Osterzeit - Ferienzeit 
Freitag, 29. März 2013 - sonstiges
Liebe Leserinnen und Leser, think.work.different macht Osterferien. Wir wünschen Ihnen schöne Ostertage und sind ab 8. April wieder mit frischen News für Sie da.

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Das Glück erkennen, wo es sich zeigt 
Montag, 7. Januar 2013 - sonstiges
Der Beginn des neuen Jahres ist für viele Menschen mit guten Vorsätzen verbunden - seien es neue Ziele im Job, mehr Balance zwischen Beruf und Privatem oder auch der Wunsch, sich im Alltag einfach mehr Glücksmomente zu verschaffen. Beim Thema Glück sehen wir jedoch bisweilen vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr, wie ein schönes Video bei Focus mit dem Zen-Lehrer und Führungskräfte-Coach Paul J. Kohtes zeigt. Wir verrennen uns nur allzu leicht in Ideen darüber, was uns glücklich machen könnte - und knüpfen Bedingungen daran. Wenn nur dies passiert, dann kann ich glücklich sein ... Dabei übersehen wir bisweilen, dass unser Glück nicht im Morgen auf uns wartet, sondern vielleicht schon gegenwärtig ist - wenn wir es nur wahrnehmen könnten. Ein wunderbarer Clip zur Einstimmung auf das neue Jahr!
Das Nichts suchen - und Erfolg finden, Focus.de 16.12.12



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Eine schöne Weihnachtszeit 
Montag, 17. Dezember 2012 - sonstiges
think.work.different macht Weihnachtsferien. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr. Ab 7. Januar sind wir wieder mit täglichen News für Sie da.

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Umfrage zu Wechselwirkungen zwischen Arbeit und Privatleben 
Freitag, 2. November 2012 - sonstiges
Christoph Harrach, Betreiber der Online-Plattform KarmaKonsum, realisiert zur Zeit eine Umfrage zu den Wechselwirkungen zwischen Arbeit und Privatleben. Dabei geht er der Frage nach, welche Einstellungen Arbeitnehmer zum Thema Nachhaltigkeit umtreiben und in welchem Maße sie diese konstruktiv in ihrem Job einbringen können. Ein spannendes Projekt, weshalb ich mich freuen würde, wenn Sie dieses Forschungsvorhaben durch Ihre Teilnahme an der Umfrage unterstützen.
Zur Umfrage auf KarmaKonsum


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Energiewende - alles eine Frage der Perspektive 
Mittwoch, 24. Oktober 2012 - sonstiges
Die Wogen schlagen gegenwärtig hoch, denn die absehbare Erhöhung der Abgabe im Zuge des Gesetzes für Erneuerbare Energien (EEG) trifft natürlich viele Verbraucher hart. Interessant zu beobachten ist, wie einseitig die politische Diskussion über den Sachverhalt geführt wird. Wo Politiker mit Blick auf die nächste Bundestagswahl schon einmal Stimmung machen, indem sie behaupten, der Öko-Strom werde wettbewerbsverzerrend subventioniert, hilft ein Blick auf die Zahlen. So gibt der Ökostrom-Anbieter EWS in einer Pressemitteilung an, dass die fossil-atomare Energieerzeugung seit 1970 jährlich mit durchschnittlich 14,5 Milliarden Euro aus Steuermitteln subventioniert wurden. Bei den Erneuerbaren liegt dieser Wert bei durchschnittlich 5,6 Milliarden Euro im Jahr. Und während die Milliarden für Atomstrom und Co. den großen Konzernen zugute kamen, profitieren vom EEG vor allem kleine und mittlere Unternehmen, da 60 Prozent der Anlagen, die erneuerbare Energie produzieren, von ihnen betrieben werden. Laut EWS haben die Konzerne bisher nur mit 6,5 Prozent zur Energiewende beigetragen. Ein weiterer bizarrer Faktor sorgt gerne für Verwirrung. Da die künftige Knappheit fossiler Energieträger sich gegenwärtig noch nicht sonderlich stark in der Preisbildung für Strom niederschlägt, "kostet" Ökostrom gegenwärtig tatsächlich deutlich mehr als Atomstrom, woraus gerne der Vorwurf abgeleitet wird, dass die Subventionierung von Ökostrom ineffizient sei. Nun ja, wenn wir warten, bis der letzte Tropfen Öl oder Erdgas verbraucht ist, sitzen wir halt alle im Dunkel und klappern mit den Zähnen... Übergangsstadien wie das jetzige sind nicht einfach - weder in der Darstellung, noch in der Bewältigung. Und da hilft es wenig, die Interessen aller Beteiligten gegeneinander auszuspielen. Der jüngste Vorstoß der Wirtschaft, über weitere Abgaben die Stromkunden an Ausfallrisiken und den Kosten des Stromnetzausbaus zu beteiligen, ist da nur ein Punkt unter vielen. Ich wüsste zu gerne, in welchem Maße mich die Konzerne im Gegenzug an den zu erwartenden Gewinnen beteiligen werden, die, wenn sich die Knappheit fossiler Energieträger erst in den Marktpreisen niederschlägt, sicherlich immens sein werden. Da lobe ich mir Anbieter wie die EWS. Die geben auf ihrer Webseite an, dass 5,49 Prozent ihres Strompreises in die Deckung der Verwaltungskosten und den Gewinn fließen. Das klingt doch fair.
EWS-Pressemitteilung


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Globale Probleme nachhaltig lösen 
Montag, 15. Oktober 2012 - sonstiges
Die internationale Politik krankt daran, dass nachhaltige Lösungen, die im Interesse aller Menschen wären, sich gegenwärtig kaum durchsetzen lassen. Einer der Gründe: Preschen einzelne Länder beispielsweise durch Gesetzesnovellen, die eine stärkere Regulierung des Finanzsystems zum Ziel haben vor, entsteht eine Konkurrenzsituation zu den Ländern, die dies nicht tun. Geschäfte würden sich dann der Wettbewerbslogik folgend in diese Länder verlagern, was nicht nur einen Nachteil für die innovativen Länder darstellen würde, sondern auch in der Sache selbst - hier die Regulierung das Finanzsystems - keine wirklichen Fortschritte mit sich bringen würde. Der Engländer John Bunzl möchte mit seiner Simultanpolitikkampagne Simpol hier einen Ausweg aus diesem ewigen Dilemma schaffen. Seine Idee: Wenn Politiker und ganze Regierungen sich einem nachhaltigen Engagement verpflichten und die Wähler ankündigen, nur noch Politiker zu wählen, die dies tun, entsteht ein neuer konstruktiver Wettbewerb. Der Clou der Simpol-Idee: Konkrete Maßnahmen, beispielsweise die Selbstverpflichtung zur nationalen Regulierung des Finanzwesens, werden erst dann umgesetzt, wenn alle von einer Maßnahme grundsätzlich betroffenen Länder mitmachen. Eine bekundete Selbstverpflichtung wird also erst eingelöst, wenn eine realistische Chance auf globale Umsetzung besteht, so dass Vorreiter keine Nachteile befürchten müssen. Simpol wirkt also zunächst auf eine grundsätzliche Einstellungsveränderung im politischen System, der nachgeschaltet dann konkrete politische Maßnahmen folgen können. In Deutschland wird die Simpol-Kampagne von Dirk Weller geleitet, und es gibt bereits Regionalgruppen in Berlin und Hannover. Als Reaktion auf den Brandbrief der chemischen Industrie an Kanzlerin Merkel, in dem die Unternehmen ihren Befürchtungen über steigende Energiepreise im Zuge der Energiewende, die ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit schwäche, Ausdruck verliehen, haben die deutschen Simpol-Aktivisten alle Mitglieder des Deutschen Bundestages angeschrieben, um sie zu einer Beteiligung an Simpol zu animieren.
Simpol in Deutschland

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Denksysteme hinterfragen 
Mittwoch, 19. September 2012 - sonstiges
In einer Analyse in der FAZ hinterfragt Oskar Lafontaine die Diskursbildung in westlichen Gesellschaften, indem er den Zusammenhang zwischen Besitz, Macht und öffentlich verwendeten Begrifflichkeiten untersucht. In Berufung auf den Aufklärer John Locke erinnert Lafontaine daran, dass Eigentum eigentlich durch eigenes Tun entstehen solle. Wo sich jedoch ungerechte Eigentums- und Vermögensstrukturen etablieren und selbst verstärken, weil das direkte Tun in einem System, in dem Kapital vermeintlicherweise "arbeitet", immer weniger wert hat und kaum noch öffentlich wirksam ist, werde eine undemokratische Machtverteilung verstärkt. "Wer Vermögen hat, vermag etwas", heiße nun die Devise, so Lafontaines Kritik: "Vermögens- und Machtstrukturen erneuern und verstärken sich und stehen den als notwendig erkannten gesellschaftlichen Veränderungen wie ein scheinbar unüberwindliches Hindernis gegenüber." Doch gehe es letztlich nicht nur um diese vordergründigen Machtstrukturen, sondern auch um das Denken, das durch sie verfestigt werde: "Entscheidender ist, dass die Denk- und Urteilsstrukturen, denen wir unterworfen sind, der geistige Überbau dieser Machtverhältnisse sind. ... Wer die Begriffe prägt, bestimmt das Denken. ... Ein Beispiel unserer Tage für die Macht der Begriffe ist, dass das Wort Bankenkrise aus dem öffentlichen Diskurs über die sogenannte Euro-Krise verschwunden ist. Stattdessen wird nur noch von der Staatsschuldenkrise gesprochen. Der Bankenlobby ist es wieder einmal gelungen, die Politik auf die falsche Spur zu setzen. Die Folge ist, dass statt einer Zerschlagung der Großbanken und einer strengen öffentlich-rechtlichen Regulierung der Geldhäuser eine Demokratie zerstörende und ökonomisch kontraproduktive Austeritätspolitik zur Lösung der vermeintlichen Staatsschuldenkrise verordnet wird. Zeitgeist, Sprache, Begriffsapparat und die realen Machtstrukturen stehen also der Durchsetzung linker Reformen im Wege." Ich kann dieser Diskursbetrachtung nur zustimmen. In den täglichen Nachrichten ist meist weniger interessant, was tatsächlich geschieht, als eher, welche Voraussetzungen, die den Berichten zugrunde liegen, unhinterfragt und teils auch unausgesprochen bleiben.
Warum die Linke oft recht hat, es aber nur selten bekommt, FAZ 11.9.12


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Narzisstische Kränkung in der Überflussgesellschaft 
Donnerstag, 6. September 2012 - sonstiges
Seit der französische Soziologe Pierre Bourdieu uns mit seiner Untersuchung über die "feinen Unterschiede" deutlich machte, dass auch Konsum ein wunderbares Mittel zur Statusdistinktion ist, wissen wir, wie viel es über uns aussagt, welche Marken wir kaufen und wie viel wir uns von etwas leisten. In Zeiten der Krise stellt sich jedoch für immer mehr Menschen nicht mehr nur die Frage: Alnatura oder Aldi? Denn wer mit kleinsten Budgets auskommen muss oder gar HartzIV-Leistungen bezieht, für den wird oft schon der Waschmittelkauf zum Problem - weil eine Großpackung, die drei Monate reicht, leicht das Wochenbudget auffrisst. Der Konzern Unilever kündigte nun an, auch in Europa kleinere Packungsgrößen für seine Produkte einzuführen. Ein Schritt, durch den sich die taz an die "Dritte Welt" erinnert fühlt: "Die kleine Packung wird zur Verkörperung der Krise. Diese kleinen Packungen gab es früher nur anderswo. In Afrika. In Asien. Vielleicht auch in Lateinamerika. Aber jetzt kommen sie also auch nach Europa, nach Spanien, Griechenland, Italien. Nach vier Jahren Finanzkrise sind „wir“ also soweit. „Wir“ sind also jetzt auch Afrika. Da klingt die Hintergrundmelodie vom Abstieg Europas an." Ist das der neue Konsum 0.5? Sicher zeigt der Schritt von Unilever, dass nun auch europäische Märkte in Sachen Konsum keine anything goes Arenen mehr sind. Aber letztlich haben kleinere Verpackungsgrößen auch etwas Positives. Die wachsende Zahl der Single-Haushalte wird sich sicherlich ebenfalls über die neuen Angebote freuen, denn wem immer die letzten zwei Scheiben Käse in der Packung verschimmeln, weil er mit dem Essen einfach nicht nachkommt, der ist dankbar, wenn künftig statt 150 Gramm vielleicht nur noch 75 Gramm in der Verpackung stecken.
Eine kleine Packung, bitte, taz 28.8.12


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