Neuer Höchststand bei Stresserkrankungen 
Donnerstag, 30. August 2012 - Studien
Eine Studie der Betriebskrankenkassen zeigt, dass Stresserkrankungen weiter auf dem Vormarsch sind. Im Schnitt waren die Arbeitnehmer im ersten Halbjahr 2012 16 Tage krankgeschrieben - ein Höchststand seit 1999. Die Gesamtzahl der Krankheitstage blieg gegenüber dem Vorjahr vergleichsweise stabil, doch stiegen die Fehlzeiten aufgrund von Stresserkrankungen deutlich an. Insgesamt machen Burn-out, Depressionen und psychische Leiden bereits 13,2 Prozent aller Krankheitstage aus und stehen damit dritter Stelle nach Muskel- und Skelett-Erkrankungen (26,3 Prozent) und Atemwegserkrankungen (14,4 Prozent). Bei Männern verzeichneten die Betriebskrankenkassen einen Zuwachs von 20 Prozent bei psychischen Erkrankungen, bei Frauen einen Anstieg um 18 Prozent. Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ist bei diesen Erkrankungen mit 37 Tagen höher als bei Krebsbehandlungen (36 Tage).
Arbeitnehmer fehlen im Durchschnitt acht Tage, Zeit online 13.8.12


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In fünf Dax-Konzernen stellen Frauen die Mehrheit der Mitarbeiter 
Mittwoch, 29. August 2012 - Studien
Der Diskussion um die Frauenquote zum Trotz gibt es bereits einige Konzerne, in denen Frauen besonders gute Karrierechancen haben. Eine Umfrage der WirtschaftsWoche zeigt: In fünf Dax-Konzernen ist bereits die Mehrheit der Beschäftigten weiblich und auch in Führungspositionen sind dort Frauen besser positioniert als in anderen Unternehmen. Das Ranking der Frauen-Domänen: Fresenius (67 Prozent), Metro (55,6 Prozent), Adidas (52 Prozent) Beiersdorf (51,9 Prozent), Munich Re (51 Prozent). Was die Besetzung von Führungspositionen mit Frauen angeht, zeigt sich folgendes Bild: Henkel (29,5 Prozent), Fresenius (27 Prozent), Merck (23 Prozent), Bayer (22,3 Prozent), Munich Re (20,5 Prozent), Beiersdorf (20,5 Prozent).
Fünf Dax-Konzerne beschäftigen mehr Frauen als Männer, WiWo 11.8.12


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Fair Trade wächst, bleibt aber Nische 
Dienstag, 28. August 2012 - Studien
Trotz Krise sind immer mehr Menschen bereit, die vergleichsweise teuren Fair-Trade-Produkte zu kaufen. so stieg der Umsatz im vergangenen Jahr um 16 Prozent auf 477 Millionen Euro, so das Forum Fairer Handel. Fair Trade kommt welt 1,2 Millionen Bauern und Arbeitern in mehr als 60 Ländern zugute. Deren Familien eingerechnet werden so rund sechs Millionen Menschen erreicht. In Deutschland setzen sich etwa 100.000 Menschen ehrenamtlich für den fairen Handel ein. Wichtigstes Fair-Trade-Produkt bleibt der Kaffee, mit dem jeder zweite Euro umgesetzt wird. Der Anteil des fairen Kaffees am Welthandel ist zwar gestiegen, liegt aber dennoch erst bei zwei Prozent. Der Marktanteil bei fair gehandelten Blumen stieg auf etwa acht Prozent.
Blumen zum Kaffee, taz 10.8.12


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Immer mehr atypische Beschäftigungsverhältnisse 
Donnerstag, 23. August 2012 - Studien
Frauen sowie junge oder gering qualifizierte Arbeitnehmer haben es immer schwerer, unbefristete Vollzeitstellen zu finden, so das Ergebnis einer Untersuchung des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, die die Entwicklung der so genannten atypischen Beschäftigung in 20 europäischen Ländern im Zeitraum von 1996 bis 2009 analysiert. So stieg der Anteil der Frauen, die in Teilzeit arbeiten, in diesem Zeitraum von 19 auf 29 Prozent. Von den unter 30-jährigen Arbeitnehmer haben heute nur noch 24 Prozent einen unbefristeten Vollzeitjob, während es Mitte der 1990er Jahre noch 35 Prozent waren.
Bei den gering Qualifizierten sank die Zahl derer, die sich über ein Normalarbeitsverhältnis freuen können, von 24 auf 16 Prozent. Gestiegen ist hingegen die Beschäftigung in der Altersgruppe über 50 Jahre. Während hier 1996 die Hälfte der Menschen nicht erwerbstätig war, trifft dies heute nur noch auf jeden Dritten zu.
Berufseinsteiger haben immer seltener einen sicheren Job, SZ 7.8.12


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80 Prozent aller Deutschen fordern mehr politische Partizipation 
Mittwoch, 22. August 2012 - Studien
Eine überwältigende Mehrheit der Deutschen ist nicht länger bereit, tatenlos zuzusehen, wie im ewigen Tauziehen zwischen Politik und Wirtschaft händeringend nach Lösungen für die globalen Krisen gesucht wird, aber unter dem Strich letztlich nicht wirklich etwas passiert. Sie setzen darauf, dass es den Einbezug breiter Teile der Bevölkerung braucht, um die Welt besser zu machen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 2.000 Personen der GfK Marktforschung im Auftrag der gemeinnützigen Stiftung für Philosophie Identity Foundation, die im August 2012 veröffentlicht wurde. Bereits 80,6 Prozent aller Deutschen missbilligen es, dass große Entscheidungen allein von der Politik getroffen werden. Sie fordern eine stärkere zivilgesellschaftliche Beteiligung, beispielsweise durch Volksentscheide. Dabei geht es ihnen nicht um Protest, sondern um nachhaltige Ergebnisse, zu denen sie selbst beitragen möchten. „Wir Bürger dürfen Politik und Wirtschaft die Lösung der globalen Krisen nicht alleine überlassen, sondern sollten uns persönlich für Veränderungen in der Gesellschaft engagieren“, sagen 82,6 Prozent aller Deutschen. Und 76,7 Prozent sind der Meinung, dass in der Bevölkerung viele Lösungen für die großen Herausforderungen der Gegenwart entwickelt werden, die stärker von der Politik aufgegriffen werden sollten. 19,2 Prozent engagieren sich bereits in Bürgerinitiativen, Vereinen, in ihrem beruflichen oder privaten Umfeld dafür, „dass die Welt eine bessere wird“.
Pressemitteilung der Identity Foundation


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Deutsche sehnen Rente herbei 
Montag, 20. August 2012 - Studien
Die Rente mit 67 ist für viele Deutsche anscheinend nach wie vor ein No-Go. In einer Umfrage des Jobportals Monster.de meinten 89 Prozent der 1.600 Umfrageteilnehmer, dass sie es sich nicht vorstellen können, so lange im Erwerbsleben zu verbleiben. Lediglich 2 Prozent wollen diesem neuen gesetzlichen Rahmen folgen. Allerdings: 3 Prozent wollen auf jeden Fall sogar länger arbeiten, 2 Prozent können sich sogar überhaupt nicht vorstellen, in Rente zu gehen.
Bloß nicht bis 67 arbeiten, FTD 26.7.12


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Lohas noch immer ein Minderheiten-Phänomen 
Freitag, 17. August 2012 - Studien
Der Lohas-Trend (Lifestyles of Health and Sustainability) geistert zwar überproportional häufig durch Medien und Marketing, bleibt aber nach wie vor ein Minderheitenphänomen, wie die neueste AWA-Erhebung von Allensbach zeigt. Das Institut rechnet rund 11 Prozent aller Deutschen zu den Lohas-Anhängern - ein Wert, der in den letzten Jahren stabil geblieben ist. Statistisch betrachtet wird der Lohas-Stil überdurchschnittlich häufig von Frauen, Menschen über 50, mit (Fach-)Hochschulreife und sehr guter bis guter Einkommenssituation kultiviert. Die Lohas-Konsumenten sind in hohem Maße an Qualität und Marken orientiert, überdurchschnittlich innovationsoffen und explizit weder technik- noch fortschrittsfeindlich eingestellt. Sie setzen beim Einkauf auf sozial- und umweltverträgliche Produkte und legen Wert auf faire Wirtschaftsbeziehungen. Während nur 22 Prozent der Gesamtbevölkerung Wert auf Bio-Produkte legen, sind es im Lohas-Umfeld 67 Prozent. Beim Kauf von Kleidung achten 40 Prozent (Bevölkerungsdurchschnitt 13 Prozent) auf eine sozial- und umweltverträgliche Produktion. Rund 25 Prozent der Bevölkerung sind bereits bereit, für umweltverträgliche Produkte auch höhere Preise zu zahlen.
Allensbach-Studie


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Vertrauen in den Kapitalismus sinkt 
Mittwoch, 15. August 2012 - Studien
Eine Studie des Pew Research Center in Washington zeigt, dass das Vertrauen in den Kapitalismus in einzelnen Ländern drastisch gesunden ist, während vor allem in den aufstrebenden Nationen der Glaube an die wirtschaftliche Entwicklung ungebrochen scheint. Besonders optimistisch geben sich die Türken - 60 Prozent von ihnen betrachten ihre eigene wirtschaftliche Situation als gut (Zuwachs von 20 Prozentpunkten gegenüber 2008), 57 Prozent sehen dies auch für die Positionierung des Landes (Zuwachs um 36 Prozentpunkte gegenüber 2008). Auch in Deutschland ist der Optimismus noch groß - hier sind 74 Prozent zufrieden mit ihrer persönlichen wirtschaftlichen Situation (plus 7 Prozentpunkte) und 73 Prozent (plus 20 Prozentpunkte) mit der wirtschaftlichen Situation des Landes. In China sind die Zuwächse zwar gering, aber nur deshalb, weil die Chinesen auch im Krisenjahr 2008 schon sehr optimistisch waren. 69 Prozent der Chinesen fühlen sich selbst wirtschaftlich gut aufgestellt (plus 3 Prozentpunkte), sogar 83 Prozent (plus 1 Prozentpunkt) betachten die Situation der chinesischen Wirtschaft als gut. In den von der Krise besonders stark betroffenen Ländern zeigt sich hingegen ein anderes Bild. So glauben nur noch 57 Prozent der Spanier (minus 11 Prozentpunkte), dass ihre eigene wirtschaftliche Situation gut ist, von der spanischen Wirtschaft insgesamt nehmen dies nur noch 6 Prozent (minus 29 Prozentpunkte) an.
Pervasive Gloom About the World Economy, Pew Research 12.7.12

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