Geld schafft noch mehr Geld 
Mittwoch, 12. März 2014 - Studien
Wer hat, dem wird gegeben - vor allem dem, der besonders viel hat. So könnte man die Reichenliste des Shanghaier Hurun-Magazins deuten. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Dollar-Milliardäre weltweit um 414 auf den neuen Rekordwert von 1.867 gestiegen. Treibende Kräfte hinter dem wachsenden Wohlstand seien der starke Aufschwung am US-Aktienmarkt sowie die Informationstechnologie - die Technologie überholte Immobilien als häufigste Quelle für den Reichtum. Etwa die Hälfte der Milliardäre konnte sich letztes Jahr über weiteres Vermögenswachstum freuen - 152 von ihnen sogar um einen Zuwachs von mehr als 50 Prozent.
Reich, reicher, Gates, taz 26.2.14


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Soziale Machtlosigkeit lastet schwer 
Dienstag, 11. März 2014 - Studien
Forscher der University of Cambridge haben in einer Studie eruiert, inwiefern sich das Gefühl sozialer Kontrolle darauf auswirkt, wie Probanden das Gewicht eines Gegenstandes beurteilen. Zunächst wurde mittels Fragebogen ermittelt, wie viel Einfluss die Teilnehmer im Alltag auf andere Menschen zu haben glauben. Danach mussten sie einen Pappkarton anheben und sein Gewicht schätzen. Dabei zeigte sich: Je machtloser die Teilnehmer sich fühlten, umso schwerer schätzten sie den Karton ein. Durch die Veränderung der Sitzpositionen der Teilnehmer und indem sich diese gezielt an Situationen erinnern sollten, in denen sie glaubten, soziale Kontrolle zu haben, wurde das ursprüngliche Kontrollgefühl manipuliert und der Test wiederholt. Wieder erachteten die Probanden mit der geringsten sozialen Kontrolle den Karton als schwerer, während diejenigen, die dieses Gefühl der Machtlosigkeit nicht hatten, sein Gewicht annähernd richtig einschätzten. Die Forscher ziehen daraus den Schluss, dass es nicht das Gefühl der Macht ist, dass Dinge erleichtert, sondern der wahrgenommene Mangel an Einfluss, der sie schwerer macht.
Machtlosen erscheinen Gegenstände schwerer, Gehirn & Geist 17.2.14


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Belohnungen können zu mehr Fehlern führen 
Freitag, 7. März 2014 - Studien
Eine niederländische Studie wirft einen interessanten Blick auf die Frage, ob Belohnungen im Arbeitsleben eher hilfreich oder eher kontraproduktiv sind. Die Forscher stellen ihren Probanden kognitive Aufgaben. Manchen Teilnehmern wurden vorab Belohnungen in Aussicht gestellt, wenn sie die Aufgaben innerhalb einer vorgegebenen Zeit richtig lösten, anderen allenfalls kleinere Anreise gesetzt oder gar nichts in Aussicht gestellt. Während die Probanden sich an die Arbeit machten, wurde ihre Hirnaktivität überwacht. Dabei zeigte sich, dass die Testpersonen, denen ein deutlicher Anreiz geboten worden war, verstärkt Dopamin ausschütteten und so aus dem Konzept gebracht waren, dass sie die Aufgaben deutlich schlechter bewerkstelligten als jene Teilnehmer, die nur geringe oder gar keine Belohnungen zu erwarten hatten. Die Wissenschaftler wollen diese Testergebnisse nicht als generelle Absage an die positive Wirkung von Belohnungen verstanden wissen - wohl aber sei es wichtig, einen konstruktiven Rahmen zu finden.
Wer oft belohnt wird, macht mehr Fehler, WiWo 27.2.14


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Liebe kommt der Arbeit zugute 
Mittwoch, 5. März 2014 - Studien
Eine Studie der Universität Mannheim zeigt, dass es sich bei der Vorstellung, je mehr Zeit Menschen ihrem Job widmen, umso schlechter stehe es um ihre Beziehung, wahrscheinlich um eine Mär handelt. Die Wissenschaftlerinnen ließen für die Untersuchung 154 Doppelverdiener-Paare Tagebuch führen und dabei protokollieren, wie viel Zeit sie bei der Arbeit verbringen und wie gut es um ihre Beziehung stehe. Dabei zeigte sich: Kriselte es in der Partnerschaft, widmeten die Partner mehr Zeit der Beziehungspflege. Umgekehrt sei davon auszugehen, dass eine gesunde Beziehung Menschen die emotionale, kognitive und physische Kraft gebe, mehr Zeit auf ihren Beruf zu verwenden.
Gut in beiden Welten, Harvard Business Manager 20.2.14


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Die Intuition der Geschlechter 
Dienstag, 4. März 2014 - Studien
Bei der Einschätzung der Intuition scheinen viele Stereotype wirksam zu sein, vor allem wenn es um die unterschiedlichen Perspektiven der Geschlechter geht. Dies zeigt eine Studie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, das rund 1.000 Männer und Frauen Fragen zum Thema stellte. Interessant hierbei sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern im Hinblick auf die Felder, in denen in die eigene Intuition vertraut wird bzw. man dem anderen Geschlecht intuitive Fähigkeiten zugesteht. So vertrauen 60 Prozent der Frauen ihrer Intuition in Fragen der Partnersuche, während es bei den Männern nur 14 Prozent sind. Diese Selbsteinschätzung der Männer deckt sich mit dem Urteil der Frauen, denn diese glauben mehrheitlich ebenfalls, dass Männer in privaten Dingen keine wirklich gute Intuition haben. Betrachtet man die Intuition im Hinblick auf den Aktienhandel, sind 66 Prozent der Männer hier von ihrer intuitiven Kompetenz überzeugt, aber nur 11 Prozent der Frauen - und lediglich neun Prozent der Männer trauen Frauen hier eine hohe Intuition.
Skepsis gegenüber weiblichem Bauchgefühl, WiWo 25.2.14


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Frauen-Karrieren für Männer nicht bedrohlich 
Freitag, 28. Februar 2014 - Studien
Verschiedene Studien gehen davon aus, dass Männer nur schwer damit zurecht kommen, wenn ihre Frauen beruflich erfolgreicher sind als sie selbst und mehr verdienen. Eine neue Untersuchung der Soziologinnen Shireen Kanji (Universität von Leicester) und Pia Schober (DIW Berlin) eröffnet nun eine differenzierende Betrachtung. Die Wissenschaftlerinnen analysierten die Lebenssituation von knapp 4.000 britischen Paaren, die ab dem Jahr 2000 an einer Langzeitstudie teilnahmen. Alle Paare hatten mindestens ein Kind. Hauptfrage der Studie war, ob sich Paare häufiger trennten, wenn die Frau mindestens 20 Prozent mehr verdiente als ihr Mann. Dabei zeigte sich, dass das Trennungsrisiko in diesen Konstellationen nicht größer war als wenn der Mann Hauptverdiener ist. Waren die Kinder zwischen vier und sieben Jahre alt, war das Trennungsrisiko sogar geringer. Die Studie zeigt allerdings auch, dass die Fragestellung ohnehin nur einen minimalen Bruchteil der Paare betrifft, denn nur sechs Prozent der Mütter, deren Kind jünger als ein Jahr war, verdienten überhaupt wesentlich mehr als ihr Partner. Bei Müttern mit fünfjährigen Kindern fiel diese Quote auf 3,8 Prozent und der Anteil von Frauen mit gleichem Gehalt wie der Partner sank von 11 auf 4,3 Prozent. Es zeigt sich also, dass Frauen nach wie vor mehr für die Familie engagiert sind als für ihre Karriere.
Männer mögen Karrierefrauen doch, WiWo 19.2.14


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Ende 30 ist die Schöpferkraft am Größten 
Mittwoch, 26. Februar 2014 - Studien
Eine Studie der Kellog School of Management zeigt, dass Menschen ihr größtes schöpferisches Potential anscheinend mit Ende 30 entfalten. Der Ökonom Benjamin Jones wertete dazu die Ergebnisse von knapp 70 Einzelstudien aus, denen die Falldaten von insgesamt rund 10.000 Personen zugrunde lagen. Betrachtet wurden Forscher, Künstler, Entwickler und Wissenschaftler im Hinblick darauf, welche Innovationen sie hervorbrachten, welche Bedeutung diese hatten und in welchem Alter die betreffenden Personen waren, als sie ihre Erfolge hatten. Dabei zeigte sich, dass diese Innovatoren im Alter von Ende 30 meist den Höhepunkt ihres Schaffens erreichten. Jones führt dies darauf zurück, dass in diesem Alter bereits viele Erfahrungen gemacht wurden, aus denen die Innovatoren schöpfen können, und sie gleichzeitig noch jung und neugierig genug seien, um mit Bestehende zu brechen und Neuland zu erobern.
Der Durchbruch kommt mit Ende 30, WiWo 17.2.14


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Wenn Optimismus zum Schuss ins Knie wird 
Dienstag, 25. Februar 2014 - Studien
In den letzten Wochen haben verschiedene Umfragen zur Konsumentwicklung und zur Einschätzung der Deutschen im Hinblick auf den wirtschaftlichen Aufschwung öffentlichen Optimismus verbreitet. Eine Studie der Universität Hamburg lässt diese Erkenntnisse nun in neuem Licht erscheinen, denn sie zeigt, dass zu optimistische Einschätzungen sich leicht in ihr Gegenteil verkehren können. Die Forscher untersuchten beispielsweise Berichte im Finanzteil von "USA Today" und verglichen diese mit der Entwicklung des Dow Jones. Dabei zeigte sich: Je positiver die Artikel in die Zukunft blickten, umso eher büßte der Aktienindex in den folgenden Wochen an Punkten ein. Ähnliche Korrelationen zeigen sich bei näherer Betrachtung der Antrittsreden der US-Präsidenten, die über den Zeitraum von 1933 bis 2009 betrachtet wurden. Je positiver die Präsidenten sich äußerten, umso eher zeigten sich negative Entwicklungen beim Bruttoinlandsprodukt und der Arbeitslosenquote im Laufe der Amtsperiode. Die Forscher gehen davon aus, dass Optimismus, wenn er nicht mit entsprechenden Strategien und konkreten Anstrengungen verbunden ist, sich leicht in sein Gegenteil verkehrt - wer positive Erwartungen habe, neige dazu, sich zurückzulehnen und zu glauben, alles erfülle sich von selbst.
Optimismus kann der Wirtschaft schaden, Gehirn & Geist 7.2.14

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