Teilen als Teil einer neuen Konsumkultur 
Freitag, 6. Januar 2012 - Success Stories
Die FAZ stellt in einem Beitrag neue Online-Verleihplattformen vor und zeigt damit, dass das Besitzdenken sich in weiteren Teilen der Gesellschaft zu verändern beginnt. Ob Plattformen, auf denen man sein Autor anderen Menschen zur Verfügung stellen kann, Werkzeuge ausleihen kann oder auch Wohnungen auf Zeit untervermietet - in immer mehr Bereichen, in denen Besitz auf die eine oder andere Weise eine Rolle spielt, zeigt sich eine neue Offenheit, wenn das darum geht, das, was einem gehört, auch anderen zur Verfügung zu stellen. Die Betreiber solcher Plattformen argumentieren, dass diese neuen Modelle den Ressourcenverbrauch verringern und für die Wirtschaft neue Innovationspotentiale mit sich bringen. Im Bereich der Autoindustrie zeigt sich dieses Umdenken bereits in Ansätzen, denn einige der großen Konzerne sind bereits dabei, selbst Leihmodelle zu erproben. Kunden kaufen dann kein Auto mehr für den Eigengebrauch, sondern zahlen für die zur Verfügung gestellte Mobilitätsdienstleistung.
Teilen für Fortgeschrittene, FAZ 28.12.11

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Fairer Handel boomt trotz Krise 
Dienstag, 24. August 2010 - Success Stories
Der faire Handel boomt und das trotz Wirtschaftskrise. So gaben die deutschen Konsumenten 2009 für fair gehandelte Produkte 322 Millionen Euro aus - das entspricht einer Steigerung um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einer Verdreifachung in den letzten fünf Jahren, so das Forum Fairer Handel. Wichtigstes Merkmal für fair gehandelte Waren sind für 44 Prozent der Kunden das Fairtrade-Siegel sowie die Standards der Weltläden (20 Prozent) und der anerkannten Fair-Handels-Importeure (14 Prozent). Interessant ist, dass diese Konsumhaltung sich auch in den weniger kaufkräftigen Schichten zunehmend zeigt. In der oberen Einkommensgruppe sind 48 Prozent der Befragten Fair-Käufer, in der untersten Gruppe immerhin schon 37 Prozent.
Fact Sheet Fairer Handel


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Business jenseits des Renditedrucks 
Donnerstag, 26. November 2009 - Success Stories
Hohe Renditen für Aktionäre und Boni für Top-Manager haben in der Wirtschaft die Grundsatzfrage aufgeworfen, wie viel Gewinnorientierung im Sinne privater Interessen das Business verträgt. Bei einer Veranstaltung der Alanus Hochschule in Alfter bei Bonn in Kooperation mit dem info3-Verlag zeigten ausgewählte anthroposophische Unternehmen, dass es auch anders geht. Der Naturkosmetik- und Heilmittelhersteller Wala, der Farbenanbieter Stockmar, das Reinigungsmittelunternehmen Sonnet und der info3-Verlag illustrierten, dass ein Wirtschaften auch jenseits dieser "Anreizsysteme" möglich ist. Alle vier Unternehmen haben sich Geschäftsmodelle gegeben, die über teils komplexe juristische Konstruktionen privaten Besitz am Unternehmen verhindern. Wala beispielsweise "gehört" einer Stiftung, der die Gewinne des Unternehmens zufließen. Auf dieser Basis wird ein Kapitalstock gebildet, der in die weitere Expansion des Unternehmens fließt, so dass dieses nicht vom Kapitalmarkt abhängig ist - eine Strategie, die zu einem zwar langsamen, aber nachhaltigen Wachstum führt. Die anthroposophischen Unternehmer sehen ihre primäre Aufgabe darin, im besten Sinne des Wortes "etwas zu unternehmen", anstatt schlicht auf Kapitalmaximierung erpicht zu sein.
Kapital als Verantwortung, info3-Blog 11.11.09

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Quer denken, geradlinig handeln 
Montag, 23. November 2009 - Success Stories
Die FAZ, die sich ja nicht gerade zum Vorreiter alternativer Businessperspektiven macht, ist immer für Überraschungen gut. In einem sehr wohlwollenden Kommentar (der allerdings, sucht man ihn im FAZ-Onlinearchiv, als "Glosse" rubriziert ist) geht das Blatt darauf ein, was den Alnatura-Gründer Götz Rehn so erfolgreich macht. So lobt die FAZ Rehn, weil er nicht vor Zwängen kapituliert, sondern mutig auf seine Weise die Wirtschaft gestaltet. Frischfleischtheken gibt es bei Alnatura nicht, weil der Chef findet, dass die Menschen weniger Fleisch essen sollten. An Preiskämpfen beteiligt sich das Unternehmen nicht, sondern achtet darauf, dass die Lieferanten ordentlich bezahlt werden. Und beim Verpackungsdesign dürfen sich schon einmal die Kunden austoben anstelle hochbezahlter Agenturen. "Auch Rehn kann sich Marktzwängen nicht entziehen. Aber der mittelständische Unternehmer zeigt, dass auch die Zwänge dem noch genug Spielraum lassen, der wirklich etwas ändern will", kommentiert die FAZ. Erleichtert hat dem Redakteur dieses Fazit aller Wahrscheinlichkeit das exzellente Jahresergebnis, das Alnatura gerade präsentierte. Während der Biomarkt in Deutschland in diesem Jahr wohl nur um zwei Prozent wachsen wird, verkündete Alnatura für das gerade abgelaufene Geschäftsjahr einen Zuwachs von bereinigt knapp unter zehn Prozent. Gut sein lohnt sich also.
Die Alternative Alnatura, FAZ 12.11.09

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Nachhaltigkeitspreis: Die Gesamtstrategie muss stimmen 
Montag, 16. November 2009 - Success Stories
Viele Unternehmen tasten sich an das Thema Nachhaltigkeit gegenwärtig heran, doch nur wenigen gelingt es bisher, wirklich nachhaltige Strategien zu entwickeln, die sich nicht auf ein paar öffentlichkeitswirksame Projekte erstrecken, sondern erkennen lassen, dass die Firmen über ihre gesamte Wertschöpfungskette hin wirklich ihr Denken verändern. Die mit dem deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichneten Unternehmen können hier als klare Vorbilder gelten, denn ihnen gelingt es, den neuen Anspruch wirklich in ihre Geschäftsstrategie zu integrieren. So gehört das Unternehmen Bau-Fritz zu den Pionieren im Bereich ökologisches Bauen und hat kohlendioxidneutrale Fertighäuser im Angebot, die zum großen Teil aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. Die Bio-Supermarktkette Alnatura, gegründet von dem Anthroposophen Götz Rehn, verfolgt ebenfalls durch und durch nachhaltige Strategien, da sie nicht nur bei der Produktauswahl ökologische Kriterien anlegt, sondern auch darum bemüht ist, eine faire Gegenseitigkeit mit ihren Lieferanten herzustellen. Der Versandhändler memo AG wiederum bietet seinen Kunden Produkte, die unter ökologischen und sozialen Kriterien hergestellt werden und achtet darauf, dass Lieferanten die entsprechenden Auflagen einhalten. Allen Firmen ist gemeinsam, dass sie selbst in Zeiten der Wirtschaftskrise gute Geschäfte machen. Im Bereich Marken wurden die Naturkosmetikmarke alverde der DM-Drogeriekette ausgezeichnet, die ökologische Reinigungsmittelmarke Frosch und Neumarkter Lammsbräu. Der Nachhaltigkeitspreis wurde am 6. November in Düsseldorf verliehen.
Pressemitteilung Nachhaltigkeitspreis

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Bankenbündnis für Nachhaltigkeit im Finanzmarkt 
Mittwoch, 21. Oktober 2009 - Success Stories
Die im März 2009 gegründete "Global Alliance for Banking on Values", der elf alternative Banken aus der Schweiz, Italien, Nicaragua, Bangladesch, Dänemark, Peru, den USA, den Niederlanden, der Mongolei sowie die deutsche GLS Bank angehören, setzt neue Zeichen im Hinblick auf die Nachhaltigkeit des Finanzsektors. So beschlossen die Institute, in den kommenden drei Jahren gemeinsam zwei Milliarden Euro Kredite weltweit für nachhaltige Projekte zu vergeben. Darüber hinaus erarbeitet die Allianz Vorschläge für einen global nachhaltigeren Finanzmarkt. Eine beim Green Hub des Massachusetts Institute of Technology in Auftrag gegebene Studie soll die Konzepte und Arbeitsweisen der Mitgliedsbanken der Allianz untersuchen, um auf dieser Basis übergeordnete Grundsätze für die Neuordnung des Finanzmarktrahmens zu erarbeiten. "Wir verbinden den Tätigkeits- und Wirkungskreis der einzelnen Partnerbanken miteinander und potenzieren somit unseren Einfluss auf eine sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltige Entwicklung", so GLS-Vorstandssprecher Thomas Jorberg.
Pressemitteilung der GLS Bank vom 13.10.2009

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Abzocken funktioniert nicht, "nett sein" schon 
Mittwoch, 7. Oktober 2009 - Success Stories
Zwar nicht aktuell, aber inhaltlich immer noch frisch: Die Wirtschaftswoche hat im August mit dem neuen DM-Chef Erich Harsch ein Interview geführt über die unternehmerischen Strategien der Drogeriekette. Anlass war ein weiterer Bericht der WiWo über die katastrophale Geschäftsentwicklung des Konkurrenten Schlecker, der mit Umsatzrückgängen von 20 Prozent zu kämpfen hat. Untersuchungen zeigen: Das Billig-Image, das Schlecker sich gibt, täuscht viele Verbraucher, denn preislich sind DM und andere Wettbewerber deutlich preiswerter in ihrem Angebot. Die Kunden haben es nun anscheinend gemerkt und kaufen nun vielleicht eher beim anthroposophisch-freundlichen DM ein. Alleine im Frühjahr verbuchte DM Zuwachsraten von zehn Prozent. Für die Wirtschaftswoche ist DM ein kaum begreifbares Phänomen, wie folgende Frage illustriert: "Wie kann sich dm den Mix aus niedrigen Preisen, vergleichsweise guter Produktqualität und recht humanem Umgang mit den Mitarbeitern leisten und dabei trotzdem noch etwas verdienen?" Für Erich Harsch, der Firmengründer Götz Werner an der Unternehmensspitze nachfolgte, ist die Erklärung leicht: "Es besteht kein Widerspruch zwischen diesen Punkten. Gerade weil wir unsere Mitarbeiter fair behandeln, herrscht eine Atmosphäre in den Geschäften, die dazu führt, dass auch mehr Kunden bei uns einkaufen. Damit können wir wiederum höhere Warenmengen zu besseren Konditionen bestellen und distribuieren. Das führt zu einer extrem hohen Produktivität unserer Standorte. Bei den Durchschnittsumsätzen pro Filiale sind wir top. Bei Drogerieprodukten setzt eine normale dm-Filiale 15 Mal mehr um als ein Standard-Schlecker." So viel zum wirtschaftlichen Teil. Doch Harsch verdeutlicht auch, welche Philosophie und welche Werte zum Erfolgskurs von DM führen:"Mir sind Unternehmen suspekt, die Umsatzrenditen von zehn Prozent und mehr erwirtschaften. Bei solchen Firmen steht offensichtlich der Eigennutzen und nicht der des Kunden im Vordergrund. Wir vertrauen einfach darauf, dass unser Eigennutzen als Folge des Kundennutzens nicht zu kurz kommt." Die Rechnung scheint aufzugehen ...
"Es ist viel unbequemer", WiWo 8.8.2009
Schlecker: Drastische Umsatzverluste und drohender Streik, Wiwo 8.8.2009

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Plädoyer für faire Produkte aus der Region 
Dienstag, 28. April 2009 - Success Stories
Für die April-Ausgabe des Magazins info3 habe ich mit dem Mitbegründer der Zunft AG Christoph Hinderfeld über das Thema nachhaltige Produkte gesprochen. Die Zunft AG tritt an, um Orte zu schaffen, an denen regionale Manufakturen ihre Produkte anbieten können und so transparente Märkte schaffen, bei denen die Verbraucher wieder nachvollziehen können, woher Waren kommen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden. "In der Beliebigkeit der heutigen Zeit sucht der Mensch wieder nach Anhaltspunkten für die Beurteilung von Waren und Diensten. Da kommen automatisch Nachhaltigkeit, Authentizität und vor allem auch der Wunsch nach Transparenz ins Spiel", sagt Hinderfeld. Für ihn stellt das Manufakturwesen eine wichtige Ergänzung zu den internationalen Handelskanälen dar: "Das Manufakturwesen kann und soll Massenware nicht ersetzen. Es kann sie aber sinnvoll ergänzen und dazu führen, dass der moderne Mensch wieder erlebt, wie ein gutes Produkt entsteht, und erfährt, worauf man als verantwortungsbewusster Kunde achten sollte."
Download des vollständigen Interviews


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