Geschichten des Gelingens 
Donnerstag, 9. Februar 2012 - sonstiges
Veränderung braucht konkretes Handeln, so der Sozialpsychologe Harald Welzer. Mit seiner Stiftung Futurzwei will er Vorreiter des Wandels zeigen, die zum Nachahmen motivieren. "Aus der Sozialpsychologie weiß man, dass Wissen und Einsicht allein nicht reichen, um unsere Lebenspraktiken und die Infrastrukturen des Alltags zu verändern. Man weiß, dass das stärkste Moment der Veränderung einer Praxis die Praxis selbst ist. In Gesellschaften wie unserer, die jede Menge Freiräume anbieten, gibt es auch jede Menge Labore einer anderen, nachhaltigeren Wirklichkeit", so Welzer. Die Geschichten des Wandels, die er auf der Stiftungswebseite sammelt, sollen es nicht bei Kritik am Bestehenden bewenden lassen: "Die Akteure, von denen wir erzählen, tun etwas Unerwartbares. Dass wir zu viel Dreck, Mobilität, Emissionen, Ungerechtigkeit hervorbringen, finden wir ja alle bedenklich. Aber in der Regel erschöpft sich das Unzufriedensein darin, dass man mit anderen darüber spricht. Futurzwei interessiert sich für die Leute, die sagen: Ich mache das jetzt anders." Das Wichtigste für ihn: "Menschen verstehen sich in diesem Medium als Handelnde, nicht als Opfer."
Wir sind nicht nett, Die Zeit 20.1.12

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Selbstbewusstsein durch Modeaskese 
Donnerstag, 2. Februar 2012 - sonstiges
Eine ungewöhnliche Idee und ein Zeichen der besonderen Art: Die FAZ berichtet in einem Beitrag über die 17-Jährige Rebecca Berker, die ein Jahr lang mit Konsumverzicht für ökologische Belange eintrat. Die Schülerin trug 365 Tage lang das gleiche T-Shirt - mit der Aufschrift "i am challenge" (na gut, sie hatte 10 Exemplare davon, denn ab und zu durften die Shirts auch mal gewaschen werden) und wollte damit zeigen, dass man auch anders leben kann: "Für mich sind Klamotten eben nicht so wichtig, sondern Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit." Der Umweltaktivistin gelang es zwar nicht, Mitschüler zum Mitmachen zu bewegen, doch werden ihr zahlreiche Wetten einige Spenden für ihr Umweltengagement einbringen. Für die junge Frau sprang neben diesem greifbaren Ergebnis viel Selbsterfahrung heraus: "Heute kann ich sicher sagen, dass meine Freunde mich nicht nur aufgrund meiner Klamotten mögen. Mir ist es auch egal, was andere darüber denken. Außerdem habe ich ein anderes Verhältnis zu materiellem Eigentum aufgebaut."
Modeaskese als Selbsterfahrung, FAZ 24.1.12

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Weihnachtszeit - Ferienzeit 
Donnerstag, 15. Dezember 2011 - sonstiges
think.work.different macht Weihnachtsferien. An dieser Stelle möchte ich allen LeserInnen des Blogs für ihre Aufmerksamkeit und ihre freundlichen Feedbacks zu meiner Arbeit danken. Ich wünsche Ihnen schöne Weihnachtstage und einen guten Start ins neue Jahr. Ab 2. Januar finden Sie hier wieder Neuigkeiten rund um Spirit im Business. Herzliche Grüße, Nadja Rosmann

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Zwischen Pragmatismus und Dogmatismus 
Mittwoch, 12. Oktober 2011 - sonstiges
Die taz lässt in einem spannenden Dialog die Initiatorin des Projekts Halbzeitvegetarier Katharina Rimpler und den überzeugten Veganer Christian Vagedes darüber diskutieren, welcher Weg sinnvoll ist, um Menschen zu einer Veränderung ihres Ernährungsverhaltens - und damit zu einer Minimierung der schädlichen Auswirkungen desselben auf die Welternährungslage und ökologische Aspekte - zu bewegen. Rimpeler, die selbst auf den Genuss von Fleisch verzichtet, geht davon aus, dass eine eher dogmatische Alle-oder-Nichts-Forderung, nämlich die Forderung eines hundertprozentigen Verzichts auf tierische Produkte, eher abschreckende Wirkung hat, da Menschen eher dazu neigen, ihr Verhalten langsam und im Rahmen kontinuierlicher Lernprozesse zu verändern. Vagedes hingegen betrachtet diese Perspektive eher als Halbheit und setzt auf hundertprozentiges Commitment. Er betrachtet den eher legeren Umgang mit dem Thema als grundlegend falsches Signal. Ich finde an dem Beitrag spannend, wie Rimpeler - aus meiner Sicht sehr treffend - beschreibt, dass man sich so großen Entscheidungen wie dem Fleischverzicht auch in kleinen Schritten annähern kann. Sicherlich haben manche Menschen ein initiales Erlebnis oder eine Erkenntnis, die es ihnen leicht macht, ihr Leben von hier auf jetzt um 180 Grad zu wenden. Aber häufig sind es gerade die - auch selbstauferlegten - Verbote, die uns mental in die Enge treiben. Ein "nie wieder" wirkt da leicht blockierend und mobilisiert unseren Widerstand. Mein persönliches Fazit: Auch kleine Schritte in die richtige Richtung sind ein wichtiger Beitrag.
"Man muss einen Cut machen!" taz 25.9.11

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GLS Bank eröffnet Spendenportal 
Dienstag, 20. September 2011 - sonstiges
In der Anthroposophie spielt Schenkgeld als gesellschaftliche Kraft seit jeher eine besondere Rolle. Die GLS Bank trägt den Steinerschen Gedanken nun durch die Einrichtung eines Online-Spendenportals Rechnung. Auf der Plattform können gemeinnützige Projekte und Initiativen, die GLS-Kunden sind, ihre Aktivitäten vorstellen und um Spenden werben. Spender können ihre Gelder in Bereiche wie den Umwelt- und Naturschutz, Entwicklungszusammenarbeit, Gesundheit, Bürgerengagement und Menschenrechte, Kinder und Jugend, Kultur und Bildung, Leben im Alter, Menschen mit Behinderungen oder ökologische Landwirtschaft fließen lassen.
GLS-Spendenportal

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Erster Veganer-Supermarkt in Berlin 
Donnerstag, 11. August 2011 - sonstiges
In Berlin hat kürzlich der erste Supermarkt mit ausschließlich veganem Produktangebot eröffnet. Wie groß die Nachfrage nach Lebensmitteln ist, die gänzlich auf die Verwendung tierischer Rohstoffe verzichten, zeigt die positive Resonanz. Betreiber Jan Bredack wurde von den Kunden schlicht überrannt. Wo er mit 100 Kunden pro Tag rechnete, damit das Geschäft sich lohnt, tummeln sich in seinem Supermarkt inzwischen täglich zwischen 400 und 500 Einkaufsfreudige. Das Beispiel zeigt, wie sich das Konsumverhalten zumindest von Teilen der Bevölkerung stetig ändert, mehr an Nachhaltigkeit ausrichtet und so auch einstige Nischen zu profitablen Geschäftsfeldern macht. Zwar findet man heute beispielsweise Bio-Lebensmittel - zumindest mit kleinem Sortiment - in jedem Supermarkt, doch wer die Messlatte an den eigenen Konsum höher anlegt, ist zumeist auf aufwändige Recherchen und die Beschaffung via Internet begrenzt. Ein Aufwand, der viele kritische Konsumenten bisweilen doch abschreckt. Bleibt zu hoffen, dass neue Geschäftsmodelle wie das von Jan Bredack Schule machen, denn selbst man nicht ausschließlich vegan leben möchte, ist es doch schön, leicht an solche nachhaltigen Produkte zu kommen. Deshalb an dieser Stelle ausnahmsweise mal ein bisschen Werbung. Ich bin ganz begeistert von dem Online-Shop Vegane Zeiten, der ein wunderbares Schuhsortiment hat. Habe mir neulich ein Paar bestellt, das wirklich gut aussieht. Und der Service ist einfach klasse!
"Wir sind überrannt worden", taz 29.7.11

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Sommerzeit - Ferienzeit 
Donnerstag, 30. Juni 2011 - sonstiges
Es ist wieder einmal so weit. think.work.different macht Sommerferien! Ich wünsche allen LeserInnen schöne Sommertage und bin ab 25. Juli wieder mit frischen News für Sie da. Herzliche Grüße, Nadja Rosmann

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Fair Trade legt um 27 Prozent zu 
Donnerstag, 26. Mai 2011 - sonstiges
Fairer Handel scheint ein Thema zu sein, das den Deutschen unter den Nägeln brennt. Im vergangenen Jahr legte der Handel mit Fairtrade-Produkten hierzulande um 27 Prozent zu. Es wurden Waren im Wert von etwa 340 Millionen verkauft. Umfragen zufolge kennen bereits 77 Prozent der Bevölkerung das Siegel für fairen Handel, 93 Prozent davon finden es glaubwürdig. Bereits mehr als 180 Unternehmen bieten Fairtrade-Produkte in mehr als 30.000 Supermärkten und Bioläden an. In der Gastronomie sind es rund 18.000 Einrichtungen, die fair Gehandeltes auf den Tisch bringen.
Fairtrade wächst um 27 Prozent, Glocalist 4.5.11

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