Nachholbedarf in Sachen Produktivität 
Donnerstag, 11. September 2008 - Studien
Das Schwächeln der deutschen Wirtschaft hängt unter anderem mit der nachlassenden Produktivität im internationalen Vergleich zusammen, so das Ergebnis einer Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. So fällt Deutschland seit 20 Jahren beim Produktivitätswachstum stetig zurück. Die DIW-Forscher untersuchten die Arbeitsstundenproduktivität innerhalb der OECD-Länder der Jahre 1995 bis 2006. Das Produktivitätswachstum ging in Deutschland im Jahresdurchschnitt von 1,9 Prozent in den Jahren 1995 bis 2000 auf 1,4 Prozent in den Jahren 2001 bis 2006 zurück. Zwar liegt der Wert immer noch höher als in der Eurozone (1,2 Prozent), jedoch niedriger als in den G7-Ländern (1,9 Prozent). Länder wie die USA oder Großbritannien schneiden mit 2,2 Prozent deutlich besser ab. Die Forscher nennen als Hauptgründe für das Zurückfallen der deutschen Wirtschaft den verhältnismäßig zurückhaltenden Einsatz von Informationstechnologie und mahnen zudem mehr Investitionen in Humankapital, Qualifikation und Bildung an sowie die Erschließung neuer Wachstumsfelder.
Pressemitteilung des DIW


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Warum Gefühl im Job so wichtig ist 
Mittwoch, 10. September 2008 - Management
Die Süddeutsche Zeitung beleuchtet in einem Artikel die Bedeutung von Gefühlen im Berufsleben. Dem gängigen Vorurteil "Über Gefühle spricht man im Beruf nicht" halten verschiedene im Beitrag zitierte Berater entgegen, dass Emotionen in bestimmten Situationen sogar ausschlaggebend sein können. "Wenn wir Emotionen zeigen, wirken wir authentisch - und wer authentisch rüberkommt, überzeugt auch mehr", sagt etwa der Trainer Ingo Vogel. In Verkaufsgesprächen können Gefühle sogar zum Mehrwert werden, denn Kunden schätzen durchaus die Verbindung auf der persönlichen Ebene, so dass Verkäufer, die nicht stromlinienförmig und emotional distanziert agieren, oft die besseren Karten haben. "Je schwächer sie emotional sind, umso eher redet man nur noch über den Preis", so Vogels Erfahrung. Hingegen sei es gerade, wenn ein Produkt kaum Alleinstellungsmerkmale aufweise, wichtig, über die Persönlichkeit zu überzeugen.
"Und noch einmal mit Gefühl", SZ 29.8.2008


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Unternehmen in der Innovationsfalle 
Dienstag, 9. September 2008 - Studien
Innovationen sind für Unternehmen ein zwiespältiges Thema, wie eine aktuelle Studie der Boston Consulting Group zeigt. Zwar sehen 66 Prozent der 3.000 international befragten Führungskräfte als eines der drei wichtigsten Themen an, mit dem sie befasst sind, doch ist die Unzufriedenheit über den Return der Innovationsbemühungen groß. Waren 2006 noch 52 Prozent der Befragten mit den finanziellen Ergebnissen, die ihre Innovationsanstrengungen zeitigten, zufrieden, sind es 2008 nur noch 43 Prozent. Einher mit dieser Unzufriedenheit geht eine gesunkene Bereitschaft, die Ausgaben für Innovationen zu erhöhen. 2008 kündigten nur noch 63 Prozent der Befragten Erhöhungen in diesem Bereich an, während es 2006 noch 72 Prozent waren. Das von der Boston Consulting Group aufgestellte Ranking der innovativsten Unternehmen zeigt jedoch, dass sich langfristige Innovationsstrategien auszahlen. 2008 wurde die Liste nämlich wie auch im Vorjahr von Apple, Google und Toyota angeführt, was zeigt, dass einmal etablierte innovative Unternehmensstrategien längerfristig tragen.
Studie der Boston Consulting Group


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Filmfest "Wie schön kann Wirtschaft sein" 
Montag, 8. September 2008 - Veranstaltungen
Wirtschaft ist oft spannender als ein Krimi, und Firmenpleiten, Dax-Talfahrt oder Wirtschaftskriminalität halten nicht nur Banker und Anleger in Atem. Die schönen Seiten der Wirtschaft jenseits kalter Profitmaximierung sind in den Medien dagegen viel seltener ein Thema. Eine Münchner Initiative will das ändern und lädt vom 17. bis 19. Oktober 2008 zum Verbindungsfilmfest nach München. Auf dem Programm stehen zahlreiche spannende Filmproduktionen, die die "andere" Seite der Wirtschaft ins Zentrum rücken und kreative Ideen, ungewöhnliche Initiativen und vor allem tatkräftige Macher vorstellen. So zeigt ein Film über den amerikanischen Zen-Meister Bernhard Glassman, wie buddhistische Prinzipien die Wirtschaft befruchten können. Ein Film stellt die ägyptische Unternehmensgruppe Sekem vor, deren Gründer Ibrahim Abouleish mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Ein weiterer Beitrag zeigt, wie die Glashütte Theresienthal nach ihrer Insolvenz wieder auf die Beine kam, und ein weiterer, wie Wirtschaft sich an menschlichen Bedürfnissen statt an abstrakten Profiten orientieren kann. Die Initiatoren des Filmfests möchten mit dem dreitägigen Event einen Anstoß zum Austausch geben und Menschen, denen ein nachhaltigeres, ganzheitliches Wirtschaften am Herzen liegt, zusammenbringen.
Verbindungsfilmfest


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Handbuch der Ideen für eine bessere Zukunft 
Freitag, 5. September 2008 - Bücher
Unter dem Titel "Handbuchs der Ideen für eine bessere Zukunft" hat der Knesebeck Verlag die deutsche Übersetzung von "WorldChanging"herausgebracht, einer Übersicht nachhaltiger Projekte. Die "Bibel der Nachhaltigkeit" für bewusstes Leben im 21. Jahrhundert beinhaltet 471 Beiträge von 53 internationalen Autoren, die wegweisende Projekte aus den Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Ökologie und Konsum vorstellen. Das Buch bietet einen spannenden Überblick über nachhaltig orientierte Entwicklungsprojekte und zahlreiche Anregungen zum Nachahmen. Es kann jedoch einem für Sammelbände typischen Problem nicht entgehen: die einzelnen Beiträge sind zwar nach thematischen Oberthemen gruppiert und es existieren verschiedene kleinere Einleitungen, jedoch wirkt das Buch nicht aus einem Guss. Es ist weniger ein Lesebuch, sondern lädt, das merken die Herausgeber im Vorwort auch an, eher zu "Erkundungen" ein. Ein wenig ärgerlich ist, dass es zu den einzelnen Projekten keine direkten Linkverweise gibt, über die man Zugriff auf weiterführende Informationen bekommen könnte. Zwar verweisen alle Themenbereiche auf die entsprechenden Rubriken der amerikanischen WorldChanging-Webseite, doch dort die Beiträge (die online teils Links aufweisen) wiederzufinden, gleicht der Suche nach einer Stecknadel im Heuhaufen. Nichtsdestotrotz ein spannendes Buch zum Stöbern, das zum Nachdenken anregt.
Verlagsseite zum Buch
WorldChanging


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Neue Art der Kundenbindung 
Donnerstag, 4. September 2008 - Success Stories
Community Supported Agriculture heißt ein neues Modell, mit dem Landwirtschaftsbetriebe eine besondere Form der Kundenbindung eingehen. Die Kunden schließen sich nämlich zu einem Verein zusammen, der dem Anbieter in Form von festen Abnahmegarantien einen verlässlichen Absatz sichert. Im brandenburgischen Lübnitz beispielsweise wird das Landgut von einem 35 Mitglieder umfassenden Verein getragen, die pro Monat 90 Euro zahlen und dafür zwei Mal pro Woche vom Hof mit Lebensmitteln versorgt werden. Für die Bauern liegt der Vorteil darin, dass sie längerfristig planen können und seltener - oder in günstigen Fällen auch gar nicht - auf Kredite angewiesen sind.
"Kommune Biohof", taz 22.8.2008


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Ehrgeiz wichtiger als Intelligenz? 
Mittwoch, 3. September 2008 - Studien
Führungskräfte halten für ihr Fortkommen im Job Ehrgeiz für wichtiger als Intelligenz, so das Ergebnis einer repräsentativen Befragung der Personalberatung Heidrick & Struggles unter 1.000 Managern. Die Befragten sollten zwölf Karrierekriterien bewerten, wobei ein Wert von 1 für "sehr wichtig" steht, ein Wert von 4 für "nicht wichtig". Die Kriterien Ehrgeiz und gute Netzwerke wurden von den Führungskräften mit einem Wert von 1,58 als am wichtigsten eingestuft, gefolgt von "über ein klares Wertegerüst verfügen" mit 1,79. Weitere Aspekte: hohe Sozialkompetenz (1,83), herausragende Leistungen (1,83), hohe Führungsstärke (1,85) starker Mentor (2,05), gute Konstitution (2,05) und Glück (2,13). Schlusslicht bildete die herausragende Intelligenz mit einem Wert von 2,5 - eine Einschätzung, die sich in der Praxis der Personalberater immer wieder bestätigt, da Karrieren sich nicht unbedingt stringent mit akademischer Intelligenz entwickeln.
"Ehrgeiz schlägt Intelligenz", Manager Magazin 7.8.2008


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Mitarbeiterbefragungen als Strategie-Instrument 
Dienstag, 2. September 2008 - Management
Immer mehr Unternehmen betrachten Mitarbeiterbefragungen als wichtiges strategisches Instrument. So hat in den letzten fünf Jahren laut Handelsblatt jede zweite Firma mit mehr als 1.000 Mitarbeiter die Belegschaft befragt. Dabei geht die Initiative immer mehr von der Konzernspitze aus. Während vor zwei Jahren noch 61 Prozent aller Mitarbeiterbefragungen von der ersten Führungsebene beschlossen wurden, sind es heute bereits 77 Prozent, so eine Studie der Beratungshäuser Kienbaum und Hewitt, die 207 Personalentscheider einbezog. Bei Adidas beispielsweise sind Mitarbeiterbefragungen längst ein Managementinstrument und keine reine Angelegenheit der Personalabteilung. Experten schätzen die Umfragen als Frühwarnsysteme, da sie zeigen, wo Arbeitsabläufe haken oder Führungskräfte nicht ausreichend motivieren. Zufriedenheit und Motivation allein sind jedoch keine aussagekräftigen Größen. Deshalb evaluieren immer mehr Firmen das tatsächliche Engagement ihrer Mitarbeiter (heute 71 Prozent, vor zwei Jahren nur 55 Prozent). Schon 44 Prozent aller Firmen verknüpfen das Mitarbeiterecho mit Zielvereinbarungen. Bei Adidas sollen ab 2009 die Boni der Manager an die Engagementwerte gekoppelt werden.
"Mitarbeiterbefragung: Ein Ohr für die Belegschaft", HB 22.8.2008


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