GenY will Werte-Karriere statt Macht 
Dienstag, 26. Mai 2015 - Studien
Der GfK Verein und das St. Gallen-Symposium untersuchen regelmäßig, was den Top-Leadern von morgen besonders wichtig ist. Für das "Global Perspectives Barometer 2015" wurden mehr als 1.000 Akademiker und Young Professionals aus rund 100 Ländern befragt. Ein zentrales Einstellungsmuster der künftigen Führungselite: Ihnen ist ein werteorientiertes Wirken deutlich wichtiger als klassische Macht. Auf die Frage, welches von drei Kriterien für sie am bedeutsamsten sei, um in zehn Jahren zu beurteilen, ob die eigene Karriere erfolgreich sei, nannte knapp die Hälfte einen Job mit positivem Einfluss auf die Gesellschaft, ein Drittel faszinierende Projekte und lediglich 14 Prozent die Erreichung eines hohen Gehalts. Die klassische Top-Management-Karriere ist nur einem Viertel der Befragten wichtig. 44 Prozent es, Experten auf ihrem Gebiet zu werden, ein weiteres Viertel strebt die Position eines erfolgreichen Projektmanagers an.
GfK-Studie, 8.5.15

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Guter Draht zu Kollegen und Chefs motiviert 
Mittwoch, 20. Mai 2015 - Studien
In einer Befragung von 1.000 Menschen zu ihrer Arbeitsmotivation hat der Personaldienstleister Manpower eruiert, was die Deutschen im Job anspornt. Spitzenreiter ist mit 65 Prozent Zustimmung das gute Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten, gefolgt von flexiblen Arbeitszeiten (50 Prozent), einem freundschaftlichen Verhältnis zu den Kollegen (42 Prozent), kostenlosen Getränken (33 Prozent), Teamarbeit (33 Prozent) ansprechender Raumgestaltung (32 Prozent), betrieblicher Gesundheitsförderung (31 Prozent), gutem Kaffee (28 Prozent), Pflanzen im Büro (27 Prozent) und guten Büromöbeln (25 Prozent). Interessant an der Erhebung: Die eher zwischenmenschlichen Faktoren der Beziehungsebene wurden etwas geringer wirksam eingestuft als in der Befragung im Jahr davor, während die eher materiellen Aspekte leicht zulegten.
Studie zur Arbeitsmotivation: Das spornt die Deutschen an, Manpower 12.5.15

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Deutsche machen mehr Schulden 
Freitag, 15. Mai 2015 - Studien
Sparsam wie eine schwäbische Hausfrau - für immer mehr Deutsche scheint das nicht zuzutreffen. Eine Emnid-Studie im Auftrag des Inkassounternehmens KRUK, für die 754 Personen befragt wurden, zeigt, dass im letzten Jahr die Nutzung von Bankdarlehen, Kreditkarten und Leasing um 43 Prozent zugenommen hat. 34 Prozent der privaten Haushalte verwenden Ratenkredite, um Konsumausgaben - zumeist den Kauf eines Autos - zu finanzieren. Für drei Viertel der unter 30 Jährigen gehören Schulden zum Leben. Emotional betrachtet erscheinen Schulden hingegen weniger easy. 67 Prozent verbinden mit ihnen Anspannung und Stress, 64 Prozent Verunsicherung, 59 Prozent Angst, 58 Prozent Ruhelosigkeit und 57 Prozent Frustration.
Deutsche halten Schulden für ziemlich normal, Die Welt 7.5.15

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Frauen wollen Karriere, wenn man sie lässt 
Mittwoch, 13. Mai 2015 - Studien
Fehlende Aufstiegschancen stellen für junge Frauen den häufigsten Grund dar, ihre Arbeitsstelle zu wechseln, so die Erkenntnisse einer weltweiten Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 10.000 Menschen im Alter von 20 bis 35 Jahren. 43 Prozent der deutschen Frauen finden, dass sich Arbeitgeber bei internen Beförderungen zu sehr auf männliche Mitarbeiter konzentrieren - bei der Umfrage 2011 waren dies nur 14 Prozent. 86 Prozent der Frauen bevorzugen Arbeitgeber, denen Gleichberechtigung und Integration wichtig sind. 71 Prozent finden indes, dass Arbeitgeber zwar über Diversity sprechen, jedoch keine wirkliche Chancengleichheit schaffen. Für 53 Prozent hängt die Attraktivität eines Arbeitgebers davon ab, ob sie Aufstiegschancen haben, doch nur 19 Prozent der deutschen Frauen glauben, dass sie es bei ihrem Arbeitgeber in eine Führungsposition schaffen.
Junge Frauen fordern bessere Karrierechancen, WiWo 6.5.15

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Spaltung der Gesellschaft wächst 
Freitag, 8. Mai 2015 - Studien
In einer Studie kommt der Paritätische Gesamtverband zu dem Schluss, dass die soziale Spaltung in Deutschland weiter wächst und immer weniger Menschen am Wohlstand teilhaben. Laut dem Jahresgutachten leben mittlerweile 15,5 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Weiter kritisiert der Verband, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen sich konstant bei rund einer Million eingependelt habe, ohne Aussicht auf Verbesserungen. Den sieben Billionen Euro an Privatvermögen stehe gegenüber, dass rund jeder zehnte Erwachsene inzwischen überschuldet sei, im Durchschnitt mit mehr als 32.600 Euro Schulden. Der Bundesregierung wirft der Verband vor, sozialpolitisch falsche Prioritäten zu setzen. Der Mindestlohn trage zwar zum sozialen Zusammenhalt bei, die Rentenreform hingegen habe die soziale Spaltung sogar noch vertieft.
Die Kluft wird immer tiefer, taz 28.4.15

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Unzufrieden mit dem Job 
Mittwoch, 6. Mai 2015 - Studien
Die Manpower Group Deutschland befragte gut 1.000 Arbeiternehmer zu ihrer Zufriedenheit im Job. 49 Prozent der Befragten gaben demzufolge an, mit der eigenen Position oder Tätigkeit nicht mehr zufrieden zu sein. 45 Prozent denken darüber nach, den Job zu wechseln - ein Viertel, um eine bessere Bezahlung zu erreichen, 14 Prozent, weil sie sich mehr Abwechslung wünschen, und 13 Prozent, weil sie auf mehr Anerkennung hoffen. Immerhin jeder fünfte Arbeitnehmer attestiert seinem Unternehmen ein hohes Engagement für soziale Projekte oder Umweltschutz.
Manpower-Studie

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Chef träumen von früher Rente 
Dienstag, 5. Mai 2015 - Studien
Eine Umfrage der ZEIT unter 353 Führungskräften deutet in eine ähnliche Richtung wie der gestern hier angesprochene Downshifting-Trend. Rund drei Viertel der Befragten gaben hier an, nicht bis zum gesetzlichen Rentenalter arbeiten zu wollen - sofern es finanziell möglich ist. Die meisten betrachten das Alter von 56 bis 60 Jahren als Zeit für den optimalen Ausstieg, ein Viertel würde sogar schon zwischen 51 und 55 in Rente gehen. Dabei geht es den meisten gar nicht darum, dann überhaupt nicht mehr zu arbeiten. Viele können sich nämlich vorstellen, als Berater oder Aufsichtsrat auch dann noch gelegentlich tätig zu werden. Von einem Sabbatical träumt mehr als die Hälfte der Befragten. Allerdings traut sich jeder Zweite nicht, im Unternehmen auch danach zu fragen - aus Angst, berufliche Nachteile zu erleiden.
Die Chefs privat, Zeit online 26.4.15

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Mitgefühls-Meditation reduziert wandernde Gedanken 
Mittwoch, 29. April 2015 - Studien
Eine Studie der Stanford Universität zeigt, dass Mitgefühls-Meditation das Wandern der Gedanken deutlich vermindern kann. Untersucht wurde eine Gruppe von 51 Erwachsenen, die an einem Trainingsprogramm mit neun Einheiten zu je zwei Stunden teilnahmen und täglich 15 bis 30 Minuten alleine üben sollten. Gewöhnlich wandern unsere Gedanken, während wir wach sind, etwa 50 Prozent der Zeit - und dies häufig, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Die Probanden wurden während der Studie regelmäßig befragt, ob ihr Geist abschweife und sie fürsorglich mit sich selbst beziehungsweise anderen umgegangen seien. Im Vergleich zu inhaltsleeren Meditationsformen fokussiert die Mitgefühls-Meditation nämlich darauf, eine fürsorgliche Haltung zu entwickeln. Die Studie zeigte, dass die Meditierenden deutlich seltener in neutrale oder gar negative Gedankengänge abdrifteten und gleichzeitig fürsorglichere Verhaltensweisen zeigten. Da wir anscheinend evolutionär stark auf negative Reize reagieren, um unser Überleben zu sichern, ist die durch die Meditation erreichte Fokusverschiebung sehr interessant. Sie könnte dabei helfen, selbst unter schwierigen äußeren Bedingungen nicht sofort in Angst zu verfallen, sondern stattdessen positiv mit sich selbst und anderen umzugehen.
Compassion meditation reduces "mind-wandering", Stanford research shows, Stanford Report 22.4.15

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