Schrumpft der Gender-Pay-Gap? 
Donnerstag, 12. Dezember 2013 - Studien
Einer Untersuchung der Unternehmensberatung Hay Group zufolge scheint der Gender-Pay-Gap sich zu verringern. Die Einkommensanalyse von 320.000 Angestellten in knapp 600 Unternehmen brachte zutage, dass die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen (für die gleiche Tätigkeit) sich seit 2010 reduziert haben - von vier auf gegenwärtig zwei Prozent. Die in anderen Studien gemessenen größeren Einkommensunterschiede sind eher darauf zurückzuführen, dass Frauen in Spitzenpositionen und gutbezahlten Branchen noch deutlich in der Minderheit sind. Rein rechnerisch hat das natürlich Schlüssigkeit. Aber vielleicht sollten wir auch einmal die Frage stellen, warum unterschiedliche Tätigkeiten zum Teil sehr stark unterschiedliche Gehälter nach sich ziehen. Schließlich gibt es auch schon Studien, die zeigen, dass es nicht zuletzt Menschen in Gutverdiener-Branchen sind, die mit ihrer beruflichen Tätigkeit und für ihr Unternehmen sehr viel Geld verdienen, aber durch diese Aktivitäten auch die Gesellschaft im Ganzen eher schädigen. Denn in gewisser Weise geht es um viel mehr als darum, Frauen und Männer gleich zu bezahlen. Auch die Wirkung von Berufen sollte vielleicht eine Rolle spielen ...
Frauen verdienen zwei Prozent weniger als Männer, WiWo 5.12.13


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Überstunden-Macher verblöden 
Montag, 9. Dezember 2013 - Studien
Das Finnish Institute of Occupational Health hat in einer Studie herausgefunden, dass Überstunden dumm machen. So stellten die Forscher fest, dass menschen, die anstelle von 40 Stunden beispielsweise 55 Stunden pro Woche arbeiten, über ein geringeres Vokabular verfügen. Hinzu komme, dass die messbare Intelligenz leide sowie der Blutdruck und das Herz. Laut Studie neigen vor allem Menschen mit höherer Bildung zu einer sinnlosen Verausgabung im Job. Eine andere Studie zeigt, dass Team mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden genau so viel leisten wie solche, die 80 Stunden im Büro verbringen. Der Grund: Der ständige Verschleiß führe zu höheren Krankheitsraten.
Zu viele Überstunden machen dumm, WiWo 21.11.13


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Deutsche lieben Verbote 
Freitag, 6. Dezember 2013 - Studien
Freiheit oder Gleichheit? Der jährlich vom John Stuart Mill Institut erhobene Freiheitsindex zeigt, dass 47 Prozent der Deutschen die Freiheit wichtiger ist, während es für 36 Prozent die Gleichheit ist. Doch kennt die propagierte Freiheitsliebe ihre Grenzen, zumindest wenn man die Bevölkerung fragt, welche Dinge sie gerne verboten sähen. Da wird die Liste schnell lang. 84 Prozent sind für ein Verbot harter Drogen wie Kokain und Heroin, 76 Prozent für ein Klonverbot von Menschen. 71 Prozent wollen rechtsradikale Parteien verboten sehen, 64 Prozent ungesunde Lebensmittel. 55 Prozent würden sich besser fühlen, wenn auch weiche Drogen wie Marihuana verboten wären, 49 Prozent, wenn Gewaltdarstellungen in Filmen oder Computerspielen nicht mehr erlaubt wären. 42 Prozent fordern ein Verbot linksradikaler Partien. 37 Prozent halten es für angemessen, Menschen, die bereits verschuldet sind, eine weitere Kreditaufnahme zu verbieten. Zu viel Freiheit ist uns anscheinend suspekt ...
Die Deutschen wünschen sich mehr Verbote, Die Welt 20.11.13


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Meetings killen die Produktivität 
Mittwoch, 4. Dezember 2013 - Studien
Meetings als Störfaktor beim produktiven Arbeiten - für 65 Prozent der Büroarbeiter sind die ständigen Zusammenkünfte im Office schlicht ein Produktivitätskiller, so das Ergebnis einer Befragung des Marktforschungsunternehmens YouGov unter rund 2.000 deutschen Arbeitnehmern. 64 Prozent sagen, dass ihnen schon eine einzige gute Idee reichen würde, um einen guten Arbeitstag zu haben. 63 Prozent finden, dass die technische Ausstattung ihres Arbeitsplatzes wesentlich zu ihrer beruflichen Entwicklung beitrage - wobei nur 32 Prozent sich in dieser Frage vom Arbeitgeber auch unterstützt fühlen.
Meetings sind für Arbeitnehmer Produktivitätskiller, HB 19.11.13


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Teilzeit auch für High Potentials 
Freitag, 29. November 2013 - Studien
In vielen Firmen ist das Thema Teilzeit-Arbeit nach wie vor eine typische Frauenfrage - oder der unteren Hierarchiestufen. Eine Umfrage der Personalberatung Rochus Mummert unter mehr als 1.000 Arbeitnehmern zeigt indes, dass längst auch die Mitarbeiter in den Führungsetagen gerne weniger arbeiten würden. Insgesamt 43 Prozent der Befragten können sich vorstellen, in Teilzeit zu arbeiten und dafür weniger Geld zu verdienen, bei den Führungskräften ist es beinahe jeder Dritte. Die Personaler ziehen daraus den Schluss, dass Firmen gut daran tun, sich dieses bekundeten Bedarfs auch anzunehmen. Die Vorzeichen jedenfalls scheinen nicht schlecht zu stehen, da 40 Prozent der befragten Führungskräfte der Ansicht sind, dass sich ihre jetzige Position auch in Teilzeit meistern lasse.
Arbeitnehmer wollen mehr Zeit statt Geld, WiWo 15.11.13


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Angst vor sozialen Verwerfungen 
Dienstag, 26. November 2013 - Studien
Zwar scheinen sich immer mehr wirtschaftliche Indikatoren vor allem im Euro-Raum wieder zum Besseren zu wenden, doch ist die Krise noch lange nicht vorbei. Eine Umfrage des Weltwirtschaftsforums unter 1.500 Entscheidern zeigt, dass weltweit bei den Eliten die Angst vor sozialen Verwerfungen wächst. Die strukturelle Arbeitslosigkeit wird als eines der größten Probleme betrachtet, zumal sie vor allem junge Menschen besonders trifft und ihnen die Chancen zu beruflicher Entfaltung verwehrt. In der Euro-Zone liegt die Jugendarbeitslosigkeit gegenwärtig bei 24 Prozent, in Ländern wie Griechenland, Spanien oder Kroatien sind gegenwärtig sogar mehr als 50 Prozent der potentiellen jungen Arbeitnehmer ohne Job. In dem Bericht des Weltwirtschaftsforums heißt es: "Eine Generation, die ihr Berufsleben in kompletter Hoffnungslosigkeit startet, wird eher populistischen Politikern Glauben schenken und wird ihr ganzes Berufsleben über auf die grundlegenden Qualifikationen verzichten müssen, die früh im Berufsleben entwickelt werden. Menschen, ganz besonders die Jungen, müssen produktiv beschäftigt werden, andernfalls werden wir erleben, dass das soziale Gefüge auseinanderreißt." Auch die wachsende wirtschaftliche Ungleichheit macht den Entscheidern Sorgen, da die wachsenden Vermögensunterschiede die gesellschaftliche Stabilität auf nationaler Ebene bedrohen und auch die internationale Sicherheit gefährden. Neu sind diese Sorgen nicht, doch wird wenig getan, um die Ursachen dieser immer deutlicher werdenden Divergenzen zu verändern.
Die globale Elite fürchtet den Aufstand der Massen, Die Welt 15.11.13


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Materialismus lässt nach 
Mittwoch, 20. November 2013 - Studien
Eine Studie der University of California legt nahe, dass der Materialismus unter US-Jugendlichen im Abnehmen begriffen ist. Obwohl der Umschwung in Zahlen betrachtet nicht weltbewegend anmutet, erscheint er den amerikanischen Forschern doch als beachtenswert, da die Bewegung in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich in die entgegengesetzte Richtung verlief. Im Vergleich zu Erhebungen aus den Zeiträumen 2004 bis 2006 und 2008 bis 2010 habe die Bedeutung, teure Gegenstände wie beispielsweise ein neues Auto zu besitzen, nachgelassen. Arbeit zu haben und dies auch als Beitrag für die Gesellschaft zu verstehen, ist wichtiger geworden - hier stieg der Wert auf einer Skala von 1-4 von 3,15 auf 3,21 Punkte. Immer mehr Jugendliche geben an, weniger Fleisch und dafür mehr Gemüse und Getreide essen zu wollen, wenn dadurch die Not von Hungernden gelindert werden könnte. Auf einer Skala von 1-5 stieg der Wert hier von 3,51 auf 3,59 Punkte. Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling, doch immerhin scheint sich hier ein über lange Zeiträume geprägtes Selbstverständnis peu à peu zu verändern. Und nachhaltiger Wandel braucht eben seine Zeit ...
US-Jugendliche weniger materialistisch, HBM 7.11.13


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Mittelschicht sucht ihr Glück im Privaten 
Dienstag, 19. November 2013 - Studien
Optimismus mit einer Prise Staatsverdrossenheit - so könnte man die derzeitige Befindlichkeit der Mittelschicht in Deutschland zusammenfassen, legt man die Ergebnisse einer Befragung der Gothaer Versicherung unter 1.000 Personen zugrunde. 85 Prozent der Befragten sehe ihre eigene Zukunft positiv - ein leichter Rückgang um zwei Prozentpunkte gegenüber der letzten Erhebung 2011. 57 Prozent berichten über eine konstante finanzielle Situation, 29 Prozent sogar über eine Verbesserung, während 13 Prozent eine Verschlechterung beklagen. Materielles scheint für die Deutschen eine weniger große Rolle zu spielen, betrachtet man die Dinge, die ihnen wirklich wichtig sind: Für 97 Prozent ist das die mit Partner und Familie verbrachte Zeit, für 86 Prozent ein umweltbewusstes Verhalten. Lediglich 45 Prozent nennen einen hohen Lebensstandard. Politikverdrossenheit artikulieren 22 Prozent der Befragten - sie äußern Unzufriedenheit über die ökonomische und politische Situation Deutschlands.
Privatleben wird wichtiger als Karriere, WiWo 6.11.13


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