Wie Perfektionismus stresst 
Dienstag, 25. April 2017 - Psychologie, Studien
Perfektionist zu sein, kann ganz schön anstrengend sein. Eine kanadische Studie mit gut 900 Probanden, alle Studierende, zeigt, dass die Gedanken von Perfektionisten häufig darum kreisen, wie sie dem eigenen ambitionierten Selbst-Bild gerecht werden können. Die Wissenschaftler untersuchten die Studienteilnehmer anhand von verschiedenen Perfektionismusskalen und befragten sie, woran sie in verschiedenen Situationen häufig denken. Die Perfektionisten unter ihnen waren mit Gedanken und dem Streben nach ihrem idealen Selbstbild vor allem in den Kontexten Studium, Freundschaft und Selbstverbesserung beschäftigt. Die Studie lieferte zudem eine erste Bestätigung, dass diese intensive Beschäftigung mit dem Selbstideal, das häufige gedankliche Kreisen darum, das Risiko erhöht, an Depressionen und Burnout zu erkranken.
Bin ich perfekt? Psychologie heute 6.4.17

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Leben lernen - die neue Ausgabe von evolve  
Montag, 24. April 2017 - Bewusstsein, Medien
Heute wieder eine Meldung in eigener Sache - die neue Ausgabe von evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur, ist ab sofort erhältlich. Als Redaktion haben wir uns gefragt: Wie kann unsere Kultur zu einem Raum werden, in dem Lernen das ermöglicht, was sie lebendig sein lässt: sich immer wieder von innen her zu erneuern, zu entwickeln, weitere Horizonte zu erschließen? Betrachten wir Bildung aus dieser Perspektive, richtet sich der Blick auf uns selbst und auf unsere gesellschaftliche Wirklichkeit. Sind wir bereit, in der Tiefe zu lernen und nicht nur Wissen zu sammeln? Wie können wir zu einer Atmosphäre beitragen, in der Bildung nicht unter dem Diktat von Ökonomie und Leistung steht, sondern den Menschen meint, mit all seinen Fähigkeiten und Potenzialen? Und wie kann eine Beziehungs- und Dialogkultur wachsen, die das in jeder Situation mögliche Lernen mitleben lässt? Diesen Fragen - und ersten Antworten darauf - widmen sich die Autoren dieser Ausgabe. Ich selbst habe in meinem Artikel den zuweilen verzweifelten Versuch näher betrachtet, der wachsenden Komplexität mit immer neuen Optimierungsideen zu begegnen und versuche Wege aufzuzeigen, wie wir uns in eine eher fließende, berührende, aufnehmende Begegnung mit dem Leben als Ganzem bewegen können. Am Donnerstag um 20 Uhr werde ich zusammen mit evolve-Herausgeber Dr. Thomas Steininger in Radio evolve einen Überblick über die Themen des Heftes geben.

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Studium Generale mit Meditation in Frankfurt 
Freitag, 21. April 2017 - Bewusstsein, Lebensart
Die Frankfurt University of Applied Science startet im Zuge ihres Studium Generale im Sommersemester mit einem neuen Modul "Meditation als kulturelle Praxis“. Initiiert wurde dieser Vorstoß von Dr. Reiner Frey, dem ehemaligen Kanzler der Hochschule. Sein Anliegen: "Vermehrter Stress und Druck durch immer höhere Anforderungen, Leiden an zunehmender Komplexität und Schnelligkeit sowohl in der Arbeitswelt als auch in Ausbildung und Hochschule können zu einem Burn-Out führen. Die neuen elektronischen Medien tun ein Übriges, um die buchstäbliche Zerstreuung des klassischen Subjekts des Denkens und Handelns zu befördern. Im Internet und in den Sozialen Medien bin ich immer 'außer mir', in einer virtuellen Welt als neuer Realität, und es fällt vielen immer schwerer, zu 'sich' zurückzufinden. Daher braucht es die Unterstützung der Menschen – explizit unserer Studierenden – in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, um mit den immer komplexeren und schnelleren Anforderungen umgehen zu können.“ In kleinen Arbeitsgruppen sollen 40 Studierende die Möglichkeit erhalten, das Thema Meditation aus kulturellen, wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und praktischen Blickwinkeln zu untersuchen und eigene Erfahrungen mit dem Meditieren zu machen. Es geht einerseits um die Entwicklung als "Persönlichkeit" als auch um das Handeln im Rahmen komplexer Organisationen und gesellschaftlicher Zusammenhänge. Ein vielversprechender Vorstoß!
Bewusst sein und meditieren: Studier- und Lebensqualität erhöhen, Medizin Aspekte April 2017


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Zusammenhalt zählt - und ist doch selten 
Donnerstag, 20. April 2017 - Studien, Arbeit, Management
Sich mit zusammengebissenen Zähnen einsam nach vorne kämpfen und nur nach dem eigenen Erfolg schielen, das ist die Sache der deutschen Arbeitnehmer wahrlich nicht. In einer Umfrage des Jobportals Jobrapido sagten 57 Prozent der Befragten, dass ein ausgeprägtes Zusammengehörigkeitsgefühl die Kollegen zusammenschweißt und 73 Prozent sehen sich selbst als Teamplayer. Gar 89 Prozent meinen, sie könnten ohne Teamgeist nicht arbeiten. Nicht einmal 20 Prozent finden allerdings, dass all ihre Kollegen Teil eines Teams sind und sich ein Wir-Gefühl zeigt. Für 27 Prozent zeigt sich Wir-Geist im Kontakt mit einzelnen Kollegen, bei 10 Prozent zeigt sich überhaupt kein Wir-Gefühl. 26 Prozent engagieren sich in der Freizeit, um Zeit mit Kollegen zu verbringen, bei 23 Prozent gibt es im Unternehmen unterschiedliche Angebote, die den Zusammenhalt fördern sollen.
Einzelkämpfer vs. Wir-Gefühl – wie arbeiten die Deutschen wirklich?, Business Echo 7.4.17

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Der Wald heilt wie von selbst 
Mittwoch, 19. April 2017 - Lebensart, Studien, Wissenschaft
Ausgerechnet auf der Webseite des World Economic Forum habe ich einen wunderbaren wissenschaftlichen Bericht gefunden, der meine liebste Freizeitbeschäftigung adelt. Es geht um das Rumhängen im Wald, ein bisschen schlendern, hier und da sich niederlassen, einfach nichts tun, ganz im Hier und Jetzt. Die Japaner haben für diese Nicht-Beschäftigung den herrlichen Begriff des Waldbadens geprägt. Klingt doch toll! Ich hatte bisher bisweilen ein schlechtes Gewissen, weil ich mich auf meinen Touren im heimischen Grün meist nur wenige Kilometer bewege, und dies auch ganz gemächlich - die schöne Umgebung möchte ja schließlich wirken und genossen werden ... Nun erfahre ich, dass ich damit intuitiv eine Menge "richtig" mache, denn beim Waldbaden geht es vor allem darum, sich einfach einer inspirierenden Umgebung auszusetzen. Das ist schon alles. Studien zeigen, dass schon ein halbstündiger Waldaufenthalt den Kortisolspiegel senkt (der Stresspegel geht runter), dem Blutdruck zugute kommt und den Puls beruhigt. Auch das Gemüt profitiert vom lässigen Waldspaziergang. Gesunde Probanden zeigen eine geringere Depressionsneigung und mehr innere Lebendigkeit. Der Beitrag auf der WEF-Webseite erklärt die wissenschaftlichen Details genauer.
The Japanese practice of 'forest bathing' is scientificially proven to be good for you, WEF 23.3.17

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Flache Hierarchien leben von gut Ausgebildeten 
Dienstag, 18. April 2017 - Studien, Management
Wie viel Führung braucht es im Unternehmen - und wie viele Führungskräfte? Dieser Frage geht eine Studie von Wissenschaftlern der Universitäten Zürich und Cambridge nach, die eruierte, wie viele Führungskräfte in verschiedenen Ländern für wie viele Mitarbeiter verantwortlich sind. Die Zahlen mögen auf den ersten Blick überraschen, denn in Deutschland ist die Führungskräftedichte am geringsten, und das, wo wir im Ruf stehen, so bürokratieversessen zu sein. Hierzulande ist eine Führungskraft für 26 Mitarbeiter verantwortlich. In der Schweiz kommen auf einen Vorgesetzten 13,6 Angestellte, in Großbritannien 10,3 und in den USA sogar nur 7,1. Zynisch gedacht, könnte man fragen, ob bei den Zahlen der Amerikaner auch jeder "Facility Manager" als Führungskraft gezählt wurde. Aber bei näherer Betrachtung offenbaren die Zahlen eine tiefere Logik. So geht die Studie davon aus, dass es in "liberalen Marktwirtschaften", zu denen die USA gezählt werden, an "Mechanismen zur Gewährleistung von adäquater Qualifikation, Mitarbeiterbindung und Vertrauensbildung" oft fehle. Es braucht also mehr Chefs, um zu kontrollieren. Deutschland ist der Studie zufolge eine "koordinierte Marktwirtschaft". Dank des soliden Berufsbildungssystems verfüge die Wirtschaft über "qualifizierte Arbeiter, die wenig Anleitung und Überwachung brauchen".
Deutsche Firmen kommen mit viel weniger Chefs aus, Karriere Spiegel 4.4.17


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Wohlstand bedeutet Lösungen für Viele 
Donnerstag, 13. April 2017 - Bewusstsein, Arbeit, Management
Die Wohlstandsdiskussion wird immer noch vordergründig vor allem im Hinblick auf finanzielle Fragen geführt. Das BIP, die Verteilung von Reichtum und Besitz sind wesentliche Aspekte der Debatte. Aus unternehmerischer Sicht bringen Eric Beinhocker, Executive Director am Institute for New Economic Thinking der Oxford Martin School, und der Unternehmer Nick Hanauer eine weitere Perspektive ins Spiel. "Wohlstand in einer Gesellschaft bedeutet, Lösungen für menschliche Probleme zu anzuhäufen", behaupten sie. Unternehmerisch gedacht, kann dieses Paradigma dazu beitragen, die Kluft zwischen unternehmerischem Erfolg (meist gedacht als Gewinnmaximierung) und gesellschaftlicher Verantwortung zu überwinden. Innovationen könnten zu einem Weg werden, ganz bewusst durch Produkte und Dienstleistungen das Leben von Menschen zu verbessern. Das hört sich vielleicht banal an. Aber betrachtet man heutige Produktinnovationen, so handelt es sich allzu oft nur um bescheidene Upgrades bestehender Produkte, und zwar solcher, die meist wenig existenziell sind. Wer mit psychologischem Gespür die besten Kaufreize erzeugt, ist damit erfolgreich. Besser wird dadurch meist nichts. Ein Artikel im Harvard Business Manager erweitert die von Beinhocker und Hanauer aufgestellte These noch. Er fordert, nicht nur über die Lösungen selbst nachzudenken, sondern auch darüber, wie möglichst viele Menschen an ihrer Entwicklung beteiligt werden können. "An der befriedigenden Arbeit der Innovation teilzuhaben, bereichert das Leben durch Aspekte wie Sinn, Würde und der schieren Freude, Fortschritte bei schwierigen Aufgaben zu erzielen. Phantasievolles Problemlösen ist Teil der menschlichen Natur. Daran teilzunehmen ist wichtig für ein gutes Leben - und keine elitäre Minderheit sollte darauf ein Monopol haben", heißt es in dem Artikel.
Jeder hat ein Recht auf sinnvolle Arbeit, HBM 4.4.17

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Für jeden Vierten steht der eigene Vorteil vor der Ethik 
Mittwoch, 12. April 2017 - Bewusstsein, Studien, Arbeit, Management
Von einer Bananenrepublik ist Deutschland glücklicherweise weit entfernt, doch vielleicht trägt gerade das auch dazu bei, dass das Bewusstsein im Hinblick auf Korruption durchaus ausbaufähig ist. Eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young zum Thema Korruption, für die 4.100 Führungskräfte aus 41 Ländern weltweit befragt wurden, legt dies zumindest nahe. Von den 100 befragten deutschen Entscheidungsträgern räumten beispielsweise 23 Prozent ein, zu unethischem Verhalten bereit zu sein, wenn es der eigenen Karriere diene. Der Durchschnitt in Westeuropa insgesamt liegt hier bei 14 Prozent. 43 Prozent glauben, dass unethisches Verhalten und Bestechung in Deutschland verbreitet sind, vor zwei Jahren waren es noch 26 Prozent. Jeder vierte Befragte betrachtet die Ethikstandards im eigenen Unternehmen als nicht sonderlich hoch. Einen besonders entspannten Umgang mit der Grenze zur Korruption scheint die Generation Y der 25- bis 34-Jährigen zu haben. 70 Prozent dieser Altersgruppe betrachten es als gerechtfertigt, unethisch zu handeln, wenn es dem Erhalt des Unternehmens in einem Wirtschaftsabschwung dient.
Immer mehr Manager sehen Korruption als Problem, WiWo 4.4.17

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