6. Fachtagung Achtsamkeit am Arbeitsplatz in Frankfurt 
Montag, 22. Januar 2018 - Bewusstsein, Arbeit, Success Stories, Veranstaltungen
Der Achtsamkeitstrend hat längst die Unternehmenswelt erfasst. Das stellt viele Führungskräfte vor die Frage, wie sie Ansätze, die mehr mit dem "Nichts" als mit dem "Etwas" des Business verbunden sind, in den unternehmerischen Alltag einbringen können. Das Forum Achtsamkeit, das seit vielen Jahren MBSR-Lehrer ausbildet und verschiedene Curricula für die Anwendung von Achtsamkeit in Unternehmen entwickelt hat, veranstaltet am 19. April in Frankfurt zum sechsten Mal seine Fachtagung "Achtsamkeit am Arbeitsplatz", bei der Unternehmensverantwortliche, Wissenschaftler sowie Coaches und Trainer die Möglichkeiten von Meditation und Innenschau in der Arbeitswelt näher betrachten und Beispiele erfolgreicher Anwendungen vorstellen. Dieses Mal wird Prof. Dr. Dr. Harald Walach unter dem Titel "Achtsamkeit in Unternehmen – Die Quadrierung des Kreises. Ein paar Schlaglichter aus der Forschung" Einblicke in den Forschungsstand der Wissenschaft geben. Der Berater Torsten Schrör zeigt, wie sich "Erfolgreiches Führen durch achtsame Selbstwahrnehmung und Selbstführung" bewerkstelligen lässt. Marie Koch illustriert am Beispiel der Hotelkette Upstalsboom, "Wie eine Wertekultur ein Unternehmen verändert". Und die Meditationslehrerin und Führungskraft Nicole Stern wird einen Blick auf "Die spirituelle Dimension von Achtsamkeit und Meditation im Beruf" werfen.
Fachtagung Achtsamkeit am Arbeitsplatz

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Negative Gefühle haben einen Lerneffekt 
Freitag, 19. Januar 2018 - Bewusstsein, Psychologie, Studien
Wer Patzer oder Fehlschläge einfach runterspielt anstatt sich den damit verbundenen schlechten Gefühlen zu stellen, tut sich keinen Gefallen. "Sich auf die unschönen Gefühle einzulassen, die nach einer persönlichen Niederlage auftauchen, kann helfen, begangene Fauxpas nicht mehr zu wiederholen", lautet die Schlussfolgerung amerikanischer Wissenschaftler, die untersucht hatten, wie unterschiedlich Menschen mit Niederlagen umgehen und welche Konsequenzen sich daraus für sie ergeben. An der Studie waren insgesamt 600 Probanden beteiligt, die eine von den Forschern gestellte Aufgabe lösen sollten. Nach dem ersten Durchlauf, bei dem allen Probanden von den Wissenschaftlern bescheinigt worden war, das Ziel verfehlt zu haben, sollten die Studienteilnehmer ihre Gefühle dokumentieren. Danach bekamen sie eine neue Aufgabe. Es zeigte sich, dass diejenigen, die sich mit ihren Versagensgefühlen auseinandergesetzt hatten, sich bei der Aufgabe mehr Mühe gaben und mehr Zeit investierten als jene, welche den Fehlschlag in der eigenen Wahrnehmung heruntergespielt hatten. Die, die sich ihren Gefühlen gestellt hatten, waren darüber hinaus motivierter, eine bessere Leistung zu erbringen und ein nochmaliges Versagen zu verhindern. Man könnte auch sagen: Aus dem Eingeständnis von Fehlern lernt man.
Aus Fehlern wirklich lernen, Psychologie heute 5.1.18

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Der Zwang zur Perfektion 
Mittwoch, 17. Januar 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Studien
Der gesellschaftliche Druck zur Perfektion scheint in den letzten Jahrzehnten deutlich gewachsen zu sein. Britische Forscher werteten die Daten von 164 Stichproben aus den USA, Kanada und Großbritannien von insgesamt rund 41.000 Studierenden aus, die seit den 1980er Jahren bis 2016 zum Thema Perfektionismus befragt worden waren. Dabei ging es um den Wunsch, möglichst perfekt zu sein, den erlebten Druck von außen sowie die eigenen unrealistischen Erwartungen an andere. Die Untersuchung brachte zutage, dass die heute Studierenden bei allen drei Formen des Perfektionismus höhere Werte aufwiesen als frühere Generationen. So stiegen zwischen 1989 und 2016 der gefühlte soziale Druck um 33 Prozent, der eigene Perfektionismus um 10 Prozent und die unrealistischen Erwartungen gegenüber anderen um 16 Prozent. Die Wissenschaftler vermuten, dass der ständige Vergleich, der durch Onlinenetzwerke geschürt werde, einen Beitrag zu dieser Entwicklung geleistet haben könnte - wobei mögliche Kausalitäten noch erforscht werden müssten. Auch der wachsende Druck im Bildungssystem könne mitverantwortlich sein. Während in den späten 1970er Jahren nur etwa jeder zweite Highschool-Absolvent auch ein Studium abgeschlossen habe, seien es 2008 bereits mehr als 80 Prozent gewesen. Das schüre die Erwartungen der jungen Menschen an sich selbst.
Einmal perfektes Leben, bitte, spektrum.de 3.1.18

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Meditation und die neuen Technologien 
Dienstag, 16. Januar 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Wissenschaft
Meditation ist eine der ältesten Methoden, das Bewusstsein zu weiten. Heute gibt es unzählige digitale Tools, die diesen Prozess effizienter und effektiver machen wollen. Was ist dran an diesem Versprechen? Dieser Frage bin ich in einem Artikel für evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur nachgegangen. Meine eigenen Selbstversuche in diesem Terrain haben mich sehr nachdenklich gemacht, denn einerseits scheinen manche der am Markt befindlichen, zumindest auf der psycho-emotionalen Ebene, durchaus positive Wirkungen zu zeitigen. Andererseits erlebe ich auch, wie durch die äußere Stimulation oder "Leistungskontrolle" auch Nebeneffekte eintreten können, die das, was Meditation letztlich auszeichnet, das so grundsätzliche Loslassen, auch stören. Ich denke, für Anfänger können solche Tools ein guter Einstieg sein, denn es ist nicht leicht, sich dem unablässigen Gedankenstrom in der Stille immer wieder zu stellen und ihm zu widerstehen. Und oft fragt man sich dann: Bin ich hier wirklich am Meditieren? Digitale Tools können hier durchaus Anhaltspunkte vermitteln. Aber ich bin da vielleicht einfach auch Puristin, denn die Freiheit, zu der Achtsamkeit eine Tür öffnen kann, will womöglich auch durch eine gewisse Anstrengung im eigenen Leben etabliert werden. Mit freundlicher Genehmigung von evolve können Sie den Artikel hier kostenlos lesen. Auch der 5. Kongress Meditation & Wissenschaft, der am 30. November/1. Dezember 2018 in Berlin stattfinden wird und den ich für die drei ihn tragenden Stiftungen organisiere, wird sich mit einem seiner Schwerpunktthemen unter dem Motto „Das Ich zwischen bewusster Selbstentwicklung und Neuro-Optimierung“ dem Thema widmen. Dr. Roland Kipke wird in einem Impuls das menschliche Streben nach Selbstverbesserung näher betrachten und die Unterschiede zwischen Neuro-Enhancement und traditionellen Methoden der Übung beleuchten. Dr. Ulrich Ott nimmt Biofeedback-Geräte unter die Lupe und gibt einen Überblick darüber, welche wissenschaftlichen Belege es für den Nutzen von Biofeedback beim Erlernen und Praktizieren von Meditation gibt. Und Dr. Jürgen Fell zeigt, was von dem Hype um die Hirnstimulation mit so genannten Binauralen Beats, die in Tools wie Holosync oder den Meditations-Tracks von iAwake genutzt werden, um das Gehirn in einen meditativen Zustand zu versetzen, zu halten ist. Im gemeinsamen Dialog werden die drei Wissenschaftler eruieren, wie viel Optimierung das Streben nach Selbstverbesserung verträgt, und das Spannungsverhältnis betrachten, das entsteht, wenn Meditation zu einer Methode der Selbstentwicklung gemacht wird. Womöglich ist der Weg „Vom Autopilot zur inneren Freiheit“ auch viel einfacher zu beschreiten. Die Studien zum freien Willen von John-Dylan Haynes jedenfalls stimmen zuversichtlich. Beim Kongress wird er seine neuesten Forschungen vorstellen und betrachten, welche Spielräume Achtsamkeit ermöglicht, wenn es darum geht, unser Denken aus seinen eingefahrenen Bahnen zu befreien.

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Achtsamkeit im Beruf und in Beziehungen 
Montag, 15. Januar 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Arbeit
Was sind die drängendsten Themen in unserem Leben? Man muss kein Prophet sein, um die Antworten zu ahnen. Für die meisten Menschen sind es ihre Beziehungen und ihr Job, die sie am meisten beschäftigen. In dem dialogischen Hörbuch Das Ende des Blindfluges: Was man über Achtsamkeit und Mindfulness wirklich wissen sollte - 8samkeit in Beruf und Beziehung geht Paul Kohtes gemeinsam mit Andreas Gregori der Frage nach, was unsere Beziehungen im Alltag und unser Verhältnis zu unserer Arbeit ausmacht und wie wir in beiden Lebensbereichen zu einem tieferen Einklang finden können. "Ich habe versucht, auf die klugen Fragen von Andreas Gregori möglichst einfache Antworten zu finden. Denn jede Antwort macht ja nur Sinn, wenn sie für das ganz persönliche Leben zu einer praktischen Erfahrung führt. Sonst bleibt es eine intellektuelle Spielerei. Im Zen heißt es: Der Finger, der auf den Mond zeigt, ist nicht der Mond selbst. So ist auch diese Reihe lediglich ein Fingerzeig auf neue Sichtweisen, mit der wir das Leben leichter bewältigen können, indem wir es verstehen", sagt Kohtes. Wie kann uns Achtsamkeit und Meditation dabei helfen, unsere alltäglichen Probleme zu lösen? Das Interview-Hörbuch dient all jenen, die eine Anleitung suchen. Die verstehen wollen, was es mit der Achtsamkeit auf sich hat und wie sie wirkt.
Weitere Infos und Download

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Virtuelle Therapie auf dem Vormarsch 
Dienstag, 9. Januar 2018 - Bewusstsein, Psychologie
Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis unter den Vorzeichen von Skype, Whatsapp und Videokonferenz-Tools auch die Therapiewelt beginnt, die neuen technologischen Möglichkeiten zu nutzen. Die Schön Klinik, eine Klinikgruppe mit 23 Standorten in Deutschland und Großbritannien, erprobt in einem Projekt mit 300 Probanden ihre Online-Therapie MindDoc. "Mit der Anwendung können sich Patienten mit Depressionen, Essstörungen oder Burnout per Videochat und Textnachrichten von zu Hause aus behandeln lassen, wie MindDoc-Chef Bernhard Backes erklärt. Begleitend dazu bekommen sie verhaltenstherapeutische Übungen gestellt", berichtet das Handelsblatt. Ein Therapiegespräch dauert wie in der realen Face-to-Face-Situation 50 Minuten. Viele der Probanden schätzen es, von zu Hause oder jedem beliebigen Ort aus mit ihrem Therapeuten sprechen zu können. Dabei muss Therapie über Distanz nicht schlechter sein als der Besuch in der ärztlichen Praxis. Und selbst Online-Angebote, die nicht persönlich von Therapeuten begleitet werden, können wirksam sein. "Die Wirksamkeitsnachweise liegen sowohl für unbegleitete als auch für von Therapeuten begleitete Anwendungen vor", erklärt Iris Hauth, Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN).
Online aus der Depression, HB 13.12.17

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Muße braucht die Gegenwärtigkeit 
Montag, 8. Januar 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie
Im Job verstärkt draufhalten, um den Feierabend richtig genießen zu können, die To-Do's des Tages mit maximaler Effizienz durchprügeln, damit mehr entspannte Freizeit bleibt - Rechnungen wie diese hat wohl jeder schon einmal angestellt (und wahrscheinlich auch die damit verbundene Hektik in Kauf genommen), und das alles, um am Ende des Tages doch noch ein paar Muße-Stunden für sich zu haben. Doch oft geht diese Rechnung nicht auf. "Je mehr ich in Unruhe und Tätigkeit im Tun-Modus und in Produktivität unterwegs bin, desto mehr gewöhnt sich mein inneres Sein, mein Geist, auch an diesen Punkt. (…) Wenn man dann mal die Zeit hat, dann findet man die Ruhe nicht mehr, weil man ja innerlich schon so auf Unruhe gepolt ist", erklärt der Achtsamkeitsforscher Stefan Schmidt. Der wunde Punkt: Je mehr wir uns innerlich auf Tun und Machen programmieren, umso schwerer fällt uns das Abschalten, wenn dann alles getan ist. Wir denken nachmittags schon an den schönen Ausklang des Tages und verlieren dabei das Gefühl für die Gegenwärtigkeit. "Muße ist so eine Orientierung in der Gegenwart, es hat was mit Freiheit zu tun, es hat was mit Gelassenheit zu tun, und es hat was mit Unproduktivität in dem Sinne zu tun, dass ich jetzt nicht funktional unterwegs bin (…) – das, was ich gerade tue, genügt mir", sagt Schmidt. Vielleicht hilft es, öfter einmal einfach ganz bei der Sache zu sein - ob das, was wir gerade tun, unsere Vorstellung von Muße erfüllt oder nicht.
Warum Zeitsparen keine Muße bringt, Deutschlandfunk Kultur 4.11.17

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Wie Achtsamkeit die Soft Skills verbessert 
Dienstag, 12. Dezember 2017 - Bewusstsein, Psychologie, Management
Viele Menschen, die regelmäßig meditieren, berichten, dass die Achtsamkeitspraxis sich positiv auf ihr Leben auswirkt. Sie werden gelassener und ruhiger, können besser zuhören oder sind anderen Menschen zugewandter. Im Interview mit dem Mindful Magazin erzählt der ehemalige Goldman Sachs Investmentbanker Mark Tercek, der seit 2008 die weltweit größte Non-Profit-Organisation für Umweltschutz "The Natural Conservancy" leitet, wie er selbst durch regelmäßige Achtsamkeitsübungen zu einem besseren Chef geworden ist. "Ich machte in vielerlei Hinsicht einen guten Job, aber in vielen Dingen war ich ein Trottel. Ich hörte nicht zu. Ich war zu fordernd. Ich war detailversessen. Ich war zu negativ", bekennt Tercek freimütig. Ein Coach brachte ihn auf die Idee, Meditationen in seinen Alltag einzubauen. "Das beruhigt meinen Geist, lässt mich ruhiger werden und macht es mir leichter, anderen zuzuhören und sie zu verstehen. Es hilft mir dabei, runterzufahren, nicht sofort alles zu beurteilen, meine Arbeit weniger stressig auszuüben", berichtet er.
Nature and mindfulness find common ground, Mindful 5.12.17

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