Macht zu viel Arbeit dumm? 
Montag, 2. Mai 2016 - Studien
Eine australische Studie legt nahe, dass weniger zu arbeiten bessere Ergebniss bringt - und wirft zugespitzt sogar die Frage auf, ob zu viel Arbeit nicht sogar dumm macht. Die Wissenschaftler untersuchten die Arbeitsgewohnheiten von 6.500 Australiern im Alter über 40 Jahre und machten mit ihnen Intelligenztests. Dabei zeigte sich: Bei den Menschen, die bis zu 25 Stunden pro Woche arbeiteten, nahmen die kognitiven Fähigkeiten zu. Jede Stunde Mehrarbeit ließ sie hingegen weniger aufmerksam und kreativ sein. Ihr Erinnerungsvermögen litt und sie konnten Probleme schlechter lösen. Die Wissenschaftler empfehlen deshalb, dass Arbeitnehmer über 40 ihr Pensum entsprechend anpassen und bestenfalls zwischen 20 und 30 Stunden pro Woche arbeiten sollten.
25-Stunden-Woche ist genug für die Ü40-Generation, WiWo 21.4.16

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Sinn und Wirksamkeit als Antrieb fürs Business 
Freitag, 29. April 2016 - Studien
Auf dem Google-Blog re:Work beschäftigt sich ein interessanter Beitrag mit der Frage, welchen Einfluss es hat, wenn es Führungskräften gelingt, die Sinndimension im Arbeitskontext lebendig zu halten. Basis ist eine Studie der KPMG. 80 Prozent der KPMG-Mitarbeiter, deren Vorgesetzte die Sinnfrage bewusst thematisieren, erleben sich am eigenen Arbeitsplatz als wirksam - bei den anderen sind es nur 39 Prozent. Diese Mitarbeiter sind auch motivierter, sich ständig zu verbessern - 91 Prozent sagen dies von sich gegenüber 57 Prozent der Vergleichsgruppe. Dies hat auch Auswirkungen auf die Treue zum Arbeitgeber. 68 Prozent der Mitarbeiter, die die Sinndimension im Job erfahren, suchen kaum nach einer Job-Alternative - unter den anderen sind es nur 30 Prozent.
KPMG-Studie im Google-Blog

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Die Stärken der CEOs 
Mittwoch, 27. April 2016 - Studien
Die Personalberatung Russell Reynolds Associates hat in einer psychometrischen Analyse der Daten von 900 Führungskräften herausdestilliert, welche Eigenschaften es sind, die Manager besonders erfolgreich machen. Dabei zeigte sich, dass diejenigen, die es bis zum CEO bringen, sich gegenüber der zweiten Riege in sieben Kriterien unterscheiden: Sie zeichnen sich durch den Mut und den Willen aus, Dinge voranzutreiben, verfügen über eine starke Eigeninitiative und eine ausgeprägte Bereitschaft zu kalkuliertem Risiko. Außerdem sind ihre Belastbarkeit und ihr Eigenantrieb stärker ausgeprägt und sie sind offener gegenüber Veränderungen, neugieriger und unbesorgter. Auch die Bereitschaft zu unkonventionellem Denken ist bei ihnen höher ausgeprägt als bei weniger erfolgreichen Führungskräften und sie verfügen über eine besondere Kommunikationsfähigkeit. Und auch diese Top-Riege ist noch in sich abgestuft. Die CEOs Unterschiede, deren Unternehmen ein jährliches Umsatzwachstum von mehr als fünf Prozent hat, sind laut der Untersuchung deutlich leidenschaftlicher, fokussierter, analytischer, empathischer und unprätentiöser als ihre weniger erfolgreichen Kollegen - und sie haben mehr Humor.
Was erfolgreiche Manager ausmacht, WiWo 20.4.16

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Forscherdrang sitzt tief im Menschen 
Dienstag, 26. April 2016 - Studien
Neugier scheint so tief in uns verwurzelt zu sein, dass wir uns sogar bewusst in unangenehme Situationen begeben, um herauszufinden, was hinter den Dingen steckt. Wissenschaftler der Universität Wisconsin-Madison zeigten in einem Experiment mit 54 Studenten, dass diese sich sogar der Erfahrung leichter Elektroschocks aussetzten. Den Studenten wurde suggeriert, sie müssten bis zum Beginn des eigentlichen Experiments noch warten. Im Warteraum lagen auf einem Tisch verschiedene Stifte - manche davon ohne Funktionalität, andere lösten Elektroschocks aus. In einigen Setting war für die Studienteilnehmer erkennbar, welche Stifte Elektroschocks auslösen würden und welche nicht. In weiteren Konstellationen war dies unbekannt. Insgesamt zeigte sich, dass fast keine der Teilnehmer widerstehen konnten, die Wirkung der Stifte auszuprobieren. Diejenigen Probanden, die nicht wussten, welcher Stift welche Folgen haben würde, testeten dabei allerdings deutlich mehr der Stifte. Die Forscher deuten die Ergebnisse dahingehend, dass unsere Neugier uns bisweilen auch verleite, die Vernunft über Bord zu werfen. Andererseits könnte man auch sagen: Unsere Neugier sitzt so tief, dass wir bereit sind, auch Ungemach in Kauf zu nehmen, um etwas in der eigenen Erfahrung prüfen zu können.
Warum Neugier manchmal weh tut, spektrum.de 15.4.16

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Berufliche Erfüllung macht nicht gesünder 
Montag, 25. April 2016 - Studien
Unerfüllte berufliche Träume können aufs Gemüt schlagen und das gesundheitliche Wohlbefinden beeinträchtigen. Doch umgekehrt scheint ein Traumjob nicht zwangsläufig vor gesundheitlichen Belastungen zu schützen. Forscher der Universität von Süd-Florida befragten 378 Mitarbeiter amerikanischer Universitäten, zur Einschätzung ihrer beruflichen Situation. Mit Fragen zu ihrer Erfülltheit im Job sollte herausgefunden werden, ob die Probanden ihre Wunschposition erreicht hatten oder nicht und wie sich dies auf ihre Gefühlslage und ihre gesundheitliche Situation auswirkte. Dabei zeigte sich, dass Menschen, die ihren Traumberuf verfehlt hatten, unzufriedener waren als jene, deren Job den eigenen Präferenzen entsprach. Auch litten sie deutlicher unter psychischen Belastungen und innerem Rückzug. In der Traumjob-Fraktion zeigte sich allerdings, dass auch hier gesundheitliche und geistige Beeinträchtigungen durchschlugen, die berufliche Zufriedenheit allein also kein positiver Gesundheitsfaktor ist.
Trauriger Traum vom Traumjob, Psychologie heute 14.4.16

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Angst treibt viele krank zur Arbeit 
Dienstag, 19. April 2016 - Studien
Krank und trotzdem zur Arbeit? Für 68 Prozent der Deutschen war das im letzten Jahr Realität, wie eine Auswertung des DGB der Umfragedaten von 4.600 Arbeitnehmern zeigt. 18 Prozent schleppen sich sogar über eine Woche krank zum Job, 15 Prozent der Krankarbeiter zwei bis drei Wochen und 14 Prozent sogar länger als drei Wochen. Der DGB sieht in diesem ungesunden Präsentismus ein Zeichen für eine wachsende Angstkultur in Unternehmen. Wer krank arbeiten gehe, habe entweder Sorge um den eigenen Arbeitsplatz oder fürchte Nachteile, weil das eigene Fehlen dann häufig von Kollegen ausgeglichen werden müsse.
Gut zwei Drittel gehen krank zur Arbeit, Karrierespiegel 8.4.16

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Arbeitgeber kümmern sich zu wenig um Mitarbeiter 
Montag, 18. April 2016 - Studien
Mit der Jobzufriedenheit sieht es in Deutschland nicht gut aus. Einer Umfrage von Manpower Deutschland zufolge, für die gut 1.000 Personen befragt wurden, sind 44 Prozent innerlich auf dem Sprung und überlegen, sich im nächsten Jahr einen neuen Job zu suchen. Zentraler Grund: Die Arbeitgeber scheinen sich zu wenig um die Belange ihrer Mitarbeiter zu kümmern. 87 Prozent bemängeln, dass es in ihrem Unternehmen keine professionelle Karriereförderung gibt. Zwei Drittel der Unternehmen offerieren keine regelmäßigen Mitarbeitergespräche. Nur 28 Prozent der Firmen bieten laut Umfrage familienkompatible Arbeitsmodelle an.
Manpower-Studie

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Wer anderen hilft, hat bessere Laune 
Freitag, 15. April 2016 - Studien
Anderen mal die Türe aufhalten, nett zu Kollegen sein, ein bisschen Hilfsbereitschaft kultivieren - eine Studie der Yale-Universität mit 77 Erwachsenen zeigt, dass diese Hilfe im Kleinen die persönliche Stimmung merklich fördert. Die Testpersonen mussten über drei Wochen abends via Smartphone einige Fragen beantworten und es zeigte sich: Wer über den Tag hinweg, freundlich zu anderen war und öfter mal seine Hilfe anbot, fühlte sich abends besser als diejenigen, die eher selbstbezogen unterwegs waren. Bei ihnen schlug eine hohe Belastung merklich auf die Psyche, während die Hilfsbereiten die mit dem Helfen verbundenen positiven Gefühle als sehr wirksam erlebten. Die Psychologen vermuten, dass der Bezug auf andere Menschen dabei hilft, das eigene System etwas herunterzufahren und zudem Nähe schaffe. Auch könnten sich die dabei ausgeschütteten Hormone positiv auf die Stressreaktionen des Körpers auswirken.
Gute Taten, bessere Laune, Psychologie heute 10.3.16

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