sind es sogar zwei von drei Topmanagern (64 Prozent). Neben der Gefahr, schnell wieder gefeuert zu werden, nennen die Führungsverweigerer vor allem den Verlust an Lebensqualität, eine "Tyrannei der Quartalsberichte" und Dauerstress als Gründe, die den Posten des CEO als wenig erstrebenswert erscheinen lassen. Diejenigen, die den Aufstieg an die Firmenspitze anstreben, schätzen vor allem die Möglichkeit, komplexe Probleme zu lösen (56 Prozent), individuell stärker gestalten zu können (43 Prozent) und die Befriedigung, eigene Ideen umsetzen zu können (36 Prozent).
"Der Chef zählt", FTD 30.7.06

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BMU-Studie: Nachhaltigkeit spart bares Geld 
Montag, 14. August 2006 - Studien
Schon fast 10.000 Unternehmen in Deutschland betreiben aktives Umweltmanagement - und profitieren damit durch deutliche Kosteneinsparungen, so eine Mitteilung des Bundesumweltministeriums. So sind etwa 2.000 Standorte mit dem europäischen Gütesiegel EMAS ausgezeichnet, mehr als 5.000 Firmen haben ihr Umweltmanagement nach der Norm ISO 14001 zertifizieren lassen und fast 3.000 Unternehmen nutzen ähnliche Ansätze. Die Zeiten, in denen ein schonender Umgang mit Umwelt und Ressourcen als kostspielige Spielerei galten, scheinen endgültig der Vergangenheit anzugehören. "Unternehmen machen sich fit für die Zukunft, nutzen Innovationen, schonen Ressourcen und sparen nebenbei noch eine Menge Geld", so das Fazit von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Die detaillierte Studie zum Umweltmanagement ist über die Webseite des Bundesumweltministeriums erhältlich.
"Umweltmanagement stärkt Wettbewerbsfähigkeit", BMU 7.8.06


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