Angestellte arbeiten härter als ihre Chefs 
Freitag, 5. Dezember 2008 - Studien
Deutsche Angestellte sind davon überzeugt, besser und härter zu arbeiten als ihre Chefs - so das Ergebnis einer internationalen Studie des Personaldienstleisters Kelly Services. Rund ein Drittel der Beschäftigten ist davon überzeugt, dass ihre Vorgesetzten die tägliche Arbeit ihrer Mitarbeiter nicht verstehen, geschweige denn deren Job selbst ausführen könnten (38 Prozent). Zudem halten 53 Prozent der Angestellten die Gehälter ihrer Führungskräfte für zu hoch. Für die Studie hat Kelly Services rund 115.000 Beschäftigte in 33 Ländern befragt, davon über 2.000 in Deutschland. Auch die Führungsqualitäten ihrer Vorgesetzten schätzen die meisten Befragten als unzureichend ein. So geben 44 Prozent an, von ihrem Chef nicht genügend motiviert zu werden. Auf die Frage, ob ihr Vorgesetzter schwerer arbeitet als sie selbst, antworteten nur 21 Prozent der Studienteilnehmer mit "ja". Dagegen sind 43 Prozent der Ansicht, dass sie ebenso viel leisten wie ihre Führungskraft, 16 Prozent glauben sogar mehr zu arbeiten. Im internationalen Vergleich gehören die deutschen Angestellten zu den unzufriedensten: Der Anteil der Befragten, die ihren Chef für überbezahlt halten, ist nur in der Türkei, Ungarn und der Schweiz noch höher als hierzulande. Die Überzeugung schwerer zu arbeiten als ihr Chef ist unter deutschen Beschäftigten nach den Kollegen in Finnland, Russland und Frankreich ebenfalls am stärksten verbreitet.
"Deutsche Angestellte halten ihre Chefs für überbezahlt", Glocalist 26.11.2008


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Führungskräfteentwicklung mit Schwächen 
Donnerstag, 4. Dezember 2008 - Studien
Die Entwicklung von Führungskräften weist zunehmend Schwächen auf, so das Ergebnis einer Umfrage der internationalen Personalberatung DDI. In ihrer Studie "Global Leadership Forecast" zeigt sich, dass das Vertrauen in Führungskräfte, den Erfolg eines Unternehmens sicherzustellen, in den letzten Jahren kontinuierlich gesunden ist. Waren 1999 noch 47 Prozent der Befragten von den Erfolgsqualitäten der Chefs überzeugt, ist dieses Vertrauen 2007 auf einen neuen Tiefstwert von 35 Prozent gesunken. Die wichtigsten Gründe für ein Versagen der Führungskräfte: 19 Prozent der Befragten denken, dass es den Vorgesetzten an Leadership-Qualitäten und persönlicher Führungsfähigkeit fehlt, weitere 19 Prozent sehen Schwächen bei den strategischen Fähigkeiten und einen Mangel an Visionen. Die Zufriedenheit mit den Führungskräfteentwicklungsprogrammen ist in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Waren 2003 noch 54 Prozent der Befragten mit den Angeboten in ihrem Unternehmen zufrieden, sind es 2007 nur noch 41 Prozent.
DDI Leadership Forecast 2008/09


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Nur jeder dritte Arbeitnehmer empfiehlt den eigenen Arbeitgeber 
Mittwoch, 3. Dezember 2008 - Studien
Eine Umfrage des Online-Stellenportals Stepstone zeigt: Selbst wenn Mitarbeiter mit ihrem Arbeitgeber recht zufrieden sind, empfehlen sie ihn nicht unbedingt weiter. Das Portal befragte mehr als 5.000 Fach- und Führungskräfte. 37 Prozent der Befragten zeigten sich von überzeugt von ihrem Arbeitgeber, dass sie auch im privaten Bekanntenkreis für ihn werben. Weitere 25 Prozent sind zwar zufrieden mit ihrer Arbeitsstelle, verzichten aber auf eine solche Empfehlung. Mit 38 Prozent die größte Gruppe der Befragten zeigt sich mit ihrem Arbeitsplatz indes wenig einverstanden und kann sich deshalb nicht vorstellen, für die eigene Firma unter Freunden zu trommeln. "Der Aufbau einer starken Arbeitgebermarke ist vor dem Hintergrund des gegenwärtigen Fachkräftemangels eine wichtige Aufgabe für Unternehmen jeder Größe. Offensichtlich sind aber nur wenige Mitarbeiter von der Arbeitgebermarkes ihres Unternehmens überzeugt", so Frank Hensgens, Vorstand der Stepstone Deutschland AG.
Pressemitteilung von Stepstone


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Coaching etabliert sich langsam in den Unternehmen 
Dienstag, 2. Dezember 2008 - Studien
Immer mehr Unternehmen setzen auf Coaching, um ihre Führungskräfte für ihre Führungsaufgaben fit zu machen, so das Ergebnis einer Untersuchung der Personalberatung LAB Lachner Aden Beyer & Company, die 400 Führungskräfte befragte. Die überwältigende Mehrheit der Befragten (94,5 Prozent) empfindet Einzelcoachings sinnvoll oder sogar sehr sinnvoll. Die Zahl derjenigen, die sich in der Praxis dann auch coachen lässt, ist jedoch deutlich geringer. So nahmen nur 55 Prozent der Manager selbst schon einmal professionelle Beratung in Anspruch. Ein Grund für diese Zurückhaltung ist in den Augen der Personalberater das schlechte Image solcher unterstützenden Angebote, denn in Deutschland wird der Gang zum Coach immer noch häufig als Eingeständnis persönlicher Schwäche erlebt. Noch bieten Unternehmen Coaching hauptsächlich in Einzelfällen für ihre Mitarbeiter an (51,2 Prozent) doch in immerhin 9,3 Prozent der befragten Firmen ist es bereits fester Bestandteil der Personalentwicklung. Die wichtigsten Einsatzgebiete sind Führung, Management und Konfliktlösung (73,4 Prozent), Persönlichkeitsentwicklung (56,3 Prozent) und Karriere bzw. Outplacement (31,5 Prozent).
Link zur Studie


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Mitarbeiter haben Angst, dass der Job sie krank macht 
Mittwoch, 26. November 2008 - Studien
Eine internationale Studie des Personaldienstleisters Kelly Services zeigt, dass immer mehr Arbeitnehmer unter den stark gewachsenen Belastungen am Arbeitsplatz leiden. Befragt wurden 115.000 Angestellte in 33 Ländern, darunter mehr als 2.000 in Deutschland. Bereits jeder achte Deutsche (12 Prozent) hat Angst, dass der Beruf die eigene Gesundheit gefährdet. Zwar bezeichnen noch 93 Prozent der Studienteilnehmer ihren Gesundheitszustand als gut oder sehr gut, doch die Angst wächst, dass dies sich ändern könnte. Mehr als jeder zweite Befragte war bereits im Jahr vor der Befragung mindestens einmal krank geschrieben. Jeder dritte kranke Arbeitnehmer wird dabei von einem schlechten Gewissen geplagt, wenn er sich zu Hause auskuriert anstatt zur Arbeit zu gehen.
"Der Job macht mich krank", FTD 19.11.2008


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Entzauberung des Lohas-Mythos 
Donnerstag, 20. November 2008 - Studien
Mit nachhaltigem Konsum die Welt verändern - diese Parole wird einer neuen Bevölkerungsgruppe zugeschrieben, die gegenwärtig unter dem Schlagwort Lohas (Lifestyles of Health and Sustainability) für Furore sorgt und vor allem die Marktforscher intensiv beschäftigt. Eine neue Studie der Nachhaltigkeitsagentur Stratum sorgt nun für Ernüchterung: Die neuen Ökos und Utopisten sind zwar durchaus für einen grünen Lebensstil ansprechbar, neigen aber zu Bequemlichkeit und Eigennutz. Die Stratum-Studie beruht auf einem Sample von 250 Personen und zeigt, dass die Mitglieder der so genannten Lohas-Zielgruppe besonders gesundheitsbewusst sind, eine überdurchschnittliche Bildung und ein ebensolches Einkommen aufweisen, eine Affinität zu Ökostrom haben und Bioprodukte kaufen. So weit, so gut. Die Studie zeigt jedoch auch, dass zwischen Theorie und Praxis ein weiter Weg liegt, denn die neuen Ökos nehmen nicht wirklich eine Vorreiterrolle am Markt ein, sondern engagieren sich eher für "Kleinzeug", bei dem sie selbst Geld sparen. Verzicht ist ihnen dagegen fremd, und auch als Verbraucher wollen sie sich nicht übermäßig engagieren, beispielsweise durch aktiven Boykott und Aktionen gegenüber Unternehmen. "Die Lohas-Affinen schwanken zwischen Pharisäertum und Pragmatismus. Wer so viel schwankt, ist stets auf Selbstbeobachtungsposten und entsprechend verkopft. Und Geist als Widersacher der Seele macht das Ganze zu einer leicht sedierten Veranstaltung", zitiert die taz. Fest steht: Lohas bedeutet anscheinend weniger, die Welt zu retten, als vielmehr Gutes zu tun, solange man selbst etwas davon hat.
"Die Öko-Egoisten", taz 6.11.2008


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Familienfreundlichkeit lohnt sich für Unternehmen 
Mittwoch, 19. November 2008 - Studien
Immer mehr Unternehmen entdecken das Thema Familienfreundlichkeit - und profitieren bei entsprechendem Engagement auch bei den harten wirtschaftlichen Faktoren. So veröffentlichte das Handelsblatt eine Studie des Forschungszentrums Familienbewusste Personalpolitik, die in Kooperation mit der Universität Münster und der Steinbeis-Hochschule Berlin entstand. Das Ergebnis der Untersuchung von 1.001 Unternehmen aus allen Branchen und Größenklassen: In 21 von 25 betriebswirtschaftlich relevanten Faktoren sind deutlich positive Einflüsse durch ein Familienbewusstsein festzustellen. Firmen, die familienfreundlich, erhalten pro ausgeschriebener Stelle für wichtige Mitarbeiter 26 Prozent mehr Bewerbungen als solche, die sich um das Thema Familie nicht kümmern. Beim nachhaltigen Aufbau von Humankapital liegen die familienfreundlichen Unternehmen um 23 Prozent vor der Konkurrenz. Auch die Rückkehrquote aus der Elternzeit liegt bei ihnen um 19 Prozent höher. In der Mitarbeiterproduktivität stehen die familienfreundlichen Firmen um 17 Prozent besser dar als die Konkurrenz, der gleiche Wert ergibt sich im Hinblick auf die Mitarbeitermotivation und die Verbundenheit der Mitarbeiter mit dem Unternehmen. Bei der Fehlzeitenquote und der Fluktuationsrate sind die familienfreundlichen Unternehmen um 16 Prozent besser als die, die kein Familienbewusstsein an den Tag legen. Und bei der Bindung wichtiger Mitarbeiter beträgt der Vorsprung 14 Prozent.
"Familienfreundlichkeit rentiert sich", HB 11.11.2008


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Deutschland schwächelt bei Innovationen 
Dienstag, 18. November 2008 - Studien
Das Innovationsprofil der deutschen Wirtschaft lässt zu wünschen übrig. Das ist das Ergebnis des Innovationsindikators Deutschland 2008, der von der Deutsche Telekom Stiftung und dem BDI vorgelegt wurde. Im Gesamtranking findet sich Deutschland auf Platz 8 von 17 untersuchten Ländern. Spitzenreiter ist Schweden, gefolgt von den USA, der Schweiz, Finnland, Dänemark, Japan und Großbritannien. Die größten Schwächen sehen die Wissenschaftler des DIW, die den Indikator berechneten, bei Bildung (hier erreichte Deutschland nur Platz 15 von 17), der Finanzierung von Innovationen (Platz 14) den staatlichen Akteuren (Platz 13) und dem Wettbewerb (Platz 12). Sehr gut schnitten die Deutschen hingegen mit einem dritten Platz bei der Vernetzung und der Umsetzung von Innovationen ab. Signifikant sei, so die Forscher, dass der Abstand zwischen Deutschland und den Spitzenreitern des Rankings sich in diesem Jahr vergrößert habe.
Innovationsindikator 2008


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