Sport tut dem Hirn gut 
Mittwoch, 17. Februar 2021 - Lebensart, Studien
Bewegung ist gesund, das wissen wir alle. Sie tut nicht nur dem Körper gut, sondern die Gehirne von trainierten Menschen arbeiten auch effizienter. So zeigt sich über alle Altersgruppen hinweg, dass die sogenannten exekutiven Funktionen, die zur Selbstregulationsfähigkeit und dem Erfolg beim Lernen beitragen, durch Bewegung gefördert werden. Wer viel trainiert, reagiert außerdem ruhiger auf Stress, ist in herausfordernden Situationen weniger ängstlich und hat eine bessere Stimmung. Sportarten, bei denen man bestimmten Regeln muss wie beispielsweise beim Baseball stimulieren das Hirn dabei mehr als eher zyklische Bewegungsabläufe wie beim Laufen oder Schwimmen. Wenn die Couch mal wieder ruft, also einfach daran denken, dass das Gehirn sich über etwas ganz anderes wesentlich mehr freuen könnte ...
»Sport macht klug«, spektrum.de 2.2.21

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Psychopharmaka werden von jungen Menschen leicht missbraucht 
Montag, 15. Februar 2021 - Lebensart, Psychologie, Studien
Die Opiodkrise der USA ist schon schlimm genug, doch zeigt eine neue Studie nun auch, wie junge Menschen auf besorgniserregende Weise mit Psychopharmaka umgehen. Die Wissenschaftler werteten dafür Daten aus dem National Survey of Drug Use and Health Sampling von 110.000 jungen Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren aus. Gut ein Drittel der Befragten gab an, im Vorjahr ein verschriebenes psychoaktives Medikament eingenommen zu haben, was mir schon als eine recht hohe Verbreitung dieser Substanzen erscheint. Ein knappes Drittel dieser jungen Menschen räumte außerdem ein, die Mittel nicht wie gedacht verwendet zu haben, sie also missbraucht zu haben, um sich beispielsweise aufzuputschen. Das Missbrauchspotential wächst mit dem Alter - unter den bis zu 17-Jährigen räumte jeder Vierte die unsachgemäße Medikamenteneinname ein, bei den 18- bis 25-Jährigen waren es gut 40 Prozent. Werden hier die Grundlagen für spätere Abhängigkeitserkrankungen gelegt?
Einer von drei US-Jugendlichen missbraucht Medikamente, spektrum.de 2.2.21

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Wie unser Fleischkonsum den Planeten zerstört 
Freitag, 12. Februar 2021 - Bewusstsein, Lebensart, Studien
Anzudeuten, dass der weltweite Fleischkonsum einen starken Anteil am Klimawandel und dem Verlust der Biodiversität hat, ist immer noch ein heikles Thema, denn Menschen, die gerne und oft Fleisch essen, empfinden solche Hinweise leicht als ideologiegetriebene Maßregelung ihres Lebensstils. Ein Bericht der Uno zeigt jedoch einmal mehr, dass es vor allem die Tierhaltung im Dienste des Fleischkonsums sowie die für die Futtermittelherstellung intensiv betriebene Landwirtschaft sind, die dem Artenreichtum schaden, Böden auslaugen und das Grundwasser sinken lassen beziehungsweise durch Düngemittel belasten. Das Bundesamt für Naturschutz geht für Deutschland dafür aus, dass ein Drittel aller Säugetierarten hierzulande aufgrund der Art und des Umfanges, wie wir Landwirtschaft betreiben, gefährdet sind. Ich frage mich, wie es wäre, wenn wir diese Fakten einmal, bevor wir damit beginnen, über Fleischkonsum und mögliche Alternativen zu diskutieren, tiefer auf uns wirken zu lassen. Was macht es mit uns als Menschen, wenn wir uns bewusst werden, dass die Art und Weise, wie wir uns am Leben erhalten, das Leben um uns herum bedroht. Ich glaube nicht, dass sich Lebensstilveränderungen von oben verordnen lassen. Aber wenn wir uns innerlich mehr auf die Zusammenhänge einlassen, die zwischen unserer Lebensweise und unserer Lebenswelt bestehen, öffnen sich vielleicht auch Türen für bessere, nachhaltigere Verhaltensweisen.
Fleischkonsum ist der größte Feind der Natur, spiegel.de 4.2.21


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Yoga wird zum Breitensport, zumindest als Markt 
Donnerstag, 11. Februar 2021 - Lebensart, Studien
Neben dem beobachtbaren Achtsamkeits-Trend hat auch das Yoga in den vergangenen Jahren einen deutlichen Wachstumsschub hingelegt. Laut einer Studie des Berufsverbandes der Yogalehrenden üben schon etwa fünf Prozent der Deutschen die indische Bewegungskunst. Das mag sich nach nicht viel anhören, doch beim Hinblick auf die wirtschaftliche Dimension dieser Bewegung wird deutlich, dass es durchaus von Bedeutung ist. Weltweit werden jährlich bereits 130 Milliarden Dollar im Namen des Yoga bewegt - für Kurse, Yoga-Bekleidung oder Zubehör wie Trainingsmatten. Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie sehr solche kulturellen Trends in Systemen, die vor allem von einer Geldwirtschaft geprägt sind, zu einem wirtschaftlichen Ding werden. Natürlich sollten Menschen, die anderen Yoga lehren, für ihren Aufwand ein Auskommen haben. Ich frage mich aber auch, ob die hier beobachtbare Form der Kommerzialisierung wirklich wünschenswert ist. Das meine ich auch gar nicht ideologisch im Sinne, dass Geld in solchen spirituellen Kontexten nichts zu suchen hätte. Eher wird mir mal wieder deutlich, wie sehr der Kapitalismus einfach dazu neigt, sich die meisten Entwicklungen, die in diesem System stattfinden, früher oder später einzuverleiben. Ist das gut so? Und wollen wir das überhaupt?
Yoga dehnt sich aus, FAZ.de 25.1.21

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Grün ist gut fürs Gemüt 
Dienstag, 9. Februar 2021 - Lebensart, Psychologie
Grünpflanzen in der Wohnung scheinen auf subtile Weise das menschliche Wohlbefinden selbst in besonders herausfordernden Zeiten zu stärken. Wissenschaftler aus Italien hatten im vergangenen Jahr zwischen März und Juni weltweit 4.200 Menschen aus 46 Ländern befragt, wie sie durch die jeweiligen Lockdowns gekommen waren. Dabei zeigte sich, dass Menschen, die keine oder kaum Pflanzen in der eigenen Wohnung um sich hatten, schlechter zurechtkamen als jene, die sich mit viel Grün umgaben. Die Pflanzenlosen klagten häufiger über negative Emotionen und erlebten weniger gute Gefühle als jene, die mit vielen Pflanzen leben. Die Erforschung von Trends wie Waldbaden zeigt schon seit einiger Zeit, dass die Natur dem menschlichen Gemüt gut tut. Gut zu wissen, dass selbst Zimmerpflanzen, wenn sie in ausreichender Zahl vorhanden sind, hier einen Beitrag leisten können.
Mit Pflanzen besser durch die Pandemie, spektrum.de 26.1.21


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Meditation für die Massen 
Montag, 8. Februar 2021 - Bewusstsein, Lebensart
Achtsamkeit ist längst zu einem Modebegriff geworden und durch die Pandemie und den mit ihr verbundenen psychosozialen Stress haben im vergangenen Jahr mehr und mehr Menschen ein Interesse daran entwickelt, das Meditieren zu erlernen. Der Streaming-Dienst Netflix schafft für diese neuen Zielgruppen nun ein neues, leicht zugängliches Angebot. Gemeinsam mit dem Meditations-App-Anbieter Headspace hat Netflix eine neue Serie veröffentlicht, in der Headspace-Gründer Andi Puddicombe in 20-minütigen Folgen in die Welt des Meditierens einführt. Er vermittelt Meditationen für Einsteiger und gibt Hinweise, wie die gemachten Erfahrungen auch im Alltag zum Tragen kommen können. Ein spannender Vorstoß, der womöglich breiteren Bevölkerungsgruppen den Weg zum Meditieren ebnet und dabei nicht nur für Popularisierung, sondern auch eine gewisse Fundierung des Themas sorgt, denn Puddicombe bringt in seine Lehrtätigkeit seine langjährige klösterliche Erfahrung ein.
Meditation zum Streamen: Die "Headspace"-Sendung auf Netflix im Selbsttest, fit for fun 24.1.21

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Vergessliche Multitasker 
Dienstag, 2. Februar 2021 - Bewusstsein, Lebensart, Studien
Wir wissen längst, dass Multitasking unserem geistigen Befinden nicht gut tut. Eine neue Studie offenbart Details über einen Zusammenhang zwischen der Neigung, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun, und Vergesslichkeit. Jungen Erwachsenen, die nach eigenen Aussagen zum Multitasking neigten, wurden auf dem Computer Bilder von Objekten präsentiert. Nach einer 10-minütigen Pause bekamen sie erneut Bilder gezeigt und sollten angeben, welche davon sie zuvor bereits gesehen hatten. Überwacht wurde der Test durch Eye-Tracking und per Elektroenzephalografie (EEG). Dabei zeigte sich: Die Multitasker konnten sich seltener daran erinnern, welche Motive ihnen eigentlich bekannt sein sollten. Im EEG zeigte sich, dass sie weniger aufmerksam waren als die Nicht-Multitasker und bei ihnen Hirnaktivitätsmuster, die mit dem episodischen Gedächtnis in Zusammenhang stehen, geringer ausgeprägt waren. Die Studie kann zwar nicht erklären, ob Multitasker eher dazu neigen, per se unaufmerksam zu sein oder ob das Multitasking zur Abgelenktheit führt, doch wird deutlich, dass Fokussierung und ständig schweifende Aufmerksamkeit sich anscheinend nicht vertragen.
Multitasking und Vergessen hängen zusammen, spektrum.de 25.1.21

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Anspruchsdenken verleitet zu Ignoranz 
Montag, 1. Februar 2021 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Studien
Wer glaubt, selbst etwas besseres verdient zu haben als andere, scheint eher dazu zu neigen, die Auswirkungen der Pandemie zu verharmlosen oder zu ignorieren. Dies liegt eine neue psychologische Studie nahe, in der untersucht wurde, wie persönliches Anspruchsdenken und die Reaktionen auf die Krise zusammenhängen. In drei Erhebungen wurden die Beteiligten nach Parametern des Anspruchsdenkens und entsprechenden Persönlichkeitsmerkmalen befragt und sollten Auskunft geben über verschiedene Einschätzungen zur Pandemie. Dabei zeigte sich sehr deutlich, dass Menschen mit hohem Anspruchsdenken stärker dazu neigen, die Krise zu verharmlosen, für sich selbst und andere eher geringere Risiken zu sehen und das Krankheitsrisiko insgesamt zu unterschätzen.
Coronapandemie Leichtsinnige Anspruchsdenker, Psychologie heute 7.1.21

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