Wenig Entwicklungschancen bremsen Elan von Arbeitnehmern 
Donnerstag, 12. Juli 2018 - Studien, Arbeit, Management
Lust auf Leistung ist ein Thema, das Unternehmen immer wieder beschäftigt, denn wenn Mitarbeiter nur Dienst nach Vorschrift machen, lässt sich wenig bewegen. Was aber sind die Faktoren, die diesem Elan dienen? Im "Talent Monitor" des Analysehauses CEB, now Gartner zeigt sich, dass gegenwärtig nur 12,6 Prozent der der deutschen Arbeitnehmer über das erwartete Maß hinaus Einsatzbereitschaft zeigen, ein Rückgang um vier Prozentpunkte, so dass Deutschland hier engagementmäßig nun unter dem weltweiten Durchschnitt von 15,2 Prozent liegt. Die Treue gegenüber dem Arbeitgeber ist noch vergleichsweise hoch - 35,9 Prozent der Angestellten wollen bei ihrer Firma bleiben (weltweiter Durchschnitt 32,4 Prozent). Allerdings war diese Verbundenheit bei der letzten Erhebung noch bei 40,5 Prozent der Befragten gegeben. Ein Grund für das bröckelnde Engagement könnte sein, dass nur 27,4 Prozent der Beschäftigten mit ihren persönlichen Entwicklungsperspektiven am Arbeitsplatz zufrieden sind. 46,2 Prozent schätzen die Stabilität in ihren Unternehmen, doch scheint diese nicht als Motivationskraft zu wirken.
Der Elan deutscher Arbeitnehmer sinkt, Manager Magazin 3.7.18

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Deutschland bei Einkommensgerechtigkeit recht gut 
Mittwoch, 11. Juli 2018 - Studien, Arbeit, Management
Wie gerecht Einkommen sind, ist eine Frage, die nicht nur Mitarbeiter immer wieder beschäftigt, sondern auch zentral ist für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Eine neue deutsch-amerikanische Untersuchung hat nun anhand neuester Theorien zur Einkommensgerechtigkeit diese Frage beleuchtet. Sie brachten die Auswirkungen unterschiedlicher Startbedingungen im Berufsleben (Bildungsabschluss und Berufe der Eltern, Migration) sowie Armut zusammen und beleuchteten, inwieweit diese Faktoren in verschiedenen Ländern einer gerechten Einkommensverteilung im Wege stehen. In einigen europäischen Ländern herrscht vergleichsweise Gerechtigkeit. So sind in den Niederlanden lediglich 7 Prozent der Einkommensungleichheit auf Unfairness in diesen Bereichen zurückzuführen, in Finnland 9,3 Prozent, in Frankreich 9,7 Prozent, in Großbritannien 11,3 Prozent und in Deutschland 11,6 Prozent. In Ländern wie Griechenland, Spanien, Litauen, Rumänien und Italien sind es deutlich schlechter aus - hier ist ein Viertel bis ein Drittel der Einkommensungleichheit unfairen Rahmenbedingungen geschuldet.
Mehr Fairness für Deutschland, welt.de 3.7.18

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Mehrarbeit summiert sich bei Chefs auf Jahre 
Montag, 9. Juli 2018 - Studien, Arbeit, Management
Vor allem in gehobenen Positionen gehören Überstunden meist dazu. Für die Chefs können die sich im Laufe eines Berufslebens ganz schön summieren. Eine Analyse von 226.452 Daten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern durch die Hamburger Vergütungsanalysten von Compensation Partner zeigt: Führungskräfte leisten im Laufe ihrer Karriere 15.430 Stunden Mehrarbeit - was in etwa zwei Jahren entspricht. Fachkräfte kommen mit 6562 Überstunden besser weg. Jeder dritte Beschäftigte arbeitet bis zu fünf Stunden in der Woche über das vertraglich geschuldete Maß hinaus. Bei 13 Prozent sind es zwischen sechs und zehn Überstunden pro Woche. Ein minimaler Teil, 0,03 Prozent der Beschäftigten, schuften sogar mehr als 30 Stunden mehr, als ihre Normalarbeitszeit es vorsieht.
Chefs häufen zwei Jahre an Überstunden an, WiWo 26.6.18

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Nur jeder Dritte schaltet im Urlaub völlig ab 
Freitag, 6. Juli 2018 - Studien, Arbeit, Management
Im Urlaub völlig offline gehen und für die Belange der Arbeit nicht erreichbar sein? Laut einer Umfrage des Online-Netzwerks Xing tut das nur jeder dritte Befragte. Jeder Zehnte ist im Urlaub hingegen immer erreichbar. 17 Prozent checken gelegentlich, ob für den Job was zu tun ist, 37 Prozent sind in Ausnahmefällen ansprechbar. Erreichbarkeit, das bedeutet für zwei Drittel, dass sie mindestens ein Mal am Tag ihre Mails checken, ein gutes Drittel macht das sogar mehrmals. Na dann, schöne Ferien!
Zwei von drei Mitarbeitern sind für die Firma erreichbar, Manager Magazin 18.6.18

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Starker Ich-Bezug kann Zeichen für Labilität sein 
Dienstag, 3. Juli 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Studien
Ein starker Ich-Bezug wird gewöhnlich vor allem mit eher narzisstischen Persönlichkeitsmerkmalen assoziiert. Er kann allerdings auch auf die Labilität eines Menschen hindeuten. Eine amerikanische Studie mit knapp 4.800 Probanden zeigt: Menschen, die in persönlichen Berichten besonders häufig Pronomen der ersten Person benutzen (also ich, mein, mir, mich), sind psychisch labiler und depressiver als jene, die weniger dieser Bezüge knüpfen. Die Probanden hatten in der Untersuchung die Aufgabe, eine sehr emotionale und psychisch herausfordernde Situation in ihrem Leben zu beschreiben. Die Wissenschaftler ziehen aus den Ergebnissen ihrer Studie den Schluss, dass häufiges Ich-Sagen auf eine Neigung zu Ängsten, Unzufriedenheit und Unsicherheit hinweisen könne. Vielleicht ist es aber auch andersherum. Wer in herausfordernden Momenten vor allem das eigene, gebeutelte Ich als zentralen Bezugspunkt sieht, versinkt natürlich sehr leicht in Leid. Und das selbstbezügliche Vokabular verstärkt diesen Teufelskreis. Nur so ein Gedanke ...
Wer häufig "ich" sagt, ist labiler, spektrum.de 20.6.18

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25 Prozent machen einen Unterschied 
Montag, 2. Juli 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Studien
Wo liegt die kritische Masse, bei der Minderheitenmeinungen auf einmal damit beginnen, Mehrheiten zu verändern? Eine Frage, die die Wissenschaft seit langem beschäftigt. In verschiedenen Studien hat sich bereits gezeigt, dass der Wert irgendwo zwischen 10 und 40 Prozent liegt - allerdings wurden hier gesellschaftliche Umschwünge immer erst retrospektiv analysiert. Eine amerikanische Studie mit experimentellem Setting, an der 200 Personen beteiligt waren, zeigt nun: Die Mehrheitsmeinung beginnt dann zu wanken, wenn 25 Prozent der Beteiligten eine andere, neue Perspektive vertreten. Das Experiment kann zwar die enorme Komplexität der gesellschaftlichen Realität nicht abbilden, gibt jedoch Hinweise darauf, dass Normen zu bröckeln scheinen, wenn ein Viertel der Menschen einer Gruppe einen Wandel propagiert.
Wann werden Minderheitsmeinungen mächtig? wissenschaft.de 7.6.18

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Führungskräfte arbeiten auch nur wie Normalangestellte 
Freitag, 29. Juni 2018 - Studien, Arbeit, Management
Top-Manager sind auch nur Menschen, zumindest wenn es darum geht, wie viel sie arbeiten. Eine Studie der Harvard Business School hat das Arbeitspensum von 27 großen und überwiegend börsennotierten Unternehmen untersucht und kommt zu dem Schluss, dass die großen Bosse auch nicht so viel mehr tun als viele Angestellte. Sie kamen an Wochentagen auf eine durchschnittliche Arbeitszeit von 9,7 Stunden (arbeiteten allerdings an den Wochenenden auch etwa vier Stunden pro Tag). Das funktioniert anscheinend vor allem deshalb, weil die Management-Ebenen unter ihnen die Racker-Jobs machen. Die Chefs jedenfalls hatten laut Studie genügend Muße, um auf sieben Stunden Schlaf zu kommen. Den werden sie auch brauchen, bei durchschnittlich 37 Meetings pro Woche.
Top-Manager opfern auch nicht mehr als andere, SZ 22.6.18

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Wie Zeitdruck uns um den Verstand bringt 
Dienstag, 26. Juni 2018 - Bewusstsein, Psychologie, Studien
Zeitdruck ist wie eine Droge. Er raubt uns im wahrsten Sinne des Wortes den Verstand. Das legt zumindest eine Untersuchung der Business-Professorin Meng Zhu nahe. Sie stellte in verschiedenen Testszenarien fest, dass Probanden, sobald Zeitdruck im Spiel ist, zu irrationalen Verhaltensweisen neigen. Dass etwas dringlich ist oder ein zeitliches Verfallsdatum hat, scheint unser Urteilsvermögen nachhaltig zu untergraben. Im Business kann das dazu führen, dass das wirklich Wichtige aufgrund des vermeintlich Dringlichen aus dem Blick gerät. In Umgebungen, in denen Deadlines zur Tagesordnung gehören, wird das bedenklich, denn wenn alle nur noch ihren Terminen hinterherjagen, bleibt kaum noch jemandem Zeit, mal darüber nachzudenken, ob all das überhaupt noch Sinn macht.
"Dealines halten uns von wichtigeren Aufgaben ab", Zeit.de 13.6.18

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