Auf dem Weg zur Seelenruhe 
Mittwoch, 4. November 2015 - sonstiges
Der dänische Bestseller-Autor Peter Høeg spricht in einem Interview mit der Welt darüber, wie Empathie-Trainings für Kinder mehr Freundlichkeit und Seelenruhe in den Alltag bringen können. Høeg engagiert sich in einer dänischen Initiative, die die Methode Mindfulness-Based Stress Reduction verbreitet. Bereits der Hälfte aller dänischen Lehrer werden Kurse dazu angeboten und kürzlich weilte Høeg für ein Unterrichtsprojekt in Brandenburg. "Man kann andere Menschen nicht tiefer verstehen, als man sich selbst versteht", so der Schriftsteller, der selbst in einer Gemeinschaft lebt, in der täglich meditiert wird. "Wir sind es gewohnt zu meinen, dass es eben nette und unfreundliche Menschen gibt, aber Freundlichkeit kann man üben. Wenn Sie das Freundlichkeitsniveau in einer Schulklasse oder Familie ändern wollen, müssen Sie es trainieren. Das ist eine schlechte, aber auch eine gute Nachricht, denn man kann etwas ändern. Wir empfehlen Lehramtsstudenten zwanzig Minuten Meditation am Tag. In dieser Zeit sollten sie in Kontakt zu ihrem Körper, ihrem Herzen, ihrer Seelenruhe treten und versuchen, diese Qualität in die Beziehung zu anderen hinüberzutragen. Das verändert langsam das Leben. Die europäische Gesellschaft beginnt das zu entdecken", sagt er. Das Engagement im Dienste der Meditation nimmt gegenwärtig so viel Raum in seinem Leben ein, dass der Schriftsteller ankündigte, eine längere Auszeit zu nehmen - um sich über seine künftigen Prioritäten klarer zu werden.
Jeder sollte einmal am Tag komplett abschalten, Die Welt 26.10.15

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Preiswürdige Kooperation 
Montag, 19. Oktober 2015 - sonstiges
Kooperation und Ko-Kreation sind gegenwärtig gerne bemühte Begriffe, wenn es darum geht, Lösungswege für die immer komplexer werdenden Fragestellungen unserer Zeit zu entwickeln. Die Vergabe des diesjährigen Friedensnobelpreises zeigt, was durch eine solche Gemeinsamkeit möglich wird. Das Nobelpreis-Komitee zeichnete eine tunesische Dialoggruppe aus, die im Demokratisierungsprozess des Landes eine tragende Rolle gespielt hat. Das Quartett, bestehend aus einer Gewerkschaft, einem Verband für Industrie, Handel und Handwerk, der Liga für Menschenrechte und dem Nationalen Anwaltsverein, hatte sich 2013 in Zeiten sozialer Unruhen und Mordanschläge gebildet. Dem Quartett sei es gelungen, da es verschiedene Bereiche und Werte der tunesischen Gesellschaft vertrete, eine entscheidende Rolle als Mediator im Demokratisierungsprozess einzunehmen, so die Begründung des Nobelpreis-Komitees.
Friedensnobelpreis geht an Dialoggruppe in Tunesien, Spiegel online 9.10.15

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Achtsam Wirtschaften als Weg 
Donnerstag, 15. Oktober 2015 - sonstiges
Das buddhistisch orientierte Netzwerk Achtsame Wirtschaft hat einen kleinen Leitfaden herausgegeben, der "Grundlagen einer angewandten, buddhistisch inspirierten Wirtschaftsethik" vermittelt. Das kostenlos zum Download zur Verfügung stehende Büchlein erklärt, was Achtsamkeit bedeutet, formuliert Leitsätze und ein Menschenbild achtsamer Wirtschaft und beleuchtet, wie sich achtsamer arbeiten, mit Geld umgehen und konsumieren lässt. In der zur Zeit hochkochenden McMindfulness-Diskussion liefert die Broschüre wohltuend geerdete Impulse, die zum Nachdenken und Ausprobieren einladen. Auf der Webseite des Netzwerkes stehen außerdem zahlreiche weitere Texte und auch Anleitungen für Achtsamkeitsübungen zur Verfügung.
Download "Achtsam Wirtschaften als Weg"

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Was Essen mit Denken zu tun hat 
Donnerstag, 8. Oktober 2015 - sonstiges
In der FAZ unternimmt der Philosoph Richard David Precht im Interview einen kleinen Streifzug durch die historische Entwicklung unserer Esskultur. Für Precht hängt das heute so große Interesse am Thema Essen, das sich nicht zuletzt in einem wachsenden Trend zu Vegetarismus, Veganismus und anderen Diät-Formen ausdrückt, nicht zuletzt an unserer Selbstbezüglichkeit: "Wir leben in einer Gesellschaft, die uns erlaubt, viel Aufmerksamkeit auf uns selbst zu richten. Schon als Kinder erfahren wir mehr Aufmerksamkeit und Liebe als in früheren Zeiten. Das ist gut. Aber es geht eine eigentümliche Verbindung mit dem kapitalistisch-materialistischen Imperativ ein, sich selbst zu optimieren. Die Sorge um sich spielt eine riesige Rolle. Das schließt die Ernährung ein." Für den Philosophen ist augenscheinlich, dass die Entwicklung einer "allgemein gültigen Hierarchie des ethisch Vertretbaren" beim Thema Essen kaum greifbar ist, weshalb er dafür plädiert: "Jeder muss sich fragen: Was halte ich selbst für vertretbar?" Ein Blick in die Philosophiegeschichte könne dabei helfen. "Ernährung hat viel mit Religion zu tun. Die Diätetik des Abendlandes beginnt mit den Orphikern und Pythagoreern. Sie glaubten, dass man die Reinheit der Seele durch die Reinheit der Ernährung kultivieren müsse. Die Optimierung des Geistes stand im Vordergrund und wurde im Laufe der griechischen Philosophiegeschichte immer wichtiger. Heute ist es umgekehrt. Man optimiert den Körper und nimmt ein bisschen für den Geist mit", so Precht. Guten Appetit!
Ein Intellektueller muss ungesund essen, FAZ 1.10.15


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Sommerzeit - Ferienzeit 
Montag, 3. August 2015 - sonstiges
think.work.different macht im August Sommerferien! Wir wünschen Ihnen schöne Sommertage und sind ab September wieder mit frischen News für Sie da.

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Meditation im Mainstream 
Mittwoch, 24. Juni 2015 - sonstiges
Der gegenwärtige Meditations-Hype scheint nun wirklich im Mainstream anzukommen. Auf seiner Webseite präsentiert der Fernsehsender RTL jedenfalls einen ausführlichen Artikel zu Achtsamkeitsmeditation. Interessanterweise legt der Beitrag einen Schwerpunkt auf Themen wie Selbsterkenntnis und Selbstverantwortung und verzichtet darauf, Meditation als reine Anti-Stress-Methode oder Mittel zum besseren funktionieren im Alltag zu positionieren. "Meditation ist dafür da, sich selbst kennenzulernen und Freundschaft mit sich zu schließen. Man lässt sich einfach sein wie man ist und manipuliert nicht an seiner Erfahrung herum. Wenn man meditiert nimmt man sein Leben in die Hand. Das trauen sich viele nicht, da muss dann auch bereit sein, das ganze Dilemma anzuschauen. Davor nicht zu kapitulieren erfordert viel Mut. 'Augen zu und durch‘ ist leichter", wird Anne von der Eltz, Leiterin des Shambhala Meditationszentrums in Köln, zitiert. "Verlangsamung statt Beschleunigung, alles soll auf ein einfaches Niveau reduziert werden", heißt es weiter in dem Artikel. Was das Niveau angeht, können einige RTL-Formate da sicher bereits mithalten. Und die Verlangsamung nimmt sich die Redaktion vielleicht auch noch zu Herzen - wie wäre es, mit ein paar besinnlichen Formaten anstelle der immer lauter werdenden Konfrontations-Doku-Soaps?
Freundschaft mit sich selbst schließen: Warum Meditation so vielen hilft, RTL 15.6.15



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Reiche geben 
Mittwoch, 10. Juni 2015 - sonstiges
Bei den Großverdienern in den Vereinigten Staaten scheint sich ein neuer Trend zu entwickeln - Spenden wird zum Sport der Begüterten. Letzte Woche machte Apple-Chef Tim Cook Schlagzeilen, weil er 50.000 seiner Apple-Aktien im Wert von mehr als 6,5 Millionen Dollar spendete. Bekannt wurde die Spende, da die Weitergabe solcher Aktienpakete von der US-Börsenaufsicht dokumentiert wird, unbekannt ist hingegen, an wen sie ging. Cook deutete bereits an, sein gesamtes Vermögen spenden zu wollen, wenn er die College-Ausbildung seines heute zehnjährigen Neffen finanziert habe. Cook wurden bei seinem Antritt 2011 eine Million Apple-Aktien bis 2021 in Aussicht gestellt - seinerzeit ein Wert von 380 Millionen Dollar, heute aufgrund des höheren Kurses der Apple-Aktie 900 Millionen Dollar. Auch Pimco-Gründer Bill Gross gehört zu den Großspendern. Er stiftete kürzlich 700 Millionen Dollar für wohltätige Zwecke und plant, auch sein verbleibendes Vermögen von zwei Milliarden Dollar noch zu spenden. Zeichnet sich hier bei den Superreichen ein grundlegender Einstellungswandel ab? Vielleicht. Aktionen wie diese werfen die Frage auf, welchen Sinn Systeme machen, die erst Ungleichgewichte herstellen und die Akteure, die dazu beitragen, dass diese entstehen, dann wieder versuchen, sie zu beheben.
Tim Cook spendet Apple-Aktien, HB 31.5.15

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Wenn Institutionen die Menschenrechte verletzen 
Freitag, 24. April 2015 - sonstiges
Menschenrechtsorganisationen kritisieren, dass zahlreiche Projekte der Weltbank zum Teil massiv die Menschenrechte der betroffenen Bevölkerung verletzen. Einer Analyse von 6.600 Dokumenten des Internationalen Konsortiums für Investigative Journalisten zufolge sollen im vergangenen Jahrzehnt durch mehr als 900 Weltbank-Projekte 3,4 Millionen Menschen ihr Land oder einen Teil ihrer Lebensgrundlage verloren. Im Jahr 2014 flossen mehr als 65 Milliarden Dollar in die Projekte der Weltbank. Die Institution ging der Kritik nach und räumte ein, die Wirkung ihrer Projekte bisher nicht sorgfältig genug geprüft zu haben.
Weltbank verletzt Menschenrechte weltweit, Zeit online 16.4.15

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